ÖKO-TEST Online-Forum KINDER/FAMILIE KOSMETIK/MODE GESUNDHEIT/MEDIKAMENTE BAUEN/WOHNEN ERNÄHRUNG GELD/VERSICHERUNG FREIZEIT/TECHNIK SONSTIGES
29. Mai 2017 um 13:23
linkwww.oekotest.de   linkemedien.oekotest.de   linkImpressum  
Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
News:
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Bitte beachten: Beiträge in diesem Forum dienen ausschließlich Ihrer Information und entsprechen nicht der Meinung von ÖKO-TEST. Die auf diesen Seiten zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Erkrankungen von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Nehmen Sie niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!
  › TECHNIK / FREIZEIT
  › Fernsehen: Allgemein
  › Horrorfilme
Seiten: 1 2 3 4 
Horrorfilme (Gelesen: 35833 mal)
0815einerlei
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 608

Re: Horrorfilme
Antwort #10 - 06. Januar 2010 um 12:10
 
Hallo Wicked,

wo liegt jetzt Ihr Problem?

Warum finden Sie manche Filme oder ä. abartig? Was führte zu diesem Empfinden? Liegt es evtl. an Ihrer Kindheit? Hat man Sie dazu erzogen Dreck als Dreck zu erkennen?

Versuchen Sie sich zu erinnern und handeln entsprechend.

Diskussionen bringen garnichts. Den Kontakt zu Mitschülern können und sollen Sie auch nicht verhindern.

Verdeutlichen Sie Ihrem Kind frühzeitig Ihre Gefühlswelt. Davon hängt entscheident auch die Empfindungswelt Ihres Kindes ab.

Die Existenz von Pornos, Gewalt- und,oder anderen Schrottsachen ist nicht "Schuld" an irgendwas, sondern der Bedarf an soetwas.

Bedarf entsteht aber nicht, wenn die eigene Gefühls- und Empfindenswelt dem widerspricht. Gelle? Und diese wiederum hängt entscheidend von einflußreichen Personen im Umfeld ab. Wie einflußreich hierbei Eltern sind, legen diese eben selbst fest. Aus Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, Faulheit und Dummheit gehen positive Einflüsse der Eltern leider immer weiter zurück.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Wicked
Ex-Mitglied





Re: Horrorfilme
Antwort #11 - 06. Januar 2010 um 12:22
 
Was wird das jetzt? Eine therapeutische Sitzung?  Durchgedreht

Es ging in meinem Post um Kinder, die können solche Filme 1. vorher gar nicht abschätzen und 2. hat das Verbotene immer einen besonderen Reiz! Und ja, da wäre es dann meiner Meinung nach wirklich besser die Beschränkungen im Bezug darauf wären strenger bzw. es gäbe solche Filme gar nicht!

Zitat:
Wie einflußreich hierbei Eltern sind, legen diese eben selbst fest. Aus Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, Faulheit und Dummheit gehen positive Einflüsse der Eltern leider immer weiter zurück.


Sie haben keine Kinder? Was? Sonst wäre Ihnen dieser dumme Spruche wohl kaum so abgegangen...

Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 06. Januar 2010 um 14:04 von N/V »  
 

 
elf
Forum-Mitglied

Online



Beiträge: 8423
Südland
Geschlecht: male
Re: Horrorfilme
Antwort #12 - 06. Januar 2010 um 13:44
 
Zitat:
Sie haben keine Kinder? Was?  

Wicked!
Warum so sauer?
0815 hat nicht unrecht.
Man muss kein Ei sein, um ein faules zu erkennen.
Zum Seitenanfang
 

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“– Recep Tayyip Erdogan
"Wo Bild als Zeitung durchgeht, gelten Frisöre als Hirnforscher."- Wiglaf Droste
Beiträge können HOAX enthalten
 

 
Wicked
Ex-Mitglied





Re: Horrorfilme
Antwort #13 - 06. Januar 2010 um 14:02
 
elf schrieb am 06. Januar 2010 um 13:44:
Zitat:
Sie haben keine Kinder? Was?  

Wicked!
Warum so sauer?
0815 hat nicht unrecht.
Man muss kein Ei sein, um ein faules zu erkennen.


Weil das elf:

Zitat:
Aus Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, Faulheit und Dummheit gehen positive Einflüsse der Eltern leider immer weiter zurück.


eine dumme Plattitüde ist. Vor allem in Zeiten wo Familien und insbesondere Frauen vorgegaukelt wird, dass Haushalt, Familie und Berufsleben doch locker unter einen Hut zu bringen sind und die Anzahl der Alleinerziehende so hoch ist wie noch nie. Das hat bei vielen Kindern was mit Zeitmangel der Eltern zu tun aber wenig mit Faulheit oder Bequemlichkeit. Und nicht alle Kinder bringen (leider) die emotionale Standfestigkeit mit die nötig wäre und die ist auch nur zu einem Teil durch Erziehung beeinflussbar.

Wenn das in unserer Gesellschaft auch wenig angesehen ist, so hat es große Vorteile, wenn ein Elternteil zu Hause ist als Ansprechpartner und auch um genau auf solche Dinge ein Auge zu haben. Ein Luxus in unserer heutigen Zeit...
Zum Seitenanfang
 
 

 
0815einerlei
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 608

Re: Horrorfilme
Antwort #14 - 06. Januar 2010 um 14:31
 
Hallo Wicked.

Ich bin sogar schon glücklicher Opa. Wäre ich, glaube ich, nicht ohne eigene Kinder.

Meine Anmerkung, dass vieles davon abhängt, wie intensiv es Eltern verstehen Gefühle auf ihre Kinder zu übertragen, und dies leider meist an div. Ausreden scheitert, bezog sich nicht auf Sie, sondern allgemein auf eine immer größer werdende Schar.

Auch sollte das keine belehrende Psychositzung sein, sondern lediglich zum Nachdenken anregen.

Und so sind es Ausreden, zu meinen, das Kind wisse ja nicht vorher was im Film läuft. Natürlich weiß es das nicht.

Die Frage ist doch was es dabei empfindet. Abscheu oder Gefallen. Will es mehr davon oder lieber wieder raus aus dem Kino oder das TV lieber ausschalten.

Und dieses Gefühl bestimmen maßgeblich Eltern. Oder eben nicht, weil zu gleichgültig oder, oder, oder. Oder einfach sich ohnmächtig glaubend.

Keine Zeit zu haben ist auch eine Ausrede. Entscheidend ist, wie wird verbleibende Zeit genutzt. Egal wie umfangreich diese ist. Das es besser sei, wenn ein Elternteil permanent z.H. wäre, ist Quatsch. Wenn ich meine Eltern austriksen will, mach ich das. Ob sie da sind oder nicht.

Pure Verbote sind natürlich Mist. Produktions- oder Angebotsverbote aber auch. Der Konsument erzeugt Angebote. Nicht umgekehrt.

Nicht Gift ist Schuld am Tot, sondern die Einnahme. Oder sehe ich da was falsch?

Und was mangelnden Ehrgeiz der Eltern betrifft, und am meisten derer die am lautesten schreien, so ist das keine dumme Plattitüde, sondern traurige Realität. Und wie schon gesagt, beziehen Sie das nicht auf sich selbst, wenn es Sie nicht betrifft.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Wicked
Ex-Mitglied





Re: Horrorfilme
Antwort #15 - 06. Januar 2010 um 15:08
 
Zitat:
Meine Anmerkung, dass vieles davon abhängt, wie intensiv es Eltern verstehen Gefühle auf ihre Kinder zu übertragen, und dies leider meist an div. Ausreden scheitert, bezog sich nicht auf Sie, sondern allgemein auf eine immer größer werdende Schar.


Ich weiß ja nicht, aber Gefühle auf Kinder übertragen? Kinder können an Eltern Gefühle erleben, sehen wie diese auf bestimmte Sachen reagieren aber übertragen würde ich das nicht nennen. Wobei ich niemandem meine persönliche Gefühlswelt aufs Auge drücken möchte schon gar nicht meinem Kind. Kinder sind kleine eigenständige Persönlichkeiten, die ihre eigenen Emotionen entwickeln können und sollen. Alles andere ist ungesund.

Zitat:
Die Frage ist doch was es dabei empfindet. Abscheu oder Gefallen. Will es mehr davon oder lieber wieder raus aus dem Kino oder das TV lieber ausschalten.


Das funktioniert aber alles nur bis zu einem gewissen Alter, spätestens wenn die Peergroup an die Stelle der Eltern tritt (und das ist bei fast jedem Teenager irgendwann so, da ist der Einfluss der Eltern nicht mehr so doll) wirds kritisch, es kommt ein gewisser Gruppenzwang dazu, man ist doof wenn man aus dem Kino geht und will doch dazu gehören. Die anderen finden es cool, also findet man es selbst auch cool.
Um bei mir zu bleiben, ich fand den neuesten Harry Potter Film für Kinder nicht geeignet und zum Teil auch sehr brutal, mein Sohn saß neben mir im Kino und fand den Film toll... und nun? Für mich kein Weltuntergang, trotzdem wird es solche Filme zu Hause bei uns nicht geben und das Kind kann wenigstens da in der Schule mit reden und ist kein Aussenseiter.

Zitat:
Und dieses Gefühl bestimmen maßgeblich Eltern. Oder eben nicht, weil zu gleichgültig oder, oder, oder. Oder einfach sich ohnmächtig glaubend.


Vielleicht verstehe ich das falsch, aber ich will und kann keine Gefühle bei meinem Kind bestimmen. Kinder sind eigenständige Menschen. Für mich hört sich das wir ein Eingriff in die Persönlichkeit eines Menschen an.

Zitat:
Keine Zeit zu haben ist auch eine Ausrede. Entscheidend ist, wie wird verbleibende Zeit genutzt. Egal wie umfangreich diese ist. Das es besser sei, wenn ein Elternteil permanent z.H. wäre, ist Quatsch. Wenn ich meine Eltern austriksen will, mach ich das. Ob sie da sind oder nicht.


Ich finde ein schwarz/weiß (arbeiten/oder nicht) nicht als angebracht. Sicher ist eine zufriedene arbeitende Mutter/Vater besser fürs Kind als das unzufriedene Mütterchen hinterm Herd! Und ja es ist entscheidend, wie die Zeit die da ist genutzt wird, Qualität vor Quantität, aber wie schaut denn da die Realität aus? Wie viel Nerv hat ein Mensch noch, nach einem 8 Stunden Tag auf der Arbeit (der Haushalt liegt ja noch)?  Und mir ging es nicht ums austricksen, sondern hauptsächlich darum, dass wenn das Kind ein Bezugsperson braucht, auch eine da ist... ich habe selbst schon einige Modelle hinter mir, von ganz zu Hause über 75-80% Stelle und über halbe Stelle. Mittleres war gar nicht so prickelnd, ich bewundere Eltern, die das wirklich alles schaffen...

Bevor von man von dumm und faul spricht sollte man sich die Realität der Familien die es betrifft einmal anschauen, das hat nichts mit Ausreden zu tun. Und ich würde hier nicht für solche Eltern eintreten, wenn ich nicht wüsste wie es in den meisten Familien ausschaut wo so etwas wirklich zum Problem geworden ist (was übrigens in jeder Schicht sein kann).
Zum Seitenanfang
 
 

 
0815einerlei
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 608

Re: Horrorfilme
Antwort #16 - 06. Januar 2010 um 19:31
 
Hallo Wicked,

Ich frage Sie mal. Warum schaue ich mir heute noch möglichst keine Horrorfilme an und auch keine Pornos o.v.
Warum habe ich keine Angst im dunklen Wald, oder vor großen Höhen oder hohen Geschwindigkeiten?
Warum kann ich an meine Leistungsgrenzen gehen und diesbezüglich auch Schmerzen ertragen?
Warum bin ich in der Lage Fehler einzusehen und nicht zu resignieren, wo andere lang schon aufgeben? Usw, usw.
Warum ist das so?

Zitat:
Ich weiß ja nicht, aber Gefühle auf Kinder übertragen?....... übertragen würde ich das nicht nennen. …niemandem meine …Gefühlswelt aufs Auge drücken …


Was Sie sagen klingt klug. Aber ist es das in diesem Punkt auch? Das ist aber das Problem pseudomoderner Ansichten, die eigentlich Alibis darstellen.

Eigene Gefühle oder Empfindung auf Kinder zu übertragen war nicht so gemeint, gezielt ne Kopie von sich selbst erzeugen zu wollen. (aufs Auge drücken, oder,oder…)

Der Fakt das aber leider viele das darunter verstehen, lässt sie dazu kommen zu meinen, das Kind ist wie es ist und entwickelt sich wie es will von selbst. Großer Irrtum. Antiautoritär nennt man das schnell und gern. Vor allem immer dann, wenn einem nichts mehr einfällt. Das ist aber nicht antiautoritär, sondern gar nichts. Das Umfeld formt den Menschen. Und wenn Sie nicht formen, formen andere. U.U. aber nicht in eine Ihnen genehme Richtung.

Zitat:
Das funktioniert aber alles nur bis zu einem gewissen Alter, ….Gruppenzwang …Um bei mir zu bleiben, ich fand den neuesten Harry Potter Film für Kinder nicht geeignet und zum Teil auch sehr brutal, mein Sohn saß neben mir im Kino und fand den Film toll... und nun? Für mich kein Weltuntergang, ….kann wenigstens da in der Schule mit reden und ist kein Aussenseiter.


Das Alter des Gruppenzwangs ändert daran nichts. Was ich meine, hat sich bis dahin schon gefestigt oder kommt nicht mehr.
Ich bin auch in verbotene Filme per Gruppenzwang gegangen. Gefallen hat es mir aber nicht. Und das ist wichtig. Das Empfinden das man selbst hat. Und was man für sich selbst daraus schlussfolgert in späteren Handlungen. Spielt man Szenen nach oder sucht man lieber Abstand. Will man mehr oder nicht.

Ihnen gefiel der ganze Potterfilm nicht, Ihrem Sohn schon. Warum? Fand er die Gewaltszenen gut? Oder betraf sein Eindruck eher den Gesamtfilm der Effekte wegen und die Gewaltszenen waren gar nicht mehr Gegenstand seines Urteils, weil er diese verdrängte. Verdrängte, weil er eigentlich gegen Gewalt ist. Und zwar deshalb, weil Sie Ihn dazu erzogen haben. Ja aber wie denn, wenn Sie keinen Einfluss nehmen wollen?
Verstehen Sie was ich meine?

Zitat:
Für mich hört sich das wir ein Eingriff in die Persönlichkeit eines Menschen an.


Das Wort Erziehung darf man nicht zu physisch nehmen.

Zu sagen;mach das nicht oder mach das, bringt in Punkto Moral und Ethik wenig bis nichts.

Kinder leben Ihre Eltern eher nach. Nicht deren Anweisung zählt langfristig, sondern deren Lebensart und –gefühle, z.B. durch Gefühlsäußerungen, wie z.B. das ist lecker, das ist ekelig, hier hab ich Angst, hier nicht, das finde ich Mist, das nicht usw.,usw.
Das ist doch kein Eingriff in die Persönlichkeit des Kindes, sondern vorleben. Ob dies positiv oder negativ ist, ist freilich wieder ein anderer Streitpunkt.

Zitat:
Ich finde ein schwarz/weiß (arbeiten/oder nicht) nicht als angebracht. …, aber wie schaut denn da die Realität aus? Wie viel Nerv…  ich bewundere Eltern, die das wirklich alles schaffen...


Ich sehe das nicht schwarz/weiß, sondern als das was es ist. Eine Ausrede. Sonst würden ja alle, die in Erwerbstätigenhaushalten aufwachsend, Assis oder so was.

Und ja, die Qualität der verbleibenden Zeit ist entscheidend.

Und noch mal doppelja, die Realität sieht anders aus, weiß ich auch und das ist es ja, was ich schlimm finde.

Ihre Frage, wie viel Nerv….usw.ist der Punkt. Das ging doch unseren Eltern nicht anders und deren Eltern auch nicht. Wie haben die das gemacht? Kann ich Ihnen sagen. Nicht gejammert, sondern….
Sie müssen nicht andere bewundern, die das schaffen, sondern einfach machen und dann auf sich selbst stolz sein.

Bin zwar Opa, aber ein sehr junger. Und alte Zöpfe hab ich auch nicht, an denen ich hänge.

Zitat:
Bevor von man von dumm und faul spricht …das hat nichts mit Ausreden zu tun. Und ich würde hier nicht für solche Eltern eintreten, wenn ich nicht wüsste wie es in den meisten Familien ausschaut wo so etwas wirklich zum Problem geworden ist (was übrigens in jeder Schicht sein kann).


Außer dumm und faul nannte ich auch noch andere Gründe. Und die Realität hat nicht nichts mit Ausreden zu tun, sondern hauptsächlich mit Ausreden.

Und Sie würden hier nicht für solche Familien eintreten, wenn Sie wüssten, dass nur bei denen so etwas ein Problem ist bei denen es so ausschaut, das es zum Problem wurde.(was übrigens in jeder Schicht sein kann)

Zum Seitenanfang
 
 

 
elf
Forum-Mitglied

Online



Beiträge: 8423
Südland
Geschlecht: male
Re: Horrorfilme
Antwort #17 - 06. Januar 2010 um 19:50
 
0815einerlei schrieb am 06. Januar 2010 um 19:31:
Kinder leben Ihre Eltern eher nach.  
@0815, Danke für diesen Beitrag.
Der o.a. Satz wird mir, je älter ich werde, immer wichtiger.
Er ist sozusagen zum Kern meiner Erziehungskritik geworden.

@Wicked:
Ich bin nicht der Meinung, dass das stimmt:
Wicked - Zitat:
Vielleicht verstehe ich das falsch, aber ich will und kann keine Gefühle bei meinem Kind bestimmen.
Kinder sind eigenständige Menschen.
Für mich hört sich das wir ein Eingriff in die Persönlichkeit eines Menschen an.

Mögen sie eigenständige Menschen sein.
Sie sind noch nicht fertig und brauchen Vorbilder, vorgelebte Vorbilder, ehrlich und ohne Falschheit.
Zum Seitenanfang
 

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“– Recep Tayyip Erdogan
"Wo Bild als Zeitung durchgeht, gelten Frisöre als Hirnforscher."- Wiglaf Droste
Beiträge können HOAX enthalten
 

 
Wicked
Ex-Mitglied





Re: Horrorfilme
Antwort #18 - 07. Januar 2010 um 07:51
 
Lieber Einerlei,

was mich an Ihrer Position so stört ist die Absolutheit die sie dem Abverlangen

Hier:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/668/317542/text/

Ist das absolute Gegenstück davon, demnach spielt Erziehung und Vorleben wohl kaum eine Rolle und entbindet den Menschen mehr oder weniger jeder Verantwortung. (Ich schreibe das jetzt ganz bewusst wertfrei)

Zitat:
Ich frage Sie mal. Warum schaue ich mir heute noch möglichst keine Horrorfilme an und auch keine Pornos o.v.
Warum habe ich keine Angst im dunklen Wald, oder vor großen Höhen oder hohen Geschwindigkeiten?
Warum kann ich an meine Leistungsgrenzen gehen und diesbezüglich auch Schmerzen ertragen?
Warum bin ich in der Lage Fehler einzusehen und nicht zu resignieren, wo andere lang schon aufgeben? Usw, usw.
Warum ist das so?


Sie behaupten allen ernstes, dass das ALLES an der Erziehung und dem Vorbilddasein Ihrer Eltern liegt?

Dann müsste ich sie fragen, warum mag ich keine gewaltverherrlichenden Filme? (Denn dem Vorbild meiner Eltern nach müsste ich das nach ihrer Theorie nämlich), warum habe ich Empathievermögen und kann mich in andere Menschen einfühlen?
Warum schlage ich meine Kinder nicht?

Das was sie hier präferieren ist eine rosarote Blümchenwelt, die Erziehung der Eltern ist alles und wenns schief geht, sind die Eltern Schuld, weil sie es falsch vorgelebt haben. Da liegen Sie meiner Meinung nach falsch, das was sie aufführen ist wichtig ohne Frage, ein gesundes Elternhaus gibt den Kindern die besten Vorraussetzung.
Allerdings bringt jedes Kind auch eine Veranlagung mit und die können wir nicht wegerziehen, da sind wir dann nämlich bei dem uralten Streit Umwelt <vs.>Anlage angekommen.

Ich habe für beides ein Beispiel hier, meine Söhne sind beide in der gleichen musikalisch geprägten Umwelt groß geworden. Mein Mann ist Hobbymusiker, ich verdiene mittlerweile meinen Lebensunterhalt damit. Mein großer Sohn bekam bereits mit fünf auf sein eigenes Verlangen hin Schlagzeugunterricht, seit einem halben Jahr unterrichte ich ihn, ebenfalls auf sein eigenes Verlangen hin, in einem Blasinstrument und, er hat sogar mein absolutes Gehör, wie ich kürzlich beim Unterricht feststellte! Mein kleinster will nichts von Musik wissen (Was ich im übrigen sehr bedauere!). Wie kommts? Beide haben diesbezüglich dieselben Vorraussetzungen in der Umwelt gehabt!

Zitat:
das Kind ist wie es ist und entwickelt sich wie es will von selbst. Großer Irrtum. Antiautoritär nennt man das schnell und gern.


Ja, in gewisser Weise denke ich schon, das Kind ist wie es ist und genau so muss ich es lieben. Einer Antiautoritären Erziehung bin ich trotzdem fern. Kinder brauchen ebenso Grenzen, um sich sicher zu fühlen. Wie diese Grenzen ausschauen ist aber von Kind zu Kind ganz unterschiedlich. Bei einem ängstlich introvertiertem Typ kann man mit übertriebener Strenge und auch deren Vorleben viel Unheil anrichten bei einem sehr extrovertierten Kind muss man schon mal einmal mehr nein sagen! Ein Garant für das gelingen der "Erziehung" ist das aber auch nicht.

Zitat:
Das Umfeld formt den Menschen. Und wenn Sie nicht formen, formen andere. U.U. aber nicht in eine Ihnen genehme Richtung.


Da gebe ich ihnen recht, aber nicht nur und ausschließlich das Kind bringt auch einen meiner Meinung nach entscheidenden Teil mit den man einfach nicht formen kann. Wenn wir das aber versuchen, kanns ungut werden und genau in die Richtung gehen, die sie mit ihrer Formerei vermeiden wollen.

Zitat:
Spielt man Szenen nach oder sucht man lieber Abstand.


Das kann ein Widerspruch in sich sein, manchmal müssen Kinder Szenen sogar nachspielen (egal ob aus Filmen oder aus dem wahren Leben) um das Gesehene oder Erlebte integrieren und verarbeiten zu können und um dann Abstand davon nehmen zu können!

Zitat:
Und zwar deshalb, weil Sie Ihn dazu erzogen haben. Ja aber wie denn, wenn Sie keinen Einfluss nehmen wollen?


Ich habe nicht behauptet, dass ich keinen Einfluss nehmen will, ich sage aber dass dieser Einfluss zwar entscheident ist, aber die Entwicklung eines Kindes trotzdem in die nicht gewünschte Richtung gehen kann, weil es eben auch eigene Anlagen mitbringt. Ein Kind das impulsiv ist wir auch bei sehr ruhigen Eltern impulsiv sein und unter umständen Impulsiv handeln, weil das einfach angeboren ist unsere Gene spielen eine entscheidende Rolle und wir haben eben nicht alles in der Hand.

Zitat:
Kinder leben Ihre Eltern eher nach. Nicht deren Anweisung zählt langfristig, sondern deren Lebensart und –gefühle, z.B. durch Gefühlsäußerungen, wie z.B. das ist lecker, das ist ekelig, hier hab ich Angst, hier nicht, das finde ich Mist, das nicht usw.,usw.


Ja, aber nicht in dem Maße wie sie das behaupten! Meine Kinder essen viele Sachen die ich nicht esse. Ich finde Fisch eklig, trotzdem verlangen sie sogar dass ich den koche, sie haben halt ihren eigenen Geschmack und das ist gut so!

Zitat:
Eine Ausrede. Sonst würden ja alle, die in Erwerbstätigenhaushalten aufwachsend, Assis oder so was. ....Sie müssen nicht andere bewundern, die das schaffen, sondern einfach machen und dann auf sich selbst stolz sein.


Vor allem letzteres ist schon sehr anmassend  Augenrollen, bei manschen funktioniert das mit der Erwerbstätigkeit ganz gut, es kommt aber auch immer auf den Umfang der Erwerbstätigkeit des zweiten Elternteils an und die Selbstständigkeit des Kindes (und NEIN, die kann man nicht grenzenlos anerziehen), manschen Kindern tut das sogar gut,
Zum Seitenanfang
 
 

 
Wicked
Ex-Mitglied





Re: Horrorfilme
Antwort #19 - 07. Januar 2010 um 07:51
 
anderen eben nicht! Das ist individuell und ich habe damals zum Wohle meiner Kinder entschieden und wie ich heute sehe hat es sich gelohnt!

Zitat:
Sie wüssten, dass nur bei denen so etwas ein Problem ist bei denen es so ausschaut, das es zum Problem wurde.(was übrigens in jeder Schicht sein kann)


Ich habe schon bei einigen Familien gesehen, dass ein Kind in die falsche Richtung ausgebrochen ist, und kein Mensch hat das dort *so* vorgelebt. Wie gesagt, es spielt eine Rolle, aber ein Garant ist es nicht und Ihr Spruch ist und bleibt eine Plattitüde für mich!
Zum Seitenanfang
 
 

 
Seiten: 1 2 3 4