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Mineralwasser (Gelesen: 13347 mal)
Waterworld
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Beiträge: 1

Mineralwasser
28. Mai 2010 um 17:31
 
Guten Tag,

es gibt ja viele Mineralwässer im Handel und ich als leidenschaftlicher Wassertrinker möchte natürlich auf ein gutes Produkt welches ich jeden Tag konsumiere nicht verzichten. Ich habe schon einige Mineralwasser ausprobiert aber richtig zufrieden war ich bisher noch nicht. Nachdem ich zuerst zu Discount Produkte aus der PET Flasche gegriffen habe vom billigem JA! Wasser bis zum teuren Gerolsteiner bin ich nun bei den Glasflaschen angekommen, da man ja davon liest das bei den PET Flaschen Weichmacher ins Wasser gelangen können. Nun heute habe ich mir Merkur medium gekauft da es nicht zu teuer aber ist aber auch nicht zu billig und immer noch gute Inhaltsstoffe hat. Habe ich zumindest gedacht, jetzt lese ich das sie dieses Wasser 2009 mit Mangelhaft beurteilt haben da es erhöhte Mengen von Bor im Wasser hat.

Meine Frage ist nun ob die Firma diese Mängel beseitigen konnte und wie gefährlich der Konsum für mich nun ist. Das ich an dem einen Kasten nicht sterben werde ist mir bewusst, dennoch würde ich gerne in Erfahrung bringen zu welchem Wasser ich gefahrenlos greifen kann ohne mir sorgen um meine Gesundheit machen zu müssen. Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.

MfG
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Beiträge: 3301
Augsburg
Re: Mineralwasser
Antwort #1 - 30. Mai 2010 um 22:12
 
Zu Ihren Fragen (die wir hier aus allgemeinem Interesse beantworten - bitte haben Sie alle Verständnis dafür, dass die Redaktion von ÖKO-TEST keine Fragen hier im Forum beantwortet. Siehe auch hier: => Anfragen an die Redaktion, => Beiträge in diesem Forum).

Zu dem Test:

Es wurde "Merkur Medium" in der Form "PET-Cycle" untersucht. Und zwar im Test "Mineralwasser, Säuglingsnahrung" im ÖKO-TEST-Magazin Juli 2009. Abgewertet wurde in dem Test ein erhöhter Borgehalt von über 1mg/l (4 Noten), 500 µg/l (2 Noten). Das Testergebnis Inhaltstoffe war "befriedigend". Da es sich in dem Test um eine Einwegflasche handelte, wurde das Produkt weiter abgewertet.

Testmethoden:

Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium: DIN EN ISO 17294-2:2005. Hydrogencarbonat: DIN 38 409-H7-1:2005; Fluorid: DIN 38 405-D4 : 1985, Chlorid, Sulfat, Nitrat: DIN EN ISO 10304-1:1995. Schwermetalle: Probenvorbereitung: Zugabe des Internen Standards (Yttrium und Rhenium). Analyseprinzip: Elementbestimmung mittels ICP-MS. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse. Nur für Mineralwässer mit der Auslobung "geeignet für die Ernährung von Säuglingen": Radionuklide Radium-226, Radium-228, Blei-210, Uran-238, Uran-234, Polonium-210: Komplette Gammaspektrometrie, Alphaspektrometrie. Die Jahresdosiswerte (Gesamtrichtdosis) wurden mit den Dosisfaktoren der Richtlinie 96/29/EURATOM (13.5.1996) und einem Mineralwasserverzehr entsprechend neuer StrSchV berechnet. Mikrobiologie: Koloniezahl bei 20°C / 37°C: MTVO Anlage 2 Nr. 5, E.coli und Coliforme Keime (MTVO Anlage 2 Nr. 1), Fäkalstreptokokken (MTVO Anlage 2 Nr. 2), mesophile sulfitred. Clostridien in KBE/50 ml (MTVO Anlage 2 Nr. 4), Pseudomonas aeruginosa (MTVO Anlage 2 Nr. 3). Nitrit: DIN EN ISO 10304-1:1995.
Einkauf der Testprodukte: Februar-März 2009.

Im Test heißt es u.a.:

... In acht Mineralwässern steckten erhöhte Werte an Bor, eines überschritt die festgelegte Höchstmenge für Trinkwasser. Für Mineralwasser gilt ein mehr als fünffacher Grenzwert. Warum, bleibt fraglich, denn viele Menschen trinken genauso viel Mineralwasser wie Leitungswasser. Bor ist in höheren Mengen entwicklungs- und reproduktionstoxisch. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schlägt vor, in Mineralwasser nicht mehr Bor als in Trinkwasser zu erlauben. Das sieht Dr. Hermann H. Dieter, Trinkwassertoxikologe des Umweltbundesamts, genauso. Er empfiehlt sogar, Mineralwässer mit Borgehalten über dem Trinkwasserwert grundsätzlich mit einem Warnhinweis für Säuglinge auszustatten, zumal sichere Werte für Säuglinge nicht bekannt sind und Bor aus Mineralwasser nicht entfernt werden darf.  ...

Ob das Unternehmen das Wasser geändert hat, müssten Sie bitte beim Hersteller nachfragen. Uns liegt derzeit kein neueres Testergebnis vor.

Testergebnisse von Mineralwässern, auch "sehr guten", finden Sie hier:

=> emedien.oekotest.de
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Maus
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Beiträge: 4

Re: Mineralwasser
Antwort #2 - 09. Juni 2010 um 12:32
 
Hm, also ich kaufe mir schon lange kein Mineralwasser mehr, sondern trinke das Wasser aus der Leitung. Wo ich wohne schmeckt das wirklich gut und ich spare Geld.
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Spreephilantrop
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Beiträge: 20

Re: Mineralwasser
Antwort #3 - 15. Juni 2010 um 07:27
 
Das mit dem Leitungswasser ist sicher eine Alternative. Allerdings würde mich auch interessieren, wo es über die Qualität aktuelle Informationen gibt. Ist der zitierte Test der Mineralwasser auf dem neuesten Stand?
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viola.schmitt
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Beiträge: 7

Re: Mineralwasser
Antwort #4 - 05. April 2011 um 17:40
 
ist hier nicht auch die wasserhärte entscheidend bzw. sagt etwas aus über den geschmack und die enthaltenen vitamine etc.?
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Kati33
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Beiträge: 4

Re: Mineralwasser
Antwort #5 - 15. Juli 2011 um 15:18
 
wir trinken auch meist das leitungswasser, es soll angeblich hier in münchen genauso gut sein wie das mineralwasser. aber ich bin mir da nicht 100%ig sicher....
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Beiträge: 3301
Augsburg
Re: Mineralwasser
Antwort #6 - 15. Juli 2011 um 17:22
 
Kati33 schrieb am 15. Juli 2011 um 15:18:
wir trinken auch meist das leitungswasser, es soll angeblich hier in münchen genauso gut sein wie das mineralwasser. aber ich bin mir da nicht 100%ig sicher....


Zitat:
... Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden nicht nur eingehalten, sondern in allen Fällen überaus deutlich unterschritten. Es ist sogar für die Zubereitung von Säuglings- und Krankennahrung geeignet, da es die hierfür relevanten Grenzwerte der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung erfüllt. Darüber hinaus weist das Münchner Trinkwasser bessere Analysewerte auf als viele handelsübliche Mineralwasser ...


Quellen:
http://www.swm.de/privatkunden/m-wasser/gewinnung.html
http://www.swm.de/dms/swm/dokumente/m-wasser/trinkwasser-analysewerte.pdf

Weitere Infos der Stadtwerke München:
http://www.swm.de/privatkunden/m-wasser/qualitaet/wasserlabor.html
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Oekotante
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Beiträge: 1

Re: Mineralwasser
Antwort #7 - 11. Oktober 2011 um 15:20
 
Ich kann mir schon vorstellen, dass die Wasser-Qualität im Wasserwerk der von Mineralwasser entspricht oder diese sogar übertrifft. Aber bleibt die Qualität denn bis zum Wasserhahn erhalten? Wenn ich so an ein Haus denke, welches 30 Jahre oder mehr alt ist und ebenso alte Wasserleitungen hat, habe ich da Zweifel. Weiß jemand mehr?
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Augsburg
Re: Mineralwasser
Antwort #8 - 11. Oktober 2011 um 15:43
 
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Beiträge: 3301
Augsburg
Re: Mineralwasser
Antwort #9 - 11. Oktober 2011 um 15:53
 
Oekotante schrieb am 11. Oktober 2011 um 15:20:
Ich kann mir schon vorstellen, dass die Wasser-Qualität im Wasserwerk der von Mineralwasser entspricht oder diese sogar übertrifft. Aber bleibt die Qualität denn bis zum Wasserhahn erhalten? Wenn ich so an ein Haus denke, welches 30 Jahre oder mehr alt ist und ebenso alte Wasserleitungen hat, habe ich da Zweifel. Weiß jemand mehr?


Zitat:
In welchen Häusern können noch Bleirohre sein?

Häuser, die nach 1973 errichtet wurden, sind nicht betroffen. Seit dieser Zeit wurden in ganz Deutschland keine Bleirohre mehr verwendet. Praktisch frei von Bleirohren ist der gesamte süddeutsche Raum, weil dort schon über hundert Jahre keine Bleirohre mehr verlegt wurden. Aber auch in den übrigen Gebieten Deutschlands sind längst nicht alle vor 1973 gebauten Häuser betroffen, weil auch dort früher häufig andere Materialien (z. B. Kupfer oder verzinkter Stahl) verwendet wurden.

Quelle: http://www.dvgw.de/wasser/informationen-fuer-verbraucher/blei-im-trinkwasser/

Zitat:
Für die Hausinstallation ist der Hausbesitzer verantwortlich
Wir wechseln nur betroffene Hausanschlussleitungen aus. Für Leitungen in der Hausinstallation ist der Hausbesitzer oder Verwalter verantwortlich. Wie viele Häuser in Berlin noch Leitungen aus Blei haben, ist nicht bekannt. Bis 2013 müssen diese Leitungen aber auch ersetzt werden, weil dann selbst kürzeste Restlängen zu Grenzwertüberschreitungen führen.

Quelle: http://www.bwb.de/content/language1/html/611.php
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