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Gesundheitsreform (Gelesen: 125680 mal)
Bluenotes
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Gesundheitsreform
10. März 2010 um 18:04
 
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/323/505514/text/

Sollte ausgerechnet ein FDP-Politiker endlich das vollbringen, was über Jahrzente längst überfällig war und auch von "grünensozialchristlichen" Legislaturperioden nicht geschafft wurde?
"Blankoschecks" für die Pharmaindustrie auf Kosten der pflichtversicherten Sozialversicherungsträger. Welch ein Anachronismus.
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #1 - 10. März 2010 um 19:09
 
Bluenotes schrieb am 10. März 2010 um 18:04:
Sollte ausgerechnet ein FDP-Politiker endlich das vollbringen, was über Jahrzente längst überfällig war...?
Nein.
Es ist eine Blendgranate zur Tarnung seiner unsozialen Klientel-Interessen.
Das wird passieren:
Lauterbach - Zitat:
Es ist also anzunehmen, dass sie die zu erwartenden Abschläge zuvor auf den Preis aufschlagen. "Das ist ähnlich wie bei Teppichhändlern. Wenn ich hundert Prozent vom Preis haben will, schlage ich 20 Prozent drauf und lasse mir die 20 Prozent wieder abhandeln"
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,682875-2,00.html
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #2 - 11. März 2010 um 09:39
 
elf schrieb am 10. März 2010 um 19:09:
Nein.
Es ist eine Blendgranate zur Tarnung seiner unsozialen Klientel-Interessen.

Schon möglich. Sollte sich das bewahrheiten, wird es durch findige Journalisten und Oppositionspolitiker aufgedeckt werden. Letztendlich wird die Kostenentwicklung im Gesundheitssystem dazu beitragen, ob Herr Rösler Klientelpolitik betreibt oder nicht. Fest steht, dass man die Preisentwicklung auf dem Gesundheitsmarkt nicht mehr von der gesamtwirtschaftlichen Lage abkoppeln kann. Die fetten Jahre sind nun mal für längere Zeit vorbei.

http://www.derwesten.de/nachrichten/FDP-und-Experten-kritisieren-Roeslers-Arznei... Naja, in der eigenen Partei bläst ihm der Wind schon entgegen, was seine Glaubwürdigkeit dennoch unterstreicht.
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #3 - 11. März 2010 um 10:27
 
Bluenotes schrieb am 11. März 2010 um 09:39:
Sollte sich das bewahrheiten, wird es durch findige Journalisten und Oppositionspolitiker aufgedeckt werden.
...seine Glaubwürdigkeit dennoch unterstreicht.
Möglich, wir sprechen uns in 3 Jahren.
Aber er hat ja schon Sawicki abgesägt, seine Kumpels aus den Privatkassen eingestellt, die Kopfpauschale schöngerechnet...
Glaubwürdig wird Rösler in diesem Leben wohl nicht mehr.
OK, als Interessenwahrer der Reichen schon, aber nicht als Sozialgigant.
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rita74
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #4 - 11. März 2010 um 12:11
 
elf schrieb am 11. März 2010 um 10:27:
(...) Aber er hat ja (...) seine Kumpels aus den Privatkassen eingestellt (...)

Wer weiß, wozu's gut ist. Sollte nicht auch die PKV (ergo deren [offene / versteckte] Lobbyisten) an preisbegrenzten Medikamenten interressiert sein?
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #5 - 11. März 2010 um 12:15
 
rita74 schrieb am 11. März 2010 um 12:11:
Wer weiß, wozu's gut ist.
elf schrieb am 26. Oktober 2009 um 14:56:
Wie immer liegt rita in diesem Falle knapp daneben.
Es ging um Glaubwürdigkeit.
Die hat er dadurch verloren.
Was haben seine Kumpels aus der PKV zu tun bei der Reform der GKV?
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #6 - 11. März 2010 um 17:28
 
elf schrieb am 11. März 2010 um 12:15:
Was haben seine Kumpels aus der PKV zu tun bei der Reform der GKV?

Weil der FDP die GKV ein Dorn im Auge sind und sie diese lieber heute als morgen abschaffen möchten.
Warum hat es die SPD bis heute nicht geschafft, das Preismonopol von "Big Pharma" zu brechen? Das die Preise für zugelassene, patentgeschützte Arzneien von den Herstellern selbst festgelegt werden, war auch schon zu SPD-Zeiten bekannt. Oder konnte sie sich gegen die CDU nicht durchsetzen?
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JogDial
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #7 - 12. März 2010 um 08:37
 
Warum nicht einfach die Patentlaufzeiten gesetzlich auf 5Jahre begrenzen. Gerne kann das Unternehmen dann einen neueren besseren Wirkstoff patentieren - der Alte darf von jedem produziert werden. Da dürfte ratz-fatz die Preise auf marktübliches Niveau fallen.

Ich versteh' immer nicht, warum kein Politiker das Offensichtliche sieht und umsetzt.
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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #8 - 12. März 2010 um 08:43
 
Zitat:
Ich versteh' immer nicht, warum kein Politiker das Offensichtliche sieht und umsetzt.


Weil das Einfache einfach zu einfach ist  unentschlossen . Ich hab bei dem was da passiert des öfteren das Gefühl: von hinten durch die Brust ins Auge! (ähnlich der Lohnsteuererklärung, da kriege ich auch jedes Jahr einen Anfall)
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #9 - 12. März 2010 um 10:00
 
Da muß ich aber mal Elf zustimmen, der schon oft meinte, dies und vieles andere sei so, weil die Masse blöd ist und das von wenigen schlauen, oder dreisten oder wie auch immer, ausgenutz wird. Bin immer mehr geneigt das auch so zu sehen.
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #10 - 12. März 2010 um 10:55
 
JogDial schrieb am 12. März 2010 um 08:37:
Ich versteh' immer nicht, warum kein Politiker das Offensichtliche sieht und umsetzt.

Es gibt eben nicht nur das "dumme Wahlvolk", sondern auch extrem dumme Politiker. Der Kostendruck wird es schon richten. Es würde für Transparenz sorgen, wenn die Pflichtversicherten die Abrechnungen mit den Krankenkassen zuallererst vorgelegt bekommen. Nur brav zahlen und nicht wofür.......wieder ein Anachronismus. Aber durchaus über Jahrzente gewollt und geduldet.
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #11 - 12. März 2010 um 11:25
 
Politiker sind niemals dumm, sondern immer kluge Leute. Die Frage ist in wessen Interesse sie ihre Klugheit einsetzen. Das ist immer im Interesse der Herrschenden. Da wir im Kapitalismus leben, ist das, meines Wissens, nicht das Volk. Und das Volk wird dies solange ertragen müssen bis es das begreift. Das kann dauern, und dauern, und dauern......
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #12 - 12. März 2010 um 11:46
 
0815einerlei schrieb am 12. März 2010 um 11:25:
Politiker sind niemals dumm, sondern immer kluge Leute.

O.K., wenn partielle Intelligenz Klugheit ist, haben Sie natürlich recht.
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #13 - 12. März 2010 um 11:51
 
Bluenotes schrieb am 12. März 2010 um 10:55:
1. Es gibt eben nicht nur das "dumme Wahlvolk", sondern auch extrem dumme Politiker.
2.  Es würde für Transparenz sorgen, wenn die Pflichtversicherten die Abrechnungen mit den Krankenkassen zuallererst vorgelegt bekommen.
3. Nur brav zahlen und nicht wofür.......wieder ein Anachronismus.  
1. Kein Widerspruch. Normalität ist aber eher, wie 0815 schreibt, der kluge Politiker, der klug seine Vorteile ausnutzt, oft korrupt ist, der Parteilinie folgt...
2. Transparenz?
Lassen Sie sich doch mal Ihre Rechnung ausdrucken.
Privat Versicherte kennen das doch.
Verstehen Sie sie dann auch?
Machen Sie der Kasse Vorschläge, wenn Sie meinen, aber nicht beweisen können, dass die Rechnung falsch ist? Sind Sie kompetent genug? Was kostet die Kontrolle?
3. Machen Sie sich keine übertriebenen Hoffnungen.
Das Einsparpotential ist wahrscheinlich nicht furchtbar hoch.
Ein Versuch wird es zeigen. (Ich bin für den Versuch)
Die Patienten (vulgo auch das dumme Wahlvolk) ist höchst anspruchsvoll, wenn es um eigene Befindlichkeit geht. Irrationalität an allen Ecken. Egoismen..
Warten wir´s ab.

Gehen Sie nach GB, nach ES, nach USA, nach F, werden Sie dort krank.
Sie werden Ihr blaues Wunder erleben.
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Geenen
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #14 - 12. März 2010 um 12:07
 
Für Transparenz zu sorgen, indem die Pflichtversicherten die Abrechnungen mit den Krankenkassen zuallererst vorgelegt bekommen.

Die Abrechnungen vom Pflichtversicherten der Krankenkasse vorzulegen bringt nichts. Nur der offensichtliche Betrug durch den Arzt kann etwas eingeschränkt werden.

1.      Der Arzt rechnet die erbrachten Leistungen bei seiner Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ab.
Wie kommt das Geld zu den Ärzten?
Das Geld, das die Kassen für alle ihre Versicherten bezahlen, fließt zunächst an die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Diese Summe ist die sogenannte Gesamtvergütung. Die KVen verteilen das Geld an ihre Mitglieder, die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten. Der Anteil der Ärzte an der Gesamtvergütung ist dabei aufgeteilt: Sowohl Haus- als auch Fachärzte haben einen jeweils eigenen Topf, aus dem sie bezahlt werden.

2.      Der Kassenpatient wird alle Leistungen akzeptieren, die ihm angediehen werden. Wie bei den PKV würde versucht werden, alle bezahlbaren Leistungen trotzdem anzubringen.

3.      Da sehr wenig für die eigene Gesundheit gemacht wird, besteht ein hohes Anspruchsverhalten, alle möglichen medizinische Versorgungen in Anspruch zu nehmen. Abhilfe könnte vielleicht wie bei den PKVs ein Bonussystem sein. Wer gesundheitsbewußt lebt, bekommt jährlich gestaffelt Monatsbeiträge zurück. Nur wer weiß schon, wie er gesund leben soll?
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #15 - 12. März 2010 um 12:12
 
elf schrieb am 12. März 2010 um 11:51:
2. Transparenz?
Lassen Sie sich doch mal Ihre Rechnung ausdrucken.
Privat Versicherte kennen das doch.
Verstehen Sie sie dann auch?
Machen Sie der Kasse Vorschläge, wenn Sie meinen, aber nicht beweisen können, dass die Rechnung falsch ist? Sind Sie kompetent genug? Was kostet die Kontrolle?
3. Machen Sie sich keine übertriebenen Hoffnungen.
Das Einsparpotential ist wahrscheinlich nicht furchtbar hoch.
Ein Versuch wird es zeigen. (Ich bin für den Versuch)
Die Patienten (vulgo auch das dumme Wahlvolk) ist höchst anspruchsvoll, wenn es um eigene Befindlichkeit geht. Irrationalität an allen Ecken. Egoismen..
Warten wir´s ab.

Gehen Sie nach GB, nach ES, nach USA, nach F, werden Sie dort krank.
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Wenn die Rechnungen den Patienten vorgelegt werden, bekommen Sie ein Bild über die Kosten, die für ihre Behandlung entstanden sind. Halte ich für wichtig. Außerdem werden Betrüger im Vorfeld gehemmt, Leistungen abzurechnen, die nicht erbracht worden sind. Schätzungsweise 6% des "Gesundheitskuchens" gehen für die Korruption drauf.

Ich brauche nicht nach GB, ES, USA oder F. Ich muss nur noch ein bisschen in Deutschland abwarten, bis eine ähnliche Situation herrscht.

Die Gesundheit des Menschen ist unbezahlbar und die Gesundheit des Menschen wird unbezahlbar. Dafür hängen schon zu viele Menschen am "Tropf".
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #16 - 12. März 2010 um 13:25
 

Zitat:
... Berlin (vfa). Zu den heute per Agenturmeldung verbreiteten Äußerungen von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen, es gebe dringenden Handlungsbedarf die Arzneimittelausgaben zu senken, da diese von 2008 auf 2009 um 5 Milliarden Euro gestiegen sein, erklärt Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa:

"Bevor sich Politiker gehorsam in Parteidisziplin üben, sollten sie sich mit den Fakten vertraut machen: Die Arzneimittelausgaben sind von 2008 auf 2009 nicht um 5 Milliarden sondern um 5 % gestiegen. Was unterm Strich 1,5 Mrd. € bedeutet. Der Grund dafür liegt übrigens im erhöhten medizinischen Bedarf einer älter werdenden Gesellschaft und nicht in angeblich zu hohen Preisen. Etwas mehr Fakten und etwas weniger Wahlkampf-Polemik würde manchem Politiker in der Diskussion um medizinisch notwendige Leistungen für kranke Menschen gut zu Gesicht stehen! Hier populistisch Stimmung gegen eine Innovationsindustrie wie die pharmazeutische zu machen, steht gerade einem Innovationsminister schlecht zu Gesicht. " ...


Quelle: vfa.de
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #17 - 15. März 2010 um 12:05
 
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-03/kopfpauschale-arbeitnehmerzuschla...

Rösler = Blendgranate ?

Nach meiner ersten Hochrechnung wieder ein leichtes Plus für Besserverdiener. Man darf auf die Reaktionen der Gegner gespannt sein.
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #18 - 16. März 2010 um 17:19
 
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,683761,00.html
Zitat:
Die Chronolgie einer Intrige.
...Seit seiner Gründung war das IQWiG der Pharmaindustrie aber ein Dorn im Auge, weil es regelmäßig feststellte, dass vermeintliche Neuheiten den Patienten keinerlei Vorteile bringen...
...Es gibt kaum einen Menschen, den die Pharmaindustrie mehr hasst - aber auch keinen, den sie mehr fürchtet. Denn so smart der 53-Jährige auf manche wirkt, so kompromisslos ist er in seinen Urteilen. Ein Gutachten von ihm gegen ein Blockbuster-Medikament - und schon muss die Industrie um einen Milliardenumsatz bangen. So wurde Sawicki selbst zu einem Star. Doch die neue Bundesregierung brauchte keine vier Monate, um ihn zur Strecke zu bringen...
...Gesundheitsminister Rösler: "Wenn einer Altenpflegerin wegen der Entwendung von Maultaschen fristlos gekündigt wird, kann ein Institutsleiter nicht im Amt bleiben, der Rasenmäherbenzin dienstlich abrechnet." Ob die beiden es richtig finden, dass jemandem wegen zwei Maultaschen gekündigt wird, verraten sie nicht.

International wird Sawickis Abberufung mit viel Befremden zur Kenntnis genommen...


Wer erklärt mir mal die Notwendikeit, FDP zu wählen?
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #19 - 17. März 2010 um 08:45
 
elf schrieb am 16. März 2010 um 17:19:
Wer erklärt mir mal die Notwendikeit, FDP zu wählen?

Ich sehe die Tatsache, dass es so viele FDP-Wähler gibt als Akt der Verzweiflung.

Viele Menschen vergessen bei der Krankenversicherung, dass es sich um eine Versicherung handelt und nicht um ein "All inclusive Paket". Man muss nicht für jeden "Pipikram" sofort zum Arzt und man muss auch nicht immer gleich Medikamente schlucken (damit sind auch Scheinmedikamente gemeint) . Ein guter Arzt erkennt sofort die Notwendigkeit von Hilfsmitteln. Nur viele Patienten wollen doch lieber was einnehmen, anstatt was zu unternehmen. Etwas mehr Eigenverantwortung würde Kosten senken und auch Patienten für den Arzt etwas angenehmer machen. Doch wie schafft man Eigenverantwortung in einem so verwöhnten Land wie Deutschland?

Freunde scheint sich Rösler in der PKV nicht zu machen.

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wie-die-pkv-die-kopfpauschale-...
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Schau-ma-amoi
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #20 - 17. März 2010 um 08:54
 
Bluenotes schrieb am 17. März 2010 um 08:45:

Viele Menschen vergessen bei der Krankenversicherung, dass es sich um eine Versicherung handelt und nicht um ein "All inclusive Paket". Man muss nicht für jeden "Pipikram" sofort zum Arzt und man muss auch nicht immer gleich Medikamente schlucken (damit sind auch Scheinmedikamente gemeint) . Ein guter Arzt erkennt sofort die Notwendigkeit von Hilfsmitteln. Nur viele Patienten wollen doch lieber was einnehmen, anstatt was zu unternehmen.


FDP weiß ich natürlich nicht, aber dieser Aussage kann ich durchaus zustimmen.
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #21 - 17. März 2010 um 10:09
 
Schau-ma-amoi schrieb am 17. März 2010 um 08:54:
Bluenotes schrieb am 17. März 2010 um 08:45:

Viele Menschen vergessen bei der Krankenversicherung, dass es sich um eine Versicherung handelt und nicht um ein "All inclusive Paket". Man muss nicht für jeden "Pipikram" sofort zum Arzt und man muss auch nicht immer gleich Medikamente schlucken (damit sind auch Scheinmedikamente gemeint) . Ein guter Arzt erkennt sofort die Notwendigkeit von Hilfsmitteln. Nur viele Patienten wollen doch lieber was einnehmen, anstatt was zu unternehmen.


FDP weiß ich natürlich nicht, aber dieser Aussage kann ich durchaus zustimmen.

Bluenotes hat es richtig beschrieben.
AUCH die Patienten mit der Vollkasko-Mentalität sind Kostentreiber.
Wir haben darauf ja schon öfter hingewiesen.

Dennoch:
FDP sind klientel-orientiert und deshalb für faire und gebildete Leute eigentlich nicht wählbar.
So viel Verzweiflung bei der ungebildeten Wählerschaft?
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #22 - 26. März 2010 um 20:30
 
http://www.welt.de/politik/deutschland/article6943474/Pharma-Lobby-droht-Roesler...

Säbelrasseln und Machtpoker. Wirklich einfältig und primitiv, gleich mit Arbeitsplatzabbau zu drohen. Einfach charakterlos und azozial. Ich hoffe, dass die Politik sich nicht erpressen lässt.
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #23 - 27. März 2010 um 08:51
 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,685878,00.html

Billiger und besser. Dazu noch mehr Wettbewerb. Die Frage ist, was letztendlich für den pflichtversicherten Beitragszahler an Kostensenkung dabei heraus kommt.
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Anna96
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #24 - 29. März 2010 um 20:50
 
elf schrieb am 17. März 2010 um 10:09:
Schau-ma-amoi schrieb am 17. März 2010 um 08:54:
Bluenotes schrieb am 17. März 2010 um 08:45:

Viele Menschen vergessen bei der Krankenversicherung, dass es sich um eine Versicherung handelt und nicht um ein "All inclusive Paket". Man muss nicht für jeden "Pipikram" sofort zum Arzt und man muss auch nicht immer gleich Medikamente schlucken (damit sind auch Scheinmedikamente gemeint) . Ein guter Arzt erkennt sofort die Notwendigkeit von Hilfsmitteln. Nur viele Patienten wollen doch lieber was einnehmen, anstatt was zu unternehmen.


FDP weiß ich natürlich nicht, aber dieser Aussage kann ich durchaus zustimmen.

Bluenotes hat es richtig beschrieben.
AUCH die Patienten mit der Vollkasko-Mentalität sind Kostentreiber.
Wir haben darauf ja schon öfter hingewiesen.


Man kann es allerdings nicht in jedem Fall dem Patienten anlasten, wenn der wegen "Pipikram" zum Arzt rennt. So mancher Arbeitgeber (meiner zum Beispiel) verlangt bereits beim 1.Krankheitstag eine AU.

So bleibt mir nichts weiter übrig, als mit "Lappalien" zum Arzt zu rennen, mit denen ich zwar 1 oder 2 Tage nicht arbeitsfähig wäre, aber absolut sicher auch selber fertig werden würde.

Das halte ich auch für kostentreibenden, überflüssigen Schwachsinn.

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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #25 - 28. Juni 2010 um 18:11
 
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E2EC6C8D7C7CC4941A3...

Sehr guter Vorschlag! Geld wirkt immer. Hiermit hat man eine gute Möglichkeit, kostentreibende Arztbesucher zurückzuhalten.
Es bleibt zu hoffen, dass die Ersparnisse auch den Versicherten zugute kommen.
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Anna96
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #26 - 28. Juni 2010 um 20:38
 
Bluenotes schrieb am 28. Juni 2010 um 18:11:


Meinen sie wirklich, die 5 € würden einen Arztbesucher davon abhalten, eben jenes zu tun? Oder trifft es dann nicht eher solche, die sowieso schon nicht viel Geld zur Verfügung haben?! Diejenigen versuchen auch heute bereits den längst - aus guten Gründen- fälligen Arztbesuch vielleicht noch auf das nächste Quartal hinauszuschieben oder sparen es sich ganz...solange es eben noch geht.
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JogDial
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #27 - 29. Juni 2010 um 09:38
 
Anna96 schrieb am 28. Juni 2010 um 20:38:
Meinen sie wirklich, die 5 € würden einen Arztbesucher davon abhalten, eben jenes zu tun? Oder trifft es dann nicht eher solche, die sowieso schon nicht viel Geld zur Verfügung haben?! Diejenigen versuchen auch heute bereits den längst - aus guten Gründen- fälligen Arztbesuch vielleicht noch auf das nächste Quartal hinauszuschieben oder sparen es sich ganz...solange es eben noch geht.

Dem würde ich mich anschließen - insbesondere nachdem mir meine Kollegin heute aufgebracht von diesem Vorschlag erzählt hat und sie dazu anmerkte das es heute schon eine Groteske ist, wenn sie jedes Quartal erneut zum Arzt gehen muss, nur um sich ein Rezept für ihre Augentropfen zu holen.
Sie weiß was sie braucht, es wird sich an dieser Situation nichts ändern und den Arzt sieht sie für diese Sache auch nie. Aussage gemäß ist es auch nicht möglich dieses Rezept für einen längeren Zeitraum/ eine größere Packungsgröße zu bekommen.
Zumindest in solchen Fällen, ist dieser Vorschlag ziemlich fern der Realität und mal wieder nur einen Gebührenerhöhung für den kleinen Mann/Frau.

Sinnvoller finde ich da denn Vorschlag aus Großbritannien, endlich sinnlose Therapien nicht mehr zu bezahlen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #28 - 29. Juni 2010 um 15:38
 
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #29 - 29. Juni 2010 um 18:09
 
Bluenotes schrieb am 29. Juni 2010 um 15:38:

OK, aber:
Soweit ich informiert bin, werden ältere Großbriten nicht mehr mit einer Hüftendoprothese versorgt, weil sich das nicht rechnet, also eine sinnlose Therapie ist.

Ist das, wohin Schlaaand steuern sollte?
Also, ich möchte schon noch eine Endoprothese haben, wenn ich dereinst sonst nicht mehr laufen kann.


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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #30 - 30. Juni 2010 um 07:49
 
Sehr wahrscheinlich die einzige traurige Möglichkeit, dieses System zu ändern.

Kollaps!?


Zitat:
Im Vergleich zu 1998 müssen die Kassen in diesem Jahr gut 35 Prozent mehr für die Krankenhäuser bezahlen. Bei den niedergelassenen Ärzten beträgt das Plus sogar über 40 Prozent. Und gerade 2009 hat die Kostendynamik noch einmal zugenommen. Die Ausgaben für die drei größten Kostenblöcke Krankenhaus, Ärzte und Arzneimittel legten zwischen fünf und knapp sieben Prozent zu. Wohlgemerkt: In einem Jahr, als die Wirtschaft um fünf Prozent schrumpfte.


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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #31 - 30. Juni 2010 um 13:43
 
Eher sollte es möglichst gestern abgeschafft worden sein, dass die Kassen sinnlosen homöopathischen Zauber, Akkupunktur und derlei anderen Unfug zahlen! Ebenso sollten schleunigst die Leute aus der PKV mit ins Boot geholt werden. (gibt es das eigentlich sonst noch irgendwo in Europa, dass sich die Gesunden und Gutverdienenden aus so einem sozialen System rausziehen können?)

Das der Einzelne zukünftig mehr selbst in seine Gesundheit investieren muss ist klar, sonst trägt sich dieses System in naher Zukunft nicht mehr. Dafür sollte es aber Modelle geben, in welchen die eventuelle Eigenbeteiligungen nach Bruttojahreseinkommen gestaffelt sind.

Wir sind was die medizinische Versorgung betrifft einen Luxus gewöhnt, den wir uns so nicht mehr leisten können.
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #32 - 01. Juli 2010 um 12:25
 
Das klingt sinnvoll. Aber in anderen Ländern verdient man für vergleichbare Arbeit netto auch mehr und kann sich daher private Vorsorge oder Versorgung eher leisten.

Kann nicht sein, dass immer nur das aus anderen Ländern übernommen wird was negativ an den Geldbeutel der Betroffenen geht.

In anderen Ländern gibt es nicht das Rentensystem wie in Deutschland und man muss selbst vorsorgen.
Wovon, frage ich. Mit 100,-€/Monat mehr, kann ich 100,- mehr anlegen.

In anderen Ländern gibt es nicht die umfassende med. Versorgung wie in Deutschland und man muss selbst für Zusatzleistung sorgen.
Wovon, frage ich. Mit 100,- / Monat mehr, kann ich auch mehr dafür selbst bezahlen.

Das sind 200,- €/Monat mehr. Das wäre ja schon was. Für vergleichbare Arbeit bekommt man aber in anderen Ländern nicht nur 200,-€/ Monat mehr sondern 50 – 100% mehr als hier.

Aber so verlangt man, dass wir das Gleiche ausgeben dafür, wie z.B. in den USA, Österreich, Schweiz, Holland, Norwegen, Schweden  oder was weiß ich wo, aber wir verdienen nur halb soviel wie diese Leute dort.
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rita74
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #33 - 01. Juli 2010 um 14:55
 
Dass die Schweden im Durchschnitt 50%-100% mehr verdienen als die Deutschen (für dieselbe Tätigkeit) ist frei erfunden.
Im Übrigen sind in zumindest einigen der genannten Länder auch die Kosten (z.B. für Lebensmittel) deutlich höher als in Deutschland. Wer z.B. mal in Oslo ein Bier im Restaurant getrunken hat, wird wissen, wovon hier die Rede ist - für den Preis eines Glases dort erhält man hier mehr als 1 ganze Kiste.
Soviel bleibt (nach Abzug aller notwendigen Ausgaben) im Vergleich zum deutschen Arbeitnehmer gar nicht übrig.
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #34 - 01. Juli 2010 um 16:22
 
Man kann natürlich jetzt jedes einzelne Land rauspicken um zu sehen was ausgerechnet dort teurer sei. Oder ob es tatsächlich nun 50, 100 oder „nur“ 30% mehr sind, was man dort durchschnittlich verdient.

Das Bierbeispiel und andere Alkoholitäten werden gern benutzt, als ob man ausschließlich davon lebe. Das Nächste wäre dann das Mietbeispiel. Genau so´n Quatschfug.

Tatsache ist aber dass die Supermarktpreise für Grundnahrungsmittel sich nur geringfügig unterscheiden und oft viele andere Dinge des täglichen Bedarfs, oder Theater – oder Kneipenbesuche oder, oder, bis hin zum Auto in anderen Industrieländern nicht teurer oft sogar sehr viel billiger sind als in Deutschland. Und wenn sie teurer sind, dann nicht in dem prozentualem Maße wie man dort mehr als in Germany verdient.

Schon zu "Markzeiten" wurde mal eine Erhebung über Einkünfte gemacht. Als Vergleich nahm man Deutschland, Japan und die USA. Deutschland schnitt dabei nicht nur schlecht ab, sondern katastrophal.

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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #35 - 01. Juli 2010 um 21:42
 
Also zumindest von Schweden, Norwegen und der Schweiz kann ich sagen, das die Lebenshaltungskosten ein Vielfaches von dem Unseren hier betragen! (Österreich übrigens auch zum Teil). NOrwegen ist ganz extrem!

Das teuerste Bier in ganz Europa bekommt ihr in Paris hinterm Sacre Coeur Zwinkernd
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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #36 - 02. Juli 2010 um 08:52
 
Zu Norwegen, die haben alleine schon eine MwSt von 24%

http://www.norwegen.no/en/News_and_events/oft_gefragt/arbeiten_und_auswandern/vi...

Zu Schweden:

Zitat:
Schweden hat den Ruf, dass man dort besonders viel verdienen kann. Doch in manchen Berufen liegen die Verdienste durchaus unter denen in Deutschland. Und die Steuern sind im EU-Vergleich ebenfalls sehr hoch; allerdings müssen Arbeitnehmer kaum Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Sehen Sie also genau hin, wenn Sie Ihr deutsches Einkommen mit einem möglichen Verdienst in Schweden vergleichen möchten.


Zitat:
Zwar sind in Schweden die Steuern sehr hoch. Allerdings gibt es für Arbeitnehmer kaum weitere Abgaben – bis auf die Rentenversicherung werden alle Beiträge zur Sozialversicherung allein vom Arbeitgeber getragen.


http://www.ba-auslandsvermittlung.de/lang_de/nn_6978/DE/LaenderEU/Schweden/Arbei...

0815, du behauptest mal wieder ohne irgendwas zu belegen...

Zitat:
Tatsache ist aber dass die Supermarktpreise für Grundnahrungsmittel sich nur geringfügig unterscheiden und oft viele andere Dinge des täglichen Bedarfs, oder Theater – oder Kneipenbesuche oder, oder, bis hin zum Auto in anderen Industrieländern nicht teurer oft sogar sehr viel billiger sind als in Deutschland. Und wenn sie teurer sind, dann nicht in dem prozentualem Maße wie man dort mehr als in Germany verdient.


Tatsache???? Deine Tatsachen waren in der letzten Diskussion schon hahnebüschen....

Dazu gibt es in Schweden sogenannte Gesundheitszentren, nicht das Hausarztpraxismodell, das wir hier haben. Die medizinische Versorgung dort ist durchaus sehr gut, allerdings oft mit weiten Wegen verbunden und lange nicht so luxoriös! Den Standard den wir hier in D haben werden wir uns so in diesem Umfang nicht mehr leisten können!

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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #37 - 03. Juli 2010 um 21:01
 
Gurkentruppe

Also dafür haben unsere Politiker monatelang gerangelt. Tolle Leistung.
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #38 - 10. Juli 2010 um 15:30
 
Zitat:
Eher sollte es möglichst gestern abgeschafft worden sein, dass die Kassen sinnlosen homöopathischen Zauber, Akkupunktur und derlei anderen Unfug zahlen........

Homöopathischer Zauber
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #39 - 14. Juli 2010 um 05:42
 
Scheindebatte

Zitat:
Bei genauerer Betrachtung allerdings relativiert sich der Effekt. Nach Angaben der Vizechefin des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, Barbara Sickmüller, macht der Anteil der Homöopathieausgaben, die die Kassen regulär erstatten, lediglich 0,06 Prozent der Gesamtausgaben für Arzneimittel aus. Rund neun Millionen Euro für Homöopathie stünden mehr als 170 Milliarden Euro Gesamtausgaben der Kassen gegenüber.

Auch wenn es richtig ist nur wirksame Arzneien zu bezahlen, erscheint der Vorstoß des "Experten" Lauterbach mehr als kleingeistig.
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Hackethal
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #40 - 14. Juli 2010 um 09:00
 
Bluenotes schrieb am 14. Juli 2010 um 05:42:
Scheindebatte

Zitat:
Bei genauerer Betrachtung allerdings relativiert sich der Effekt. Nach Angaben der Vizechefin des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, Barbara Sickmüller, macht der Anteil der Homöopathieausgaben, die die Kassen regulär erstatten, lediglich 0,06 Prozent der Gesamtausgaben für Arzneimittel aus. Rund neun Millionen Euro für Homöopathie stünden mehr als 170 Milliarden Euro Gesamtausgaben der Kassen gegenüber.

Auch wenn es richtig ist nur wirksame Arzneien zu bezahlen, erscheint der Vorstoß des "Experten" Lauterbach mehr als kleingeistig.


Absolut, ich stimme Ihnen zu, jedoch ist das mit der Wirksamkeit unwahr. Der gute Therapeut weiss wann welches Mittel wirklich erfolgversprechend ist und wann die klassische Medizin die Bessere Therapie ist!
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Wenn man über jemanden die Wahrheit  erfahren will, ist dieser jemand meiner Erfahrung nach der letzte, den ich fragen würde. (Dr. Gregory House)
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #41 - 14. Juli 2010 um 10:55
 
Hackethal schrieb am 14. Juli 2010 um 09:00:
.....Der gute Therapeut weiss wann welches Mittel wirklich erfolgversprechend ist und wann die klassische Medizin die Bessere Therapie ist!

Und er weiß, wann Krankheiten auch von alleine ausheilen, ohne gleich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Aber das dem jammernden Patienten zu erzählen, ist höchst unpopulär. Da ist es schon einfacher und natürlich auch kostentreibender, irgendwelchen Blödsinn zu verordnen. Hiermit sind selbstverständlich auch "Placebos" von Big Pharma (und nicht nur von Little Pharma) gemeint, die es irgendwie geschafft haben, als wirksames Medikament zugelassen zu werden.
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rita74
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #42 - 14. Juli 2010 um 11:13
 
Bluenotes schrieb am 14. Juli 2010 um 05:42:
Scheindebatte

Zitat:
Bei genauerer Betrachtung allerdings relativiert sich der Effekt. Nach Angaben der Vizechefin des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, Barbara Sickmüller, macht der Anteil der Homöopathieausgaben, die die Kassen regulär erstatten, lediglich 0,06 Prozent der Gesamtausgaben für Arzneimittel aus. Rund neun Millionen Euro für Homöopathie stünden mehr als 170 Milliarden Euro Gesamtausgaben der Kassen gegenüber.

Auch wenn es richtig ist nur wirksame Arzneien zu bezahlen, erscheint der Vorstoß des "Experten" Lauterbach mehr als kleingeistig.

1. "Scheindebatte": Interessanter Artikel, der mehrere Aspekte des Lauterbach'schen Vorschlages beleuchtet, z.B. auch den der Mitgliederfluktuation aus den gesetzlichen Kassen heraus (und hinein in die PKV), der bei Leistungsstreichungen wohl zu erwarten wäre. Derartige Gesichtspunkte blendet "Experte" (bzw. Propagandist) Lauterbach bei seinen oberflächlichen "Analysen" gern schon mal aus.

2. "Wirksame Arzneien": Hmm, nach meiner Kenntnis geht es weniger um die Arzneien, die werden im Allgemeinen sowieso über Zusatztarife (also Zusatz-Einnahmen) versichert.
Als problematische Kostentreiber könnten sich eventuell auf Dauer die homöopathischen Untersuchungen (homöopathische Erst- bzw. Folgeanamnese) erweisen. Siehe z.B. hier: http://www.tk-online.de/tk/hessen/pressemitteilungen-2010/pressemitteilungen-200.... Gibt's dazu Zahlen?
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #43 - 15. Juli 2010 um 09:17
 
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rita74
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #44 - 30. Juli 2010 um 13:14
 
Also, ich setze das Thema (ehemals "Kraft der Verdünnung") mal an dieser Stelle fort, da sich ein Diskussionsstrang inzwischen von der Homöopathie zu sehr entfernt hat.

Er passt zwar auch hier wohl nicht punktgenau hinein, aber zumindest besser als in den ursprünglichen Thread.

0815einerlei schrieb am 30. Juli 2010 um 12:32:
(...) Eine ganz primitive Art Finanzlöcher stopfen zu wollen. (...)

Wenn Raucher mehr bezahlen, haben Sie auch Anrecht auf Leistungen, die Nichtraucher nicht haben. Usw,usw… Das geht aber nicht. (...)

1. Ja, es sollen Finanzlöcher gestopft werden. Sollen sie lieber ungestopft bleiben? Ich möchte sie immerhin von denen stopfen lassen, die sie auch verursachen!

2. Der Ist-Zustand ist genau jener, dass Raucher bereits jetzt Leistungen in Anspruch nehmen, für die sie nicht extra bezahlen, und die Nichtraucher nicht (bzw. fast nicht) in Anspruch nehmen: Behandlung von COPD, Bronchialkarzinomen, Gefäßkrankheiten (pAVK) und vielen, vielen sonstigen Krankheiten mehr. Teure Behandlungen! Warum für diese Extra-Absicherung nicht auch mehr verlangt werden soll, ist mir schleierhaft.

Übrigens: Schnitzel / Eisbein zu essen ist kein Gesundheitsrisiko. Rauchen schon. Ein sehr hohes und für die GKV sehr teures.
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #45 - 30. Juli 2010 um 13:49
 
rita74 schrieb am 30. Juli 2010 um 13:14:
....Ich möchte sie immerhin von denen stopfen lassen, die sie auch verursachen!
... Ein sehr hohes und für die GKV sehr teures.

Hier kann ich rita durchaus verstehen, ist vordergründig ja logisch.

Nur:
1. Wer kontrolliert?
2. Wer kontrolliert die Kontrolleure?
3. Wer bezahlt sie?
4. Was passiert mit den Lügnern?
5. Wird bei denen bei Überführung der Lüge die Therapie abgebrochen und der Sarg bestellt, wenn sie keine Knete mehr haben?

Was die Kosten für GKV angeht:
6. Wie viele Jahre leben die Raucher weniger, wie viel weniger Rente beziehen sie, kann man die GKV und die RV irgendwie miteinander koppeln?
7. Sind die Gesamtkosten GKV + RV bei Rauchern und Nichtrauchern unterschiedlich?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #46 - 30. Juli 2010 um 14:23
 
Liebe rita74,

Sie wollen oder können hier anscheinend was nicht verstehen.

Es ist im höchsten Maße unsozial und ungerecht einzelne Bevölkerungsgruppen als Buhmann zu benutzen.
Lesen Sie Zeitung? Wenn ja, ist Ihnen sicher nicht entgangen dass man bereits die nächste Gruppe ausfindig gemacht hat. Die Gruppe derer, die künstliche Gelenke bekommen.
Jungsche Hüpfer, denen nichts fehlt rufen laut, “jawolja“, endlich geht es denen an den Kragen.
Unglaublich finde ich das. Mein Papa z.B.hat 45 Jahre hart gearbeitet und war nur selten beim Arzt. Nun will er sein Knie reparieren lassen und wird öffentlich als „Kostenschwein“ abgestempelt. Eine Frechheit ist das. Mehr nicht.
Ihrer Theorie nach müssten nun alle Fetten, die an ihren kaputten Knien selbst Schuld haben also auch mehr bezahlen. Dies beträfe auch Sportler, die es übertreiben und dadurch auch zusätzlich Kosten verursachen. Was soll das denn? Wo wollen Sie anfangen und aufhören?

Zitat:
…Ja, es sollen Finanzlöcher gestopft werden. Sollen sie lieber ungestopft bleiben…

Natürlich nicht. Aber nicht auf solch eine verarschende Art und Weise.

Zitat:
….Ich möchte sie immerhin von denen stopfen lassen, die sie auch verursachen!...

Also auch von Fetten, sich nicht bewegenden, allgemein ungesund lebenden. Mit welcher Begründung denn nicht?

Zitat:
….Der Ist-Zustand ist genau jener, dass Raucher bereits jetzt Leistungen in Anspruch nehmen, für die sie nicht extra bezahlen, und die Nichtraucher nicht…

Fette und sich nicht bewegende, sowie alle ungesund lebenden auch.

Zitat:
…Behandlung von COPD, Bronchialkarzinomen, Gefäßkrankheiten (pAVK) und vielen, vielen sonstigen Krankheiten mehr…

Wieviel % haben das beweisbar nur weil sie rauchten?

Wissen Sie welche Krankheiten alles ursächlich im Fettsein und sich nicht bewegen liegen und überhaupt in ungesunder Lebensweise?

Zitat:
…Übrigens: Schnitzel / Eisbein zu essen ist kein Gesundheitsrisiko….

Woher wissen Sie das? Ein Schnitzel, ein Eisbein, ein Glas Wein,eine Zigarette usw….

Das Maß macht es doch wohl. Gelle?

Menschengruppen zu verteufeln ist Populistisch und keine wirkliche Lösung.
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rita74
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #47 - 30. Juli 2010 um 14:50
 
0815einerlei schrieb am 30. Juli 2010 um 14:23:
(...) Wo wollen Sie anfangen und aufhören? (...)

Ich würde bei den Rauchern anfangen und auch aufhören wollen.

0815einerlei schrieb am 30. Juli 2010 um 14:23:
(...) Menschengruppen zu verteufeln ist Populistisch und keine wirkliche Lösung.

Ich verteufele sie nicht, sie sollen nur etwas mehr zahlen ... für zusätzliche Risiken, die sie damit gleichzeitig absichern.
Die Raucher hätten ja die Wahl: Sie könnten schließlich auch einfach aufhören.

Wenn nicht (ihnen soll ja die Wahl gelassen werden), so stiege ihr Zusatzbeitrag proportional zu ihrem Verbrauch (und damit zu ihrem Erkrankungsrisiko), da ich ja die Höhe des Zusatzbeitrages in meinem Vorschlag an die tatsächlich gekauften Zigaretten koppeln würde.

Damit würden also auch all diejenigen Raucher belohnt, die ihren Verbrauch zunächst erstmal nur reduzieren, ohne gleich aufzuhören.
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #48 - 30. Juli 2010 um 14:58
 
So lang die Kontrolle und das Entscheiden nicht geklärt ist, nutzt es doch nix, wenn Ihr Euch beharkt.

Also:
Wer bezahlt dem Raucher mit COPD die Lungentransplantation, wenn er kein Geld hat und keinen Raucher"Aufpreis" bezahlt hat?

Wer bezahlt dem Drachenflieger die Wiederherstellung des zerknautschten Beckens und der Femurtrümmerfraktur, wenn er nicht angegeben hat, dass er drachenfliegt und auch sonst kein Geld hat?

Oder werden beide einfach nicht operiert?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #49 - 30. Juli 2010 um 15:38
 
Zitat:
....Oder werden beide einfach nicht operiert?....

Darauf würde es nach ritas Theorie hinauslaufen.

Liebe rita74,

Zitat:
… Ich würde bei den Rauchern anfangen und auch aufhören wollen….

Warum nicht auch die Fetten, die dadurch zu teuren Diabetikern wurden? Also erheben auf alle fetten Lebensmittel einen Aufschlag für die KV. Warum nicht die Bewegungsantagonisten? Also erheben wir einen KV-Zuschlag auf Sitz- und Liegemöbel, die ja von Wenigsitzern seltener gekauft werden, da sie ja länger halten. Warum nicht von Weintrinkern, zu denen Sie evtl.selbst gehören und erheben also einen KV-Beitrag auf alles alkoholische.
Warum nicht? Mit welcher Begründung denn?
Warum nicht Fuß- und Handballer? Sie erheben dann Abgaben beim Kauf von Bällen. Warum nicht Musiker, Schauspieler und Tänzer, die an keiner Kneipe vorbeikommen? Man verlangt also einen KV-Zuschlag beim Kauf ner Trompete oder Detlefletten z.B..

Zitat:
… Ich verteufele sie nicht, sie sollen nur etwas mehr zahlen ... für zusätzliche Risiken, die sie damit gleichzeitig absichern…..


Ja, und Sie bitte auch. Wir finden schon irgendwas, was Sie zum Risiko macht.

Zitat:
… Die Raucher hätten ja die Wahl: Sie könnten schließlich auch einfach aufhören….

Der Vielfraß auch, der Vielsitzer auch, der Vieltrinker auch und der und der und der….und Sie mit irgendeinem Laster auch. Sonst wird’s teuer.


Die wirklich ernste Frage ist tatsächlich wer das bezahlen soll. Natürlich die Solidargemeinschaft. Damit das lngfristig funktioniert, muß eben einiges verändert und verbessert werden. Geht nicht, gibts nicht.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #50 - 30. Juli 2010 um 17:55
 
0815einerlei schrieb am 30. Juli 2010 um 15:38:
Zitat:
....Oder werden beide einfach nicht operiert?....

Darauf würde es nach ritas Theorie hinauslaufen...
Darauf warten die Schwarzkittel nur.

Wetten, dass teure Anwälte die OP trotz allem durchkriegen?
Wetten, dass Ärzte, die die OP wegen nicht gezahlter Beiträge verweigern, verknackt werden?

Wetten?

Also: Wo liegt die Lösung?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #51 - 30. Juli 2010 um 18:30
 
Aber kann sich nicht jemand, der nen teuren Anwalt bezahlen kann, auch ne Knie-OP leisten?

Soweit muss es doch aber nicht kommen.

Ich bin der Meinung, dass in einem Wohlstandsstaat wie der BRD alle notwendigen medizinischen Maßnahmen via Solidaritätsprinzip bezahlbar sind. Dazu zähle ich auch Gelenk- und andere OP unabhängig der Verursachung.
Damit das langfristig möglich ist, muss halt so einiges im System verbessert werden.

Und was das Geld als solches betrifft. Naja. Was soll man da sagen.

Wir retten Finanzverbrechern den Allerwertesten und haben für lebenswichtige Dinge kein Geld. Ist schon putzig das Ganze.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #52 - 30. Juli 2010 um 18:48
 
0815einerlei schrieb am 30. Juli 2010 um 18:30:
Aber kann sich nicht jemand, der nen teuren Anwalt bezahlen kann, auch ne Knie-OP leisten?...
Darum geht es ja nicht 0815.
Es geht darum, dass versucht wird, den preiswertesten Tarif zu nehmen.
"..Mich wird´s schon nicht erwischen"...
Wenn es dann doch zum Ernstfall kommt, möchte man die Segnungen des Möglichen aber doch wahrnehmen.

Es herrscht leider meist die Mentalität:
"Nun habe ich Jahr für Jahr so viel eingezahlt, jetzt will ich auch was davon haben."

Solidarität?

Wo?

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #53 - 30. Juli 2010 um 19:37
 
Sorry. So richtig kann ich jetzt nicht folgen. Meinst  Du jetzt privat versicherte?

Ich bin auch privat versichert.

Ist das nicht vom Tarif unabhängig? OP ist doch mit dem Basistarif versichert. Zusatzdinge kommen oben drauf. Wie Einzelzimmer, Tagegeld usw.

Der Preis, den ein Arzt verlangt, ist doch immer der Selbe, oder? Und wird von den privaten Kassen bezahlt, unabhängig davon wie hoch der Beitrag des Versicherten ist.

Mediz. notwendige Leistungen kosten z.B. den 2,5 fachen Satz, egal ob einer 200,- oder 500,-/ Monat zahlt.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass Ärzte bei Behandlung von gesetzl. Versicherten schlechter bezahlt werden oder gar Leistung erbringen ohne Bezahlung. Mit welcher Begründung denn?

Solidarität sähe für mich so aus, dass jeder, unabhängig des Berufes oder Nichtberufes, also auch Selbständige, Beamte usw. sich in einer gesetzl. KV versichern muss. Zusätzlich kann man sich ja bei Bedarf noch med. nicht unbedingt notwendige Dinge dazuversichern.

Die KVs selbst müssten aber auch einiges verändern. Z.B.Zentralisierung, um das Verhältnis Ausgaben/Einnahmen zu optimieren. Wie z.B. bei der Barma und GEK momentan.
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Geenen
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #54 - 30. Juli 2010 um 20:07
 
Der Vorteil bei einem richtigen PKV-Tarif ist der Bonus, der für gesunde Lebensweise zurückgezahlt wird. Lebe ich gesund und reiche deshalb auch keine Rechnungen ein, bekomme ich Monatsbeiträge zurück.
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #55 - 30. Juli 2010 um 20:24
 
Ich sehe das nicht als Vorteil. Und Bonuserse gibt es auch bei gesetzl. Kassen. Was ist wenn einer krank ist und nicht zum Arzt geht, weil er das Geld brauch oder weil er Geldgeil ist. Dann steckt er womöglich andere an, die dann noch mehr kosten, oder wird selbst zum Rentenfall, weil er nicht zum Arzt ging.

Die Frage steht aber auch noch, was ist mit der Solidarität?

Oder. Wie soll das alles in Zukunft bezahlt werden? Und was soll bezahlt werden?
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Geenen
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #56 - 30. Juli 2010 um 20:49
 
Zitat:
Die Frage steht aber auch noch, was ist mit der Solidarität?


Mit der Solidarität ist es nicht weit her. Viele geben die Verantwort für ihre eigene Gesundheit beim Arzt ab und verlangen, daß andere dafür aufkommen werden.
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #57 - 30. Juli 2010 um 20:58
 
Und nu?

Wie soll das in Zukunft, von wem, bezahlt werden? Und was soll bezahlt werden?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #58 - 30. Juli 2010 um 20:59
 
0815einerlei schrieb am 30. Juli 2010 um 19:37:
Sorry. So richtig kann ich jetzt nicht folgen. Meinst  Du jetzt privat versicherte?
Mediz. notwendige Leistungen kosten z.B. den 2,5 fachen Satz, egal ob einer 200,- oder 500,-/ Monat zahlt.
Nein, das meine ich nicht.
Ich habe ritas Faden weiter gesponnen.
Da muss ja dann jeder einen individuellen Tarif auch in der GKV individuell bekommen.

Also: Drachenflieger zahlen z.B. pro Monat 100 Euro extra, Raucher 50 Euro....
Oder wie wird das festgesetzt?
Wie oft darf (muss?) der Drachenflieger fliegen, ohne Gebührenerhöhung zu erwarten?
Ist ein Schnupperflug auch gebührenpflichtig?
Ist eine gelegentliche Havanna gebührenfrei?
Ab welchem BMI muss Aufschlag bezahlt werden, wie oft kontrolliert werden?
_____
Wer bestimmt die von 0815 beschriebene Notwendigkeit?


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #59 - 30. Juli 2010 um 21:08
 
Geenen schrieb am 30. Juli 2010 um 20:07:
Der Vorteil bei einem richtigen PKV-Tarif ist der Bonus, der für gesunde Lebensweise zurückgezahlt wird. Lebe ich gesund und reiche deshalb auch keine Rechnungen ein, bekomme ich Monatsbeiträge zurück.
Humbug, Geenen!
Knickrige gehen einfach nicht zum Arzt, auch wenn sie krank sind.
Sie kalkulieren die Prämie ein.
Wenn es dann zu spät ist, ist es eben zu spät, der Krebs hat Metastasen gesetzt, der Diabetes....
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #60 - 30. Juli 2010 um 21:12
 
0815einerlei schrieb am 30. Juli 2010 um 20:58:
Und nu?
Wie soll das in Zukunft, von wem, bezahlt werden? Und was soll bezahlt werden?
Die Sache ist unlösbar.
Die Ansprüche bleiben hoch, die Abklärungs- und Therapiemöglichkeiten werden verbessert  -und teurer....

Wer weniger zahlen will, so wie vor 50 Jahren, der sollte sich die Therapiemöglichkeiten vor 50 Jahren vor Augen führen.
Reicht ihm das ?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #61 - 30. Juli 2010 um 21:13
 
Ja,eben.Ich meine eben auch, dass sowas der falsche Weg wäre. Ich kann nicht einzelne Gruppen für irgendwas ranziehen was so garnicht nachvollziehbar ist. Wie soll denn das gehen?

Natürlich ist Rauchen schädlich.Aber fett sein eben auch.

Schreit man nicht immer nach Freiheit. Kann doch nun nicht alles bestrafen wollen, was vermeintlich nicht gut wäre, ohne dies ganz konkret und ohne Abstriche nachvollziehbar darstellen zu können.

Der Lösungsweg liegt m.M.nach in einer grundsätzlichen Veränderung des KV-systems. Umstellung auf generelle gesetzl. Versicherungspflicht z.B, verbunden mit einer Veränderung der Kassenorganisation.

Eine blose Erhöhung der Beiträge sehe ich aber auch nicht als den richtigen Weg.Ich meine jetzt nicht knausrig zu sein. Nur meine ich, sind ja auch Erhöhungen irgendwann ausgeschöpft. Es ist ein ständiges Hase und Igel spielen. Bin schon da, sagen trotzdem immerwieder die Kosten.


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Geenen
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #62 - 30. Juli 2010 um 21:33
 
Sie befinden sich mit Ihrem Denken in einem Dilemma. Da werden Sie sich nicht herausfinden.
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #63 - 30. Juli 2010 um 21:47
 
Hallo Geenen,

Wen meinen Sie jetzt? Welches Dilemma?Wer findet wo nicht raus?

Das Schlimmste ist, sich mit Gegebenem abzufinden. Sich einlullen zu lassen. Und nach dem Motto zu verfahren,"Was interessiert mich der Bauer.Ich kaufe mein Brot beim Becker.".
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #64 - 30. Juli 2010 um 22:23
 
Endlich Feierabend.

gehe jetzt lecker Bierchen schlürfen, ehe die Steuer angehoben wird, worüber aktuell laut nachgedacht wird, mit der Begründung der hohen alkoholbedingten GKV-Kosten. Obwohl diese Steuergelder, so sie denn erhöht werden, nie die GKV erreichen werden, sondern eher nach Afghanistan oder in Diätenerhöhung des Bundestages, oder zur Bankenrettung,oder, oder, oder einfach in die Oder, fließen werden. Auf nimmer Wiedersehen sozusagen.

Da steckt bestimmt rita dahinter. Cool

Gut´s Nächtle.
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rita74
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #65 - 05. August 2010 um 12:28
 
0815einerlei schrieb am 05. August 2010 um 11:22:
(...) Schon allein deshalb wäre es doch höchste Zeit endlich mal einen allgemein gültigen Mindestlohn zu beschließen. (...)

In etlichen Branchen existiert bereits ein Mindestlohn*. Hat dies die GKV-Situation entschärft? Nein.

0815einerleis Vorschlag verkennt, dass mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes (über sämtliche Branchen hinweg) ausschließlich die untersten Gehaltsgruppen angehoben würden; die KV-Einnahmen, die man durch Erhöhung der Stundenlöhne von meinetwegen 4 € auf z.B. 8 € erzielen würde, bewegen sich bestenfalls im Bereich von ca. 2 Mrd. € und lösen das Problem letztlich nicht mal annähernd.

Die oberen Gehaltsgruppen, also die "Großeinzahler", blieben unberührt und würden nicht mehr oder weniger einzahlen als zuvor.

Einen gesundheitspolitischen Lenkungseffekt weist 0815s Vorschlag auch nicht auf (anders als der "Raucher"-Vorschlag oder - in Grenzen - auch der "Homöopathie"-Vorschlag Lauterbachs).

Ob die Einführung des Mindestlohnes eventuell Arbeitsplätze vernichten und damit die Anzahl der GKV-Einzahler sogar reduzieren würde, sei vorerst außer Betracht gelassen.

Obendrein geht der Vorschlag am eigentlichen Sinn des Mindestlohnes vorbei.
Wer einen gesetzlichen Mindestlohn fordert oder wünscht (ich nicht), der sollte mit den eigentlichen Argumenten agieren (Armutsbekämpfung usw.) und nicht themenfremd die GKV-Finanzmisere in Geiselhaft nehmen. Das hieße sonst ja konsequent zu Ende gedacht, dass der Mindestlohn wieder abgeschafft werden könnte, sobald sich die GKV-Finanzsituation stabilisiert hat.

(* bzw. es werden tariflich oder vertraglich bereits den vorgesehenen Mindestlohn übersteigende Gehälter gezahlt.)
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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #66 - 05. August 2010 um 12:51
 
Zitat:
Die oberen Gehaltsgruppen, also die "Großeinzahler", blieben unberührt und würden nicht mehr oder weniger einzahlen als zuvor.


So ist das, wenn sie nicht sogar in einer PKV sind und gar nichts zahlen....
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #67 - 05. August 2010 um 13:21
 
Liebe Rita,

Zitat:
…..In etlichen Branchen existiert bereits ein Mindestlohn*. Hat dies die GKV-Situation entschärft? Nein…..

„etliche“ sind nicht alle und nicht generell. Deshalb reicht das Gegenwärtige auch nicht aus. Die veröffentlichten Zahlen lassen anderes schlussfolgern.

Zitat:
….ausschließlich die untersten Gehaltsgruppen angehoben würden…

Diese Gruppe ist aber im wachsen und bald keine Minderheit mehr, wenn es so weiter geht, was Ihr Satz aber tendenziös vermitteln könnte.

Wie kommen Sie auf 2 Mrd.? Natürlich ist das nur ein Fliegensch…und also vernachlässigbar. Meinen Sie das?

Zitat:
…und lösen das Problem letztlich nicht mal annähernd….

Nichts machen und so weiter verfahren wie bisher löst keine Probleme.

Zitat:
…Die oberen Gehaltsgruppen, also die "Großeinzahler", blieben unberührt und würden nicht mehr oder weniger einzahlen als zuvor….

Deshalb meine ich ja, dass es eine generelle Versicherungspflicht in GKVs geben müsste. Auch Beamte. Wer einen weiterreichenden Schutz wünscht, kann dies ja privat absichern.

Zitat:
…Einen gesundheitspolitischen Lenkungseffekt weist 0815s Vorschlag auch nicht auf…

Dieser Vorschlag tatsächlich nicht, da es mir hier mehr um Kosten/Einnahme-Verhältnis ging. Von mir in vorherigen Beiträgen vorgeschlagenes aber bestimmt.

Ihre Vorschläge jedoch, z.B. die Raucher betreffend, sind Unsinn, unsozial, ungerecht und kommen einer versteckten Beitragserhöhung zu Lasten einzelner Gruppen gleich. Heut die Raucher, morgen die Weintrinker usw., wie bereits geschildert. Blödsinn ist das und div. Politikern gut in den Kragen passend. Mehr nicht.

Zitat:
….Ob die Einführung des Mindestlohnes eventuell Arbeitsplätze vernichten und damit die Anzahl der GKV-Einzahler sogar reduzieren würde, sei vorerst außer Betracht gelassen….


Das hätten Sie gern so. Gelle? Außer Betracht lassen.
In Wahrheit wäre das Gegenteil der Fall. Höhere Einkommen schlagen mehrere Fliegen mit einer Klappe. Höhere Kaufkraft fördert Arbeitsplatzentstehung, steigert die Steuereinnahmen und eben auch andere Einnahmen wie die der Renten- und Krankenkassen, woran dann auch automatisch Arbeitgeber beteiligt wären.
Natürlich steigen kurzfristig die Gewinne nicht mehr so rasant. Danach aber um so mehr. Man muss irgendwann mal anfangen die Spirale wieder richtig herum zu drehen.

Zitat:
…Obendrein geht der Vorschlag am eigentlichen Sinn des Mindestlohnes vorbei….

Der wo wäre?
Zitat:
….Wer einen gesetzlichen Mindestlohn fordert oder wünscht (ich nicht), der sollte mit den eigentlichen Argumenten agieren (Armutsbekämpfung usw.)…

Hier lassen Sie ja die Katze aus dem Sack. Was ist denn für Sie Armut? Nicht mehr Essen und Kleidung kaufen zu können? Reduzieren Sie das auf solche Dinge?
Wenn alles so weitergeht, wird für viele ein Arztbesuch nicht mehr möglich sein. Das ist dann keine Armut?

Zitat:
….und nicht themenfremd die GKV-Finanzmisere in Geiselhaft nehmen….

Was für ein Quatsch. Das Eine steht mit dem Anderen in unmittelbarem Zusammenhang. Sie und andere wollen davon ablenken und meinen Veralberung würde keiner merken.

Zitat:
…Das hieße sonst ja konsequent zu Ende gedacht, dass der Mindestlohn wieder abgeschafft werden könnte, sobald sich die GKV-Finanzsituation stabilisiert hat….

Was ist schlimm an dem Ziel die Finanzsituation der Kassen zu stabilisieren oder gar zu profitalisieren? Die Beibehaltung der Mindestlöhne würde sich dann sogar positiv auf alles andere auswirken. Können Sie das überhaupt verstehen?

Natürlich sind Mindestlöhne nicht das alleinige Mittel. Dafür geht es hier um viel zu komplexe Zusammenhänge. Aber es ist ein Mittel. Und allemal besser als Ihr Löcherstopfungsverfahren zu Lasten einzelner Gruppen, was nie nachhaltig sein kann, worum es aber gehen sollte.
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rita74
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #68 - 05. August 2010 um 13:41
 
0815einerlei schrieb am 05. August 2010 um 13:21:
(...) Zitat:
….Ob die Einführung des Mindestlohnes eventuell Arbeitsplätze vernichten und damit die Anzahl der GKV-Einzahler sogar reduzieren würde, sei vorerst außer Betracht gelassen….


Das hätten Sie gern so. Gelle? Außer Betracht lassen.
In Wahrheit wäre das Gegenteil der Fall. Höhere Einkommen schlagen mehrere Fliegen mit einer Klappe. Höhere Kaufkraft fördert Arbeitsplatzentstehung, steigert die Steuereinnahmen und eben auch andere Einnahmen wie die der Renten- und Krankenkassen, woran dann auch automatisch Arbeitgeber beteiligt wären.
Natürlich steigen kurzfristig die Gewinne nicht mehr so rasant. Danach aber um so mehr. Man muss irgendwann mal anfangen die Spirale wieder richtig herum zu drehen. (...)

Abgesehen davon, dass auch 0815einerlei hier einseitig eine einzelne Bevölkerungsgruppe belasten möchte (die Arbeitgeber - statt, wie ich in meinem Vorschlag, die Raucher) zeigt sich hier, dass er über profunde volks- und betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügt.

Schade nur, dass die Arbeitgeber, denen die Mindestlöhne bisher hart abzuringen waren, diese Kenntnisse offenbar nicht haben und somit fatalerweise auf die mittelfristig dramatisch ansteigenden Gewinne ("Danach umso mehr") einfach mal so verzichten wollten.

Haben sie noch mal Glück gehabt - Glück, zu dem sie von den Gewerkschaften "gezwungen" werden mussten.

*Ironie Ende*
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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #69 - 05. August 2010 um 13:45
 
Zitat:
statt, wie ich in meinem Vorschlag, die Raucher


Dann aber auch richtig Rita:

Wo sind die Übergewichtigen, die Extremsportler, die Nichtsportler, die Magersüchtigen usw. ?

Wo fangen wir an und wo hören wir auf?

(Nein ich rauche nicht [mehr])
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #70 - 05. August 2010 um 14:10
 
Liebe Rita74,

Zitat:
….Abgesehen davon, dass auch 0815einerlei hier einseitig eine einzelne Bevölkerungsgruppe belasten möchte (die Arbeitgeber….

Hier zeigen Sie, dass Sie entweder gar nichts verstehen, oder nicht wollen. Im letzteren Fall wäre der Grund hierfür noch interessant. Wessen Interessen vertreten Sie denn damit?

Wo ist den der Arbeitgeber einseitig betroffen? Bekanntlicher Weise Dings sind diese Abgabe hälftig geteilt zwischen Arbeitgeber und- nehmer.

Zitat:
…statt, wie ich in meinem Vorschlag, die Raucher)….

Unsinnig, da ein Löcherstopfen auf diese Art nicht nachhaltig sein kann. Was ist wenn tatsächlich weniger Tabak gekauft würde? Was macht Sie sicher, dass alle Krankheiten, die in Zusammenhang mit Rauchen gebracht werden, dann plötzlich nicht mehr da wären, und also die Kosten sünken?
Das Problem ist nicht vordergründig das Rauchen, sondern die Art und Weise, wie man versucht Menschengruppen verantwortlich machen zu wollen und so als Buhmann versucht hinzustellen.
Nochmal. Was ist wenn diese Geldquelle ausgeschöpft ist? Wer ist dann drann? Die Puckligen? Das gab es, glaube ich, schon mal. So nicht. Deutlich. So nicht.

Zitat:
…zeigt sich hier, dass er über profunde volks- und betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügt….

Im Unterschied zu Ihnen.

Zitat:
…Schade nur, dass die Arbeitgeber, ….. diese Kenntnisse offenbar nicht haben….

Das ist ein Irrtum. Nur Ritas sehen das so oder benutzen solche Argumente um abzulenken.

Zitat:
….und somit fatalerweise auf die mittelfristig dramatisch ansteigenden Gewinne ("Danach umso mehr") einfach mal so verzichten wollten….

Das ist gelber und schwarzer Zynismus. Es geht den Herren nicht um mittelfristig, und schon gar nicht um langfristig, sondern um sofortige, schnelle und höchste Gewinne. Deshalb ist man nicht bereit für so etwas. Nach dem Motto, was interessiert mich das Morgen, will jetzt fett werden. Sollen die Anderen, morgen, nach mir, sich darum kümmern.

Also von Ihren unsinnigen Vorschlägen mal abgesehen, machen Sie also keine Vorschläge.

Was ist denn mit einer allgemeinen Versicherungspflicht in GKVs? Auch Mist? Oder was….
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rita74
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #71 - 05. August 2010 um 14:35
 
0815einerlei schrieb am 05. August 2010 um 14:10:
(...)

Zitat:
….Abgesehen davon, dass auch 0815einerlei hier einseitig eine einzelne Bevölkerungsgruppe belasten möchte (die Arbeitgeber….

Hier zeigen Sie, dass Sie entweder gar nichts verstehen, oder nicht wollen. Im letzteren Fall wäre der Grund hierfür noch interessant. Wessen Interessen vertreten Sie denn damit?

Wo ist den der Arbeitgeber einseitig betroffen? Bekanntlicher Weise Dings sind diese Abgabe hälftig geteilt zwischen Arbeitgeber und- nehmer. (...)

Mein Gott, wie peinlich.
0815 schlägt vor, den Arbeitgebern höhere Löhne abzuzwingen. Das ist doch wohl ziemlich klar eine einseitige Belastung der Arbeitgeber, da die höheren Löhne einseitig von jenen bezahlt werden müssten - und nicht hälftig vom Arbeitnehmer.

@0815: Erklären Sie uns doch bitte mal, wieso ein Arbeitnehmer belastet wird, der plötzlich den doppelten Lohn erhält?
Eine solche Belastung würde ich gern auf mich nehmen! Von mir aus könnte sich mein Gehalt jeden Tag verdoppeln - ich würde es klaglos hinnehmen - trotz der Belastung, die ich Ihrer Meinung nach verspüren müsste.

@wicked:
Bitte, bitte nicht diese Frage, die musste ich leider an anderer Stelle schon mit 0815einerlei ausdiskutieren.  weinend

Auch wenn ich Sie für den deutlich ernstzunehmenderen Diskussionspartner halte, so möchte ich hier nur kurz einiges aus dieser Diskussion zusammenfassen:
1. Raucher erzeugen um Größenordnungen höhere Kosten im GKV-System als z.B. Extremsportler.
2. Von mir aus können die Alkoholtrinker mit ins Boot.
3. Beim Rauchen ließen sich die Zusatzbeiträge leicht an den tatsächlichen Verbrauch koppeln (z.B. durch einen "Gesundheits-Euro" pro Schachtel, der an den Gesundheitsfond abzuführen wäre), so dass ständige Tarifanpassungen nicht notwendig wären und obendrein jeder, der das Rauchen zunächst erstmal nur einschränkt, bereits belohnt würde. Das würde bei Alkohol auch funktionieren, beim Übergewicht wäre es schon schwieriger.
4. Sportler werden (im Gegensatz zu Nichtsportlern) von zahlreichen GKV-Kassen bereits mit Prämien (Geld- oder Sachprämien) belohnt. Ihr Vorschlag ist also bereits umgesetzt.
5. Ich würde zunächst nur bei den Rauchern anfangen wollen (und meinetwegen auch bei den Alkoholtrinkern); irgendwo muss man schließlich anfangen, oder? Warum also nicht bei denjenigen, die einen höchst risikoreichen Krankmacher konsumieren?

Auch 0815einerlei kam schon mit der Zerredungsmasche "Dann müssten aber auch die ... und die ... und die ... extra bezahlen". Damit kann man schlicht jede Maßnahme zerreden.

Z.B. hätten dann Leute wie 0815 bei der Einführung der KFZ-Steuer argumentieren können: "Eine Steuer auf ein Mobilitäts-Instrument? Dann müssen aber auch Monatskarten extra besteuert werden, Inlineskates, Skier, Rodelschlitten, Fahrräder, Tretroller und - viele Menschen sind schließlich Fußgänger - auch Schuhe, Socken und Füße!" Eine pure Zerredungsstrategie, die ins Nichts führt und mit der man jede, aber auch jede Idee sabotieren kann.

@Kawarimono:
Ich nehme an, dass ich mich gerade bei Ihnen mit diesem Vorschlag nicht beliebt mache und weiß es zu schätzen, dass Sie bisher nicht auch noch "draufgekloppt" haben. (Naja, vielleicht kommt's ja noch.)
Es soll auch nur ein Vorschlag sein - und wenn eine solche Verordnung nicht kommt, wovon (schon wegen der Tabaklobby) auszugehen ist, dann kann ich vorerst auch damit leben.
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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #72 - 05. August 2010 um 14:48
 
Sie haben einen Fehler in Ihrer Rechnung Rita:

In Spanien kostet ein Päckchen Zigaretten 2 Euro, hier in D 5 Euro.

Was meinen Sie, was diese 3 Euro Differenz ausmacht?

Sie haben eine Milchmädchenrechnung... in jeder Hinsicht.

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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #73 - 05. August 2010 um 14:59
 
Zitat:
In den letzten Jahren wurde die Tabaksteuer deutlich angehoben. Beispielsweise wurde in den Jahren 2002 und 2003 die Steuer jeweils um 1 Cent pro Zigarette erhöht, um das erste Anti-Terror-Paket zu finanzieren.[1]  Mit Einnahmen von rund 14,3 Mrd. Euro im Jahr 2009 (1970 waren es 6,5 Mrd. Euro) ist die Tabaksteuer nach der Energiesteuer (früher: Mineralölsteuer) die ertragreichste besondere Verbrauchsteuer. Mit ca. 13,3 Mrd. Euro stellt die Fertigzigarette den Hauptanteil. Die von der Zollverwaltung eingenommene Tabaksteuer fließt ausschließlich dem Bundeshaushalt  zu. Im Jahr 2006 flossen noch 4,2 Milliarden Euro aus der Tabaksteuer an die Krankenkassen, was mittlerweile heruntergefahren wurde.

Wenn man sich im Februar 2009 eine Schachtel Zigaretten für 4,50 Euro kauft, so werden 3,74 Euro als Steuern abgeführt. Dies entspricht einem Anteil von 83,1 % des Kaufpreises. Da Teile der Steuern pro Zigarette berechnet werden, ist dieser Steueranteil pro Schachtel variabel.


http://de.wikipedia.org/wiki/Tabaksteuer_%28Deutschland%29

Die Raucher zahlen schon! So wie sich das liest, muss man ja fast über jeden froh sein der raucht...
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #74 - 05. August 2010 um 15:13
 
Liebe Rita,

Zitat:
…wieso ein Arbeitnehmer belastet wird, der plötzlich den doppelten Lohn erhält?....

Es geht um die „Abgabenlast“, die verteilt wird.
Höhere Löhne stärken langfristig den Binnenmarkt, wovon alle profitieren. Auch potentielle Arbeitgeber. Die Puste will aber keiner aufbringen. Wie bereits gesagt. Man will nicht morgen erst fett werden, sondern jetzt sofort und maximal.

Ihre putzige Raucherdebatte ist ein populistischer, Massen veralbernder; Nonsens. Wie bereits gesagt, mehrfach, kann man damit nicht nachhaltig den Finanzhaushalt der Kassen regulieren, sondern nur kurzfristig Löcher stopfen. Daher Blödsinn.
Der nicht Steuer konforme Zigarettenhandel würde noch mehr wachsen. Und nur darum geht es. Steuereinnahmen zu erhöhen. Mit scheinheiligen Begründungen.

Gesundheit förderliches Verhalten erreiche ich nicht mit Strafen, sondern mit Anreizen. Das betrifft übrigens andere Verhaltensweisen auch. Geht die Kriminalität bei höheren Strafen zurück?

Was ist denn nun mit einer allgemeinen Versicherungspflicht in GKVs?

Nicht ich zerrede hier was, sondern Ihre, Dinge unsinniger Weis vermischende, Argumentation.

Das Autofahrer Steuern zahlen ist richtig, da irgendwer die Verkehrsinfrastruktur bezahlen muß. Und natürlich sind andere, wie Fußgänger, Skater und Radfahrer indirekt auch daran beteiligt. Schon in dem Moment, wo sie mal mit nem Bus fahren.

Unterschiedliche Steuern diesbezüglich, entsprechend unterschiedlicher Belastungen, sind auch unmittelbar nachvollziehbar.

Jedoch zu behaupten die Kosten der GKVs würden geringer, oder diese Personengruppe betreffenden Ausgaben würden damit ausgeglichen, würde man die Tabakpreis erhöhen, ist ein Hirngespinst.

Die Kosten der GKVs sind auch ohne Raucher generell zu hoch. Dies jedoch simpel zu senken brächte auch nur ein kurzfristiges Aufatmen. Nämlich nur genau so lang bis dies durch anderweitig wieder gestiegene Kosten aufgefressen wird.
Deshalb ist es wesentlich sinnvoller und auch wichtiger sich zu überlegen, wie man dauerhaft die Einnahmen erhöhen kann ohne stets immer kleiner werdende Menschengruppen ( Ihrer Theorie nach die dann immer weniger werdenden Raucher und andere Sünder, und meiner Meinung nach die immer weniger werdenden „Normalverdiener“) mehr zu belasten.

Es muss ein System her, dass proportional den Ausgaben mitwächst. Ein Teil davon wäre eben der Mindestlohn und Versicherungspflicht in GKVs für alle. Mit “Alle“ meine ich alle.
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Geenen
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #75 - 05. August 2010 um 15:30
 
Zitat:
Es muss ein System her, dass proportional den Ausgaben mitwächst. Ein Teil davon wäre eben der Mindestlohn und Versicherungspflicht in GKVs für alle. Mit “Alle“ meine ich alle.


Darüber würde sich der Pharma-Medizin-Komplex richtig freuen!!!
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #76 - 05. August 2010 um 17:26
 
Zitat:
….Darüber würde sich der Pharma-Medizin-Komplex richtig freuen!!!....

Das glaube ich weniger. Ich meinte, dass Mindestlöhne ein Teil sein könnten. Zuzüglich müsste natürlich eine Optimierung der Ausgaben erfolgen. Dazu gehören nicht nur Ausgaben für die Eigenorganisation, sondern z.B. auch solche für Medikamente.

Das proportionale Wachstum der Einnahmen zu den Ausgaben ist trotzdem von Nöten. Jedes Unternehmen funktioniert so. Jedoch nicht einzig mit ständiger Beitragserhöhung einzelner oder Gruppen von Kosten verursachender. Da kann auch nicht gelten scheinheiliger Weis mit angeblichem Gutmeinen (es sei ja alles im Interesse der sich selbst Schädigenden) irgendwo anfangen zu müssen. Warum fangen wir dann nicht bei denen an, die sich an diesem System gar nicht beteiligen, obwohl sie Nutznießer sind.
Proportionaler Wachstum bedeutet auch nicht zwangsläufig einen Ausgleich schaffen zu können. Das wäre das Optimum, aber wohl eher nicht erreichbar, da es trotzdem ein soziales Objekt bleibt. Jedoch würde die Schere wenigstens nicht immer größer werden.

Wenn z.B. durch ein Anheben des durchschnittlichen Lohnes, die allgemeine Kaufkraft stiege, entstünde auch ein höherer Bedarf an allem im Lande, was wiederum einen höheren Personalbedarf mit sich brächte. Dadurch entstünde wiederum eine höhere Kaufkraft, was wiederum….usw,usw. Eine größere Zahl in Arbeit stehender Menschen ist auch eine größere Zahl an Beitragszahlern. Oder?

Was sprich gegen eine allgemeine Versicherungspflicht in GKVs ?
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Bulganin
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #77 - 05. August 2010 um 17:31
 
Die Erfahrungen aus der Vergangenheit und Gegenwart.

Was spricht gegen eine Abschaffung der GKVs und eine Neuausrichtung nach PKV-Muster mit sozialer Abfederung?
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... Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...NEMs brauchen nur die Hersteller und die Verticker...Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...
 

 
0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #78 - 05. August 2010 um 17:48
 
Zitat:
Die Erfahrungen aus der Vergangenheit und Gegenwart.

Die da wären? Und was bedeutet das konkret? Was spräche also dagegen?
Zitat:
Was spricht gegen eine Abschaffung der GKVs und eine Neuausrichtung nach PKV-Muster mit sozialer Abfederung?

Die wie aussehen könnte und wen z.B. beträfe, und wie und von wem bezahlt würde?

Das Problem in Deutschland wäre schon allein, dass man das Geld dafür nicht hätte, da an allen Ecken und Enden schon abgezockt wird dass die Heide wackelt.

Man würde auch hier nur das übernehmen was Otto-N noch mehr die Luft nimmt, aber für die Voraussetzungen die dafür nötig wären, wie sie in anderen Ländern auch u.U. da sind, würde man nicht sorgen.

Man ist schnell dabei auf andere Länder zu verweisen, wenn es darum geht aufzuzeigen was wo wieviel kostet. Aber keiner verliert ein Wort darüber, dass man dort auch mehr verdient für vergleichbare Jobs.

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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #79 - 05. August 2010 um 18:17
 
Zitat:
Was spricht gegen eine Abschaffung der GKVs und eine Neuausrichtung nach PKV-Muster mit sozialer Abfederung?


Was meinst Du mit sozialer Abfederung?

Vom Prinzip her nicht schlecht, so manch einem verginge es dann vielleicht wegen Kleinigkeiten zum Arzt zu "rennen" weil er mal sieht, was es kostet! Andererseits, vermute ich, dass es dann auch mehr Leute gibt die eben nicht gehen obwohl sie gehen sollten und dann irgendwas verschleppen.

Den Grundgedanken, dass alle in die GKV einzahlen müssen finde ich gut, in wie fern das zum Vorteil wäre und ob das unser Gesundheitssystem wirklich (mit)sanieren könnte weiß ich nicht, das ist eine Rechenaufgabe, die ich nicht lösen kann. Man muss dabei nämlich bedenken, dass Privatpatienten die Kassenpatienten zu einem nicht unwesentlichen Teil indirekt mitfinanzieren. Ich kenne etliche Ärzte, die "nur" mit Kassenpatienten ihre Praxis dicht machen könnten und ich vermute mal das Bulganins Vorschlag das System der Privaten auf alle zu übertragen damit zu tun hat.

Unter sozialer Abfederung könnte ich mir vorstellen, dass eine Krankengeschichte nicht unbedingt eine Rolle spielen sollte wenn es um den zu zahlenden Beitrag geht, eher dass der für alle mehr oder minder gleich ist. Wenn ich nämlich die (Kranken)geschichte meiner Kinder betrachte könnte ich mir eine solche Versicherung schlichtweg nicht leistent. Bzw. sind diese bei Privaten nicht versicherbar, die winken alle samt gleich ab.
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #80 - 05. August 2010 um 19:01
 
Zitat:
…Was meinst Du mit sozialer Abfederung?...

würde ich auch gern wissen.
Zitat:
…Vom Prinzip her nicht schlecht, so manch einem verginge es dann vielleicht wegen Kleinigkeiten zum Arzt zu "rennen" weil er mal sieht, was es kostet! Andererseits, vermute ich, dass es dann auch mehr Leute gibt die eben nicht gehen obwohl sie gehen sollten und dann irgendwas verschleppen….

Das verstehe ich jetzt nicht so richtig. Was hat das mit den Beiträgen zu tun? Ist es nicht eher so, dass die Beiträge niedriger sind als die der gesetzlichen, nur mit zunehmendem Alter steigen. Dann aber wieder so exorbitant, dass sich manche gar nicht versichern könnten.

Da finde ich ein prozentuales Beitragswesen, abhängig vom Verdienst, wesentlich besser.

Zitat:
….Den Grundgedanken, dass alle in die GKV einzahlen müssen finde ich gut, in wie fern das zum Vorteil wäre und ob das unser Gesundheitssystem wirklich (mit)sanieren könnte weiß ich nicht, das ist eine Rechenaufgabe,….

Das wäre tatsächlich interessant und doch mal ne lohnende Aufgabe für ne Abschlussarbeit.

Zitat:
….dass Privatpatienten die Kassenpatienten zu einem nicht unwesentlichen Teil indirekt mitfinanzieren….

Das Problem stünde ja evtl. gar nicht, wenn alle entsprechend ihres Verdienstes Beiträge zahlen müssten. Muß eben mal ausgerechnet werden.
Zitat:
…Unter sozialer Abfederung könnte ich mir vorstellen, dass eine Krankengeschichte nicht unbedingt eine Rolle spielen sollte wenn es um den zu zahlenden Beitrag geht, eher dass der für alle mehr oder minder gleich ist…..

Eben. Es müsste dann auch eine Aufnahmeverpflichtung geben unabhängig der Krankengeschichte. Die Kassen müssen selbst sehen welche Art der Beitragsberechnung sie wählen. Das wäre ein echter Wettbewerb. Die Eine halt an Einkommen, andere am Alter, andere was weiß ich woran. So könnte aber jeder auch für sich selbst entscheiden welche Variante am besten wäre.

So, wie es aber aktuell läuft ist es ungerecht.

Was spricht konkret gegen allgemeine Versicherungspflicht in GKVs?

Zudem stelle ich mir eine Umstellung von GKV auf generelle PKV als fast nicht machbar vor. Umgedreht wäre das relativ einfach möglich.
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Wicked
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #81 - 05. August 2010 um 20:23
 
Zitat:
Eben. Es müsste dann auch eine Aufnahmeverpflichtung geben unabhängig der Krankengeschichte. Die Kassen müssen selbst sehen welche Art der Beitragsberechnung sie wählen. Das wäre ein echter Wettbewerb. Die Eine halt an Einkommen, andere am Alter, andere was weiß ich woran. So könnte aber jeder auch für sich selbst entscheiden welche Variante am besten wäre.


Du vergisst dabei, das es Patienten gibt, die aufgrund ihrer Krankengeschichte eigentlich keiner haben will, in der Regel sagen die PKVen da gleich nein. Andere Regeln das über exorbitante Beiträge, das es einem gleich vergeht. Seit dem weiß ich die BEITRAGSFREIE Mitversicherung der Kinder in den GKVen so richtig zu schätzen!

Zitat:
Das verstehe ich jetzt nicht so richtig. Was hat das mit den Beiträgen zu tun? Ist es nicht eher so, dass die Beiträge niedriger sind als die der gesetzlichen, nur mit zunehmendem Alter steigen. Dann aber wieder so exorbitant, dass sich manche gar nicht versichern könnten.


einerlei, wenn man das System der PKVen zugrunde legt, heißt dass das der Arzt mit den Patienten abrechnet und diese die Rechnung bei ihrer Kasse einreichen und eine Rückerstattung bekommen.

Ich bin allerdings nach wie vor der MEinung, dass unser System so wie es bisher war ein Luxus ist, den wir uns so nicht mehr leisten können, da hilft alles rechnen nicht. Ob wir wollen oder nicht, ich glaube es läuft auf eine Grundversorgung raus und alles was man mehr braucht/will wird man zukünftig zusätzlich privat versichern müssen.
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0815einerlei
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #82 - 05. August 2010 um 22:11
 
Zitat:
....Ob wir wollen oder nicht, ich glaube es läuft auf eine Grundversorgung raus und alles was man mehr braucht/will wird man zukünftig zusätzlich privat versichern müssen....

Mein Reden. Pflichversicherung in der GKV für alle. Angestellte, Unternehmer (wie ich selbst einer bin), Beamte.

Wo ist das Problem?

Dies verbunden mit Mindestlöhnen sollte wohl das Gröbste geregelt sein. Wer will das denn nicht? Es sind die, die gegenwärtig vom aktuellen System provitieren. Auf Kosten derer die nicht mehr wissen wovon überhaupt ......
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #83 - 17. August 2010 um 09:36
 
Strafzahlungen

So einfach kann es sein. Wenn Krankenkassen mit dem Geld nicht auskommen werden Zusatzbeiträge fällig. Wenn Zwangsversicherte mit ihrem Geld nicht auskommen gibt es Strafzahlungen.
Dieses Krankheitssystem hat nur noch ein Ziel, den Leuten, die sich in diesem System bequem eingerichtet haben, weiterhin ihren Lebensstandard zu wahren. Mehr nicht! Alles andere ist Heuchelei und billige Lügenpolitik!
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Bluenotes
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #84 - 17. August 2010 um 09:48
 
Zitat:
Anreize, mit den Mitteln aus Solidarkassen, etwa der Gesetzlichen Krankenversicherung, sparsam umzugehen, fehlen fast vollständig. Die Selbstbehaltregeln für die Versicherten und die Beitragsrückgewähr bei Nichtbeanspruchung von Kassenleistungen sind unzureichend. Wer gesund lebt, Krankheitsrisiken meidet und infolgedessen Solidarmittel einsparen hilft, wird nicht belohnt. Wer auf vermeidbare Arztbesuche und Verschreibungen verzichtet, hat keine finanziellen Vorteile. Viele Medikamente landen im Abfall, weil die Einnahme als unnötig angesehen wird. Die so entstehende Verschwendung erreicht - vorsichtig geschätzt - einen zehnstelligen Betrag.



Quelle: FAZ
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #85 - 17. August 2010 um 10:29
 
Bluenotes schrieb am 17. August 2010 um 09:48:
1. Wer gesund lebt, Krankheitsrisiken meidet und infolgedessen Solidarmittel einsparen hilft, wird nicht belohnt.
2. Wer auf vermeidbare Arztbesuche und Verschreibungen verzichtet, hat keine finanziellen Vorteile.
3. Viele Medikamente landen im Abfall, weil die Einnahme als unnötig angesehen wird.
4. Die so entstehende Verschwendung erreicht - vorsichtig geschätzt - einen zehnstelligen Betrag.

Ist OK, Bluenotes. Das ist der IST-Zustand.
1. Wer bestimmt, was gesund leben ist?
Wer läuft hinter den Patienten her und kontrolliert?
Wer kontrolliert die Kontrolleure?
Wie werden Kontrolleure ausgebildet?
2. Welcher Arztbesuch ist vermeidbar?
Wer bestimmt das?
Was passiert, wenn NACH dem Arztbesuch klar wird, dass der Besuch vermeidbar war?
3. Und wie wird das Problem gelöst?
Die Compliance fehlt nun mal, besonders bei Eso-Leuten und /oder bildungsfernen Schichten ode bei Internet-Geschädigten, die zu viele Inforamtionen eingesogen haben, ohne das Wissen dazu zu besitzen.
4. Klar.

Was kostet die Kontrolle?
Ich behaupte, sie kostet mehr.

Leider.
Und ohne Kontrolle ist das Ganze nur Gewixe.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #86 - 17. August 2010 um 16:29
 
elf schrieb am 17. August 2010 um 10:29:
Und ohne Kontrolle ist das Ganze nur Gewixe.

Stimmt!

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #87 - 10. September 2010 um 12:15
 
Alle Macht dem Lobbyismus
Zitat:
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte hingegen: "Das ist die dreisteste Lobbyarbeit, die ich seit Jahren erlebt habe." Die FDP übertreffe sich in diesem Punkt selbst.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #88 - 15. September 2010 um 09:28
 
Bescheidenheit

Zitat:
Die Zuwächse im Jahr 2009 sind besonders bemerkenswert, weil die Bundesrepublik im gleichen Zeitraum die schwerste Wirtschaftskrise in ihrer Geschichte bewältigen musste. Die Wirtschaftsleistung sank um fünf Prozent, viele Unternehmen mussten Kurzarbeit anmelden.


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #89 - 07. Februar 2011 um 21:15
 
Zweiklassenmedizin

Nur die Ruhe. Kein Arzt muss sich Sorgen machen, wenn er alle Patienten gleich behandelt. Aber die heftige Reaktion unserer Ärztemacht lässt erahnen, das sich viele Sorgen machen erwischt zu werden, wie sie den entmündigten Zwangsversicherten in die Warteschleife schicken und den Geldesel den Vorrang lassen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #90 - 17. Februar 2011 um 11:06
 
Wenn die Mitglieder weglaufen und das Geld knapp wird.....

Da ist es doch nur zu hoffen, dass andere Kassen genauso resolut gegen sozialschmarotzende Verbrecher vorgehen.

Die DAK ist durch ihren Mitgliedsschwund erheblich unter Druck geraten.

Bei dieser schon organisiert anmutenden Kriminalität, ist es höchste Zeit, dass auch die Politik den entmündigten Zwangsversicherten ein klares Signal setzt, gegen Diebe des Sozialsystems vorzugehen.
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Gesundheitsreform?
Antwort #91 - 08. März 2011 um 07:05
 
Treibjagd

So ist das mit den entmündigten, abhängigen Zwangsversicherten. Während auf der einen Seite Milliarden durch organisierte Kriminalität im Gesundheitswesen erbeutet werden, müssen diese für die Versorgung der Patienten fehlenden Gelder notfalls mit staatlicher Gewalt wieder eingetrieben werden.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #92 - 08. März 2011 um 11:34
 
Wie gut, dass es eine Zwangsversicherung gibt.
Sonst wären, wie in vielen anderen Ländern, kranke Menschen, die keine Versicherung haben, dem frühen Tod ausgeliefert.

Was die innere Logik angeht:

Ich habe meinen VW (Mercedes, Renault, Opel....) nicht voll bezahlt, weil die Leute in der Chefetage von meinem Geld wilde Parties gefeiert haben und Bestechungen ausgeführt haben.

Ich verstehe nicht, warum ich nun dazu gezwungen werde, die Restrate zu zahlen und die da oben bleiben straffrei.
Bluenotes, da können Sie besser.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #93 - 10. März 2011 um 07:38
 

elf schrieb am 08. März 2011 um 11:34:
Wie gut, dass es eine Zwangsversicherung gibt.
Sonst wären, wie in vielen anderen Ländern, kranke Menschen, die keine Versicherung haben, dem frühen Tod ausgeliefert.

Was die innere Logik angeht:

Ich habe meinen VW (Mercedes, Renault, Opel....) nicht voll bezahlt, weil die Leute in der Chefetage von meinem Geld wilde Parties gefeiert haben und Bestechungen ausgeführt haben.

Ich verstehe nicht, warum ich nun dazu gezwungen werde, die Restrate zu zahlen und die da oben bleiben straffrei.
Bluenotes, da können Sie besser.


Mit Logik können Sie diesem sich ad absurdum führenden System nicht mehr entgegenkommen. Geht im Tollhaus auch nicht.

Der Vergleich mit Autohersteller hinkt. Ich werde nicht gezwungen, mir ein Auto zu kaufen. Mir geht es auch nicht darum die Versicherungspflicht abzuschaffen, sondern um die Verdeutlichung, dass wir Zwangsversicherte kaum Möglichkeiten haben, z.B. mit Patientenvertretungen, dem etwas entgegenzusetzen.

Es geht einfach nicht an, dass wir zum Zahlen verdonnert werden, während auf der anderen Seite in einer dreisten Selbstbedienungsmentalität Gelder verschwinden, die dann wieder mit Gewalt vom Zwangsversicherten eingefordert werden. Die Politik ist aufgefordert, sozialschmarotzende Verbrecher endlich den Kampf anzusagen.

Patienten brauchen mehr Eigenverantwortung. Sie müssen spüren, dass gesundheitliche "Quasivollpension" sehr teuer ist. Transparenz und erhöhte Eigenbeteiligung bei "Bagatellen" halte ich für sehr wichtig.

Konsquente Eigenbeteiligung bei gesundheitsgefährdenden Handlungen (gefährliche Sportarten, Komasaufen, etc. .....)

Es gibt im einem asiatischen Land (Name entfallen) die Pflicht, einen monatlichen Betrag für den Krankheitsfall anzusparen, der aber nicht in eine Solidarkasse fließt, sondern privat angespart wird. Sollte das Geld nicht reichen, springt eine staatliche Mindestversorgung ein.
Dieses ist auch nicht der Königsweg, aber eine Alternative, die zu beobachten ist.

Ohne konsequentes Umdenken, wird dieses System unbezahlbar und (oder) zusammenbrechen.

Und was die Lebensverlängerung angeht: Ohne homöopathische Gesinnung kann ich behaupten, dass weniger manchmal mehr ist. Aber das ist die Entscheidung eines wirklich guten (armen!?) Arztes.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #94 - 10. März 2011 um 11:23
 
Bluenotes schrieb am 10. März 2011 um 07:38:
1. Der Vergleich mit Autohersteller hinkt.
2....während auf der anderen Seite in einer dreisten Selbstbedienungsmentalität Gelder verschwinden
3. Die Politik ist aufgefordert, sozialschmarotzende Verbrecher endlich den Kampf anzusagen.
4. Patienten brauchen mehr Eigenverantwortung.
5. Sie müssen spüren, dass gesundheitliche "Quasivollpension" sehr teuer ist.
6. Transparenz und erhöhte Eigenbeteiligung bei "Bagatellen" halte ich für sehr wichtig.
7.Konsquente Eigenbeteiligung bei gesundheitsgefährdenden Handlungen (gefährliche Sportarten, Komasaufen, etc. .....)
1. Immerhin hinkt er so, dass Sie reagiert haben. Das wollte ich.
2. OK, zeigen Sie die Selbstbediener an, wo Sie können. Auch die Patienten, die beim quersitzenden Furz ein MRT so lange fordern, bis sie jemanden finden, der es bewilligt.
3. Klar. Und?
4. Himmel, HILF!
Wie denn, wenn er nichts von der Materie versteht, weder von Medizin noch von BWL?
5. Ja
6. Ja
7. Wer zahlt die Kontrolle? Wer kontrolliert die Kontrolleure? Wer beurteilt das Urteil der Kontrolleure?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #95 - 11. März 2011 um 08:25
 
@ Elf: Wie stellen Sie sich ein reformiertes Gesundheitwesen vor? Als Involvierter müssen Sie doch Ideen und konkrete Vorschläge Haben.

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #96 - 11. März 2011 um 10:35
 
Bluenotes schrieb am 11. März 2011 um 08:25:
@ Elf: Wie stellen Sie sich ein reformiertes Gesundheitwesen vor? Als Involvierter müssen Sie doch Ideen und konkrete Vorschläge Haben.

Ich bin involviert. Wohl wahr.
Aber ich sehe nur die Abwärtsspirale von überhöhten Ansprüchen und teurer Machbarkeit einerseits und Geldgier und Korruption (& Privatisierung kommunaler Aufgaben) andererseits.

Eine Lösung gehe ich (auch wegen meines Lebensalters) nicht an.
Die Welt geht unter.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #97 - 11. März 2011 um 12:08
 
elf schrieb am 11. März 2011 um 10:35:
Ich bin involviert. Wohl wahr.
Aber ich sehe nur die Abwärtsspirale von überhöhten Ansprüchen und teurer Machbarkeit einerseits und Geldgier und Korruption (& Privatisierung kommunaler Aufgaben) andererseits.

Eine Lösung gehe ich (auch wegen meines Lebensalters) nicht an.
Die Welt geht unter.


Ich kann Sie verstehen. Vielen Dank für Ihre Aufrichtigkeit. Was den Weltuntergang angeht? - Sehe ich ähnlich. Viele

kleine Untergänge entsprechen einem großen. Lösung? - Nicht in Sicht. Dafür ist alles zu verfahren. Ein hoffentlich

schönes Wochenende.  Smiley
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #98 - 11. März 2011 um 12:26
 
Zitat:
Lösung? - Nicht in Sicht.


Aber Zitat:
Viele

kleine Untergänge entsprechen einem großen.
ist doch auch eine Lösung.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #99 - 11. März 2011 um 14:51
 
0815einerlei schrieb am 11. März 2011 um 12:26:
ist doch auch eine Lösung.


Jo, eine Auf-lösung.

Hat einer schon die ersten Ratten bemerkt, die sich von Bord schleichen? Ärgerlich
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #100 - 11. März 2011 um 15:20
 
Habe eher das Gefühl, dass in diesem Fall die Ratten bleiben bis der Kahn untergeht. Können die sich auch vorübergehend leisten, in deren selbst gebastelten Luftblase.

Und es wird sich auch nicht ändern solange der schnöde Pöbel sogar dafür demonstriert falsche Dr.en am Ruder lassen, zwar an ´nem anderen, aber auch an einem nicht unwichtigen, weil sie doch so nett sind. Diese Schmalzlocken. Gelle.
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« Zuletzt geändert: 11. März 2011 um 17:06 von 0815einerlei »  
 

 
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #101 - 11. März 2011 um 15:33
 
0815einerlei schrieb am 11. März 2011 um 15:20:
Habe eher das Gefühl, dass in diesem Fall die Raten bleiben bis der Kahn untergeht. Können die sich auch vorübergehend leisten, in deren selbst gebastelten Luftblase.

Und es wird sich auch nicht ändern solange der schnöde Pöbel sogar dafür demonstriert falsche Dr.en am Ruder zu lassen, zwar an ´nem anderen, aber auch an einem nicht unwichtigen, weil sie doch so nett sind. Diese Schmalzlocken. Gelle.


Auch Völker können entwicklungsgeschichtlich abstürzen.

Nostalgie
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #102 - 11. März 2011 um 17:04
 
Also nen Kaiser will bestimmt keiner wieder haben. Obwohl. Bei so vielen, die auch DSDS und co. super finden, würde mich selbst das nicht wundern.

Und ein Schiff ganz ohne Ratten wird es auch nie geben. Aber wie kann man denn so dumm sein und die Ratten an´s Ruder lassen.
Es muss noch viel passieren, glaub ich, bis all die Rosamunde Pilcher-Fans und all die anderen, der Verblödungspolitk aufsitzenden Massen, das begreifen. Wenn es überhaupt irgendwann möglich ist.

Auch frage ich mich ob das ungewollte Folge der schon „verblödeten Ratten“ ist, die hier das Ruder halten.

Wo man doch immer sagt Ratten seien „intelligent“. Dann wäre es ja gezielt, Absicht sozusagen, und noch viel schlimmer.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #103 - 12. März 2011 um 05:32
 
0815einerlei schrieb am 11. März 2011 um 17:04:
Also nen Kaiser will bestimmt keiner wieder haben. Obwohl. Bei so vielen, die auch DSDS und co. super finden, würde mich selbst das nicht wundern.

Und ein Schiff ganz ohne Ratten wird es auch nie geben. Aber wie kann man denn so dumm sein und die Ratten an´s Ruder lassen.
Es muss noch viel passieren, glaub ich, bis all die Rosamunde Pilcher-Fans und all die anderen, der Verblödungspolitk aufsitzenden Massen, das begreifen. Wenn es überhaupt irgendwann möglich ist.

Auch frage ich mich ob das ungewollte Folge der schon „verblödeten Ratten“ ist, die hier das Ruder halten.

Wo man doch immer sagt Ratten seien „intelligent“. Dann wäre es ja gezielt, Absicht sozusagen, und noch viel schlimmer.

Sehe ich auch so.
Auch  auf die Gefahr hin, dass wir uns O.T. befinden, mag uns Admin diesen kleinen Exkurs ohne disziplinarische Maßnahmen gönnen. Die Sehnsucht nach sogenannten „Royals“ erkenne ich immer dann, wenn diese
heiraten. Nicht selten sind zwei oder mehr öffentlich rechtliche Sender (Anstalten) damit beschäftigt, uns mit blaublütigen Hirnschmalz zuzumüllen. Dabei haben wir diese Ausbeuter durch einen Präsidenten ersetzt und die Thronfolge durch Demokratie geregelt.
Der Wunsch nach einem Leviathan ist immanent, weil der Mensch auch gerne dazu neigt, die  Verantwortung für sein Leben zu übertragen.

Hier noch watt für auf die Schenkel kloppen:  http://www.youtube.com/watch?v=IdUfe-GOrcI
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #104 - 12. März 2011 um 11:20
 
Zitat:
…dass wir uns O.T. befinden….
aber nicht grob.Am Ende greift ja eins ins andere.
Hier geht es zwar um die Gesundheits“reform“(3x laut gelacht), aber es ist hier so wie in allen anderen öffentlichen Bereichen unserer Gesellschaft auch.(z.B.Bildungs“reform“, da bekomme ich geradezu einen Lachkrampf))
     
Ich meine wir werden auf der ganzen Linie beschissen, belogen und verarscht. Und das nicht nur in diesem Bereich.

Und so haben wir tatsächlich die Monarchie überwunden, aber nicht wirklich mit einer Demokratie ersetzt. Ungefähr so demokratisch wie der Osten kommunistisch war.

Zitat:
…Dabei haben wir diese Ausbeuter durch einen Präsidenten ersetzt und die Thronfolge durch Demokratie geregelt….
So sehe ich das auch.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #105 - 12. März 2011 um 18:49
 
Tagesspiegel - Zitat:
...Seehofers Satz müsste also, wenn man es genau nimmt, so lauten:
„Wir, die Partei der Korrupten, der Säufer und der Lügner, lassen uns von der Partei der Steinewerfer und RAF-Sympathisanten nicht Moral predigen.“...
...Oder er muss sagen:
„Wir, die Partei der Ehebrecher und der Bigotten, verzichten darauf, anderen Anstand und Moral zu predigen.“
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/wir-luegner-und-saeufer/3944724.html
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #106 - 12. März 2011 um 20:11
 
Und „Welt-Online“ zitiert Seehofer Zitat:
…Er könne in dem Rücktritt seines Parteifreunds nichts Positives sehen, sagte Seehofer. Er habe Guttenberg nicht als innerparteiliche Konkurrenz empfunden….


Und also sehe ich den Ladendieb Horst Hacke aus Marzahn auch nicht mehr als schlechten Menschen,sondern bin jetzt sogar mit ihm befreundet.
Schließlich hat er ja nicht mir etwas geklaut, sondern Tante Emma vom Eckladen nebenan, und ist daher höchstens als „Einkaufsirrtümler“ zu bezeichnen.

Kann ja jedem mal passieren. Gelle?

Was interessiert mich denn Tante Emma. Soll se besser auf ihre Plünten aufpassen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #107 - 16. Mai 2011 um 11:45
 
Wer soll das bezahlen?

Und das sind die wahrscheinlichen Zusatzbeiträge bei einer stabilen Wirtschaft, reichlich Pflichtversicherten und natürlich auch genug Gesunden.

Was passiert eigentlich bei der nächsten "Genickbruchwirtschaftskrise"?  Durchgedreht



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Re: Gesundheitsreform
Antwort #108 - 16. Mai 2011 um 12:29
 
Aber solange ja noch Geld genug für Kacke (von lat. cacare) vorhanden ist, um es geldgierigen, inkompetenten Apothekern in eine Körperöffnung zu schieben..........
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,759599,00.html
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #109 - 14. Juli 2011 um 19:57
 
Man darf gespannt sein, wenn ausgerechnet ein FDP-Politiker sich zu so einem mutigen Schritt wagt.

Rausschmiss

Zitat:
Auch die Pharmabranche fühle sich von der FDP düpiert. "Hier soll eine über drei Jahrzehnte gut funktionierende sinnvolle Kooperation einfach aufgekündigt werden," zitierte die Zeitung Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller (BAH).
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #110 - 29. Juli 2011 um 11:23
 
elf schrieb am 10. März 2010 um 19:09:
Bluenotes schrieb am 10. März 2010 um 18:04:
Sollte ausgerechnet ein FDP-Politiker endlich das vollbringen, was über Jahrzente längst überfällig war...?
Nein.
Es ist eine Blendgranate zur Tarnung seiner unsozialen Klientel-Interessen.
Das wird passieren:
Lauterbach - Zitat:
Es ist also anzunehmen, dass sie die zu erwartenden Abschläge zuvor auf den Preis aufschlagen. "Das ist ähnlich wie bei Teppichhändlern. Wenn ich hundert Prozent vom Preis haben will, schlage ich 20 Prozent drauf und lasse mir die 20 Prozent wieder abhandeln"
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,682875-2,00.html


Ich bin bei sowas immer skeptisch.. Politiker wissen genau, was man man über die Medien kommuniziert und was am Ende unter dem Strich dabei rauskommt. Wenn man sich letztendlich das genaue Vertragswerk anschaut wird schnell klar, das sich die FDP in ein Thema eingraben möchte, das ihr garnicht steht. ich bleib dabei, die Pharmalobby hat die FDP längst zersetzt.. Ärgerlich
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #111 - 02. Februar 2012 um 08:19
 
Milliardenschaden

Zitat:
Weitere 530 000 Beitragskonten von freiwillig Versicherten - hauptsächlich Selbstständige - seien nicht ausgeglichen gewesen.


Das ist nun mal wahrlich keine Überraschung. Wird doch hauptberuflich Selbstständige pauschal ein steuerpflichtiges Einkommen von ca. 1950 Euro unterstellt. Unabhängig davon, was wirklich an steuerpflichtigen Einkommen erwirtschaftet worden ist. So kann es passieren, dass Kleinunternehmer weit über dem normalen prozentualen Beitragssatz blechen müssen.
Unsere doofe Gesundheitspolitik treibt Menschen in die Armut. Besonders diejenigen, die auf eigene Beine stehen wollen, sind durch extreme Sozialabgaben in ihrer Existenz bedroht. Aber: Armut und Krankheit sind Partner. So werden Menschen durch dämliche Gesetze (SPD/CDU) und staatliche Zwänge nicht nur in ihrer Selbstbestimmung gehindert, sondern auch systematisch in die Krankheit getrieben.


P.S.: Während sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer keine Angaben über Zinsen und Mieteinnahmen machen müssen,
sind diese bei freiwillig Pflichtversicherte notwendig.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #112 - 02. Februar 2012 um 17:06
 
Bluenotes schrieb am 02. Februar 2012 um 08:19:
Unsere doofe Gesundheitspolitik treibt Menschen in die Armut.
Besonders diejenigen, die auf eigene Beine stehen wollen, sind durch extreme Sozialabgaben in ihrer Existenz bedroht.

OK, möglicherweise sind wir einer Meinung.

Sie erklären bitte, an welchen Stellen die Gesundheitspolitik doof ist.

Welches Land kann das besser, könnte Vorbild sein/werden?

Wie kann man Sozialabgeben kappen und gleichzeitig ein nicht-doofes Gesundheitssystem installieren?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #113 - 03. Februar 2012 um 11:19
 
elf schrieb am 02. Februar 2012 um 17:06:
[quote author=426C75656E6F746573000 link=1268240671/111#111 date=1328167156]
Welches Land kann das besser, könnte Vorbild sein/werden?

Wie kann man Sozialabgeben kappen und gleichzeitig ein nicht-doofes Gesundheitssystem installieren?


Das schweizer System ist zwar auch nicht aus purem Gold, aber deutlich besser. Pflegekräfte und Ärzte werden vernünftig bezahlt, ein Patientengespräch kann z.B. mit kurzer Begründung bis zu 25 min abgerechnet werden, (hier ist das deutsche Vergütungssystem ein reiner Witz) Medikamentenabgabe ist (bei entsprechender Zulassung) auch durch den HA möglich.

Das Personal in schweizer Krankenhäusern besteht inzwischen zu gefühlten 80% aus Deutschen, die Patienten sind, soweit ich das überblicke, sehr zufrieden damit. Und das alles bei nicht höheren Versicherungsbeiträgen als in D. Ok, da ist Zahnersatz nicht mit drin, ist aber ein anderes Thema.



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Re: Gesundheitsreform
Antwort #114 - 03. Februar 2012 um 12:13
 
Zitat:
Das schweizer System ist zwar auch nicht aus purem Gold, aber deutlich besser.

Na ja, da kann man geteilter Meinung sein. Als häufiger Besucher der Schweiz kann ich bestätigen, was Wikipedia über das System Schweiz aussagt:
Zitat:
Nach Zahlen der OECD hatte die Schweiz 2006 die zweithöchsten Gesundheitsausgaben der Welt als Anteil des Bruttoinlandsproduktes. In einer Studie der Weltgesundheitsorganisation über die Qualität der Gesundheitsversorgung belegte sie 1997 Platz 20.

Eigene (und die von Patienten) Erfahrung mit Behandlungsqualität liegen ebenfalls vor:
Nicht besser oder schlechter als in Deutschland.
Wesentlich besser als in Südeuropa.
_____
Bluenotes Kritikpunkt zieht gar nicht.
Die mangelnden Beitragszahlungen sind bei den gesetzlichen Kassen ebenfalls sehr hoch, wie gestern durch die Presse ging.
http://www.welt.de/wirtschaft/article13846970/Kassen-verlieren-Milliarden-durch-...

Ich warte auf Bluenotes Vorschläge
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #115 - 03. Februar 2012 um 12:50
 
Bluenotes schrieb am 02. Februar 2012 um 08:19:

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #116 - 03. Februar 2012 um 12:55
 
elf schrieb am 03. Februar 2012 um 12:13:
Ich warte auf Bluenotes Vorschläge

Es kam kein Vorschlag, sondern der Artikel aus einem tendenziell einseitig berichtenden Medium.
Bluenotes schrieb am 03. Februar 2012 um 12:50:
Bluenotes schrieb am 02. Februar 2012 um 08:19:

Bluenotes, das ist inhaltsfreies Labern ohne Substanz (FDP-Nähe ?), was Verbesserungen angeht.
Was halten Sie von der  m.E. vernünftigen Abschaffung der "Privaten"?
http://www.zeit.de/2012/06/Private-Krankenversicherung
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #117 - 03. Februar 2012 um 14:50
 
elf schrieb am 03. Februar 2012 um 12:13:
Na ja, da kann man geteilter Meinung sein. Als häufiger Besucher der Schweiz kann ich bestätigen, was Wikipedia über das System Schweiz aussagt:
[quote]Nach Zahlen der OECD hatte die Schweiz 2006 die zweithöchsten Gesundheitsausgaben der Welt als Anteil des Bruttoinlandsproduktes. In einer Studie der Weltgesundheitsorganisation über die Qualität der Gesundheitsversorgung belegte sie 1997 Platz 20.


Die relative Höhe der Gesundheitsausgaben sagt ja im besten Falle etwas darüber aus, wie wie ernst ein Staat diese Aufgabe nimmt. Nicht die Kosten, sondern die Effektivität sollten Thema sein. Die Zahl von 1997, nunja, ev. bräuchte man hier etwas Aktuelleres.

Zitat:
Eigene (und die von Patienten) Erfahrung mit Behandlungsqualität liegen ebenfalls vor:
Nicht besser oder schlechter als in Deutschland.
Wesentlich besser als in Südeuropa.


Diese Standards zu vergleichen ist eher albern, gute Behandlung ist in beiden Ländern möglich. Geht doch um die Systemfrage. Dann kann man noch anfangen, Niedergelassene mit Krankenhausangestellten zu vergleichen.

Ich halte das schweizer System - mit ebensolchen Erfahrungen aus beiden - schlicht für besser. Ein wichtiger Punkt dürfte die Versicherungspflicht für alle sein.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #118 - 03. Februar 2012 um 14:53
 
Bluenotes schrieb am 03. Februar 2012 um 12:50:
Bluenotes schrieb am 02. Februar 2012 um 08:19:



Wissen sie, was der Unterschied zwischen Schaden und Schaden ist? Beim einen mal ruiniert einem ein Feuer das Haus, beim anderen Mal ist es erwarteter Gewinn, der einem entgangen ist.

Die Sprache hier so zu verdrehen, ist angesichts des Themas nicht hilfreich.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #119 - 03. Februar 2012 um 15:12
 
Zitat:
 Ein wichtiger Punkt dürfte die Versicherungspflicht für alle sein.

Jau!
Und eine absichtlich nicht geleistete Beitragszahlung muss zwingend strafbar sein, weil das gegen jede Solidarität verstößt und Tryttbrettfahrer alimentiert.

Was Gesundheitssysteme angeht:

Wikipedia hat da durchaus aktualisierte Zahlen und Fakten:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssystem
Finde ich nicht albern.
Was spricht dagegen, dem ESPEDE-Mann mit der Fliege zu folgen?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #120 - 03. Februar 2012 um 15:24
 
elf schrieb am 03. Februar 2012 um 15:12:
Was spricht dagegen, dem ESPEDE-Mann mit der Fliege zu folgen?


Ich mag seinen Nölton nicht. Aber er äußert in letzter Zeit öfters mal vernünftige Sachen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #121 - 05. Februar 2012 um 21:22
 
elf schrieb am 03. Februar 2012 um 12:13:
_____
Bluenotes Kritikpunkt zieht gar nicht.
Die mangelnden Beitragszahlungen sind bei den gesetzlichen Kassen ebenfalls sehr hoch, wie gestern durch die Presse ging.
http://www.welt.de/wirtschaft/article13846970/Kassen-verlieren-Milliarden-durch-...




Ach watt!? Mein verlinkter Zeitungsartikel weist genau darauf hin. Lesen hilft.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #122 - 05. Februar 2012 um 21:44
 
Bluenotes schrieb am 05. Februar 2012 um 21:22:
 Lesen hilft.

Stimmt
1:0 für Bluenotes
Dennoch:
Die Privaten werden auch beschissen. Leider hatte ich nur DEN Teil des Artikels im Kopf.

Und die Ursache liegt nicht da, wo Bluenotes sie vermutet.
Daher die wiederholte Frage:
elf - Zitat:
Was halten Sie von der  m.E. vernünftigen Abschaffung der "Privaten"?
http://www.zeit.de/2012/06/Private-Krankenversicherung
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #123 - 06. Februar 2012 um 10:46
 
Bluenotes schrieb am 02. Februar 2012 um 08:19:
Unsere doofe Gesundheitspolitik  

Ja, sie ist wirklich strunzdoof.
Und sie wird immer doofer, weil das doofe Wahlvolk das blaugelbe Elend gewählt hat:

FR - Zitat:
Medizinischer Erfolg wird zweitrangig
Immer mehr Chefärzte erhalten Bonuszahlungen für das Erreichen finanzieller Ziele.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/bonuszahlungen-fuer-chefaerzte-medizinischer-...

Hauptsache, die privaten Träger machen Knete.
Widerlich

Medizinunkundige wie sog. "Heilpraktiker" werden geduldet.
Nachgewiesene Unsinns-Therapien werden nicht geächtet.
Auch widerlich
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #124 - 08. Februar 2012 um 22:53
 
Ich bin ohne Einschränkung für eine Abschaffung der PKV. Die Bürgerversicherung ist die einzige solidarische Lösung. Alles andere ist halbherzig. Das sich besonders Privilegierte trotzdem einen "Privatarzt" leisten werden, dürfte einleuchten. Ist aber tolerabel.

P.S.: Ich wollte mit meinem Statement eigentlich nur auf die besonders schwierige Situation der Menschen aufmerksam machen, die auf eigene Beine stehen wollen und durch horrende Sozialabgaben in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Nicht jeder, der nicht zahlt, ist ein Verweigerer.

http://www.youtube.com/watch?v=eShtVmMggqc - Besonders interessant ab 3:30

Das ein Kaberettist nicht nur zum "Ablachen" da ist, beweist Pispers eindrucksvoll.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #125 - 09. Februar 2012 um 10:04
 
Bluenotes schrieb am 08. Februar 2012 um 22:53:
1. Ich bin ohne Einschränkung für eine Abschaffung der PKV.  
2. Pispers eindrucksvoll.

1. Ja, einverstanden
2. Ja, einverstanden

Besonders in dem, was Pispers bezüglich der Beitragsbemessungsgrenze und der Prozente beschreibt.
Was er nicht beschreibt, was aber genau so schwer wiegt:
Die "Prämien" für die Privaten steigen derart schnell, dass sie für viele im Rentenalter nicht mehr bezahlbar sind.
Da werden Prozentzahlen von 50% und mehr des Einkommens erreicht.

Lösung?
Hema!
Hilf!
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #126 - 09. Februar 2012 um 10:11
 
Die Abschaffung der PKV und Einführung einer Bürgerversicherung wird im Wesen nichts bessern.
Es wird nur der verfügbare Finanzrahmen vergrößern.
Die Ausgabenseite würde aber sofort wieder mehr belastet werden.
Gibt es mehr zu verteilen, werden die Begehrlichkeiten steigen.
Da der Pharma-Medizin-Komplex auf der gleichen Basis weiter arbeiten wird und die Vollkaskomentalität der Versicherten sich nicht ändern wird, werden die Kosten weiter steigen.
Es bleibt ein Dilemma!
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #127 - 09. Februar 2012 um 11:52
 
elf schrieb am 09. Februar 2012 um 10:04:

Die "Prämien" für die Privaten steigen derart schnell, dass sie für viele im Rentenalter nicht mehr bezahlbar sind.
Da werden Prozentzahlen von 50% und mehr des Einkommens erreicht.



Das ist ein asozialer Zustand. Genau wie der, den ich in #111 beschrieben habe, dass hauptberuflich Selbständige pauschal in der gesetzlichen Krankenkasse ein Einkommen von ca. 1950 Euro unterstellt wird, da kann der reale Beitragsatz schon mal bei 50% und mehr liegen. Nach meinen Nachforschungen ist dieses Unding von den Linken als dringliche Gesetzesänderung eingebracht worden, aber von unseren Experten abgelehnt worden.

Krankenversicherungen dürfen nicht zum Krankmacher werden. Es gibt nur die eine Lösung: Alle müssen in eine Kasse einzahlen. Auch die Privatversicherten müssen eine Möglichkeit haben, in die GKV einzutreten, auch wenn sie über Jahre das anfänglich billigere Privileg des "Privatpatienten" (was ein asoziales Wort) nutzen konnten.

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #128 - 08. März 2012 um 11:41
 
Ullala......

da haben wir doch als Sozialdemokratin eine schlechte Weitsicht gehabt.

Zitat:
Die Kassen setzen nun darauf, dass die Politik einen sogenannten Nichtzahler-Tarif genehmigt. Der würde lediglich die Akutversorgung übernehmen - also wie bei den ruhenden Leistungen -, aber im Gegensatz zum Basistarif nur 100 Euro monatlich kosten.


Das wäre für viele Menschen wenigstens mal ein Silberstreif am "Strandguthorizont" der letzten "Gesundheitsreform"





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Re: Gesundheitsreform
Antwort #129 - 15. März 2012 um 08:34
 
Wirtschaftsobjekte

Ob eine "Mandel"- Entfernung notwendig ist oder nicht, können die braven Zwangsversicherten in den meisten Fällen nicht beurteilen oder entscheiden. Hier wird Glauben von dem Patienten abverlangt. Glauben, der, wenn er dem Geschäft dient, in perverser Art und Weise missbraucht wird.


Zitat:
Die Autoren gehen davon aus, „dass es große Unterschiede bei der Indikationsstellung für eine Gaumenmandelentfernung gibt“: In der einen Praxis oder Klinik kommen die Kinder schnell unters Messer, in der anderen weit weniger. Was ist der Unterschied? Ein möglicher Anreiz könnte sein, „dass vor allem in kleineren HNO-Abteilungen von Krankenhäusern ein nennenswerter Teil des Operationsaufkommens auf Tonsillektomien (Mandelentfernungen) entfällt. Ein stärkerer Rückgang der Häufigkeit dieser Operationen kann unter Umständen die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Abteilungen infrage stellen.“


P.S.: Mut zur Selbstkritik. Ein Danke an die Autoren dieses Artikels!
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Kawarimono
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #130 - 15. März 2012 um 10:48
 
Bißchen unlogisch, die Schlußfolgerung, denn

Zitat:
Die Daten zeigen, dass Mandeln in den südhessischen Kreisen Groß-Gerau, Main-Taunus-Kreis und Hochtaunuskreis halb so häufig entfernt werden wie im Bundesdurchschnitt. (Studie: Eine Abweichung von minus 30 bis minus 50% vom Durchschnittswert.) In den nordöstlichen Kreisen Waldeck-Frankenberg und Lahn-Dill-Kreis hingegen wird die Operation doppelt so häufig durchgeführt wie im Bundesmittel. (Exakt: Abweichungen zwischen 50 und 100% vom Bundesdurchschnitt).


In Waldeck-Frankenberg gibt es keine Klinik mit HNO-Abteilung und im Lahn-Dill-Kreis sind die HNO-Betten der Kinder in die Kinderklinik integriert. HNO-Ärzte sind dort nicht angestellt, sondern haben Belegbetten.

Wahrscheinlicher ist: Der Belegarzt dieser Abteilung ist einfach schlecht, oder will seine Belegbetten voll kriegen. Als "Abteilung" würde ich sowas aber nicht bezeichnen.

Die Sache ist doch ganz einfach: Ein mieser Arzt kann in einem Landstrich eine Menge Schaden anrichten. Bestes Beispiel dafür, ist die Masernepidemie in Coburg.
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #131 - 15. März 2012 um 11:51
 
Kawarimono schrieb am 15. März 2012 um 10:48:
Bißchen unlogisch, die Schlußfolgerung...
Die Sache ist doch ganz einfach: Ein mieser Arzt kann in einem Landstrich eine Menge Schaden anrichten. Bestes Beispiel dafür, ist die Masernepidemie in Coburg.

Jau, Kawa.

Weiter: Wie hoch sind die absoluten Zahlen?
Da können ggf. ein paar mehr oder weniger Ops schon etliche Prozente ausmachen.
Dazu: Wer bei jemandem ausgebildet wurde, der Mandel-OPs gut fand, der wird meist auch mehr operieren als jemand, der bei einem konservativen Chef gelernt hat.
Beide werden gute Gründe anführen können.

@ Bluenotes:
Was ist hier pervers?
Haben Sie bitte mal die absoluten Zahlen und Berichte über die Patientenzufriedenheit NACH der OP?
Und: Was hat das mit dem Thread "Gesundheitsreform" zu tun?
War es vor der Reform besser? Dann mal her mit den Zahlen, bitte.
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reneway
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #132 - 15. März 2012 um 12:47
 
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elf
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #133 - 15. März 2012 um 13:31
 
reneway schrieb am 15. März 2012 um 12:47:

Danke, Rene!
Diagonal durchgeguckt:
Ich sehe keinen Anhalt für perverses Verhalten.

Wer gut operieren gelernt hat und keine Nachblutungen hatte, wird wesentich mehr (und besser) operieren als jemand, der das Operieren wegen erlebter Nachblutungen oder Ungeschicklichkeit sein lässt.
Und das ist auch gut so.

Oder?
_____

@Bluenotes:

Falls jemand meint, der Operateur verdiene sich eine goldene Nase:
GOÄ Position 1500: Beide Mandeln entfernen für € 43,07.
Dafür geht bei einem Heilpraktiker nicht einmal die Schranke hoch.
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Bulganin
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #134 - 15. März 2012 um 14:23
 
... wobei die Abrechnung nach GOÄ bei höchstens 10% der Versicherten greift. Was der Arzt nach EBM für einen Punktwert erhält, weiß er erst nach 2 Quartalen.
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... Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...NEMs brauchen nur die Hersteller und die Verticker...Ausübung von "Heilkunde" ohne Bestallung gehört abgeschafft...
 

 
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #135 - 24. Juli 2012 um 08:13
 
Platz 14

Zitat:
Die Bundesrepublik liege im Ranking von 34 Gesundheitssystemen nun auf dem gleichen Niveau wie Irland und Tschechien, sagte Prof. Ulrich Keil von der Universität Münster.


Zitat:
Es wird geschätzt, dass dadurch jährlich bis zu 30.000 Menschen versterben. Um eine verbesserte Krankenhaushygiene müssen wir uns daher intensiv bemühen


Zitat:
In Deutschland wussten weniger Menschen als in vielen anderen Ländern Europas darüber Bescheid, dass Antibiotika nur gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren wirksam sind. Das kann dazu führen, dass in Deutschland Antibiotika zu leichtfertig verschrieben und eingenommen werden


Zitat:
Auch bei der Dialysebehandlung (Blutwäsche) schneidet Deutschland nicht gut ab. "In Skandinavien wird zum Beispiel die sogenannte Heimdialyse wesentlich häufiger durchgeführt als in Deutschland", sagte Keil. "Die Heimdialyse gilt unter Experten als schonender für den Patienten, da er nicht aus seinem sozialen Umfeld herausgerissen wird. Zudem ist die Heimdialyse billiger. Da bekommt man leider den Verdacht, dass der Faktor Einnahmen für das Krankenhaus bei der Behandlung in Deutschland eine große Rolle spielt."


Zitat:
....nämlich die überdurchschnittlich hohe Zahl an Kaiserschnitten in Deutschland. An ihnen verdient ein Krankenhaus mehr als an einer normalen Geburt.


Der Kaiser hat immer weniger Kleider an. Nur teurer werden sie, die Kleider.

Auch eine Möglichkeit sich abzuschaffen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #136 - 02. September 2012 um 09:49
 
Gier und Neid

Also welcher Selbstständige hat schon die Möglichkeit sein Gehalt einzuklagen?

Wie wäre es mal mit Verzicht auf die Kassenzulassung, um sich dann als wahrer Selbstständiger

am Patientenmarkt zu behaupten? Wäre bestimmt für so manche Ärzte eine heilsame

Erfahrung - und Ärzte wollen doch heilen, oder? Wenn Gelder verteilt werden, dann an die

unmündigen Zwangsversicherten. Denn der Gesundheitsfond ist prall gefüllt - kein Wunder, dass

da wieder Begehrlichkeiten geweckt werden.

Und dann noch der neidische Blick auf die Kassenvorstände.................

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« Zuletzt geändert: 03. September 2012 um 10:57 von Bluenotes »  
 

 
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #137 - 02. September 2012 um 18:22
 
Bluenotes schrieb am 02. September 2012 um 09:49:
1. Also welcher Selbstständige hat schon die Möglichkeit sein Gehalt einzuklagen?
2. Wie wäre es mal mit Verzicht auf die Kassenzulassung...
3. Wäre bestimmt für so manche Ärzte eine heilsame Erfahrung - und Ärzte wollen doch heilen, oder?
4. Wenn Gelder verteilt werden, dann an die unmündigen Zwangsversicherten.  

1. Welcher Selbstständige bekommt überhaupt ein Gehalt?
2. Jau, das machen etliche ja schon...
3. ...und das sind genau die, die fast nur noch Scheiß anbieten, weil es von der mickeymousierten Eso-Masse gewünscht  -und bezahlt-  wird.
Heilen wollen diese moralfreien Ärzte nicht, eher wollen sie die Gewinnmargen von Heilpraktikern erreichen.
4. Gelder müssen so verteilt werden, dass mögliche Neuerungen von Wert auch auf dem Markt angewandt werden können und nicht nur den Reichen & Privatversicherten zugute kommen.
Billig wird das nicht, und in die Hände von zumeist recht unbedarften Laien (sog. Zwangsversicherten) darf die Knete nicht gelangen.
Die verklitschen das Geld für Unsinn.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #138 - 03. September 2012 um 10:56
 
elf schrieb am 02. September 2012 um 18:22:
1. Welcher Selbstständige bekommt überhaupt ein Gehalt?
2. Jau, das machen etliche ja schon...
3. ...und das sind genau die, die fast nur noch Scheiß anbieten, weil es von der mickeymousierten Eso-Masse gewünscht  -und bezahlt-  wird.
Heilen wollen diese moralfreien Ärzte nicht, eher wollen sie die Gewinnmargen von Heilpraktikern erreichen.
4. Gelder müssen so verteilt werden, dass mögliche Neuerungen von Wert auch auf dem Markt angewandt werden können und nicht nur den Reichen & Privatversicherten zugute kommen.
Billig wird das nicht, und in die Hände von zumeist recht unbedarften Laien (sog. Zwangsversicherten) darf die Knete nicht gelangen.
Die verklitschen das Geld für Unsinn.


1. Ja genau, wer bekommt schon als Selbstständiger ein Honorar oder ein Gehalt , das er dann
   einklagen kann?!

3. O.k., die Gefahr besteht.

4. Unterschätzen Sie die unmündigen, abhängigen Zwangsversicherten nicht.


P.S.: Auch wenn meine Worte ziemlich barsch gegenüber dem medizinischen Establishment sind,
       möchte ich an dieser Stelle alle Ärzte, die sich in erster Linie dem Patientenwohl verpflichtet fühlen,
       ausklammern. Aber so kann es auch nicht weitergehen.

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #139 - 03. September 2012 um 11:07
 
Entweder ist man Angestellter mit Gehalt oder man ist Selbstständiger und arbeitet nach Honorar (wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten usw.).

@Bluenotes: Was soll das?
Was wollten Sie hier behaupten?

Ärzte, die nichts tun, werden nichts bekommen und leben vom Einkommen ihrer Frau.

Kein Kassenarzt weiß zu Beginn des Quartals, was er für die geleistete Arbeit erhalten wird.
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« Zuletzt geändert: 03. September 2012 um 12:29 von elf »  

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“– Recep Tayyip Erdogan
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #140 - 03. September 2012 um 20:40
 
Selbstständigkeit als Freiberufler und erpressende Streik- und Klagedrohungen passen nicht zusammen. Keine andere freiberufliche Gruppe könnte sich so etwas erlauben. Bin ich Kassenarzt, so habe ich mich auch einem gewissen Diktat zu beugen.

Hier werden Gelder der pflichtversicherten Beitragszahler verteilt. 11% Honorarerhöhung sind mehr als unverschämt. Die Kassen müssen Geldpuffer haben, weil denen offensichtlich bewusst ist, dass es mit den sprudelnden Einnahmen schnell vorbei sein kann. Was soll dann kommen? Wieder Beitragserhöhungen oder Zusatzbeiträge?  
Hier möchte man sich noch ganz schnell an dem Vorhandenen laben.  

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article108951233/Patienten-sollen-fuer-ref...

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #141 - 03. September 2012 um 21:41
 
Bluenotes schrieb am 03. September 2012 um 20:40:
Selbstständigkeit als Freiberufler und erpressende Streik- und Klagedrohungen passen nicht zusammen. Keine andere freiberufliche Gruppe könnte sich so etwas erlauben.

Bei allem Respekt: Wie sollten Ärzte wirklich erpressen?
Wenn einer zumacht, dann gehen Notfälle eben woanders hin.
Oder ins Krankenhaus.

Selbsständigkeit bei Rechtsanwälten und meinetwegen auch bei Klempnern:
Alle haben ein Honorargerüst.

Das der Ärzte funktioniert nicht ordentlich, daher muss darauf aufmerksam gemacht werden.
Nicht hier im Forum, aber durch Streik vielleicht?

SÜDDEUTSCHE - Zitat:
Wie die Industrialisierung der Medizin die Gesundheit der Menschen bedroht und ein falsches Honorarsystem Ärzte korrumpiert und Gesunde zu Kranken macht.
In diesem System verzweifeln jene Ärzte, die trotz aller Widrigkeiten noch primär ethisch handeln.
Die anderen Ärzte halten sich für Dr. Schlau, behandeln nur noch Privatpatienten oder bieten unnütze Gesundheitsleistungen (Igel) an, die der Patient selbst zahlen muss.
Die Medizin richten sie damit zugrunde.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/honorarstreit-der-aerzte-wenn-das-system-k...

Einfach nur so, reichlich populistisch draufzuhauen, das bringt es nicht.
Seit einigen Jahren kann man als rechtschaffen abrechnender praktischer Arzt Geld verlieren statt zu verdienen.
Das alles im Rahmen der bestehenden Verträge.
Da sind 11% weniger als verschämt.
11% sind in diesen Fällen unzureichend.
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« Zuletzt geändert: 03. September 2012 um 23:45 von elf »  

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #142 - 04. September 2012 um 08:30
 
elf schrieb am 03. September 2012 um 21:41:
1. Selbsständigkeit bei Rechtsanwälten und meinetwegen auch bei Klempnern:
Alle haben ein Honorargerüst.

2. Seit einigen Jahren kann man als rechtschaffen abrechnender praktischer Arzt Geld verlieren statt zu verdienen.
Das alles im Rahmen der bestehenden Verträge.
11% sind in diesen Fällen unzureichend.


1. O.k., es gibt aber auch keine - teilweise in ihrer Beitragshöhe existensbedrohende - sozialversicherungspflichtige
   Beiträge für das Rechts- und Klempnerwesen. Da muss man schon unterscheiden.

2. Hier stimme ich Ihnen vollkommen zu. Diese Ärzte sind durch permanenten finanziellen Druck in Gefahr,
   von ihrem rechtschaffenen Weg abzukommen. Da liegt ein Verteilungs- und Vernunftproblem vor. Gier und Neid
   sind in der Ärzteschafft genauso vertreten wie in anderen Berufen. Nur hier sind es die Gelder der unmündigen,  
   abhängigen Zwangsversicherten.


Bluenotes schrieb am 03. September 2012 um 20:40:
Die Kassen müssen Geldpuffer haben, weil denen offensichtlich bewusst ist, dass es mit den sprudelnden Einnahmen schnell vorbei sein kann. Was soll dann kommen? Wieder Beitragserhöhungen oder Zusatzbeiträge?  
Hier möchte man sich noch ganz schnell an dem Vorhandenen laben.


Was können Sie denn dazu sagen?

P.S.: Populismus!? Hilft manchmal auf etwas aufmerksam zu machen, was sonst übersehen wird.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #143 - 04. September 2012 um 09:53
 
Bluenotes schrieb am 04. September 2012 um 08:30:
1. O.k., es gibt aber auch keine - teilweise in ihrer Beitragshöhe existensbedrohende - sozialversicherungspflichtige Beiträge für das Rechts- und Klempnerwesen. Da muss man schon unterscheiden.  
Bluenotes schrieb am 03. September 2012 um 20:40:
Die Kassen müssen Geldpuffer haben, weil denen offensichtlich bewusst ist, dass es mit den sprudelnden Einnahmen schnell vorbei sein kann. Was soll dann kommen? Wieder Beitragserhöhungen oder Zusatzbeiträge?  
Hier möchte man sich noch ganz schnell an dem Vorhandenen laben.

2. Was können Sie denn dazu sagen?

1. Kein einziger Wasserhahn, keine private Streiterei wird so viel kosten wie das Leben oder eben z.B. 200.000 Euro pro Jahr nur zur Behandlung ggf. selbst verschuldeter Krankheiten.
Da liegt das Feld, welches Sie, bluenotes, ständig ( aus Gnatz, aus Unkenntnis, aus Widerspruchsgeist, aus Knietschigkeit?) unterbewerten.
2. STIMMT!
Aber wer bestens und mit neuesten Möglichkeiten gecheckt und/oder behandelt werden will, muss höhere Beiträge in Kauf nehmen.
Alternativ: Alternativ"Medizin" mit Blümchen und Zuckerli.
Entlastet auch die Rentenkassen.
Nur zu!
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #144 - 04. September 2012 um 12:39
 
elf schrieb am 04. September 2012 um 09:53:
Aber wer bestens und mit neuesten Möglichkeiten gecheckt und/oder behandelt werden will, muss höhere Beiträge in Kauf nehmen.


Wofür? Für Platz 14!?

Bluenotes schrieb am 24. Juli 2012 um 08:13:
Platz 14

Zitat:
Die Bundesrepublik liege im Ranking von 34 Gesundheitssystemen nun auf dem gleichen Niveau wie Irland und Tschechien, sagte Prof. Ulrich Keil von der Universität Münster.


Zitat:
Es wird geschätzt, dass dadurch jährlich bis zu 30.000 Menschen versterben. Um eine verbesserte Krankenhaushygiene müssen wir uns daher intensiv bemühen


Zitat:
In Deutschland wussten weniger Menschen als in vielen anderen Ländern Europas darüber Bescheid, dass Antibiotika nur gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren wirksam sind. Das kann dazu führen, dass in Deutschland Antibiotika zu leichtfertig verschrieben und eingenommen werden


Zitat:
Auch bei der Dialysebehandlung (Blutwäsche) schneidet Deutschland nicht gut ab. "In Skandinavien wird zum Beispiel die sogenannte Heimdialyse wesentlich häufiger durchgeführt als in Deutschland", sagte Keil. "Die Heimdialyse gilt unter Experten als schonender für den Patienten, da er nicht aus seinem sozialen Umfeld herausgerissen wird. Zudem ist die Heimdialyse billiger. Da bekommt man leider den Verdacht, dass der Faktor Einnahmen für das Krankenhaus bei der Behandlung in Deutschland eine große Rolle spielt."


Zitat:
....nämlich die überdurchschnittlich hohe Zahl an Kaiserschnitten in Deutschland. An ihnen verdient ein Krankenhaus mehr als an einer normalen Geburt.


Der Kaiser hat immer weniger Kleider an. Nur teurer werden sie, die Kleider.

Auch eine Möglichkeit sich abzuschaffen.


Sie haften an dem deutschen Gesundheitssystem wie die Fliege am Fliegenfänger.

Vielleicht können Sie auch nicht mehr anders.  
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #145 - 04. September 2012 um 13:02
 
Bluenotes schrieb am 04. September 2012 um 12:39:
1. Wofür? Für Platz 14!?  
2. Sie haften an dem deutschen Gesundheitssystem wie die Fliege am Fliegenfänger.
3. Vielleicht können Sie auch nicht mehr anders.  

1. Nach welchen Kriterien, bluenotes?
Ich kenne einige Systeme, auch innerhalb Europas.
Wollen Sie wirklich ein System wie in Spanien (Korruption), Griechenland (fakelaki), England (jahrelange Wartezeiten), Irland (reichlich basic)?
Wollen Sie keine freie Arztwahl?
Wollen Sie Ärzte, die bei fester Bezahlung nur ihren 9-17-Uhr-Job machen?
Ziemlich blöd, wer das will.
2. Ich hafte überhaupt nicht, schon gar nicht am Fliegenfänger.
3. Ich kann nicht nur anders.
Ich handele auch anders.

Tut mir leid, bluenotes:
Gehen Sie den gesamten Thread noch einmal komplett neu durch.
Steht viel Aufklärendes drin.
Ich haben keinen Bock auf ständige Wiederholungen.

Zum Nulltarif etwas bekommen, das sind die Leute, die auf "Geiz ist geil" Werbung hereinfallen oder die glauben, Vater Staat habe so viel Knete, dass man selbst nix dafür tun muss, am Leben zu bleiben.

Ich stimme mit Ihnen überein:
Private KV gehören abgeschafft.
Bonus-Systeme gehören abgeschafft.
Igel gehören abgeschafft.

Und wie sieht ein System aus, welches Ärzte zwar gut bezahlt, die bestmögliche Diagnostik und Therapie beinhaltet und trotzdem billig ist wie in den 1920ern?

Es sieht gar nicht aus.
So, wie nicht Existentes nun mal nur Ahnungslosen, Paranoiden und/oder Verschwörungstheoretikern vorschwebt.

Wie gut, dass es ein KV-Pflicht gibt.
_______
PS:
Zitat:
Der EHCI 2012 wurde von unbegrenzten Subventionen von EFPIA (the European Federation of
Pharmaceutical Industry), Pfizer Inc, Novartis SA und Medicover SA unterstützt.

Cui bono?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #146 - 13. September 2012 um 21:58
 
Liebe Bluenotes, vielleicht hellt das die unklare Wissenslage über Ärzte auf:
SZ - Zitat:
Welches Ziel hat der Streik?

Mit den Protestaktionen wollen die Ärzte den Spitzenverband zwingen, seine Kritik an den Ärzten zu mildern.
Vor allem aber möchten sie das Ergebnis der bisherigen Honorarverhandlungen deutlich verbessern.
Um diesen Vorgang zu verstehen, muss man wissen, dass jede ärztliche Verrichtung mit Punkten bewertet wird.
Je komplexer oder technisch aufwendiger die Tätigkeit ist, desto höher die Punktzahl.
Multipliziert man den Punktwert mit der Punktzahl, ergibt sich daraus das Honorar, das der Mediziner für diese Tätigkeit erhält.
Derzeit liegt der Punktwert bei 3,5048 Cent, weshalb ein bayerischer Hausarzt beispielsweise für einen Hausbesuch 21,03 Euro erhält.
Mit dem Schlichterspruch steigt der Punktwert auf 3,5363 Cent, was dem bayerischen Mediziner 19 Cent für den Hausbesuch zusätzlich einbringt.
Der Punktwert bleibt damit aber deutlich unter den 5,11 Euro, die 1998 einmal berechnet wurden.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/geplanter-streik-der-aerzte-fuer-geld-und-...
Versuchen Sie mal, Ihren Klempner mit Punkten zu bezahlen, deren Wert erst nach 3-6 Monaten festgesetzt wird.
Versuchen Sie, einem Schlüsseldienst den Hausbesuch so zu bezahlen wie sie das bei einem Arzt tun.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #147 - 14. September 2012 um 07:51
 
SZ - Zitat:
Welches Ziel hat der Streik?

Mit den Protestaktionen wollen die Ärzte den Spitzenverband zwingen, seine Kritik an den Ärzten zu mildern.
Vor allem aber möchten sie das Ergebnis der bisherigen Honorarverhandlungen deutlich verbessern.
Um diesen Vorgang zu verstehen, muss man wissen, dass jede ärztliche Verrichtung mit Punkten bewertet wird.
Je komplexer oder technisch aufwendiger die Tätigkeit ist, desto höher die Punktzahl.
Multipliziert man den Punktwert mit der Punktzahl, ergibt sich daraus das Honorar, das der Mediziner für diese Tätigkeit erhält.
Derzeit liegt der Punktwert bei 3,5048 Cent, weshalb ein bayerischer Hausarzt beispielsweise für einen Hausbesuch 21,03 Euro erhält.
Mit dem Schlichterspruch steigt der Punktwert auf 3,5363 Cent, was dem bayerischen Mediziner 19 Cent für den Hausbesuch zusätzlich einbringt.
Der Punktwert bleibt damit aber deutlich unter den 5,11 Euro, die 1998 einmal berechnet wurden.


Bluenotes schrieb am 04. September 2012 um 08:30:
Da liegt ein Verteilungs- und Vernunft-Problem vor.


So da haben wir schon mal das Problem mit der Vernunft.

Wer hat dieses Zahlenspiel entwickelt und zugelassen? Wurde das ohne die Mithilfe von Ärztevertretern auf den Weg gebracht?

Wie sieht es mit dem Verteilungsproblem aus?

Bluenotes schrieb am 04. September 2012 um 08:30:

Gier und Neid sind in der Ärzteschafft genauso vertreten wie in anderen Berufen. Nur hier sind es die Gelder der unmündigen, abhängigen Zwangsversicherten.


Geld ist auch für die Ärzteschaft genug da, nur gibt es dort Bestrebungen bestimmter Gruppierungen, sich die Taschen voll zu machen.

Gier












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Re: Gesundheitsreform
Antwort #148 - 14. September 2012 um 09:13
 
Bluenotes schrieb am 14. September 2012 um 07:51:

OK, ich glaube, wir sind nicht ganz verschiedener Meinung.

Ich gehöre zur Gruppe der Spitzenverdiener.
In dem o.a. Artikel stehen richtige Sachen, aber auch falsche.

1. Ich war nicht gierig, aber ich habe es nicht abgelehnt, viel zu verdienen, ohne kriminell zu sein.
2. Ich hätte mich auch mit weniger Geld abgefunden, der Job und meine gute Arbeit sind wichtiger als Knete.
3. Als operativ arbeitender Arzt muss ich mich gegen den Unsinn wehren, der im.o.a. Artikel steht:
Zitat:
Je weiter der Arzt vom Patienten weg ist, desto mehr verdient er

Noch näher als im Körper selbst geht nicht.
Vielleicht gilt das für die Radiologen.
Aber: Wie teuer sind die Apparate? Wie sicher ist deren Abschreibung?
4. Psychotherapeuten sind nun mal z.T. keine Ärzte (ich persönlich halte sie auch für einen spinnerten Haufen, in dem neben einigen guten auch überdurchschnittlich viele Esos rumrennen).
5. In dem Artikel steht auch Korrektes:
Zitat:
Das Bezahlsystem muss dringend reformiert werden – dann wird sich zeigen, wie solidarisch auch die Spitzenverdiener sind.

Nur: Der Satz ist in sich unschlüssig.
Wieso sollten Spitzenverdiener solidarisch sein?
Es gibt wenige Spitzenverdiener, aber viele, die wenig verdienen. Spitzenverdiener könnten mühelos überstimmt werden.

Ich bin gespannt, was rauskommt.
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Re: Gesundheitsreform: Medizin vs. Geld
Antwort #149 - 27. September 2012 um 09:51
 
Die Situation ist ziemlich verfahren, weil die Ansprüche auf allen Seiten sehr(zu) hoch sind und das System zu Manipulation geradzu auffordert, weil die eigene Existenz daran hängt.
ZEIT - Zitat:
...wir haben in der Ärzteschaft eine besonders ausgeprägte Kultur des Klappehaltens und Wegsehens...
...Warum steigen die Kosten? Es sind ja nicht die wenigen schwer kranken Menschen auf den Intensivstationen, die das deutsche System so teuer machen.
Es sind Lappalien: wenn Leute den Rettungsdienst rufen, weil ihr Kind gestolpert ist und einen blauen Fleck hat, und die dann im Krankenhaus noch eine Computertomografie verlangen.
Was wir Krankenkasse nennen, ist auch ein Umlagesystem für die Folgen unserer überhöhten Anspruchshaltung.
http://www.zeit.de/2012/39/Krankenhaeuser-Medizinbetrieb-Gespraech/seite-1
Leute, die darüber lamentieren, dass saublöde, unwirksame, aber teure "Therapien" wie Andullation nicht kassenüblich sind, tragen zum Untergang des Gesundheitssystems bei.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #150 - 28. September 2012 um 09:39
 
Einsparungspotential

Der dumme, unmündige, abhängige Zwangsversicherte hat keine Möglichkeiten,
diesem Selbstbedienungsladen ein Ende zu bereiten.




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Re: Gesundheitsreform
Antwort #151 - 28. September 2012 um 09:46
 
Bluenotes schrieb am 28. September 2012 um 09:39:
Der dumme, unmündige, abhängige Zwangsversicherte hat keine Möglichkeiten,
diesem Selbstbedienungsladen ein Ende zu bereiten.

Falsch!
Auch der schlaue, unabhängige Unversicherte kann die in Deutschland vergleichsweise sehr teuren Präparate nicht billiger bekommen, jedenfalls nicht legal.
Richtig:
Der dumme, unmündige, abhängige Kassenarzt hat keine Möglichkeiten,
diesem Selbstbedienungsladen ein Ende zu bereiten.

Es gibt auch schlaue Kassenärzte. Ich kenne etliche davon.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/aerzte-bewerten-krankenkassen-auf-onlin...
Wie gut, dass es allgemeine Krankenversicherungspflicht gibt.
Wie gut, dass manchmal die Presse wach ist und auf Missstände hinweist.
Wie schlecht, dass FDP-Politiker dieses Ministerium innehaben.
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« Zuletzt geändert: 28. September 2012 um 15:59 von elf »  

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Re: Gesundheitsreform in den Flachdenkseiten
Antwort #152 - 04. Oktober 2012 um 16:20
 
Es wird unterschieden zwischen cash cows und poor dogs.
Eine ekelhafte Entwicklung, die m.E. nur beseitigt werden kann, wenn eine echte Gesundheitsreform durchgesetzt wird und die Zweiklassen (oder Mehr-Klassen-)-Medizin abgeschafft wird.
Görg - Zitat:
Gewinne werden privatisiert, Verluste sollen sozialisiert werden.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=14621
Ein uralter Hut wird neu aufgepeppt.

Eine Änderung ist nur möglich, wenn Privatversicherungen abgeschafft werden und allgemeine Versicherungspflicht für alle gilt.

Denn: Privatpatienten werden abgezockt und es werden gewinnträchtige, aber unnötige Operationen oder sonstige Behandlungen durchgeführt was dazu führt, dass die Beiträge, besonders für ältere Patienten, ins Unermessliche steigen.

Im derzeitigen Gesundheitswesen ist es nicht nötig, jemanden zu bescheißen:
Man kann die Regeln für sich ausnutzen und stinkreich werden.
Eine Folge von gut gemeinten, aber falschen Reformen.
Merke: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #153 - 12. Oktober 2012 um 08:16
 
Abzocke

....mit freundlicher Unterstützung der Sozialgerichte.

Was die Verantwortlichen nicht begreifen wollen ist die Tatsache, dass viele
Freiberufler und Selbstständige ja zahlen wollen, aber durch den
Mindestbeitrag, der unabhängig von ihrem Einkommen festgesetzt ist,
nicht zahlen können. Wir brauchen eine allgemeine Versicherungspflicht,
die an dem wirklichen steuerpflichtigen Einkommen berechnet wird.

Es ist und bleibt eine widerliche Gesetzeslage.


Diese Beispiel zeigt nur wie weit entfernt unsere Sozialgerichte, mit ihren
Beihilfe-Beamten, von der Realität sind. Aber man hat es ja mit wehrlosen
zu tun, die kaum Geld und Energie verwenden können, weil sie es zum
Aufbau ihrer Selbstständigkeit benötigen.

Vielleicht können hier nur noch elfenhafte Fabelwesen helfen.
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« Zuletzt geändert: 12. Oktober 2012 um 09:24 von Bluenotes »  
 

 
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #154 - 02. November 2012 um 07:56
 
Volksvertreter

Das ist der feine Unterschied. Auf der einen Seite werden

Menschen durch irrsinnige Beitragsreglungen in die Armut

getrieben, während unsere Vertreter, die sich laufend vertreten, private

Vergünstigungen erhalten. Ob CDU ob SPD,...........beim Geld

hört die Solidarität mit dem Stimmvieh auf.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #155 - 02. November 2012 um 08:56
 
Bluenotes schrieb am 02. November 2012 um 07:56:
...Menschen durch irrsinnige Beitragsreglungen in die Armut getrieben ...

Eine neue Sau im alten Dorf!
Treibt sie, Journaille!

Schon seit Urzeiten gab es für bestimmte Gruppen bestimmte "preiswürdige" Einkaufsmöglichkeiten.
Ich denke an "Beamteneinkauf", "Konsum"...
Auch Versicherungen würden immer schon für bestimmte Gruppen preiswerter angeboten. Denken Sie nur an Kfz-Versicherungen heute.
Ist nicht unbedingt schön oder fair, aber eine Petitesse, inifinitesimal, wie ahnungslose jugendliche Heißsporne sagen würden.

Irrsinnig hoch sind die Beiträge nicht.
Irrsinnig hoch sind oft die Ansprüche von Patienten. "Ich habe jetzt nun schon 10 Jahre jeden Monat eingezahlt, jetzt machense mir mal nen Kernspin von´n Knie, Herr Dockta."

In die Armut getrieben werden nicht die gesetzlich und solidarisch versicherten Leute.
In Armut landen alte Leute in Privatversicherungen.
Und Unversicherte, die chronisch krank werden oder verletzt wurden.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #156 - 03. November 2012 um 10:51
 
elf schrieb am 02. November 2012 um 08:56:
1. Eine neue Sau im alten Dorf!

2. Irrsinnig hoch sind die Beiträge nicht.

3. Irrsinnig hoch sind oft die Ansprüche von Patienten. "Ich habe jetzt nun schon 10 Jahre jeden Monat eingezahlt, jetzt machense mir mal nen Kernspin von´n Knie, Herr Dockta."

4. In die Armut getrieben werden nicht die gesetzlich und solidarisch versicherten Leute.

5. In Armut landen alte Leute in Privatversicherungen.

6. Und Unversicherte, die chronisch krank werden oder verletzt wurden.


1. Wird Zeit, dass die Sau geschlachtet wird.

2. Doch! Für Selbstständige, die pauschal einen Versicherungsbeitrag unabhängig von ihrem Einkommen
   entrichten müssen, schon. Schade, dass ich mich immer wiederholen muss.

3. Da spielt die Gesundheitsindustrie gerne mit.

4. Doch! S.o.!

5. Jo!

6. Jo!

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #157 - 03. November 2012 um 11:12
 
Bluenotes schrieb am 03. November 2012 um 10:51:
1. Wird Zeit, dass die Sau geschlachtet wird.
2. Doch! Für Selbstständige, die pauschal einen Versicherungsbeitrag unabhängig von ihrem Einkommen
   entrichten müssen, schon. Schade, dass ich mich immer wiederholen muss.
3. Da spielt die Gesundheitsindustrie gerne mit.

1. Ich nehm die Haxe. OK? Schön kross.
Es gibt keine Lösung, die alle zufriedenstellt.
Wetten?
2. Es gibt Möglichkeiten. Nicht ewig jammern: Beißen, Keilen, Krakehlen, Wählen, Abwählen!
http://www.versicherung-in.de/gesetzliche-krankenversicherung-fuer-selbststaendi...
Greinen und Weinen bringt´s nicht.
3. Wär ja schön blöd, wenn sie es nicht täte, oder? Wo ein Wille ist, ist auch ein Busch.
Gelegenheit macht Diebe Reichtum. Ganz legal.
Соня Калиш - Zitat:
"I've been rich and I've been poor.
Believe me, honey, rich is better."

Stimmt!
Schlagen Sie die faire Lösung vor!
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #158 - 03. November 2012 um 16:44
 
Sinnvoll, sich doch mal (zwischen zwei Grein- & Weinanfällen) schlau zu machen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittsentgelt
und
http://www.krankenkassen.de/dpa/173664.html

Also:
Wie lange musste jemand 1957 arbeiten, um den Monatsbeitrag für Krankenkasse reinzuholen?
Und wie sieht es 2012 aus?

Wie viel besser ist die medizinische Versorgung und die medizinische Abkärung 2012 gegenüber 1957?

Augen noch verklebt?
Oder geöffnet?
Oder was?

OK: Zurück zu 1957!
Einverstanden!
Damit lösen wir auch gleich das Problem mit den dusseligen alten Rentnern, die partout nicht richtig sterben wollen.
Überbevölkerung wird zum infinitesimalen Problem.
Weltweit
________________
Leichen pflastern seinen Weg, alles mausetot:

Forum - Zitat:
Gesundheitsreform (Gelesen: 25224 mal)
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #159 - 05. November 2012 um 19:05
 
Lichtblick

Zitat:
Regelungsbedarf sehen Politiker allerdings auch in der GKV. Es sei "nicht in unserem Interesse, dass man Kioskbesitzer und andere Kleinunternehmer in Zahlungsprobleme treibt", sagt der CDU-Sozialpolitiker Jens Spahn. Er fordert, den Mindestbeitrag für gering verdienende Selbständige zu senken. Derzeit beträgt dieser, basierend auf einem unterstellten Einkommen von 1969 Euro, 293 Euro im Monat. Da viele, zumindest zeitweise, weniger verdienten, sei diese fiktive Bemessung zu hoch angesetzt, meint Spahn.


Zitat:
Verordneter Wucher

Wer nicht zahlt oder nicht zahlen kann, hat ein finanzielles Problem, das sich exponenziell vergrößert. Denn die Kassen sind verpflichtet, ab dem zweiten Monat des Rückstands monatlich fünf Prozent Säumniszuschlag zu erheben. Mit der Frage, ob diese fünf Prozent angemessen sind, beschäftigt sich derzeit das Bundessozialgericht – deshalb will sich der GKV- Spitzenverband dazu nicht äußern.


Elfenhafte Fabelwesen leben in Fabelwelten.
Essen gerne Haxe und lieben den Reichtum.
Wollen nicht verstehen, dass Minderheiten
durch eine perverse Gesetzeslage unnötiger-
weise in finanzielle Probleme geraten.

Zitat:
3. Wär ja schön blöd, wenn sie es nicht täte, oder? Wo ein Wille ist, ist auch ein Busch.
Gelegenheit macht Diebe Reichtum. Ganz legal.


Das gleich gilt dann auch für den:  "Ich habe jetzt nun schon 10 Jahre jeden Monat eingezahlt, jetzt machense mir mal nen Kernspin von´n Knie, Herr Dockta."

Da beißt sich mal wieder die elfenhafte Katze in den Schwanz.  


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #160 - 05. November 2012 um 20:33
 
Bluenotes!
Das können Sie besser!
Was ist pervers? Reicht Wikipedia?
Was muss gemacht werden, damit Ihrer Meinung nach der Standard gehalten und die Beiträge gesenkt werden?
Was ist dagegen einzuwenden: Rich is better than poor?
Immerhin hat die Partei "Die Linke" mit dem Slagan geworben: "Reichtum für Alle." War der falsch?
Wer ist je durch "eine perverse Gesetzeslage in finanzielle Probleme geraten", bei denen NIEMAND und NICHTS helfen konnte?
Warum möchten (z.B.) nach Kanada ausgewanderte Deutsche im Alter wegen des Gesundheitswesens wieder zurück?
Wo gibt es ein vorbildliches Gesundheitswesen, dem wir uns annähern sollten?

In den eigenen Schwanz beißen?
Wie stellen Sie sich das denn vor?
Kenne ich nicht einmal von Katzen.
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« Zuletzt geändert: 06. November 2012 um 07:45 von elf »  

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #161 - 14. November 2012 um 12:04
 
Einsparungspotential

Zitat:
Offenbar vereinbaren immer mehr Kliniken mit ihren Chefärzten Sondervergütungen, die ausgezahlt werden, wenn bestimmte wirtschaftliche Zielsetzungen erreicht werden – so wie es in Unternehmen Standard ist.


Zitat:
..... so sind im vergangenen Jahr 51 Prozent mehr Knie-Operationen und 18 Prozent mehr Hüft-Operationen durchgeführt worden als im Jahr 2003.


Abhängig, unmündig und zwangsversichert. Der Patient verkommt immer mehr zum Wirtschaftsobjekt.
Da werden auch elfenhafte Fabelwesen nichts mehr ändern können.
Dieses Krankheitssystem führt sich immer mehr ad absurdum.
Wohl dem, der es schafft sich noch ein bisschen Autonomie zu bewahren. Der ist natürlich
der Gesundheitsbranche ein Dorn im Auge.



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Re: Gesundheitsreform
Antwort #162 - 14. November 2012 um 13:15
 
Bluenotes schrieb am 14. November 2012 um 12:04:
Offenbar vereinbaren immer mehr Kliniken mit ihren Chefärzten Sondervergütungen, die ausgezahlt werden, wenn bestimmte wirtschaftliche Zielsetzungen erreicht werden – so wie es in Unternehmen Standard ist.

Eine widerwärtige Entwicklung, die aber mit Schwarz-Gelb nicht zu ändern ist.
Zitat:
..... so sind im vergangenen Jahr 51 Prozent mehr Knie-Operationen und 18 Prozent mehr Hüft-Operationen durchgeführt worden als im Jahr 2003.

Schön!
Dann können jetzt wesentlich mehr Omis und Opis wieder relativ schmerzfrei gehen.
Man mache mal Urlaub in anderen Ländern...
Zitat:
Da werden auch elfenhafte Fabelwesen nichts mehr ändern können.

Wie auch?
Es geht ja nicht um Fabeln, es geht um ECHTE Knete.

Zitat:
Wohl dem, der es schafft sich noch ein bisschen Autonomie zu bewahren.
 
Wohl dem, der krank ist und dem dennoch mit geholfen wird, auch, wenn er arm ist.
So rum macht es Sinn.
Autonomie: Fabelwelt, Ponyhof, Bbflat-dreams.



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Re: Gesundheitsreform
Antwort #163 - 22. November 2012 um 17:43
 
elf schrieb am 14. November 2012 um 13:15:
Autonomie: Fabelwelt, Ponyhof, Bbflat-dreams.



Heteronomie ist im Gegensatz zur Autonomie die Fremdgesetzlichkeit bzw. -bestimmtheit und bedeutet die Abhängigkeit von fremden Einflüssen bzw. vom Willen anderer.

Vielleicht verstehen Sie es so besser.





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Re: Gesundheitsreform
Antwort #164 - 22. November 2012 um 19:09
 
Bluenotes schrieb am 22. November 2012 um 17:43:
Heteronomie ist im Gegensatz zur Autonomie die Fremdgesetzlichkeit bzw. -bestimmtheit und bedeutet die Abhängigkeit von fremden Einflüssen bzw. vom Willen anderer.
Vielleicht verstehen Sie es so besser.

Mit Mühe.
Danke.
Wenn jemand nicht krank ist: OK
Wenn einer krank ist: Was dann?
Mit einem abgefahrenen Bein, einer Schenkelhalsfraktur, mit einem entgleisten Diabetes usw., aber ohne Geld und ohne Versicherung ist man autonom?

Machen Sie doch mal nen Vorschlag, wie´s WIRKLICH geht, Bluenotes.
Ich reiche ihn dann mal an den Ärztepräsidenten weiter.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #165 - 12. Dezember 2012 um 07:12
 
Spionage?

Oder, wie komme ich am besten an die Kohle der unmündigen, abhängigen Zwangsversicherten.

Je abhängiger und kränker die Menschen werden, desto weniger werden sie sich wehren. Kalkül!?

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #166 - 02. Januar 2013 um 10:53
 
Korruption strafbar machen!?

Ich finde man sollte auch Diebstahl strafbar machen. Durchgedreht

Das hierfür erst ein Gesetz auf den Weg gebracht werden muss, ist schon merkwürdig.
Aber so ist es, wenn Berufsgruppen die Vorteile des Sozialismus mit den Privilegien
des Kapitalismus kombinieren können.

Zitat:
....Bestechung und Bestechlichkeit niedergelassener Ärzte ist nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs nicht mehr strafbar.


Alles völlig legal!

Der Dumme ist der unmündige, abhängige Zwangsversicherte.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #167 - 14. Januar 2013 um 11:42
 
Bluenotes schrieb am 02. Januar 2013 um 10:53:
Der Dumme ist der unmündige, abhängige Zwangsversicherte.


Mal wieder!


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #168 - 14. Januar 2013 um 12:10
 
Bluenotes schrieb am 14. Januar 2013 um 11:42:
Bluenotes schrieb am 02. Januar 2013 um 10:53:
Der Dumme ist der unmündige, abhängige Zwangsversicherte.

Nö, bluenotes.
Das ist eine ganz andere Baustelle.

Der Dumme ist der vermeintlich mündige Unversicherte, der die überhöhten Preise zahlen soll.
Und das aus der eigenen, klammen Tasche.

Der gesetzlich Versicherte ist weder unmündig noch dumm.
Ich würde ihn eher als schlau bezeichnen.

Die wenigen Unversicherten, die ich kenne, sind fast alle  -pardon-  dumm.
So was gibt´s.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #169 - 15. Januar 2013 um 13:42
 
Da issa ja wieder unser Elf.
Gesegnete Weihnachten gehabt zu haben und ein glückliches neues Jahr.

Ich muss mich revidieren: Der für dumm verkaufte, unmündige, abhängige Zwangsversicherte.


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #170 - 23. Januar 2013 um 10:18
 
So siehts aus:

SPIEGEL - Zitat:
Interessant ist jedoch der Befund, dass nicht nur die Mehrheit der Bevölkerung die Bürgerversicherung befürwortet.
Auch 51 Prozent der Ärzte befürworten die Idee, die SPD, Grüne und Linke vertreten...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mlp-gesundheitsreport-mehrheit-der-aer...

Dann kann die Ungerechtigkeit gebessert werden und die Zwangsversicherten-Nörgler werden verstummen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #171 - 28. Mai 2013 um 16:24
 
Der Bock, der gerne Gärtner wär

Da versucht aber wieder einer, sich und seiner Anhängerschaft, die Pfründe zu sichern.

Edle Motive, die zur Besserung und Entlastung der entmündigten, abhängigen, für dumm
verkauften Zwangsversicherten führen, spreche ich diesem Selbstdarsteller ab.

Es ist an der Zeit, dass echte Patientenvertreter sich in diesen Diskussionen einschalten.
Immerhin wird über die Zwangseinnahmen der Versicherten verfügt.

Kopfpauschale, oder wie verabschiede ich mich aus der Solidargemeinschaft.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #172 - 29. Mai 2013 um 10:20
 
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #173 - 29. Mai 2013 um 19:42
 
wie wär's mit dem kanadischen Modell? Kostenfrei für jeden, denn es wird aus dem Steueraufkommen finanziert. Lebensmittel werden zwar höher besteuert, aber Behandlung ist umsonst ausser beim Augenarzt, Zahnarzt und verschreibungspflichtige Medikamente.

Dafür kann man aber private Versicherungen abschliessen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #174 - 29. Mai 2013 um 21:50
 
Zitat:
wie wär's mit dem kanadischen Modell?  

Probieren Sie es mal aus, fragen Sie Kanadier.
Wir hatten hier schon Kanadier, die sich von uns operieren ließen, weil in Kanada (und in vielen anderen Ländern) die Wartezeiten so lang sind, dass man gut drüber wegsterben kann.
Kanada kennt das Problem und denkt über Lösungen nach.
Private Zusatzleistungen sind seeeehr teuer.

Also: Man strebt eine gute, steuerfinanzierte Versorgung für alle gleich an. Finde ich prima.
Es klappt nicht. Finde ich nicht prima.
Schlagen Sie ein praktikables Modell vor.
Ich habe keines.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #175 - 30. Mai 2013 um 09:07
 
elf schrieb am 29. Mai 2013 um 21:50:
Also: Man strebt eine gute, steuerfinanzierte Versorgung für alle gleich an. Finde ich prima.
Es klappt nicht. Finde ich nicht prima.
Schlagen Sie ein praktikables Modell vor.
Ich habe keines.


Praktikabel=einfach, wie wäre es mit einer Zwischenlösung. Jeder zahlt einen prozentualen Beitrag
(z.B. 5%) auf sein reales Einkommen oder mindestens 50 Euro im Monat und der Rest wird steuerfinanziert.


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #176 - 30. Mai 2013 um 10:08
 
Bluenotes schrieb am 30. Mai 2013 um 09:07:
Praktikabel=einfach, wie wäre es mit einer Zwischenlösung. Jeder zahlt einen prozentualen Beitrag
(z.B. 5%) auf sein reales Einkommen oder mindestens 50 Euro im Monat und der Rest wird steuerfinanziert.

Im Falle Winterkorn wären das: 50.000 Euro Monatsbeitrag.
Tapfer, Bluenotes, gefällt mir.
Haben Sie das schon mal Ihrem Stadtteil-Abgeordneten vorgeschlagen?

Was sagt unsere soziale, demokratische Forum-Politikerin dazu?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #177 - 30. Mai 2013 um 10:28
 
elf schrieb am 30. Mai 2013 um 10:08:
Bluenotes schrieb am 30. Mai 2013 um 09:07:
Praktikabel=einfach, wie wäre es mit einer Zwischenlösung. Jeder zahlt einen prozentualen Beitrag
(z.B. 5%) auf sein reales Einkommen oder mindestens 50 Euro im Monat und der Rest wird steuerfinanziert.

Im Falle Winterkorn wären das: 50.000 Euro Monatsbeitrag.
Tapfer, Bluenotes, gefällt mir.
Haben Sie das schon mal Ihrem Stadtteil-Abgeordneten vorgeschlagen?

Was sagt unsere soziale, demokratische Forum-Politikerin dazu?


Winterkorn hat dann immer noch genug für ein prächtiges Leben. Ich würde gerne
50.000 Euro zahlen, genauso wie ich gerne 100.000 Euro im Monat an Steuern zahlen möchte.
Was wäre ich reich....... Zwinkernd

Etwas Sozialismus braucht die Welt.

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #178 - 30. Mai 2013 um 10:44
 
Bluenotes schrieb am 30. Mai 2013 um 10:28:
Etwas Sozialismus braucht die Welt.

Bluenote singt
Was sagt denn Ihr Abgeordneter zu Ihrer Idee?

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #179 - 30. Mai 2013 um 12:16
 
elf schrieb am 30. Mai 2013 um 10:44:
Bluenotes schrieb am 30. Mai 2013 um 10:28:
Etwas Sozialismus braucht die Welt.

Bluenote singt
Was sagt denn Ihr Abgeordneter zu Ihrer Idee?



Ivan gefällt mir besser

Also mein Abgeordneter oder unsere Abgeordnete sind an vernünftigen Vorschlägen nicht interessiert.
Manche Dinge müssen auslaufen, wegsterben oder vor die Wand fahren.

Der arme Winterkorn......Das Problem hätte mancher Selbstständige gerne, dem ein fiktives Einkommen
unterstellt wird und somit Beiträge von 30, 40 oder noch mehr Prozent hat, mit hohen Verzugszinsen sich
rumplagen muss und krank durch Existenzängste wird. Denen bleibt nicht mehr viel zum Leben, im Gegensatz
zum armen Winterkorn.





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Re: Gesundheitsreform
Antwort #180 - 30. Mai 2013 um 12:25
 
Das ist seit Jahren bekannt, wird aber nicht gern von den Touristen geglaubt:
SPIEGEL - Zitat:
Spanische Ärzte kassieren Touristen ab
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/spanien-krankenhaeuser-und-aerzte-kassi...
Private spanische Ärzte nehmen zum Teil bis zum zehnfachen (in einzelnen Fällen noch mehr) dessen, was deutsche Patienten in Deutschland gewohnt sind.

Das gesamte System in Südeuropa ist korrupt bis auf die Knochen.
Wie gut funktioniert dagegen das deutsche  -fehlerhafte-  System.

Es wird weiter beschissen.

Aber: Eine Reiseversicherung ist spottbillig und ist JEDEM zu empfehlen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #181 - 30. Mai 2013 um 18:01
 
@elf
na gut, das kanadische System ist angestaubt und reformbedürftig, aber es hat sich bei den Wartezeiten schon viel getan....

aber dann wie wär's alternativ mit dem japanschen System, Nr.1 weltweit, höchste Lebenserwartung, preiswerter als das deutsche und auch noch von einem Deutschen mitentwickelt...?


@Bluenotes
mit Umlegung der Kosten ist dem deutschen System nicht mehr zu helfen. Unzufrieden sind alle, Ärzte und Patienten.  Es existiert schon ein riesen Wasserkopf, Lobbyismus. Ich schätze mal, es muss erst kollabieren, bevor sich etwas ändert



@ elf
und wie ist das mit all den Arabern und co, die jedes Jahr ihre Luxusbehandlung an deutschen Kliniken erhalten ?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #182 - 30. Mai 2013 um 18:44
 
Zitat:
1...wie wär's alternativ mit dem japanschen System, Nr.1 weltweit, höchste Lebenserwartung
2. und wie ist das mit all den Arabern und co, die jedes Jahr ihre Luxusbehandlung an deutschen Kliniken erhalten ?

1. Das mit der japanischen Lebenserwartung... Es gibt in Japan berufliche "Opas", die ins Haus kommen, wenn mal wieder ein Rentenkontrolleur kommt. Der sieht dann den Opa lebend und die Rente wird weiter gezahlt.
Möglicherweise spielen auch genetische Dinge eine Rolle. M.E. hat das nix zu tun mit dem Gesundheitssystem.
2. Wir haben gern an Arabern rumgeschnitzt. Bringt richtig Schotter. Stört die nicht und wir haben gut gearbeitet und gut verdient. Den Kliniken wird es nicht anders gehen.
Das hat mit dem Gesundheitssystem/Gesundheitsreform auch nichts zu tun. Oder?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #183 - 30. Mai 2013 um 18:52
 
1. es ging um alternative praktische Gesundheitssysteme....deshalb das Beispiel...meinetwegen hat die Lebenserwartung nix damit zu tun...

2. "Wir haben gern an Arabern rumgeschnitzt. Bringt richtig Schotter"
zu Ihrem Kommentar, dass spanische Ärzte deutschen Patienten mehr Geld abnehmen als  ihren eigenen Patienten. Wo ist denn da der Unterschied ?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #184 - 30. Mai 2013 um 18:58
 
Zitat:

zu Ihrem Kommentar, dass spanische Ärzte deutschen Patienten mehr Geld abnehmen als  ihren eigenen Patienten. Wo ist denn da der Unterschied ?

Die kommen mit Goldkettchen und sind Millionäre.
Wollen damit auch angeben.
Lieschen Müller an der Costa Brava hat keine Millionen.
Von der noch Schotter abzocken, das ist unfair.

Das hat auch was zu tun mit Hippokrates.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #185 - 03. Juni 2013 um 08:45
 
elf schrieb am 29. Mai 2013 um 10:20:


Verteilungsproblem

Auch wenn der Artikel von 2012 ist, ist das hier beschriebene Problem nicht gelöst.

Manche elfenhafte Zahlenspiele schaffen es immer wieder, von den kranken, internen Problemen
unserer Ärzteschaft abzulenken. Geld ist genug da.

Zitat:
Die Schere zwischen sehr hohem und sehr niedrigem Einkommen ist riesig


Zitat:
Je weiter der Arzt vom Patienten weg ist, desto mehr verdient er


Zitat:
Niedrigverdiener haben selten eine Stimme in den mächtigen Gremien


Gut, Ärzte sind auch nur Menschen. Anders lässt sich dieses asoziale Gefälle auch nicht erklären.



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Re: Gesundheitsreform
Antwort #186 - 03. Juni 2013 um 09:18
 
Bluenotes schrieb am 03. Juni 2013 um 08:45:
1. Manche elfenhafte Zahlenspiele schaffen es immer wieder, von den kranken, internen Problemen
unserer Ärzteschaft abzulenken.
2. Geld ist genug da.

Gemach, Gemach, Bluenotes!

Mag sein, dass es Leute gibt, die elfengleich rechnen.
1. Ich rechne gar nicht.
Ich kenne halt die Situation als interner ganz gut und ich zitiere gern das, was mir an Info angeboten wird.
2. Sollte es so sein, dann muss es besser verteilt werden.
Habe ich je etwas anderes behauptet?

Das mit der Entfernung des Arztes vom Patienten: Bitte erklären Sie das mal.
Ich scheine zu dumm dafür.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #187 - 03. Juni 2013 um 10:14
 
elf schrieb am 03. Juni 2013 um 09:18:
Das mit der Entfernung des Arztes vom Patienten: Bitte erklären Sie das mal.
Ich scheine zu dumm dafür.


Einfach mal anrufen

Zitat:
Der Autor ist Wissenschaftsjournalist und praktizierender Neurologe.



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Re: Gesundheitsreform
Antwort #188 - 03. Juni 2013 um 10:26
 
Bluenotes schrieb am 03. Juni 2013 um 10:14:

So ein Quatsch, Bluenotes.
Ich hoffe, Sie haben sich da nur in der Wortwahl "Entfernung" vertan.
Wo ist der Verfasser des Artikels denn näher dran am Patienten?

Näher dran am Patienten als ein Chirurg, der in den Eingeweiden wühlt, kann man nicht sein.
Einen Neurologen  -bei aller Wertschätzung-  möchte ich nicht an mir rumschnitzen lassen. Aber natürlich braucht der mehr Zeit für ein Gespräch als ein Chirurg, der eine abgegangenen Finger annähen soll.
Durch tiefschürfende Gespräche wächst der nicht an.

Und durch die Länge einer Unterhaltung wird zwar die Wartezeit der nachfolgenden Patienten vergrößert, aber es wird nicht die Entfernung zum Patienten verkleinert.

Ein guter Facharzt kommt schneller zum Ergebnis, hat auch Mitgefühl für die Wartenden draußen und weiß, wie man unsoziale, egozentrische Labertaschen abwürgt.

Merke: Die Länge eines Patientengespräches lässt keine Bewertung über die Qualität des Gespräches zu.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #189 - 03. Juni 2013 um 19:36
 
Wie wär's mit Abschaffen der meisten Krankenkassen, deren Prachtbauten, deren Bürokratie...Call Center einrichten, vierteljährlicher Einblick über abgerechnete Leistungen via online account für die Versicherten. Ausserdem müssen Krankenkassen jedes Jahr den Gewinn bzw. Überschuss zurückzahlen.

Statt Leistungen zu kürzen, sollten Missstände aufgedeckt werden, Die Pharmaindustrie mit ihrer Preispolitik, Fachärzte, die unnötige Untersuchungen machen, Krankenhäuser, die falsch abrechnen. Und bei Missbrauch hohe Geldstrafen auferlegen oder im schlimmsten Fall Verlust der Zulassung. Dafür müsste es eine spezielle Abteilung/Task Force geben.

Zudem sollte mal Aufklärung geschehen, dass der Arzt nicht der Babysitter (alter) einsamer Leute sein kann/darf.

Ausserdem sollte festgelegt werden, dass immer erst zum Allgemeinmediziner bzw. praktischen Arzt gegangen werden muss, der dann als einziger zum Spezialisten überweisen kann.

Theoretisch wär auch denkbar, dass jeder Versicherte ein Maximum an Leistungen hat. Wenn er das erreicht hat, muss er mehr bezahlen und kommt in eine höhere Stufe.

Das würde Kosten kürzen!


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #190 - 03. Juni 2013 um 20:23
 
Zitat:
1. Fachärzte, die unnötige Untersuchungen machen, Krankenhäuser, die falsch abrechnen. Und bei Missbrauch hohe Geldstrafen auferlegen oder im schlimmsten Fall Verlust der Zulassung. Dafür müsste es eine spezielle Abteilung/Task Force geben.
2. Zudem sollte mal Aufklärung geschehen, dass der Arzt nicht der Babysitter (alter) einsamer Leute sein kann/darf.
3. Ausserdem sollte festgelegt werden, dass immer erst zum Allgemeinmediziner bzw. praktischen Arzt gegangen werden muss, der dann als einziger zum Spezialisten überweisen kann.
4. Theoretisch wär auch denkbar, dass jeder Versicherte ein Maximum an Leistungen hat. Wenn er das erreicht hat, muss er mehr bezahlen und kommt in eine höhere Stufe.

1. Gibt es schon. Wer kontrolliert (und bezahlt) die Kontrolleure?
2. Das ist unethisch und widerspricht dem, was Bluenotes möchte.
3. Das gibt es auch schon. Gehen Sie mal nach Spanien. Es ist furchtbar, wenn Sie an einen Hausarzt geraten, der eh meint, alles besser zu können als dieser schöselige, vermeintlich reiche Fachbanause (Davon {von solchen Hausärzten} gibt´s reichlich, auch in BRD). Wünschen Sie sich das bitte nicht.
4. Das geht gar nicht. Wenn Ihnen ein Bein abgefahren wird, kostet das schon richtig.
Wenn Sie noch einen Gendefekt haben, dann können sie z.B. eh nicht ausreichend Geld verdienen und die Behandlung kostet Millionen.

Nein, Ihre Vorschläge sind nicht durchdacht, unethisch und gehen von falschen Voraussetzungen aus.
Da gefällt mir Bluenotes Idee von 50.000 Euro Monatsbeitrag schon wesentlich besser.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #191 - 03. Juni 2013 um 20:53
 
1. Teil der Krankenkassenkosten

2. Erziehungsmassnahmen in Umdenken, dass Arztbesuche kein Freizeitvergnügen ist, ist nicht unethisch...entwickeln Sie mal etwas Phantasie (dann eben 30% der Arztkosten selbst zahlen, das bremst auch aus....bei gleichzeitiger Festsetzung aller Behandlungen auf möglichst niedrigem Niveau, Ärzte arbeiten vielleicht als Angestellte mit festem Gehalt....könnte mir vorstellen, das gefällt Ihnen besonders

3.es geht um die Idee und nicht um die schlechten Beispiele, die SIE PERSÖNLICH kennen ( ich verallgemeinere Ihre ruppige Art ja auch nicht auf alle Ärzte )

4. Klar geht das, gibt es ja auch schon...ich sag ja nicht, dass der Betrag die Kosten deckt


Die Form der Versorgung, die Sie sich vorstellen, auf höchstem Niveau für alle, ist nicht finanzierbar, ausser Sie besteuern die letzten, die in Deutschland noch Geld verdienen, noch höher, bis auch die ins Ausland verschwinden.


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #192 - 03. Juni 2013 um 21:01
 
Zitat:
1. Teil der Krankenkassenkosten
2. Erziehungsmassnahmen in Umdenken, dass Arztbesuche kein Freizeitvergnügen ist, ist nicht unethisch
... Ärzte arbeiten vielleicht als Angestellte mit festem Gehalt....könnte mir vorstellen, das gefällt Ihnen besonders
3.es geht um die Idee und nicht um die schlechten Beispiele, die SIE PERSÖNLICH kennen  
4. Klar geht das, gibt es ja auch schon...ich sag ja nicht, dass der Betrag die Kosten deckt

1. Gibt es schon
2. Das Gegenteil läuft seit Jahrzehnten: Wellness (was immer das sein mag) als Kassenleistung wird gefordert. Von Patienten!
Heute muss man sich schon bei der Praxis-Einrichtung Gedanken darüber machen, wie ein Arztbesuch zum Lifestyle-Ereignis wird, sonst bleiben die Patienten weg, weil sie nicht ermessen können, ob der Arzt gut ist oder nur eine wunderschöne Lifestyle-Praxe hat.
Zum festen Gehalt arbeiten: Bitte, versuchen Sie, das durchzusetzen. Ich kenne das aus dem Ausland. Der Arzt bekommt sein festes Gehalt, egal, ob er viel tut oder wenig. Paradies! Aber nicht für Patienten.
3. Mir geht es um die Idee.
4. Vergessen Sie´s.

Ist ein lieber Rat, kein ruppiger.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #193 - 03. Juni 2013 um 21:28
 
und wie wär's damit, die Ärzte müssen sich um Aufnahme in einer Krankenkasse bewerben und die Abrechnung und Behandlungsproblematik diskutiert der Arzt mit der Krankenkasse. Wenn's ihm nicht gefällt, lässt er es eben.

Der Patient bekommt eine Liste mit Ärzten/Krankenhäusern usw., die mit seiner Krankenkasse verbunden sind. Da bekommen die Patienten nicht mit, ob der Austausch zwischen Arzt und KK bezüglich Abrechnung lieb oder ruppig ist.

Arbeitet der Arzt nicht nach den Vorstellungen der KK, fliegt er oder er geht selbst, wenn ihm die Umstände nicht gefallen. vv der Patient


Apropos, ein Patient, der wirklich krank ist, beurteilt wohl nicht eine Praxis nach der Ausstattung...einer, der Wellness möchte, da wohl eher, aber der ist genauso lukrativ für den Arzt, wenn nicht sogar lukrativer.....im Grunde ist die Diskussion da ja scheinheilig.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #194 - 03. Juni 2013 um 23:02
 
Wenn man den Bock zum Gärtner machen möchte (so wie Bluenotes es ja zu recht vermeiden will), dann sollten alle Ärzte direkte Angestellte der Krankenkassen sein.

Dolle Idee
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #195 - 04. Juni 2013 um 08:31
 
Zitat:
Die Form der Versorgung, die Sie sich vorstellen, auf höchstem Niveau für alle, ist nicht finanzierbar, außer Sie besteuern die letzten, die in Deutschland noch Geld verdienen, noch höher, bis auch die ins Ausland verschwinden.

Das sind sehr viele Menschen und nicht die Letzten.
Und davon wird der größte Teil nicht ins Ausland verschwinden.
In erster Linie geht es darum, dass man nicht mit einer festgelegten Zwangsabgabe die einen fordert und die anderen deckelt. Wenn 15% Krankenkassenbeitrag auf das sozialversicherungspflichtige Einkommen festgelegt werden, dann für alle. (Von den horrenden prozentualen Beiträgen, – theoretisch bis 100 % - die Selbstständige, durch ein fiktives Einkommen aufgebrummt bekommen, ganz zu schweigen.)

Dieses Totschlagargument, dass "die letzten, die dann noch Geld verdienen", Deutschland verlassen werden, kann ich persönlich nicht mehr hören.
Und wenn schon. Ich betrachte das eher als Reinigung von asozialem Unrat.
Außerdem gibt es genug Vermögende, die sich gerne höher beteiligen würden. Die sind manchmal sozialer als man denkt. Viele wissen, dass auch sie besser leben, wenn der Staat durch ausgeglichenere Vermögensverteilung gesellschaftlich stabiler ist und bleibt.
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« Zuletzt geändert: 04. Juni 2013 um 13:46 von Bluenotes »  
 

 
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #196 - 04. Juni 2013 um 12:16
 
@elf

das sehen Sie falsch, SIE können sich doch die Versicherungen aussuchen, mit denen Sie zusammen arbeiten und mit denen Sie abrechnen wollen. Sind halt individuelle Verträge und Leistungskataloge. Ist doch wie bei einer Firma mit Zulieferern....
und wir Patienten müssten uns nicht von den Ärzten anhören, warum alles unmöglich ist.

@bluenotes

wenn ein so soziales Denken tatächlich existieren würde, warum unterstützt dann der Staat mit seinen Beamten nicht die KK und bezahlt anstelledessen aus Steueraufkommen deren private Krankenversicherung ?

Ich sag's doch, das japanische Modell fänden hier sicher viele besser
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #197 - 04. Juni 2013 um 12:19
 
Zitat:
@elf das sehen Sie falsch

Ich sehe das richtig.
Was Sie vorschlagen, ist inhuman, unsolidarisch und undemokratisch.
Ein richtig fieser Vorschlag, könnte aus der gelblichen Ecke kommen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #198 - 04. Juni 2013 um 12:53
 
Zitat:
... das japanische Modell fänden hier sicher viele besser

Klar doch: Doofe gibt es überall.
Zitat:
Das japanische Gesundheitswesen befindet sich in einer Krise.
Im Gegensatz zu vergangenen Krisen läuft diese jedoch in aller Stille ab, denn sie ist darauf zurückzuführen, dass wesentliche Dienstleistungen einfach verschwinden.
An Wochenenden herrscht in der Notaufnahme aller großen Krankenhäuser gähnende Leere,
weil Patienten entweder schon vor oder gleich nach ihrer Ankunft abgewiesenwerden.
Die Krankenhäuser haben nicht genug Personal für die Notaufnahme –
und selbst wenn sie es hätten, könnten
sie sich die Versorgung der vielen Patien-
ten nicht leisten. In ländlichen Gemein-
den werden zahlreiche öffentliche Kran-
kenhäuser von den Kommunalverwaltun-
gen aus Geldmangel geschlossen. Wir
leiden an einem gravierenden Mangel
an Ärzten, Krankenschwestern, Unfall-
stationen, Kinderkliniken, Geburtsstatio-
nen, ..
http://www.medical.siemens.com/siemens/de_DE/rg_marcom_FBAs/files/brochures/maga...
FAZ - Zitat:
Wie die Unternehmensberatung McKinsey 2009 in einer Studie feststellte, leidet Japans Gesundheitssystem vor allem daran, dass es kaum Qualitätskontrollen gibt. Nirgendwo bleiben Patienten so lange im Krankenhaus wie in Japan; Ärzte, die einmal ihre Zulassung bekommen haben, können lebenslang ohne weitere Fortbildung praktizieren.
Dass Japans Gesundheitssystem reformiert werden muss, ist unumstritten.

In Sicht ist eine Reform aber noch lange nicht.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/japan-chronisch-unterfi...
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #199 - 04. Juni 2013 um 14:03
 
Zitat:
@bluenotes

wenn ein so soziales Denken tatächlich existieren würde, warum unterstützt dann der Staat mit seinen Beamten nicht die KK und bezahlt anstelledessen aus Steueraufkommen deren private Krankenversicherung ?

Ich sag's doch, das japanische Modell fänden hier sicher viele besser


Es existiert kein soziales Denken. Unser Staat wird von Interessensgruppen gelenkt.

Die Bürgerversicherung würde einiges ändern. Aber ob sie für alle die günstigste und beste Option
ist, kann man jetzt noch nicht sagen. Sie wäre vielleicht etwas gerechter. Aber solange sich Superverdiener
mit Deckelung ihrer Beiträge aus der sozialen Verantwortung ziehen können, ist es für mich keine wahre Lösung.

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #200 - 04. Juni 2013 um 15:54
 
Bluenotes schrieb am 04. Juni 2013 um 14:03:
1. Es existiert kein soziales Denken.
2. Unser Staat wird von Interessensgruppen gelenkt.
3. Die Bürgerversicherung würde einiges ändern.  

1. Die alte Tante sagt was anderes:  
Karlchen spricht
2. ..und das ist manchmal ganz gut so. Wo nicht: Weg damit.
3. Sagen Sie´s Ihrem Abgeordneten.
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« Zuletzt geändert: 04. Juni 2013 um 17:40 von elf »  

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #201 - 04. Juni 2013 um 18:20
 
@ bluenotes

Die Bürgerversicherung ist mit Sicherheit eine gute Idee, aber nicht, wenn die Strukturen bzw. Einfluss der verschiedenen Interessengruppen nicht neu orientiert werden....dann verschwindet das Geld genauso wie jetzt. Zudem zeigen NL und GB, dass das System nicht fehlerfrei ist.


@elf
Das kanadische System akzeptieren Sie nicht, das japanische auch nicht...Sie waren beide für eine gewisse Zeit das beste System auf der Welt und sind beide am selben gescheitert, dass sie sich nicht weiterentwickelt haben. Sich danach zu orientieren und aus den Fehlern zu lernen, wäre doch auch eine Alternative.

Was sagen Sie eigentlich Ihrem Abgeordneten?

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #202 - 04. Juni 2013 um 18:28
 
Zitat:
@elf
1. Das kanadische System akzeptieren Sie nicht, das japanische auch nicht...
2. Sie waren beide für eine gewisse Zeit das beste System auf der Welt und sind beide am selben gescheitert, dass sie sich nicht weiterentwickelt haben.
3. Sich danach zu orientieren und aus den Fehlern zu lernen, wäre doch auch eine Alternative.
4. Was sagen Sie eigentlich Ihrem Abgeordneten?

1. Warum auch?
2. Wo haben Sie denn DAS her? Auch die Systeme in UK, S und N galten mal als die besten. Auch das deutsche System.
Und das ist es, bei allen Fehlern zur Zeit immer noch.
3. Eben!
4. Ich sage ihr: "Ziehen Sie das durch! Bitte!"
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fitforfun
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #203 - 04. Juni 2013 um 19:31
 
@elf
"Auch das deutsche System.
Und das ist es, bei allen Fehlern zur Zeit immer noch."


und wo haben Sie das her? Ich kann nur folgende Quellen finden, die eher das Gegenteil beweisen, aber im Gegensatz zu Ihnen bin ich offen für neues


Hier eine Europarangliste
http://www.welt.de/politik/deutschland/article108364486/Deutsches-Gesundheitssystem-nur-noch-auf-Platz-14.html

Die Rangliste von der World Health Organisation ist schon etwas älter, dafür aber im Vergleich zu allen Ländern, da landet D unter ferner liefen

http://en.wikipedia.org/wiki/World_Health_Organization_ranking_of_health_systems

Manchmal tut es auch mal gut, über den Tellerrand hinauszublicken und offen für neue Ideen zu sein, nur so entwickelt man sich weiter und nicht so verbohrt alles andere abzulehnen....

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #204 - 04. Juni 2013 um 20:28
 
Zitat:
1. Ich kann nur folgende Quellen finden, die eher das Gegenteil beweisen, aber im Gegensatz zu Ihnen bin ich offen für neues
2. Manchmal tut es auch mal gut, über den Tellerrand hinauszublicken und offen für neue Ideen zu sein, nur so entwickelt man sich weiter und nicht so verbohrt alles andere abzulehnen....

1. Eben! Sie haben keine Ahnung von der Sache, haben sich nie echt mit den Problemen abdelgen müssen und mäkeln, nörgeln, klugscheißen herum indem Sie dann auch noch Springerpresse zitieren, die aber gar nicht in den Einzelheiten kapieren.Lesen Sie das mal!
Danach gehen Sie in die Krankenhäuser und Praxen, arbeiten da mal mit und quaken hinterher Ihre neuen Erkenntnisse in die Forenwelt.
2. Für Sie ist der Tellerrand in so weiter Ferne....Vergessen Sie´s!
Ich habe auf dem medizinischen Gebiete immer neue Therapieansätze verfolgt und habe damit Menschen gerettet und/oder das Leben verbessert.  

Was das Ranking angeht: Da haben Sie etwas überlesen:
Zitat:
The WHO rankings have been subject to criticism concerning their methodology, scientificity, and usefulness. Dr Philip Musgrove wrote that the rankings are meaningless because they oversimplify: "numbers confer a spurious precision"
Und wenn Sie wirklich meinen, sich in Portugal/Spanien/Griechenland behandeln zu lassen: Tun Sie´s!
Mäkler/Klugscheißer zu behandeln ist eine undankbare Aufgabe.
Da Sie deren Sprache nicht verstehen, wird Ihnen auch nicht auffallen, was man über Sie erzählen wird. Seien Sie froh darüber. Südländische Flüche haben es in sich.
Vergessen Sie jeden juristischen Schutz für den Fall, dass etwas schief läuft.
Tipp: Nehmen Sie reichlich Knete  -und viiiieeel Zeit-  mit in diese Länder, damit Sie überhaupt behandelt werden. Fakelaki nennt man das.
Alle meine Bekannten und Freunde aus den o.a. Ländern (ich habe viele davon) kaufen sich schnellstens ein Ticket und fliegen aus gutem Grunde nach Deutschland, um sich dort behandeln zu lassen. Warum wohl?

Was die Gesundheitsreform (eigentliches Thema des Threads) angeht: Auch da will ich eine Neuerung.
Aber Lesen von Ihnen nicht genehmen Beiträgen ist ja nicht Ihre Stärke.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #205 - 05. Juni 2013 um 07:47
 
Karlchen spricht weise Worte. Aber auch die Bürgerversicherung wird die wachsenden finanziellen Probleme nicht lösen können. Aber gut, es ist eine gute Zwischenlösung, bevor der Supertanker vor die Wand fährt.
Ärzte werden immer unter dem Deckmäntelchen der Fürsorge medizinische Interventionen durchsetzen können, die vielleicht auch mal überflüssig sind und der unmündige, abhängige Zwangsversicherte hat das Recht sein Allinclusive-Paket einzulösen.
Krankheiten sind manchmal abstrakt und schlecht verifizierbar. So kann ein unzufriedener, nörgelnder, gelangweilter Gesundheitssystemschmarotzer gnadenlos zuschlagen. Viele Ärzte machen da gerne mit. Und so entsteht eine Art „Joint Venture“.
Nein, unsere Gesellschaft wird früher oder später das hohe Ideal der gesundheitlichen Fürsorge verlieren, aber dann wird es wirklich ungerecht. Das Volk hat so entschieden.
Mittlerweile sehe ich es nur noch aus der Position des Beobachters und bin neugierig wohin die Menschheit evolutionär hinsteuert.

P.S.: Auch ein Gespräch mit meinem Abgeordneten wird daran nichts ändern.
Ich glaube an die Macht der Elfen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #206 - 05. Juni 2013 um 09:40
 
Bluenotes schrieb am 05. Juni 2013 um 07:47:
Karlchen spricht weise Worte.  
Ich glaube an die Macht der Elfen.

Wohl wahr!

Unsere Hauselfe hat mir gesagt: Die drei Wünsche sind aufgebraucht.
Für den Rest muss die Restwelt nun Lösungen finden.

Ich habe keine.
Anspruch und Wirklichkeit, Möglichkeiten und Bezahlbarkeiten klaffen mehr und mehr auseinander.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #207 - 05. Juni 2013 um 17:26
 
Bluenotes schrieb am 05. Juni 2013 um 07:47:
Karlchen spricht weise Worte.  

...Karlchen kann Kompetenz

Schön, dass Peer den Bluenotes liest.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #208 - 08. Juni 2013 um 11:30
 
Die Pharmalobby macht schon mobil:
Apotheke - Zitat:
Lauterbach kann aber nicht nur fachlich versiert über Gesundheitsthemen referieren, sondern auch und [b]vor allem polemisieren.
[/b]
http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/kommentar-lauterbach-k...
Für Bluenotes

Mal sehen, ob der Mann mit dem Propeller etwas ändern kann.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #209 - 08. Juni 2013 um 22:30
 
fitforfun - Zitat:
Theoretisch wär auch denkbar, dass jeder Versicherte ein Maximum an Leistungen hat. Wenn er das erreicht hat, muss er mehr bezahlen und kommt in eine höhere Stufe.
Das würde Kosten kürzen!

Möglich.
Und Leben auch.
Da freut sich die Rentenkasse.
__________
taz - Zitat:
Das deutsche Gesundheitswesen steht im internationalen Vergleich zwar sehr gut da,..
http://taz.de/Medizinische-Versorgung/!117598/
Es wäre jetzt interessant, wie das Beschrieben kostenneutral zu bewerkstelligen ist.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #210 - 09. Juni 2013 um 19:18
 
fitforfun - Zitat:
Theoretisch wär auch denkbar, dass jeder Versicherte ein Maximum an Leistungen hat. Wenn er das erreicht hat, muss er mehr bezahlen und kommt in eine höhere Stufe.
Das würde Kosten kürzen!

elf  - Zitat:
Möglich.
Und Leben auch.
Da freut sich die Rentenkasse

Diese Schlussfolgerung wäre richtig, wenn man davon ausgehen könnte, dass eine höhere Anzahl von Arztbesuchen/Behandlungen zwangsläufig zu einem längeren Leben führen würde.




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Re: Gesundheitsreform
Antwort #211 - 09. Juni 2013 um 21:17
 
Zitat:
Diese Schlussfolgerung wäre richtig, wenn man davon ausgehen könnte, dass eine höhere Anzahl von Arztbesuchen/Behandlungen zwangsläufig zu einem längeren Leben führen würde.

Die Schlussfolgerung IST richtig, fitty III!
Merke: Nur wenn der herzkranke Patient seinen Herzinfarkt mittels medizinischer Hilfe überlebt, kann er seinen kostspieligen Alzheimer jahrzehntelang erleben.

So kommt eins zum anderen, mehr oder weniger.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #212 - 10. Juni 2013 um 11:54
 
@elf
Zitat:
Merke: Nur wenn der herzkranke Patient seinen Herzinfarkt mittels medizinischer Hilfe überlebt, kann er seinen kostspieligen Alzheimer jahrzehntelang erleben.


Kein Mensch mit normalem Menschenverstand kann dem Beispiel widersprechen. Solche Fälle sind auch nicht gemeint, auch nicht all die chronisch Kranken, deren Zustand regelmässig überwacht werden muss.

DAS mein ich, all die, die mehr oder weniger fit sind...Die Deutschen suchen durchschnittlich 18-mal pro Jahr den Arzt auf. Das ist mehr als in fast allen westlichen Ländern.

http://www.medizinauskunft.de/artikel/service/patientenrecht/16_09_arztbesuch.php

Es gibt jedoch Fälle, da hat der Besuch mehr geschadet als geholfen. Aber generelles Ablehnen ist auch nicht die Lösung oder zum Pseudo-Arzt zu gehen. Ich bin für ein gesundes Mittelmass mit einer gewissen Portion Skepsis.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #213 - 10. Juni 2013 um 12:28
 
Zitat:
]Die Deutschen suchen durchschnittlich 18-mal pro Jahr den Arzt auf. Das ist mehr als in fast allen westlichen Ländern.

In Sibirien kommt alle 2 Jahre der Arzt. Die Lebenserwartung ist.... Na?
Es ist albern, nur mit Zahlen zu spielen und andere Faktoren nicht zu beleuchten.
Es ist inhuman, ein Maximum an Leistung in die KV einzubauen.

Es gibt keine Lösung.
Mal sehen, was Propeller-Karlchen auf die Beine stellt.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #214 - 10. Juni 2013 um 12:51
 
Zitat:
Die Deutschen suchen durchschnittlich 18-mal pro Jahr den Arzt auf. Das ist mehr als in fast allen westlichen Ländern.
Portion Skepsis.

Skepsis, fitty, ist angesagt, besonders bei Angaben, die von Ihrer  -bekennend fachfremden-  Seite eingeworfen werden.
STERN - Zitat:
Die Zahl der Arztbesuche sinkt!", das meldet die "Bild"-Zeitung heute. Im Schnitt hätten die Bundesbürger 2011 zehnmal im Jahr den Arzt aufgesucht.
Gegenüber 1995 sei das rückläufig, damals seien es noch durchschnittlich 13 Besuche im Jahr gewesen.
... Eine Studie zur Zahl der Arztbesuche gibt es nicht.
...Bericht des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland.
Demnach nehmen rund 16 Prozent der Versicherten die Hälfte aller Arztkontakte in Anspruch. Diese Menschen mit einer schweren Erkrankung oder einem chronischen Leiden - etwa Diabetiker oder Krebspatienten - treiben die Statistik in die Höhe.
http://www.stern.de/gesundheit/umstrittene-statistik-zahlenspiel-mit-arztbesuche...
Fitty - Zitat:
Es gibt jedoch Fälle, da hat der Besuch mehr geschadet als geholfen.

Es gibt Fälle, da sind Fahrer eines Benz TÖDLICH verunglückt!
Fußwege sind also gesünder?

Was wollen Sie denn überhaupt bei einer Reform erreichen?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #215 - 10. Juni 2013 um 17:42
 
elf
Zitat:
Was wollen Sie denn überhaupt bei einer Reform erreichen?


im besten Fall stellt sich meine bekennend fachfremde Seite vor:

eine voll durch Steuern finanzierte vernünftige Grundabsicherung (man darf ja noch träumen), sonst halt Bürgerversicherung

einen ausreichenden Leistungskatalog

Kostendämpfung durch
-weniger (eher gar keinen) Einfluss der Pharmaindustrie
-Abschaffung der privaten KV
-Abschaffung der meisten GKV
-Patienten zu anderem Konsumverhalten erziehen



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« Zuletzt geändert: 11. Juni 2013 um 06:20 von N/V »  
 

 
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #216 - 10. Juni 2013 um 18:17
 
Mehroderweniger, mehr oder weniger will ich das auch (z.B. Bürgerversicherung).

Und?
Wie versuchen Sie, das durchzusetzen?
Ich selbst habe Kontakt zum Präsidenten und ich unterstütze IQWIG.

@ Bluenotes
Schlingensiepen - Zitat:
Dogmatismen und das Festhalten an lieb gewonnenen Feindbildern sind dabei fehl am Platz. Sie nutzen niemanden etwas, schon gar nicht den Patienten.
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/arzneimittelpolitik/nutzenbewer...
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #217 - 11. Juni 2013 um 07:14
 
Bluenotes schrieb am 05. Juni 2013 um 07:47:

Ärzte werden immer unter dem Deckmäntelchen der Fürsorge medizinische Interventionen durchsetzen können, die vielleicht auch mal überflüssig sind, und der unmündige, abhängige Zwangsversicherte hat das Recht sein Allinclusive-Paket einzulösen.


elf schrieb am 10. Juni 2013 um 12:28:
Es gibt keine Lösung.


Das ist der springende Punkt.
Vorschläge, die die Bezahlbarkeit besser in den Griff bekommen, sind inhuman und politisch
nicht durchfürbar. Es wird bis zur Unbezahlbarkeit immer teurer, bis schließlich die Sache
vor die Wand fährt, um dann eine wirkliche Katastrophe auzulösen.

@Elf: Danke für die "Bluenotes" - bei dem Thema kann man sie gebrauchen.


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #218 - 12. Juni 2013 um 19:27
 
Wahrscheinlich werde ich jetzt wieder an meine fachliche Inkompetenz erinnert, aber ich bin tatsächlich noch immer an einer Lösung und einer fachlich kompetenten Einschätzung interessiert, falls ich nicht gerade eine Blues Session störe.

Ich sehe noch ein grosses Einsparpotential, wenn man die Pharmaindustrie ganz vorne vorlaesst. Medikamente müssten privat bezahlt werden bis zu einer gewissen Summe. Re-Importe werden zugelassen, die Bestimmungen für Apotheken gelockert.
Ich schätze, die Preisstruktur würde sich ändern. Viele Medikamente landen dann nicht mehr im Abfall, da die Patienten sorgfältiger mit ihrer Verschreibung umgehen.

Zwangsläufig müsste auch der Versicherungsbeitrag wesentlich geringer ausfallen, was ein Budget für die Medikamente lässt.

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #219 - 13. Juni 2013 um 06:37
 
Zitat:
Wahrscheinlich werde ich jetzt wieder an meine fachliche Inkompetenz erinnert, aber ich bin tatsächlich noch immer an einer Lösung und einer fachlich kompetenten Einschätzung interessiert, falls ich nicht gerade eine Blues Session störe.

Ich sehe noch ein grosses Einsparpotential, wenn man die Pharmaindustrie ganz vorne vorlaesst. Medikamente müssten privat bezahlt werden bis zu einer gewissen Summe. Re-Importe werden zugelassen, die Bestimmungen für Apotheken gelockert.
Ich schätze, die Preisstruktur würde sich ändern. Viele Medikamente landen dann nicht mehr im Abfall, da die Patienten sorgfältiger mit ihrer Verschreibung umgehen.

Zwangsläufig müsste auch der Versicherungsbeitrag wesentlich geringer ausfallen, was ein Budget für die Medikamente lässt.



Das würde Geringverdiener besonders hart treffen. Insbesondere, wenn die
Abhängigkeit zu Hilfsmitteln sehr groß ist. Politisch nicht durchsetzbar.

Der Lobbyismus ist gerade im Krankheitswesen extrem. Da will keiner auf "Kohle" verzichten.
Und darum geht's!

Außerdem sind ein Großteil der unmündigen, abhängigen Zwangsversicherten auch nicht bereit,
ihre Ansprüche zurückzuschrauben. Warum auch?!

Der Staat hat die gesetzliche Grundlage für dieses Ausbeutungssystem gelegt.
Im Namen des Volkes und nach besten Wissen und Gewissen.

"Falsche" Modelle werden weiterlaufen. Man baut immer nur an, und meint damit das Problem behoben zu haben.


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #220 - 14. Juni 2013 um 16:57
 
Zitat:
Medikamente müssten privat bezahlt werden bis zu einer gewissen Summe.

Geschrieben von: Bluenotes
Zitat:
Das würde Geringverdiener besonders hart treffen. Insbesondere, wenn die
Abhängigkeit zu Hilfsmitteln sehr groß ist. Politisch nicht durchsetzbar.

Man könnte Niedrigverdiener finanziell unterstützen.

Natürlich habe ich selbst erkannt, dass mein Vorschlag in kein Parteiprogramm passt. Leider traut sich keiner, zum Wohle des Bürgers die wirklich richtigen Schritte zu gehen. Jeder Politiker ist sich da wohl selbst der nächste. Und Angst vor Verlust von Wählerstimmen und Lobbyismus zählt da mehr als eine finanzierbare gerechte Lösung für die, die sie wählen.

Eigentlich ist das eine Bankrotterklärung des Systems.

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #221 - 15. Juni 2013 um 12:18
 
Der Begiff Krankenversicherung ist schon irreführend.
Es ist keine Versicherung im klassischen Sinne mehr.

Zitat:
Mit Versicherung (veraltet Assekuranz) wird das Grundprinzip der kollektiven Risikoübernahme (Versicherungsprinzip oder Äquivalenzprinzip) bezeichnet: Viele zahlen einen Geldbetrag (=Versicherungsbeitrag) in den Geldtopf Versicherer ein, um beim Eintreten des Versicherungsfalles aus diesem Geldtopf einen Schadenausgleich zu erhalten. Da der Versicherungsfall nur bei wenigen Versicherten eintreten wird, reicht der Geldtopf bei bezahlbarem Beitrag aus. Voraussetzung ist, dass der Umfang der Schäden statistisch abschätzbar ist und demnach mit versicherungsmathematischen Methoden der von jedem Mitglied des Kollektivs benötigte Beitrag bestimmbar ist.


Der Versicherungsfall tritt aber bei allen ein. Ich kenne persönlich keinen Menschen, der die "Versicherung"
noch nicht in Anspruch genommen hat. Wir sind überversorgt.

Eigenverantwortung und Bescheidenheit bei Inanspruchnahme von medzinischen Hilfsmitteln wären vielleicht Lösungen. Aber dazu sind die wenigsten Menschen in der Lage.

Außerdem ist es inhuman, wenig gewinnbringend und überhaupt nicht gewollt.
Aber früher oder später, wenn der "Supertanker" vor die Wand gefahren ist, wird es dazu kommen.


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Re: Gesundheitsreform
Antwort #222 - 16. August 2013 um 08:31
 
Die Nimmersatten

Asozialer geht es im Krankheitswesen nicht. Auf der einen Seite die Ärzteeliten, die sich mit dem Geld der unmündigen, abhängigen Zwangsversicherten besa....., und auf der anderen Seite, die sich, für ein vergleichsweise Hungerlohn, kaputt schuften müssen.

Aber mit sedierte, unmündige, abhängige Zwangsversicherte kann man das ja machen.  Zunge
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #223 - 16. August 2013 um 08:45
 
Bluenotes schrieb am 16. August 2013 um 08:31:
1. Asozialer geht es im Krankheitswesen nicht.
2. Auf der einen Seite die Ärzteeliten...
3. ...unmündigen, abhängigen Zwangsversicherten
4. für ein vergleichsweise Hungerlohn, kaputt schuften müssen.

1. Die VWLer und BWLer sind WESENTLICH asozialer (siehe JogDial)
2. Bei den Ärzte"eliten" wächst täglich der Berg an Bürokratie, was die Kosten treibt und die Effektivität mindert.
3. Die Pflichtversicherten sind keineswegs unmündig. Sie erfreuen sich eines der besten Systeme der Welt, jammern aber über zu hohe Beiträge. Mögen die Jammerer doch dorthin ausreisen, wo sie ihrer Meinung nach besser bedient werden. Gute Reise.
4. Jau! Die Linken wählen! Geht den Millionären an den Kragen!

Reformen sind nötig, wie Bluenotes völlig richtig schreibt, denn so, wie es ist, bereichern sich die Reichen.
Meist VWLer und BWLer und Juristen, Betrüger und Dealer.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #224 - 28. August 2013 um 08:10
 
Krankheitssystem

Der "Supertanker" ist weiterhin auf Kollisionskurs. Die sedierten, unmündigen, abhängigen Zwangsversicherten sind mit an Bord und werden mit ihm untergehen.
Besser wird es nicht. Auch nicht durch höhere Beiträge. Der oben erwähnte Zwangsversicherte wird sich daran gewöhnen müssen.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #225 - 18. Oktober 2013 um 11:22
 
Point of no Return

So ist das mit den überwachten, sedierten, unmündigen, abhängigen Zwangsversicherten.
Ein paar Adjektive werden wohl bald noch dazu kommen.

Totalitarismus im Krankheitswesen - alles zum Wohle des Volkes? Wer das glaubt, sollte
sich besser einer Glaubensgesellschaft anschließen.

Mit sedierten, unmündigen, abhängigen Zwangsversicherten ist es natürlich wesentlich einfacher.
Wer durchbricht diesen "Circulus Diabolus"?

Vielleicht Fabelwesen aus dem Elfenreich?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #226 - 18. Oktober 2013 um 11:45
 
Bluenotes schrieb am 18. Oktober 2013 um 11:22:
 Glaubensgesellschaft  

Tja, das ist schon eine wichtige Frage aus dem Bereich, wo es viele blaue Noten gibt.

Der mündige Bürger ist also der,
der beim Arztbesuch den Arzt belügen kann,
der ihm Voruntersuchungen verschweigen darf (und kann), weil Belege über seinen bisherigen Krankheitsverlauf nicht existieren.
Der Arzt muss also blind das glauben, was ihm neue, unbekannte, mündige Patienten erzählen?

Wohlan, BRD!

Wenn es Probleme gibt, die nicht ausräumbar sind, darf es keine Card geben.
Recht so, gläubiger Bluenotes!

Und dann?
________
Im Elfenreich sind sinnvolle, aber teure Versicherungen und korrupte Ärzte nicht notwendig:
Das heilt im Elfenreich. Schon seit Urzeiten.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #227 - 18. Oktober 2013 um 12:33
 
elf schrieb am 18. Oktober 2013 um 11:45:
Der mündige Bürger ist also der,
der beim Arztbesuch den Arzt belügen kann,
der ihm Voruntersuchungen verschweigen darf (und kann), weil Belege über seinen bisherigen Krankheitsverlauf nicht existieren.


Okay.....:

Der täuschende, überwachte, sedierte, unmündige, abhängige, Zwangsversicherte.

Hier steht mehr auf dem Spiel, als eine Schwindelei beim Arzt.
Daten sind niemals sicher.

Irgendjemand wird sie sich erschleichen, um daraus Vorteile zu erschließen.

Wohlan, BRD! Die Liebe zum Totalitarismus ist ja bekannt und geschichtlich belegt.





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Re: Gesundheitsreform
Antwort #228 - 18. Oktober 2013 um 18:33
 
Es gibt standhafte Menschen, die die betroffenen Personen so beschreiben:
Bluenotes schrieb am 18. Oktober 2013 um 12:33:
Der täuschende, überwachte, sedierte, unmündige, abhängige, Zwangsversicherte.

Die gleichen Personen können zutreffendeweise auch so beschrieben werden:

Durch vernünftige Gesetze in ihrer Gesundheit behütete, mündige, unabhängige Versicherte, die sich keine Sorgen machen müssen, wenn eine Behandlung auch mal 100.000 Euro (oder mehr) kostet.

Die Datensicherheit ist offenbar ein Juckepunkt.
Wäre die vorhanden, dann gäbe es m.E. keinen vernünftigen Grund, die Card nicht einzuführen.
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #229 - 20. Oktober 2013 um 20:24
 
Es wird doch schon jetzt fleissig mit Daten gehandelt.

Nur zwei Beispiele: http://www.zeit.de/2013/35/apothekendaten-pharmafirmen-gerd-glaeske
http://www.zeit.de/digital/2013-08/millionen-patienten-ausgespaeht

So viel zum Thema Datensicherheit. Bei der Card überwiegt meiner Meinung nach der Nutzen für den Patienten und Arzt gegenüber einem potentiellen Risiko eines Datenmissbrauchs. (Abschreckende hohe Strafandrohung könnte zusätzlich helfen.)

Es würde jedenfalls die Qualität eines Arztbesuches für den Patienten mit Sicherheit erhöhen, wenn der behandelnde Arzt die ganze medizinische Vorgeschichte kennt, besonders wenn die Erkrankung übergreifend in verschiedene Behandlungsfelder fällt.
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #230 - 21. Oktober 2013 um 08:26
 
Zitat:
Es würde jedenfalls die Qualität eines Arztbesuches für den Patienten mit Sicherheit erhöhen, wenn der behandelnde Arzt die ganze medizinische Vorgeschichte kennt, besonders wenn die Erkrankung übergreifend in verschiedene Behandlungsfelder fällt.


Dann soll es aber dem Patienten überlassen bleiben, ob seine Daten gespeichert werden.
Soviel zum Thema mündiger Patient.

Nein! Die Intention ist Kontrolle und wirtschaftliche Vorteilsnahme durch Aufbau eines Überwachungssystems.
Wer heute noch glaubt, dass die Hilfe am Menschen im Vordergrund steht, ist schlichtweg naiv.
Es mag sein, dass das Ideal noch in elfenhaften Fabelwelten zu finden ist, aber das lebt anonym im Verborgenen.
Der Kaiser hat keine Kleider an - er ist splitternackt.
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #231 - 21. Oktober 2013 um 10:37
 
Bluenotes schrieb am 21. Oktober 2013 um 08:26:
1.Dann soll es aber dem Patienten überlassen bleiben, ob seine Daten gespeichert werden.
2. Soviel zum Thema mündiger Patient.
3. Die Intention ist Kontrolle und wirtschaftliche Vorteilsnahme durch Aufbau eines Überwachungssystems.
4. Der Kaiser hat keine Kleider an - er ist splitternackt.

1. Dann ist die gesamte Idee gestorben. Ist doch Quatsch!
2. Das hat mit Mündigkeit nichts zu tun, wohl aber mit paranoischer Angst vor geheimen Mächten, die Pöhseß wollen.
3. Die Intention ist eine bessere Versorgung der Patienten und Vermeidung von Doppel-Untersuchungen, also eine Beendigung der hohen Kosten, die die gesetzliche Krankenversicherung unnötig teuer machen.
Eine teure gesetzliche Versicherung lässt dann wieder erfolglose Selbstständige mäkeln und zu den Ponyhof-Esoterikern abwandern.
Ganten - Zitat:
Ehemaliger Charité-Chef sieht großes Potenzial in Big Data
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article121005766/Ehemaliger-Charite-Chef...
4. Der Verschwörungstheoretiker steht nackt da. Niedlich! Drei Zentimeter!
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #232 - 21. Oktober 2013 um 15:14
 
Zitat:
Es wird doch schon jetzt fleissig mit Daten gehandelt.
...http://www.zeit.de/2013/35/apothekendaten-pharmafirmen-gerd-glaeske

Daraus:
Zitat:
ZEIT: Ist es überhaupt sinnvoll, die Patientendaten zu erzeugen und zu speichern?

Glaeske: Ja, solange der Datenschutz strikt beachtet wird, um zu erfahren, ob Medikamente richtig eingesetzt werden.
Wir konnten zum Beispiel feststellen, dass 40 Prozent der Kinder in Deutschland unnötig Antibiotika bekommen und dass in und um Würzburg zu viel Ritalin verordnet wird.
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #233 - 21. Oktober 2013 um 16:07
 
elf schrieb am 21. Oktober 2013 um 15:14:
Glaeske: Ja, solange der Datenschutz strikt beachtet wird, um zu erfahren, ob Medikamente richtig eingesetzt werden.
Wir konnten zum Beispiel feststellen, dass 40 Prozent der Kinder in Deutschland unnötig Antibiotika bekommen und dass in und um Würzburg zu viel Ritalin verordnet wird.


Sie glauben doch wohl nicht, dass sich etwas grundlegend an dieser Kurpfuscherei ändert wird?

Neben geldgierigen, verschreibungswütigen Ärzten haben wir da noch die unfähigen, rumjammernden
Eltern. Tolle Mischung!

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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #234 - 21. Oktober 2013 um 16:50
 
Bluenotes schrieb am 21. Oktober 2013 um 16:07:
1. Sie glauben doch wohl nicht, dass sich etwas grundlegend an dieser Kurpfuscherei ändert wird?
2. Neben geldgierigen, verschreibungswütigen Ärzten haben wir da noch die unfähigen, rumjammernden
Eltern.  

1. Für das Glauben sind Sie, bluenotes, ja zuständig.
Ich bin für die Realität zuständig.
Wenn also Missstände durch Massnahmen aufgedeckt werden können, dann kann man sich Gegenmaßnahmen ausgucken. Das wird getan. Wer das nicht macht, der bleibt blind. Blue, aber wahr.
2. Wenn Sie reich werden wollen ohne viel Grips anzustrengen, dann werden Sie sicher nicht Arzt. Dann gehen Sie in BWL-VWL.
JogDial kennt sich da besser aus.
Im Gegensatz zum Heulpraktiker müssen Ärzte verdammt viel und lang arbeiten und bekommen verdammt wenig dafür.
Was Verschreiben angeht: Wer zu viel verschreibt, kommt in den Regress. D.h., er ist hinterher sein gerade "verdientes" Geld wieder los.

Aber, bluenotes, Sie haben ja recht:
Diese Helikopter-Eltern sind wirklich eine Plage.
..und kosten...
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #235 - 21. Oktober 2013 um 17:04
 
elf schrieb am 21. Oktober 2013 um 16:50:
Ich bin für die Realität zuständig.


IHRER Realität!

Bis zu nächsten Runde. Es ist mir, wie immer, ein Vergnügen.
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #236 - 21. Oktober 2013 um 17:12
 
Bluenotes schrieb am 21. Oktober 2013 um 17:04:
IHRER Realität!

Klar, die ist nun mal allgemeingültig evidenzbasiert.
Dem muss ich mich demütig beugen.

Was mich immer bflat macht, das ist ihrre Realität, auch, wenn der Sensenmann naht.

Schade eigentlich.
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #237 - 21. Oktober 2013 um 19:40
 
Bluenotes schrieb am Heute um 08:26
Zitat:
Wer heute noch glaubt, dass die Hilfe am Menschen im Vordergrund steht, ist schlichtweg naiv.


Dem kann ich ohne Probleme zustimmen. Trotzdem ist die Gesundheitscard für den Patienten im Prinzip eine gute Sache.

Ich könnte mir eher vorstellen, dass die Daten für Pharmafirmen sehr interessant sind, aber mehr um Einfluss auf die Ärzte auszuüben.

Für den Patienten wird sich vordergründig nicht viel ändern, er muss selbst herausfinden, welche "Philosophie" der behandelnde Arzt verfolgt, um dann zu entscheiden, ob er sich auf eine Behandlung einlässt oder nicht.
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #238 - 21. Oktober 2013 um 21:04
 
elf schrieb am 21. Oktober 2013 um 17:12:
Klar, die ist nun mal allgemeingültig evidenzbasiert.
Dem muss ich mich demütig beugen.

In der Medizin nennt man sowas auch manchmal stupide Kochbuchmedizin.
Macht mich echt b flat.

P.S.: Ach der Elf, mit dem Charme einer Rasierklinge, verführt mich immer wieder zum Antworten.
Jogimaus ist da schon standhafter.
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Re: Gesundheitsreform/Datensicherheit
Antwort #239 - 21. Oktober 2013 um 21:27
 
Bluenotes schrieb am 21. Oktober 2013 um 21:04:
In der Medizin nennt man sowas auch manchmal stupide Kochbuchmedizin.
Macht mich echt b flat.  

Schon wieder: Gaaanz falsch, bluenotes.
Richtig:
elf - Zitat:
In Esopotamien nennt man sowas auch manchmal stupide Kochbuchmedizin.
Da bevorzugt man privat bezahlte Alternaiv-Medizyn.
Macht bluenotes tot.

...und mich echt E-flat
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #240 - 21. Oktober 2013 um 22:13
 
Zitat:
[...] aber ich bin tatsächlich noch immer an einer Lösung und einer fachlich kompetenten Einschätzung interessiert, falls ich nicht gerade eine Blues Session störe.

Ich sehe noch ein grosses Einsparpotential, wenn man die Pharmaindustrie ganz vorne vorlaesst. Medikamente müssten privat bezahlt werden bis zu einer gewissen Summe. Re-Importe werden zugelassen, die Bestimmungen für Apotheken gelockert.
Ich schätze, die Preisstruktur würde sich ändern.


Meines Erachtens hat die tendenziell unbezahlbarere Medizin mehrere Gründe, wovon zu Hohe Medikamentenpreise nur die Spitze des Eisbergs sind. Diese Spitze sollte man (zusammen mit anderem) an der Wurzel packen:
Unser wettbewerbsorientiertes Marktsystem wird seit jahrzehnten durch ausufernde Monopolrechte pervertiert. Produkte, welche zwar Lebensnotwendig sind, aber sich dem Wettbewerb nicht entziehen können (Lebensmittel) sind viel zu billig - andere Produkte, welche im Extremfall völlig unnötig sind, werden zu Wucherpreisen (Monopolpreisen) verkauft.

Am einfachsten ist dieser Missstand an der Wurzel des Übels zu beheben: dem Patent- und Markenschutz. Dieser dient nicht mehr dem ursprünglichen Zweck: Interessenausgleich zwischen dem Erfinder und dem Allgemeinwohl. Es dient nur noch dazu, andere Marktteilnehmer zu behindern und überhöhte Preise zu verlangen.
Patente sollten max. 3Jahre Gültigkeit haben. Geänderte Medikamentrezepte, welche nur dem Zweck dienen ein neues Patent zu erlangen, sollten unter Strafe gestellt werden.

Zum Thema Gesundheitskarte:
Die in den Werbebroschüren genannten Einsparungserlöse sind völlig unrealistisch - es wird so ausgehen wie bei TollCollect: Das Projekt verschlingt Milliarden. Darüber hinaus ist die Datensicherheit bei zentral gespeicherten Daten immer gefährdet.
Als Patient und Bürger bin ich auch gegen diese Datenbank - woher soll ich wissen, was ein Behandler alles einspeichert?
"zu viel gesoffen", "fortschreitende Wahnsymptomatik - unter anderem unkorrigierbar" so wie bei Gustl Mollath...

Nein, danke eine zentrale Speicherung meiner Gesundheitsdaten lehne ich aufs schärfste ab und halte sie für Menschenverachtend, wenn sie mir aufgezwungen wird.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #241 - 21. Oktober 2013 um 22:47
 
JogDial schrieb am 21. Oktober 2013 um 22:13:
Als Patient und Bürger bin ich auch gegen diese Datenbank - woher soll ich wissen, was ein Behandler alles einspeichert?
"zu viel gesoffen", "fortschreitende Wahnsymptomatik - unter anderem unkorrigierbar" so wie bei Gustl Mollath...

Nein, danke eine zentrale Speicherung meiner Gesundheitsdaten lehne ich aufs schärfste ab und halte sie für Menschenverachtend, wenn sie mir aufgezwungen wird.

Hallo, JogDial!
Na ja, wenn Ihr Arzt denn schon "fortschreitende Wahnsymptomatik" feststellt und das in seiner Karteikarte notiert hat...
oder in seinem Computer gespeichert hat...
Dann kann man  -wie genau der Fall Mollath zeigt-  bei Bedarf an die Daten kommen.
Ob mit Brechstange oder mit Trojaner.
Vielleicht wäre Mollath sogar schon lange wieder frei, wenn die Daten zentral erfasst worden wären? (doppelter Konjunktiv)

Wenn die Datenerfassung sicher zentral gemacht wird: Warum nicht?
Die Datensicherheit muss dabei natürlich gewährleistet und nachgewiesen sein.
Gegen kriminelle Energie ist man nicht gewappnet, weder im Norden noch im Süden.
Nur: Im Süden noch weniger.

Das, was mehroderweniger schreibt, ist zutreffend.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #242 - 22. Oktober 2013 um 11:20
 
elf schrieb am 21. Oktober 2013 um 22:47:
Wenn die Datenerfassung sicher zentral gemacht wird: Warum nicht?
Die Datensicherheit muss dabei natürlich gewährleistet und nachgewiesen sein.
Gegen kriminelle Energie ist man nicht gewappnet, weder im Norden noch im Süden.
Nur: Im Süden noch weniger.

elf, du nervst - kannst es nicht lassen, mit deinem ersten Beitrag gleich wieder zu Pöbeln.

Wie wäre es statt mit pöbeln, mal sachlich auf meinen Vorschlag (Reduzierung überbordender Patentvergabe) einzugehen?

Die Datensicherheit kann nicht gewährleistetet werden - u.A. weil nicht transparent ist, (für den Bürger) wer auf die Daten zugreifen kann.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #243 - 22. Oktober 2013 um 11:37
 
JogDial schrieb am 22. Oktober 2013 um 11:20:
...gleich wieder zu Pöbeln.
... u.A. weil nicht transparent ist, (für den Bürger) wer auf die Daten zugreifen kann.

Die Definition von Pöbeln ist Ihnen bekannt?

Wieso ist dem Bürger nicht bekannt, wer offiziell auf die Daten zurückgreifen kann, wenn ein entsprechender Schlüssel für die Geheimhaltung von Patient und Arzt zwischengeschaltet ist?
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronische_Gesundheitskarte#Datensicherheit

Sind Patientendaten auf Karteikarten im Praxistresen wirklich sicherer als Patientendaten auf einer Datei, zu der niemand ohne Schlüssel Zugang hat?

Was hat die "Gesundheitskarte" mit Kurpfuscherei zu tun?
Was hat die elektronische Datei mit Gesundheitsreform zu tun?

Die kriminelle Energie ist auch hier im Süden sehr hoch.

Auf die inhaltlich kargen Patent-Äußerungen bin ich nicht eingegangen, weil ich Sie nicht bloßstellen wollte.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #244 - 22. Oktober 2013 um 12:37
 
Blubb, nichts neues von den elfen... "DER SÜDEN" was soll denn das sein?

in meinen Augen ist das Pöbeln und diffamieren aller Menschen im Süden. Man käme offensichtlich auch ohne solch asoziale Statements aus...
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #245 - 22. Oktober 2013 um 12:57
 
JogDial schrieb am 22. Oktober 2013 um 12:37:
1. "DER SÜDEN" was soll denn das sein?
2. in meinen Augen ist das Pöbeln und diffamieren aller Menschen im Süden.  ...

1. "DER SÜDEN"
2. Begeben Sie sich zum Augenarzt, wenn das Pöbeln in Ihren Augen ist.
Oder zu einem anderen Facharzt Ihres Vertrauens.
Fest steht: Sie haben eine selektive Wahrnehmung, haben meinen letzten, eigentlich leicht fasslichen, Beitrag halt nicht verstanden.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #246 - 24. Oktober 2013 um 12:04
 
Was die von bluenotes immer als pöhse "Zwangsversicherung" benamste vernünftige gesetzliche Krankenversicherung angeht:
Moore - Zitat:
In seinem Buch "Stupid White Men" wünschte der Filmemacher Michael Moore in einem sarkastischen Gebet ("A Prayer to Afflict the Comfortable") diversen konservativen Politikern alle denkbaren Plagen an den Hals.
Nicht etwa aus Bosheit, sondern weil er erkannte, dass sie nur dann lernen und sich mit Minderheiten solidarisieren,
wenn ein Problem sie selbst betrifft.
So befürwortete Nancy Reagan Stammzellenforschung, nachdem Präsident Ronald Reagan an Demenz erkrankt war.
Rudi Giuliani änderte seine ablehnende Einstellung zur öffentlichen Gesundheitsvorsorge, als an ihm selbst Krebs diagnostiziert wurde.
http://www.heise.de/tp/blogs/6/155199

Nur: Ich möchte bluenotes nicht gleich als "Stupid White Man" bezeichnen, was immer das heißt.

Mein Charme verbietet mir das.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #247 - 24. Oktober 2013 um 18:58
 
elf, es wäre auch völlig unpassend, wenn Sie bluenotes als einen "stupid white man" betiteln würden, weil es eine rassistische Beleidigung wäre.

Der Ausdruck hat seinen Ursprung aus der Zeit, als die ersten Weissen den amerikanischen Staat bevölkert haben und es zu Auseinandersetzungen mit der amerikanischen Urbevölkerung kam ( native americans bzw. Indianer). Die Native Americans waren entsetzt über das fehlende Verständnis ihrer Kultur und Riten. Daraus entstand der Begriff.

Klar, dass Michael Moore das nicht so eng sieht, ist er doch eher ein Polemiker, der es mit den Details noch nie so genau genommen hat. Übrigens wurde auch ihm oft Rassismus vorgeworfen.

Wenn man die Diskussionen von ObamaCare verfolgt, lässt sich eh kein Zusammenhang zu deutschen Verhältnissen finden. Da treffen auch Kulturunterschiede aufeinander.  
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #248 - 24. September 2015 um 09:08
 
Die Pharmafreundlichen

Zitat:
„Die Arzneimittelpreise sind unsere größte Kostenbaustelle“, sagte Litsch. Derzeit kämen viele neue Medikamente zu „Mondpreisen“ auf den Markt. „Wenn eine einzige Tablette 700 Euro kostet, hat das nichts mehr mit Forschungs- und Produktionskosten zu tun“, kritisierte Litsch. Die Pharmafirmen nutzten alle Möglichkeiten, um möglichst hohe Einnahmen zu erzielen. „Kommen in den nächsten Jahren neue Medikamente gegen Demenz oder Alzheimer, geraten wir in Kostendimensionen, die uns ruinieren“, warnte der AOK-Mann. Geschehe nichts, müssten die Kassen den Beitrag entweder weiter erhöhen oder Medikamente rationieren. Der Vize-Fraktionschef der SPD im Bundestag, Karl Lauterbach, kündigte gesetzliche Nachbesserungen an


Zitat:
Ein großer Teil der zusätzlichen Ausgaben sei dadurch entstanden, dass gesetzliche Kostenbremsen weggefallen seien


Das wird dem abhängigen, machtlosen, Zwangsversicherten richtig übel aufstoßen. Aber für diesen Reflux gibt es bestimmt auch überteuerte Medikamente.

Rechnen wir jetzt noch die zusätzlichen Kosten für unsere Refugges dazu......

Fast O.T.:

Hoffentlich gelingt diesmal die Integration und alle kommen ruckzuck in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitverhältnis.
Zweifel dürfen angebracht sein, denn wenn schon im großen Stil Betrüger mit gefälschten Pässen im Land sind kann man nicht erwarten, dass diese Betrüger brav sich integrieren lassen werden.
Was passiert eigentlich mit einem Deutschen, wenn er Ausweispapiere fälscht:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ausweisfälschung



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Re: Gesundheitsreform
Antwort #249 - 24. September 2015 um 11:25
 
Ja, auf diesem Gebiet muss aufgeräumt werden.
Aber, wenn Herr Litsch sein Urteil NUR am Preis festmacht "700 Euro für eine Tablette", dann ist das zu kurz gesprungen.

Ich bin gern bereit, Tabletten für 0,003 Euro pro Stück auf den Markt zu schmeißen.

Möglicherweise erste diese eine 700-€-Tablette eine sonst 7.000€ kostende zeitraubende Therapie.

Und nun?

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Re: Gesundheitsreform
Antwort #250 - 24. September 2015 um 11:32
 
Zitat:
Möglicherweise erste diese eine 700-€-Tablette eine sonst 7.000€ kostende zeitraubende Therapie.

Soll heißen:
Möglicherweise ersetzt diese eine 700-€-Tablette eine sonst 7.000€ kostende zeitraubende Therapie.

Leider ist die Korrektur-Funktion außer Kraft gesetzt worden.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #251 - 24. September 2015 um 13:59
 
elf schrieb am 24. September 2015 um 11:25:
Möglicherweise erste diese eine 700-€-Tablette eine sonst 7.000€ kostende zeitraubende Therapie.

Und nun?



Wenn es bei einer Tablette, die vielleicht nichts bewirkt, ja bleiben würde. Erfahrungsgemäß bleibt es nicht dabei und
schon sieht die Sache wieder anders aus.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #252 - 24. September 2015 um 14:17
 
Bluenotes schrieb am 24. September 2015 um 13:59:
Wenn es bei einer Tablette, die vielleicht nichts bewirkt, ja bleiben würde. Erfahrungsgemäß bleibt es nicht dabei und
schon sieht die Sache wieder anders aus.


DAS (!) sollten Sie jetzt aber wirklich mal mit Beispielen untermauern.

Ich behaupte, dass eine 700-€-Tablette, die nichts bewirkt, nicht am Markt bleibt.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #253 - 24. September 2015 um 14:31
 
Ich behaupte, dass es bei einer Tablette nicht bleibt und dadurch die Kosten wesentlicher höher als wie in ihrer Milchmädchenrechnung ausfallen werden.
Ich habe nicht gesagt, dass die Tablette nichts bewirkt sondern Zweifel durch ein "vielleicht" gehegt.
Jeder Patient ist unterschiedlich und deshalb auch die Reaktion darauf.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #254 - 24. September 2015 um 15:05
 
Um welche Tablette handelt es sich denn, bluenotes?

Ist doch doof, wenn wir uns hier zerfleischen, obwohl es nicht nötig ist.

Wenn es die ist, an die ich denke, dann ist eine komplette Behandlung damit immer noch wesentlich billiger und verträglicher als alte Methoden.

Was ich damit meine: Hier möchte jemand wieder eine Sau durchs Dorf treiben.
Die arme Sau!
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #255 - 24. September 2015 um 15:32
 
elf schrieb am 24. September 2015 um 15:05:
Um welche Tablette handelt es sich denn, bluenotes?

Ist doch doof, wenn wir uns hier zerfleischen, obwohl es nicht nötig ist.

Wenn es die ist, an die ich denke, dann ist eine komplette Behandlung damit immer noch wesentlich billiger und verträglicher als alte Methoden.

Was ich damit meine: Hier möchte jemand wieder eine Sau durchs Dorf treiben.
Die arme Sau!

Also arm ist die "Sau" bestimmt nicht.
Wenn ein Medikament hilft Kosten zu senken bin ich dabei.

Aber es muss doch einen Grund geben, warum sich Verantwortliche dagegen wehren, dass die Pharmabranche
in dem Punkt einfach zu viel Macht hat. Sie arbeitet doch nicht aus Liebe zum Menschen, sondern um Gewinne zu erzielen.
Blankoschecks darf es nicht geben. Hier wird mit dem Geld der Versicherten zu großzügig umgegangen. Wie es ist denn mit der
moralischen Verantwortung gestellt? Die kacken drauf, Hauptsache die Gewinne stimmen und die Aktionäre sind befriedigt.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #256 - 24. September 2015 um 15:40
 
Bluenotes schrieb am 24. September 2015 um 15:32:
Also arm ist die "Sau" bestimmt nicht.
Wenn ein Medikament hilft Kosten zu senken bin ich dabei.


So isses!

Und was die Kontrolle angeht: Wir sehen ja gerade bei VW, was passiert, wenn die Hersteller sicher sein können, dass die Kontrolle nicht stattfindet.

Sollten wir nicht einfach Karlchen mit dem Propeller mal machen lassen?
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #257 - 24. September 2015 um 16:16
 
elf schrieb am 24. September 2015 um 15:40:
Sollten wir nicht einfach Karlchen mit dem Propeller mal machen lassen?


Gerne, seine Vorschläge sind noch am vernünftigsten. Die Frage ist:

Schafft er es, sich gegen den Lobbyistendruck zu stemmen? Hat er bei seinem Vorhaben genug Rückendeckung aus der Partei?

Ich befürchte nein, denn hier wackelt schon seit langem der Schwanz mit dem Hund.
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Re: Gesundheitsreform
Antwort #258 - 24. September 2015 um 16:49
 
Bluenotes schrieb am 24. September 2015 um 16:16:
Ich befürchte nein, denn hier wackelt schon seit langem der Schwanz mit dem Hund.

Augstein - Zitat:
Nicht nur Banken betrügen, auch die Industrie.
Das zeigt der VW-Skandal.
Deutschland hält sich eher ans Recht als das Ausland?
Ein Irrtum.
Guter Kapitalismus, böser Kapitalismus?
Gibt's nicht.
Nur die Notwendigkeit des starken Staates.
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