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Horrorfilme (Gelesen: 35831 mal)
Hema
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Horrorfilme
03. Januar 2010 um 08:32
 
Ich möchte voranschicken, dass ich keine Freundin des Genres bin und solche Filme normalerweise nicht ansehe. Vor einiger Zeit habe ich mir - da der Film auf Pro 7 im Abendprogramm lief - doch einmal einen angeschaut, nur um zu sehen, was im Fernsehen mittlerweile so alles frei gesendet wird und vorher sogar noch mit FSK 16 (die leicht geschnittene Fernseh-Version) eingestuft wird.

Der Film, den ich mir angesehen habe, hieß "Saw".
Er soll wohl reichlich Geld eingespielt haben.

Es ist schon erstaunlich, was so alles gesendet wird. Erstaunlicher ist, dass so etwas überhaupt produziert wird. Am Erstaunlichsten ist es, dass sich das Menschen freiwillig zur Unterhaltung ansehen.

Ich muss zugeben, noch nie einen Film gesehen zu haben, der derart krank, widerwärtig und verstörend war. Wenn dieser Film typisch für das Genre ist (zumindest für die Entwicklungen in den letzten Jahren), dann sollten solche Filme nicht gesendet werden. Schlimm genug, dass sie produziert werden. Dieser Film war nicht nur für Jugendliche unter 16 Jahren ungeeignet, sondern auch für Erwachsene. Wohlgemerkt nicht, weil er schlecht war, sondern weil ich es für sehr krank halte, solche Gewaltdarstellungen als Unterhaltung zu konsumieren bzw. zum Konsum anzubieten. Diese Bilder wirken ja nach. Wie muss man strukturiert sein, um sich von so etwas unterhalten zu fühlen?

Sehr merkwürdig finde ich, dass es um die Darstellung von Sexualität anscheinend mehr Diskussionen gibt als um die Darstellung von Gewalt und psychopathischer Machtausübung.

So was kann dann auch dabei herauskommen:

"Horrorkids"
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Schau-ma-amoi
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Geschlecht: male
Re: Horrorfilme
Antwort #1 - 03. Januar 2010 um 15:15
 
Hema schrieb am 03. Januar 2010 um 08:32:
Sehr merkwürdig finde ich, dass es um die Darstellung von Sexualität anscheinend mehr Diskussionen gibt als um die Darstellung von Gewalt und psychopathischer Machtausübung.


In unserem Kulturkreis mag das auch darin liegen, dass Menschen mit Schwanzerl nur ein Gefühl frank und frei herzeigen dürfen: Aggression.

Alles andere ist Frauensache.

Der Film war übrigens öd bis zum Abwinken.
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rita74
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Re: Horrorfilme
Antwort #2 - 04. Januar 2010 um 13:09
 
Schau-ma-amoi schrieb am 03. Januar 2010 um 15:15:
(...)
In unserem Kulturkreis mag das auch darin liegen, dass Menschen mit Schwanzerl nur ein Gefühl frank und frei herzeigen dürfen: Aggression. (...)

Wer schreibt denn das vor?

@Hema:
(1) Vor einiger Zeit gab es die Diskussionen um PC-Spiele wie "Counterstrike" bzw. um Gesellschafts-"Spiele" wie Paintball / Gotcha, jeweils im Zusammenhang mit Amokläufen bzw. ähnlichen schrecklichen Ereignissen.
(2) Neuerdings prahlt das DSF z.B. hier damit, sich "hochkarätige Sportrechte" gesichert zu haben - und meint damit Rechte zur Übertragung von "Ultimate fighting" (Kloppen bis zum blutigen K.O. - erlaubt ist alles, was verletzt und schmerzt, am Boden zu liegen z.B. schützt nicht vor weiterem Einstecken brutaler Prügel).

Im Vergleich mit (1) und (2) halte ich Filme wie "Saw" eher für harmlos -> während in (1) der interaktive Charakter der Spiele m.E. tatsächlich auf Dauer möglicherweise enthemmend wirken kann und in (2) "echte" Menschen bluten, ist dem "Saw"-Zuschauer klar, dass hier allenfalls literweise Kinoschminke fließt. In der "Nachwirkung" stehen die Bilder aus (1) und (2) denen der "Saw"-Filme zumindest gleich.

P.S.: "Saw" ist nicht unbedingt genretypisch, sondern ein Low-Budget-Produktion.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: Horrorfilme
Antwort #3 - 05. Januar 2010 um 09:53
 
Solche Spiele wie das genannten kenne ich grob. Deren Wirkung wird m.M. nach überschätzt. Das vom DSF ist ja gruselig. Das hat nichts mehr mit Sport zu tun. Wer sieht so was nur?

Bei Filmen wie "Saw" will man ja das Wissen um das Kinoblut vergessen machen, was auch gelingt, wie ich meine. Meine Frage ist, wie man strukturiert sein muss, um sich an so etwas zu ergötzen/unterhalten zu fühlen. Wie kann man sich so etwas freiwillig ansehen?

Wenn man einmal an frühere Zeiten denkt und sich ins Gedächtnis ruft, dass öffentliche Bestrafungen auch Volkbelustigungen waren, muss das auch heute doch irgendeine sehr finstere Seite nicht weniger Menschen bedienen. Mir gruselt nicht nur vor den Filmen, sondern auch vor den Menschen, die sich an so etwas erfreuen (irgendwie). Das ist archaisch/fremdartig.  Schockiert/Erstaunt

Was kann man tun, um das einzugrenzen?
Eltern sollten da genau schauen, was sich ihre Kinder so zu Gemüte führen, meine ich.
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0815einerlei
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Re: Horrorfilme
Antwort #4 - 05. Januar 2010 um 10:30
 
Zitat:
Eltern sollten da genau schauen, was sich ihre Kinder so zu Gemüte führen, meine ich.


Genau da liegt dar Hase im Pfeffer. Gleichgültigkeit, Faulheit, Dummheit. Man hört dann immer," Ich würde mir das nicht ansehen." oder " Früher gab es das nicht." oder "Wir wurden damals anders erzogen."

Letzteres finde ich immer am "lustigsten". Dann soll man sich bitte daran erinnern, wie man selbst erzogen wurde und dies seinen Kindern nicht vorenthalten, so man denn selbst gegen geistigen Durchfall erzogen wurde. Erziehung zum Ekel gegenüber bestimmter Dinge und daraus folgender Ablehnung selbiger eben.

Wo kein Konsument, da auch keine Produktion.

Aber da ist dann wieder ersteres. Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, Faulheit und Dummheit.
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rita74
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Geschlecht: female
Re: Horrorfilme
Antwort #5 - 05. Januar 2010 um 13:54
 
Hema schrieb am 05. Januar 2010 um 09:53:
(...) Meine Frage ist, wie man strukturiert sein muss, um sich an so etwas zu ergötzen/unterhalten zu fühlen. (...)

Wenn man einmal an frühere Zeiten denkt und sich ins Gedächtnis ruft, dass öffentliche Bestrafungen auch Volkbelustigungen waren, muss das auch heute doch irgendeine sehr finstere Seite nicht weniger Menschen bedienen. Mir gruselt nicht nur vor den Filmen, sondern auch vor den Menschen, die sich an so etwas erfreuen (irgendwie). (...)

Ok, Ihre Besorgnis (vor den Menschen, die solches anschauen bzw. über die große Anzahl von Konsumenten) ist verständlich.

Doch vielleicht sind Sie - zumindest gegenüber einem großen Teil der Zuschauer - zu streng. Den allermeisten von diesen wird beim Anschauen derartiger Filme nicht daran gelegen sein, Vorlagen für die Folter ihrer Mitmenschen zu recherchieren. Sie befriedigen höchstwahrscheinlich eher eine Lust am Nervenkitzel im Allgemeinen bzw. eine Lust am Grusel im Speziellen.

Als Kind besucht man zuweilen die Geisterbahn. Früher (auch heute noch) liefen Filme wie Hitchcocks "Psycho", die heutzutage "Kultstatus" besitzen. Die Mordszenen dort sind m.E. weder erfreulich noch ergötzend oder gar als Inspirationsquelle für tatsächliche Straftaten geeignet (von eventuell einzelnen psychopathischen Ausnahmen abgesehen), aber für etliche eben einfach wesentlicher Bestandteil eines (auf seine Art) unterhaltenden Filmes.
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Wicked
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Re: Horrorfilme und auch Kriegsfilme
Antwort #6 - 05. Januar 2010 um 16:31
 
Ich persönlich kann solchen Filmen auch nichts abgewinnen. Kann mir aber vorstellen, dass der dabei entstehende "Nervenkitzel" und die "Spannung" bei manchen Menschen einen Adrenalinkick oder ähnliches auslöst.

Was ich aber mindestens genauso bedenklich finde sind manche Kriegsfilme (haben die wirklich geschichtlichen Wert?).

Hier stand bestimmt 1,5 Jahre der Film "Der Soldat James Rayen" im Regal, da er FSK 16 ist (was ich als einen Witz empfinde!) blieb er lange da stehen, weil die Kinder, wenn mal Zeit dagewesen wäre dann auch länger aufblieben.

Vor einem halben Jahr habe ich es dann mal geschafft, mir diesen Film anzuschauen, die ersten 30 Minuten gleichen einem Pathologieunterricht, ich habe die meiste Zeit weggeschaut und mir die Ohren zugehalten. Der Rest des Filmes ging dann so leidlich. Durch die Kameraführung und die heutigen technischen Möglichkeiten wirkte dieser Film erschreckend real auf mich. Ich stellte mir an dieser Stelle die selben Fragen, wie Hema nun im Bezug auf Horrorfilme.

Wer schaut sich sowas an? Ich fand es gar nicht unterhaltsam und absolut grausam!  Um zu wissen, das Krieg schlimm ist muss ich mir nicht einen solchen Film anschauen...
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Neuko
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Beiträge: 1

Re: Horrorfilme
Antwort #7 - 05. Januar 2010 um 17:30
 
Meiner Meinung nach sind solche Filme nur was für Menschen, die sonst im Leben keinen Stress, Nervenkitzel oder Horror haben Zwinkernd Ich denke man kann ansonsten gut darauf verzichten sich damit noch unnötig zu berieseln.
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0815einerlei
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Beiträge: 608

Re: Horrorfilme
Antwort #8 - 06. Januar 2010 um 10:37
 
Rita 74,

Sie verharmlosen.

Zitat Rita74
Zitat:
Doch vielleicht sind Sie - zumindest gegenüber einem großen Teil der Zuschauer - zu streng.



denn..

Zitat Rita74
Zitat:
Den allermeisten von diesen wird beim Anschauen derartiger Filme nicht daran gelegen sein, Vorlagen für die Folter ihrer Mitmenschen zu recherchieren.


Darum geht es gar nicht.

Sondern darum.

Zitat Rita 74
Zitat:
Sie befriedigen höchstwahrscheinlich eher eine Lust am Nervenkitzel im Allgemeinen bzw. eine Lust am Grusel im Speziellen.


Warum erzählte man den Kindern früher Märchen wie "Rotkäppchen" oder "Die 7 Geißlein"? Man wollte Angst erzeugen. Aber nicht aus Freude an der Angst der Kinder sondern aus Sorge um deren Sicherheit, die Kinder zu sensibilisieren vor Gefahren im Wald z.B..

Heut geht es darum sich zu ergötzen am Leid anderer. Sich daran aufzugeilen. Sagen Sie doch selbst auch. Und mit Verlaub, das ist primitiv und der kleine, aber feine Unterschied zum Märchen erzählen oder einer Geisterbahn. Sind Sie eigentlich sicher durch eine solche gefahren zu sein?

Und das..
Zitat Rita74
Zitat:
Als Kind besucht man zuweilen die Geisterbahn. Früher (auch heute noch) liefen Filme wie Hitchcocks "Psycho", die heutzutage "Kultstatus" besitzen.


Entwickelt natürlich nicht automatisch das.

Zitat Rita74
Zitat:
Die Mordszenen dort sind m.E. weder erfreulich noch ergötzend oder gar als Inspirationsquelle für tatsächliche Straftaten geeignet (von eventuell einzelnen psychopathischen Ausnahmen abgesehen),


Aber.

Zitat Rita74
Zitat:
für etliche eben einfach wesentlicher Bestandteil eines (auf seine Art) unterhaltenden Filmes.


Dieser Umstand, sowie Ihre und anderer Leute zunehmende Gleichgültigkeit und Banalisierung, einhergehend mit nicht Bilden von entsprechenden Gegenpolen zu solchem Drecksmist, lässt immer mehr Jugendliche verrohen, verdumpfen, verblöden,krank im Kopf werden.

Und natürlich steigen damit auch die Zahlen von Gewalttaten. Ich empfehle Ihnen mal einen “ganz normalen“ Tag in einer „ganz normalen“ Jugendeinrichtung, mit „ganz normalen“ Kindern, von „ganz normalen“ Eltern, zu denen Sie sich ja  sicher auch zählen, so Sie Kinder haben.

Übrigens betrifft das nicht nur Horrorfilme, sondern anti Kriegsfilme, die keine sind (wie der Soldat R.), Pornos, reality Hinrichtungen auf dem Handy usw.,usw.


Alles nicht so schlimm. Gelle?  Oder noch besser: Da kann ich nix gegen mache.


Wo,Rita74, ziehen Sie denn ne Grenze? Verstehen Sie das überhaupt?
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #9 - 06. Januar 2010 um 11:30
 
Selbst als Elter, der seine Verantwortung da ernst nimmt und sich auch (!) anschaut, was die Kinder sich anschauen und der auf die FSK Beschränkungen achtet hat man es schwer. Die Kinder hören zum einen von Freunden, was die so alles anschauen dürfen -> man gerät unter Umständen in endlose Diskussionen und, was auch auch schon passiert ist, das eines meiner Kinder nach Hause kam und erzählt hat, ich habe bei ****** Indiana Jones geschaut, ich hatte nachgeschaut, der Film war ab 16 mein großer gerade mal 9.... Ärgerlich

Selbst bin ich auch schon in diese Falle getappt mit dem letzten Harry Potter Film. Die Bücher hatte der Sohn (jetzt 10) alle gelesen er wollte ihn unbedingt im Kino sehen, er war ab 12 in Begleitung eines Elter ab 6. Das war ein Fehler für Kind war er absolut zu grausam...

Die Wichtigkeit der Medien und des Fernsehens nimmt immer mehr zu und ich finde die Abartigkeit mancher Filme echt bedenklich, ebenso im Netz wo man mittlerweile ja schon aufpassen muss, was sich der Sohn bei youtube so anschaut....
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0815einerlei
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Re: Horrorfilme
Antwort #10 - 06. Januar 2010 um 12:10
 
Hallo Wicked,

wo liegt jetzt Ihr Problem?

Warum finden Sie manche Filme oder ä. abartig? Was führte zu diesem Empfinden? Liegt es evtl. an Ihrer Kindheit? Hat man Sie dazu erzogen Dreck als Dreck zu erkennen?

Versuchen Sie sich zu erinnern und handeln entsprechend.

Diskussionen bringen garnichts. Den Kontakt zu Mitschülern können und sollen Sie auch nicht verhindern.

Verdeutlichen Sie Ihrem Kind frühzeitig Ihre Gefühlswelt. Davon hängt entscheident auch die Empfindungswelt Ihres Kindes ab.

Die Existenz von Pornos, Gewalt- und,oder anderen Schrottsachen ist nicht "Schuld" an irgendwas, sondern der Bedarf an soetwas.

Bedarf entsteht aber nicht, wenn die eigene Gefühls- und Empfindenswelt dem widerspricht. Gelle? Und diese wiederum hängt entscheidend von einflußreichen Personen im Umfeld ab. Wie einflußreich hierbei Eltern sind, legen diese eben selbst fest. Aus Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, Faulheit und Dummheit gehen positive Einflüsse der Eltern leider immer weiter zurück.
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #11 - 06. Januar 2010 um 12:22
 
Was wird das jetzt? Eine therapeutische Sitzung?  Durchgedreht

Es ging in meinem Post um Kinder, die können solche Filme 1. vorher gar nicht abschätzen und 2. hat das Verbotene immer einen besonderen Reiz! Und ja, da wäre es dann meiner Meinung nach wirklich besser die Beschränkungen im Bezug darauf wären strenger bzw. es gäbe solche Filme gar nicht!

Zitat:
Wie einflußreich hierbei Eltern sind, legen diese eben selbst fest. Aus Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, Faulheit und Dummheit gehen positive Einflüsse der Eltern leider immer weiter zurück.


Sie haben keine Kinder? Was? Sonst wäre Ihnen dieser dumme Spruche wohl kaum so abgegangen...

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« Zuletzt geändert: 06. Januar 2010 um 14:04 von N/V »  
 

 
elf
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Re: Horrorfilme
Antwort #12 - 06. Januar 2010 um 13:44
 
Zitat:
Sie haben keine Kinder? Was?  

Wicked!
Warum so sauer?
0815 hat nicht unrecht.
Man muss kein Ei sein, um ein faules zu erkennen.
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #13 - 06. Januar 2010 um 14:02
 
elf schrieb am 06. Januar 2010 um 13:44:
Zitat:
Sie haben keine Kinder? Was?  

Wicked!
Warum so sauer?
0815 hat nicht unrecht.
Man muss kein Ei sein, um ein faules zu erkennen.


Weil das elf:

Zitat:
Aus Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, Faulheit und Dummheit gehen positive Einflüsse der Eltern leider immer weiter zurück.


eine dumme Plattitüde ist. Vor allem in Zeiten wo Familien und insbesondere Frauen vorgegaukelt wird, dass Haushalt, Familie und Berufsleben doch locker unter einen Hut zu bringen sind und die Anzahl der Alleinerziehende so hoch ist wie noch nie. Das hat bei vielen Kindern was mit Zeitmangel der Eltern zu tun aber wenig mit Faulheit oder Bequemlichkeit. Und nicht alle Kinder bringen (leider) die emotionale Standfestigkeit mit die nötig wäre und die ist auch nur zu einem Teil durch Erziehung beeinflussbar.

Wenn das in unserer Gesellschaft auch wenig angesehen ist, so hat es große Vorteile, wenn ein Elternteil zu Hause ist als Ansprechpartner und auch um genau auf solche Dinge ein Auge zu haben. Ein Luxus in unserer heutigen Zeit...
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0815einerlei
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Re: Horrorfilme
Antwort #14 - 06. Januar 2010 um 14:31
 
Hallo Wicked.

Ich bin sogar schon glücklicher Opa. Wäre ich, glaube ich, nicht ohne eigene Kinder.

Meine Anmerkung, dass vieles davon abhängt, wie intensiv es Eltern verstehen Gefühle auf ihre Kinder zu übertragen, und dies leider meist an div. Ausreden scheitert, bezog sich nicht auf Sie, sondern allgemein auf eine immer größer werdende Schar.

Auch sollte das keine belehrende Psychositzung sein, sondern lediglich zum Nachdenken anregen.

Und so sind es Ausreden, zu meinen, das Kind wisse ja nicht vorher was im Film läuft. Natürlich weiß es das nicht.

Die Frage ist doch was es dabei empfindet. Abscheu oder Gefallen. Will es mehr davon oder lieber wieder raus aus dem Kino oder das TV lieber ausschalten.

Und dieses Gefühl bestimmen maßgeblich Eltern. Oder eben nicht, weil zu gleichgültig oder, oder, oder. Oder einfach sich ohnmächtig glaubend.

Keine Zeit zu haben ist auch eine Ausrede. Entscheidend ist, wie wird verbleibende Zeit genutzt. Egal wie umfangreich diese ist. Das es besser sei, wenn ein Elternteil permanent z.H. wäre, ist Quatsch. Wenn ich meine Eltern austriksen will, mach ich das. Ob sie da sind oder nicht.

Pure Verbote sind natürlich Mist. Produktions- oder Angebotsverbote aber auch. Der Konsument erzeugt Angebote. Nicht umgekehrt.

Nicht Gift ist Schuld am Tot, sondern die Einnahme. Oder sehe ich da was falsch?

Und was mangelnden Ehrgeiz der Eltern betrifft, und am meisten derer die am lautesten schreien, so ist das keine dumme Plattitüde, sondern traurige Realität. Und wie schon gesagt, beziehen Sie das nicht auf sich selbst, wenn es Sie nicht betrifft.
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #15 - 06. Januar 2010 um 15:08
 
Zitat:
Meine Anmerkung, dass vieles davon abhängt, wie intensiv es Eltern verstehen Gefühle auf ihre Kinder zu übertragen, und dies leider meist an div. Ausreden scheitert, bezog sich nicht auf Sie, sondern allgemein auf eine immer größer werdende Schar.


Ich weiß ja nicht, aber Gefühle auf Kinder übertragen? Kinder können an Eltern Gefühle erleben, sehen wie diese auf bestimmte Sachen reagieren aber übertragen würde ich das nicht nennen. Wobei ich niemandem meine persönliche Gefühlswelt aufs Auge drücken möchte schon gar nicht meinem Kind. Kinder sind kleine eigenständige Persönlichkeiten, die ihre eigenen Emotionen entwickeln können und sollen. Alles andere ist ungesund.

Zitat:
Die Frage ist doch was es dabei empfindet. Abscheu oder Gefallen. Will es mehr davon oder lieber wieder raus aus dem Kino oder das TV lieber ausschalten.


Das funktioniert aber alles nur bis zu einem gewissen Alter, spätestens wenn die Peergroup an die Stelle der Eltern tritt (und das ist bei fast jedem Teenager irgendwann so, da ist der Einfluss der Eltern nicht mehr so doll) wirds kritisch, es kommt ein gewisser Gruppenzwang dazu, man ist doof wenn man aus dem Kino geht und will doch dazu gehören. Die anderen finden es cool, also findet man es selbst auch cool.
Um bei mir zu bleiben, ich fand den neuesten Harry Potter Film für Kinder nicht geeignet und zum Teil auch sehr brutal, mein Sohn saß neben mir im Kino und fand den Film toll... und nun? Für mich kein Weltuntergang, trotzdem wird es solche Filme zu Hause bei uns nicht geben und das Kind kann wenigstens da in der Schule mit reden und ist kein Aussenseiter.

Zitat:
Und dieses Gefühl bestimmen maßgeblich Eltern. Oder eben nicht, weil zu gleichgültig oder, oder, oder. Oder einfach sich ohnmächtig glaubend.


Vielleicht verstehe ich das falsch, aber ich will und kann keine Gefühle bei meinem Kind bestimmen. Kinder sind eigenständige Menschen. Für mich hört sich das wir ein Eingriff in die Persönlichkeit eines Menschen an.

Zitat:
Keine Zeit zu haben ist auch eine Ausrede. Entscheidend ist, wie wird verbleibende Zeit genutzt. Egal wie umfangreich diese ist. Das es besser sei, wenn ein Elternteil permanent z.H. wäre, ist Quatsch. Wenn ich meine Eltern austriksen will, mach ich das. Ob sie da sind oder nicht.


Ich finde ein schwarz/weiß (arbeiten/oder nicht) nicht als angebracht. Sicher ist eine zufriedene arbeitende Mutter/Vater besser fürs Kind als das unzufriedene Mütterchen hinterm Herd! Und ja es ist entscheidend, wie die Zeit die da ist genutzt wird, Qualität vor Quantität, aber wie schaut denn da die Realität aus? Wie viel Nerv hat ein Mensch noch, nach einem 8 Stunden Tag auf der Arbeit (der Haushalt liegt ja noch)?  Und mir ging es nicht ums austricksen, sondern hauptsächlich darum, dass wenn das Kind ein Bezugsperson braucht, auch eine da ist... ich habe selbst schon einige Modelle hinter mir, von ganz zu Hause über 75-80% Stelle und über halbe Stelle. Mittleres war gar nicht so prickelnd, ich bewundere Eltern, die das wirklich alles schaffen...

Bevor von man von dumm und faul spricht sollte man sich die Realität der Familien die es betrifft einmal anschauen, das hat nichts mit Ausreden zu tun. Und ich würde hier nicht für solche Eltern eintreten, wenn ich nicht wüsste wie es in den meisten Familien ausschaut wo so etwas wirklich zum Problem geworden ist (was übrigens in jeder Schicht sein kann).
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0815einerlei
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Re: Horrorfilme
Antwort #16 - 06. Januar 2010 um 19:31
 
Hallo Wicked,

Ich frage Sie mal. Warum schaue ich mir heute noch möglichst keine Horrorfilme an und auch keine Pornos o.v.
Warum habe ich keine Angst im dunklen Wald, oder vor großen Höhen oder hohen Geschwindigkeiten?
Warum kann ich an meine Leistungsgrenzen gehen und diesbezüglich auch Schmerzen ertragen?
Warum bin ich in der Lage Fehler einzusehen und nicht zu resignieren, wo andere lang schon aufgeben? Usw, usw.
Warum ist das so?

Zitat:
Ich weiß ja nicht, aber Gefühle auf Kinder übertragen?....... übertragen würde ich das nicht nennen. …niemandem meine …Gefühlswelt aufs Auge drücken …


Was Sie sagen klingt klug. Aber ist es das in diesem Punkt auch? Das ist aber das Problem pseudomoderner Ansichten, die eigentlich Alibis darstellen.

Eigene Gefühle oder Empfindung auf Kinder zu übertragen war nicht so gemeint, gezielt ne Kopie von sich selbst erzeugen zu wollen. (aufs Auge drücken, oder,oder…)

Der Fakt das aber leider viele das darunter verstehen, lässt sie dazu kommen zu meinen, das Kind ist wie es ist und entwickelt sich wie es will von selbst. Großer Irrtum. Antiautoritär nennt man das schnell und gern. Vor allem immer dann, wenn einem nichts mehr einfällt. Das ist aber nicht antiautoritär, sondern gar nichts. Das Umfeld formt den Menschen. Und wenn Sie nicht formen, formen andere. U.U. aber nicht in eine Ihnen genehme Richtung.

Zitat:
Das funktioniert aber alles nur bis zu einem gewissen Alter, ….Gruppenzwang …Um bei mir zu bleiben, ich fand den neuesten Harry Potter Film für Kinder nicht geeignet und zum Teil auch sehr brutal, mein Sohn saß neben mir im Kino und fand den Film toll... und nun? Für mich kein Weltuntergang, ….kann wenigstens da in der Schule mit reden und ist kein Aussenseiter.


Das Alter des Gruppenzwangs ändert daran nichts. Was ich meine, hat sich bis dahin schon gefestigt oder kommt nicht mehr.
Ich bin auch in verbotene Filme per Gruppenzwang gegangen. Gefallen hat es mir aber nicht. Und das ist wichtig. Das Empfinden das man selbst hat. Und was man für sich selbst daraus schlussfolgert in späteren Handlungen. Spielt man Szenen nach oder sucht man lieber Abstand. Will man mehr oder nicht.

Ihnen gefiel der ganze Potterfilm nicht, Ihrem Sohn schon. Warum? Fand er die Gewaltszenen gut? Oder betraf sein Eindruck eher den Gesamtfilm der Effekte wegen und die Gewaltszenen waren gar nicht mehr Gegenstand seines Urteils, weil er diese verdrängte. Verdrängte, weil er eigentlich gegen Gewalt ist. Und zwar deshalb, weil Sie Ihn dazu erzogen haben. Ja aber wie denn, wenn Sie keinen Einfluss nehmen wollen?
Verstehen Sie was ich meine?

Zitat:
Für mich hört sich das wir ein Eingriff in die Persönlichkeit eines Menschen an.


Das Wort Erziehung darf man nicht zu physisch nehmen.

Zu sagen;mach das nicht oder mach das, bringt in Punkto Moral und Ethik wenig bis nichts.

Kinder leben Ihre Eltern eher nach. Nicht deren Anweisung zählt langfristig, sondern deren Lebensart und –gefühle, z.B. durch Gefühlsäußerungen, wie z.B. das ist lecker, das ist ekelig, hier hab ich Angst, hier nicht, das finde ich Mist, das nicht usw.,usw.
Das ist doch kein Eingriff in die Persönlichkeit des Kindes, sondern vorleben. Ob dies positiv oder negativ ist, ist freilich wieder ein anderer Streitpunkt.

Zitat:
Ich finde ein schwarz/weiß (arbeiten/oder nicht) nicht als angebracht. …, aber wie schaut denn da die Realität aus? Wie viel Nerv…  ich bewundere Eltern, die das wirklich alles schaffen...


Ich sehe das nicht schwarz/weiß, sondern als das was es ist. Eine Ausrede. Sonst würden ja alle, die in Erwerbstätigenhaushalten aufwachsend, Assis oder so was.

Und ja, die Qualität der verbleibenden Zeit ist entscheidend.

Und noch mal doppelja, die Realität sieht anders aus, weiß ich auch und das ist es ja, was ich schlimm finde.

Ihre Frage, wie viel Nerv….usw.ist der Punkt. Das ging doch unseren Eltern nicht anders und deren Eltern auch nicht. Wie haben die das gemacht? Kann ich Ihnen sagen. Nicht gejammert, sondern….
Sie müssen nicht andere bewundern, die das schaffen, sondern einfach machen und dann auf sich selbst stolz sein.

Bin zwar Opa, aber ein sehr junger. Und alte Zöpfe hab ich auch nicht, an denen ich hänge.

Zitat:
Bevor von man von dumm und faul spricht …das hat nichts mit Ausreden zu tun. Und ich würde hier nicht für solche Eltern eintreten, wenn ich nicht wüsste wie es in den meisten Familien ausschaut wo so etwas wirklich zum Problem geworden ist (was übrigens in jeder Schicht sein kann).


Außer dumm und faul nannte ich auch noch andere Gründe. Und die Realität hat nicht nichts mit Ausreden zu tun, sondern hauptsächlich mit Ausreden.

Und Sie würden hier nicht für solche Familien eintreten, wenn Sie wüssten, dass nur bei denen so etwas ein Problem ist bei denen es so ausschaut, das es zum Problem wurde.(was übrigens in jeder Schicht sein kann)

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elf
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Südland
Geschlecht: male
Re: Horrorfilme
Antwort #17 - 06. Januar 2010 um 19:50
 
0815einerlei schrieb am 06. Januar 2010 um 19:31:
Kinder leben Ihre Eltern eher nach.  
@0815, Danke für diesen Beitrag.
Der o.a. Satz wird mir, je älter ich werde, immer wichtiger.
Er ist sozusagen zum Kern meiner Erziehungskritik geworden.

@Wicked:
Ich bin nicht der Meinung, dass das stimmt:
Wicked - Zitat:
Vielleicht verstehe ich das falsch, aber ich will und kann keine Gefühle bei meinem Kind bestimmen.
Kinder sind eigenständige Menschen.
Für mich hört sich das wir ein Eingriff in die Persönlichkeit eines Menschen an.

Mögen sie eigenständige Menschen sein.
Sie sind noch nicht fertig und brauchen Vorbilder, vorgelebte Vorbilder, ehrlich und ohne Falschheit.
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #18 - 07. Januar 2010 um 07:51
 
Lieber Einerlei,

was mich an Ihrer Position so stört ist die Absolutheit die sie dem Abverlangen

Hier:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/668/317542/text/

Ist das absolute Gegenstück davon, demnach spielt Erziehung und Vorleben wohl kaum eine Rolle und entbindet den Menschen mehr oder weniger jeder Verantwortung. (Ich schreibe das jetzt ganz bewusst wertfrei)

Zitat:
Ich frage Sie mal. Warum schaue ich mir heute noch möglichst keine Horrorfilme an und auch keine Pornos o.v.
Warum habe ich keine Angst im dunklen Wald, oder vor großen Höhen oder hohen Geschwindigkeiten?
Warum kann ich an meine Leistungsgrenzen gehen und diesbezüglich auch Schmerzen ertragen?
Warum bin ich in der Lage Fehler einzusehen und nicht zu resignieren, wo andere lang schon aufgeben? Usw, usw.
Warum ist das so?


Sie behaupten allen ernstes, dass das ALLES an der Erziehung und dem Vorbilddasein Ihrer Eltern liegt?

Dann müsste ich sie fragen, warum mag ich keine gewaltverherrlichenden Filme? (Denn dem Vorbild meiner Eltern nach müsste ich das nach ihrer Theorie nämlich), warum habe ich Empathievermögen und kann mich in andere Menschen einfühlen?
Warum schlage ich meine Kinder nicht?

Das was sie hier präferieren ist eine rosarote Blümchenwelt, die Erziehung der Eltern ist alles und wenns schief geht, sind die Eltern Schuld, weil sie es falsch vorgelebt haben. Da liegen Sie meiner Meinung nach falsch, das was sie aufführen ist wichtig ohne Frage, ein gesundes Elternhaus gibt den Kindern die besten Vorraussetzung.
Allerdings bringt jedes Kind auch eine Veranlagung mit und die können wir nicht wegerziehen, da sind wir dann nämlich bei dem uralten Streit Umwelt <vs.>Anlage angekommen.

Ich habe für beides ein Beispiel hier, meine Söhne sind beide in der gleichen musikalisch geprägten Umwelt groß geworden. Mein Mann ist Hobbymusiker, ich verdiene mittlerweile meinen Lebensunterhalt damit. Mein großer Sohn bekam bereits mit fünf auf sein eigenes Verlangen hin Schlagzeugunterricht, seit einem halben Jahr unterrichte ich ihn, ebenfalls auf sein eigenes Verlangen hin, in einem Blasinstrument und, er hat sogar mein absolutes Gehör, wie ich kürzlich beim Unterricht feststellte! Mein kleinster will nichts von Musik wissen (Was ich im übrigen sehr bedauere!). Wie kommts? Beide haben diesbezüglich dieselben Vorraussetzungen in der Umwelt gehabt!

Zitat:
das Kind ist wie es ist und entwickelt sich wie es will von selbst. Großer Irrtum. Antiautoritär nennt man das schnell und gern.


Ja, in gewisser Weise denke ich schon, das Kind ist wie es ist und genau so muss ich es lieben. Einer Antiautoritären Erziehung bin ich trotzdem fern. Kinder brauchen ebenso Grenzen, um sich sicher zu fühlen. Wie diese Grenzen ausschauen ist aber von Kind zu Kind ganz unterschiedlich. Bei einem ängstlich introvertiertem Typ kann man mit übertriebener Strenge und auch deren Vorleben viel Unheil anrichten bei einem sehr extrovertierten Kind muss man schon mal einmal mehr nein sagen! Ein Garant für das gelingen der "Erziehung" ist das aber auch nicht.

Zitat:
Das Umfeld formt den Menschen. Und wenn Sie nicht formen, formen andere. U.U. aber nicht in eine Ihnen genehme Richtung.


Da gebe ich ihnen recht, aber nicht nur und ausschließlich das Kind bringt auch einen meiner Meinung nach entscheidenden Teil mit den man einfach nicht formen kann. Wenn wir das aber versuchen, kanns ungut werden und genau in die Richtung gehen, die sie mit ihrer Formerei vermeiden wollen.

Zitat:
Spielt man Szenen nach oder sucht man lieber Abstand.


Das kann ein Widerspruch in sich sein, manchmal müssen Kinder Szenen sogar nachspielen (egal ob aus Filmen oder aus dem wahren Leben) um das Gesehene oder Erlebte integrieren und verarbeiten zu können und um dann Abstand davon nehmen zu können!

Zitat:
Und zwar deshalb, weil Sie Ihn dazu erzogen haben. Ja aber wie denn, wenn Sie keinen Einfluss nehmen wollen?


Ich habe nicht behauptet, dass ich keinen Einfluss nehmen will, ich sage aber dass dieser Einfluss zwar entscheident ist, aber die Entwicklung eines Kindes trotzdem in die nicht gewünschte Richtung gehen kann, weil es eben auch eigene Anlagen mitbringt. Ein Kind das impulsiv ist wir auch bei sehr ruhigen Eltern impulsiv sein und unter umständen Impulsiv handeln, weil das einfach angeboren ist unsere Gene spielen eine entscheidende Rolle und wir haben eben nicht alles in der Hand.

Zitat:
Kinder leben Ihre Eltern eher nach. Nicht deren Anweisung zählt langfristig, sondern deren Lebensart und –gefühle, z.B. durch Gefühlsäußerungen, wie z.B. das ist lecker, das ist ekelig, hier hab ich Angst, hier nicht, das finde ich Mist, das nicht usw.,usw.


Ja, aber nicht in dem Maße wie sie das behaupten! Meine Kinder essen viele Sachen die ich nicht esse. Ich finde Fisch eklig, trotzdem verlangen sie sogar dass ich den koche, sie haben halt ihren eigenen Geschmack und das ist gut so!

Zitat:
Eine Ausrede. Sonst würden ja alle, die in Erwerbstätigenhaushalten aufwachsend, Assis oder so was. ....Sie müssen nicht andere bewundern, die das schaffen, sondern einfach machen und dann auf sich selbst stolz sein.


Vor allem letzteres ist schon sehr anmassend  Augenrollen, bei manschen funktioniert das mit der Erwerbstätigkeit ganz gut, es kommt aber auch immer auf den Umfang der Erwerbstätigkeit des zweiten Elternteils an und die Selbstständigkeit des Kindes (und NEIN, die kann man nicht grenzenlos anerziehen), manschen Kindern tut das sogar gut,
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #19 - 07. Januar 2010 um 07:51
 
anderen eben nicht! Das ist individuell und ich habe damals zum Wohle meiner Kinder entschieden und wie ich heute sehe hat es sich gelohnt!

Zitat:
Sie wüssten, dass nur bei denen so etwas ein Problem ist bei denen es so ausschaut, das es zum Problem wurde.(was übrigens in jeder Schicht sein kann)


Ich habe schon bei einigen Familien gesehen, dass ein Kind in die falsche Richtung ausgebrochen ist, und kein Mensch hat das dort *so* vorgelebt. Wie gesagt, es spielt eine Rolle, aber ein Garant ist es nicht und Ihr Spruch ist und bleibt eine Plattitüde für mich!
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0815einerlei
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Re: Horrorfilme
Antwort #20 - 07. Januar 2010 um 09:41
 
Liebe Wicked,

möchten Sie, dass ich Ihnen antworte?

Ich kann nichts dafür, wenn Sie vieles durcheinanderbringen, in zu engen Schienen denken und eigentlich garnicht verstehen wovon ich spreche. Das ist jetzt wirklich nicht bös gemeint und soll auch nicht beleidigen.

Aber wenn ich Ihnen antworten soll, wird dies sehr umfangreich und geht weiter und weiter und weiter.

Welche Ausbildung haben Sie? Sorry. Es brächte wenig über Entwicklungs-Pss zu diskutieren, wenn Sie mir nicht folgen können.  Zwinkernd

Bin aber trotzdem gern bereit Ihnen alles zu erklären.

Das hat dann aber u.U. nichts mit dem Thema "Horrorfilme" zu tun, sondern ist prinzipiell.
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #21 - 07. Januar 2010 um 09:50
 
Ich verstehe sehr wohl was Sie meinen und ich glaube unsere Standpunkte liegen eigentlich gar nicht so weit auseinander wie es scheint.
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rita74
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Re: Horrorfilme
Antwort #22 - 07. Januar 2010 um 11:17
 
0815einerlei schrieb am 06. Januar 2010 um 19:31:
(...) Warum habe ich keine Angst (...) vor großen Höhen (...)

Höhenangst ist kein Resultat von Erziehung oder Vorbildwirkung.
Weder ist sie üblicherweise anerzogen, noch ist sie - sofern sie vorliegt - durch Erziehung zu therapieren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Phobische_St%C3%B6rung#Ursachen
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elf
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Re: Horrorfilme
Antwort #23 - 07. Januar 2010 um 11:31
 
rita74 schrieb am 07. Januar 2010 um 11:17:

Höhenangst ist kein Resultat von Erziehung oder Vorbildwirkung.
Heute macht sie es uns sehr leicht:
elf schrieb am 26. Oktober 2009 um 14:56:
Wie immer liegt rita in diesem Falle knapp daneben.

Die Ursachen sind vielfältig.
Die Behandlungen auch.
Sagt mein Kollege, der Psychiater (nicht Wiki).
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #24 - 07. Januar 2010 um 11:42
 
Zitat aus Wiki:
Zitat:
Diese Erklärungsmodelle gehen davon aus, dass die Angstreaktion von eigentlich nicht zwingend gefährlichen Situationen oder Objekten durch klassische Konditionierung erlernt wird.


Rita kann einfach nur nicht lesen... Sicher kann man einem Kind eine Höhenangst anerziehen.
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elf
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Re: Horrorfilme
Antwort #25 - 07. Januar 2010 um 11:57
 
Es geht wohl nicht um das Lesen, Wicked.
Manche Menschen sind einfach so unglücklich konditioniert, dass sie auf korrekte Darstellungen reflexartig mit Stänkern reagieren müssen.
Trotz ihres Leidens sind das unangenehme Menschen, die dringend einer Therapie bedürfen.
Schon aus umwelthygienischen Gründen.
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rita74
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Re: Horrorfilme
Antwort #26 - 07. Januar 2010 um 11:58
 
@wicked:

Oh, bitte das Zitat nicht aus dem Kontext herauslösen:
Zitat:
(...) Diese Erklärungsmodelle gehen davon aus, dass die Angstreaktion von eigentlich nicht zwingend gefährlichen Situationen oder Objekten durch klassische Konditionierung erlernt wird. Das Grundprinzip dieses Lernvorganges besteht darin, dass eine Person einem Stimulus ausgesetzt ist, der auf gelernte oder angeborene Art und Weise eine Angstreaktion auslöst (z. B. ein lauter Knall oder ein Autounfall). Währenddessen ist aber die betroffene Person meist nicht nur einem Stimulus ausgesetzt, sondern einer Vielzahl von Reizen. So könnte man sich beispielsweise vorstellen, dass kurz vor dem Unfall ein Reh über die Straße gelaufen ist oder dass man sich während eines lauten Knalls im Wasser befunden hatte. (...)
Quelle: o.g. Wikipedia-Link.

Das erinnert nicht gerade an typische Erziehungs-Situationen.

Und selbstverständlich können Sie Ihr Kind selbst konditionieren und damit auf Höhenangst "trimmen" (wenn Sie dies noch dem Thema Erziehung zuordnen wollen, bitte sehr) - nur ist das sicher nicht der Weg, auf welchem höhenängstliche Patienten ihre Phobie üblicherweise, also in der Mehrzahl, erlangen.

rita74 schrieb am 07. Januar 2010 um 11:17:
(...) Weder ist sie üblicherweise anerzogen, noch ist sie - sofern sie vorliegt - durch Erziehung zu therapieren. (...)

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rita74
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Re: Horrorfilme
Antwort #27 - 07. Januar 2010 um 12:25
 
elf schrieb am 07. Januar 2010 um 11:31:
(...)
Die Ursachen sind vielfältig.
Die Behandlungen auch.
Sagt mein Kollege, der Psychiater (nicht Wiki).

Ob dieses "vielfältig" Erziehung zwangsläufig mit einschließt, bleibt allerdings offen.
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elf
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Re: Horrorfilme
Antwort #28 - 07. Januar 2010 um 12:29
 
rita74 schrieb am 07. Januar 2010 um 12:25:
Ob dieses "vielfältig" Erziehung zwangsläufig mit einschließt, bleibt allerdings offen.
rita74 schrieb am 07. Januar 2010 um 11:17:
Höhenangst ist kein Resultat von Erziehung oder Vorbildwirkung.
Heute macht sie es uns sehr leicht:
elf schrieb am 26. Oktober 2009 um 14:56:
Wie immer liegt rita in diesem Falle knapp daneben.


@Wicked: Ich nehme an, solche armen Kreaturen leiden unter sich selbst.
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Re: Horrorfilme
Antwort #29 - 07. Januar 2010 um 12:31
 
rita74 schrieb am 07. Januar 2010 um 12:25:
elf schrieb am 07. Januar 2010 um 11:31:
(...)
Die Ursachen sind vielfältig.
Die Behandlungen auch.
Sagt mein Kollege, der Psychiater (nicht Wiki).

Ob dieses "vielfältig" Erziehung zwangsläufig mit einschließt, bleibt allerdings offen.


Meine liebe Rita, ob sies glauben oder nicht, aber Kinder kompensieren durch Ängste manchmal allerlei Mist den sie erlebt haben...
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0815einerlei
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Re: Horrorfilme
Antwort #30 - 07. Januar 2010 um 13:19
 
Genau.

Hallo Wicked. Bin jetzt fertig mit der Antwort auf Ihren Beitrag von heute 7:51 Uhr. Ging nicht schneller und ist ganz schön lang. Hab mir so ne Mühe gegeben. hä?
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #31 - 07. Januar 2010 um 13:53
 
0815einerlei schrieb am 07. Januar 2010 um 13:19:
Genau .  


Damit beziehen sie sich auf?

Zitat:
Hallo Wicked. Bin jetzt fertig mit der Antwort auf Ihren Beitrag von heute 7:51 Uhr. Ging nicht schneller und ist ganz schön lang. Hab mir so ne Mühe gegeben. hä?


Ja, aber sie sollten ab und zu auch mal in Ihren Briefkasten schauen...
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0815einerlei
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Re: Horrorfilme
Antwort #32 - 07. Januar 2010 um 15:20
 
Mit meinem "Genau" stimme ich Ihnen zu bezüglich Ihrer Zeilen an Rita74.

Bin manchmal kurz angebunden. 0815 eben.  Zwinkernd

Das Thema, welches nun eigentlich hier entstand, ist ziemlich komplex. Mit wenigen Worten nur schwer richtig zu erklären.


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« Zuletzt geändert: 07. Januar 2010 um 18:29 von 0815einerlei »  
 

 
elf
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Re: Horrorfilme
Antwort #33 - 08. Januar 2010 um 13:11
 
Gestern beim Warten auf das Nachtmagazin bin ich in die Endphase des Amifilms "Die Prophezeiung" geraten.
Widerlicher Horror im Öffentlich-Rechtlichen.
Da muss ich mich nicht wundern, wenn das Volk immer doofer wird.
Brutalste Szenen mit willkürlichen Morden, die dann , aber nur bei den "Guten" wieder rückgängig gemacht wurden.

Meine schlimmsten Befürchtungen bezüglich Mickeymausierung durch visuelle Reize werden übertroffen.

Wer so etwas freiwillig und täglich sieht, ist für Wahlen oder vernünftige  Entscheidungen nicht zu gebrauchen.
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Re: Horrorfilme
Antwort #34 - 08. Januar 2010 um 15:15
 
Warum gibt es eigentlich diesen Drecksmist?

Gibt es den, weil die Menschen das sehen wollen? Oder wollen die Menschen das sehen weil es das gibt? Und würden die Menschen das auch sehen wollen, wenn es das nicht gäbe?
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Wicked
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Re: Horrorfilme
Antwort #35 - 08. Januar 2010 um 16:55
 
0815einerlei schrieb am 08. Januar 2010 um 15:15:
Warum gibt es eigentlich diesen Drecksmist?

Gibt es den, weil die Menschen das sehen wollen? Oder wollen die Menschen das sehen weil es das gibt? Und würden die Menschen das auch sehen wollen, wenn es das nicht gäbe?



Was war zuerst, die Henne oder das Ei? Es wird was von beidem sein, vermute ich.  Es muss ja einen Absatzmarkt geben, sonst hätte man die Produktion solcher Filme längst eingestellt.
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