ÖKO-TEST Online-Forum KINDER/FAMILIE KOSMETIK/MODE GESUNDHEIT/MEDIKAMENTE BAUEN/WOHNEN ERNÄHRUNG GELD/VERSICHERUNG FREIZEIT/TECHNIK SONSTIGES
21. August 2014 um 23:57
linkwww.oekotest.de   linkemedien.oekotest.de   linkImpressum  
Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
News:
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Bitte beachten: Beiträge in diesem Forum dienen ausschließlich Ihrer Information und entsprechen nicht der Meinung von ÖKO-TEST. Die auf diesen Seiten zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Erkrankungen von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Nehmen Sie niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!
  › TECHNIK / FREIZEIT
  › ÖKO-TEST: Freizeit und Technik
  › Wandern / Höhenmesser
Seiten: 1 2 
Wandern / Höhenmesser (Gelesen: 11287 mal)
0815einerlei
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 608

Wandern / Höhenmesser
02. Juni 2010 um 11:59
 
Habe mal auf Ihre Seite "Wanderausrüstung" geklickt. Spontan das Thema Höhenmesser. Da spricht der absolute Laie, der eher keine Ahnung hat.

Was nutzt es dem Wanderer zu wissen wie viel Höhenmeter er noch vor sich hat? Er hat ein Ziel oder nicht. Will dort hin oder nicht. Die Höhenmeter, so sie überhaupt interessant sind, erfragt man vor der Tour oder erließt sie aus der Karte.

Der Tipp den Höhenmesser während der Tour nachzujustieren ist laienhaft. An Hand der Karte und aktuellen Position weiß man in welcher Höhe man ist. Der Vergleich nun mit dem Höhenmesser zeigt mir Luftdruckveränderungen, worauf Sie selbst hinweisen. Dieser Wert ist aber der eigentlich einzig interessante dabei. Man kann daraus eine evtl. Wetterverschlechterung ablesen (wenn der Höhenmesser z.B. eine größere Höhe als meine tatsächliche anzeigt) und dann entsprechend handeln.

Kann das der „Wanderer“ nicht, sollte er das Ding lieber im Laden liegen lassen.

Der Höhenmesser ist also für "Wanderer" kein wichtiges Instrument, sondern unnützes Spielzeug, das aber auch wiegt und vorallem den Verkäufer glücklich macht.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Pjotr
Ex-Mitglied





Re: Wandern / Höhenmesser
Antwort #1 - 02. Juni 2010 um 16:37
 
0815einerlei schrieb am 02. Juni 2010 um 11:59:
Habe mal auf Ihre Seite "Wanderausrüstung" geklickt. Spontan das Thema Höhenmesser. Da spricht der absolute Laie, der eher keine Ahnung hat.


Ohne auf die Seite geklickt zu haben: Ich spreche mal als ziemlicher Nicht-Laie  Smiley

Zitat:
Was nutzt es dem Wanderer zu wissen wie viel Höhenmeter er noch vor sich hat? Er hat ein Ziel oder nicht. Will dort hin oder nicht.


Dazu müsste man jetzt wissen, was man unter "Wanderer" genau versteht. Die noch zu bewältigenden Höhenmeter können eine wertvolle Zusatzinformation sein, so man nicht permanent auf die Karte glotzen will, was bei ausgeschilderten Wegen ja eher unnötig ist.

Zitat:
Die Höhenmeter, so sie überhaupt interessant sind, erfragt man vor der Tour oder erließt sie aus der Karte.


Wenn ich mit dem Auto von X nach Y fahre, weiß ich die Entfernung auch vorher, trotzdem ist unterwegs ein km-Zähler hilfreich, der mir zeigt, wie weit ich bin.

Zitat:
Der Tipp den Höhenmesser während der Tour nachzujustieren ist laienhaft. An Hand der Karte und aktuellen Position weiß man in welcher Höhe man ist.


Das ist Quatsch, sorry. Die absolute Luftdruckveränderung zur Wetterprognose kann man trotz justieren mitbekommen. Ein Höhenmesser kann ein wertvolles Hilfsmittel in steilerem Gelände sein, weil eben dieses auf Landkarten zwangsläufig nur unzureichend abgebildet werden kann.

Zitat:
Kann das der „Wanderer“ nicht, sollte er das Ding lieber im Laden liegen lassen.

Der Höhenmesser ist also für "Wanderer" kein wichtiges Instrument, sondern unnützes Spielzeug, das aber auch wiegt und vorallem den Verkäufer glücklich macht.


Naja, wie gesagt, kommt darauf an, was man unter "Wanderer" versteht. Im Hochgebirge kann man wandern, im Harz auch. Und ein guter, alter mechanischer Höhenmesser hält ein Leben lang, so er nicht geklaut wird.

Pjotr
Zum Seitenanfang
 
 

 
0815einerlei
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 608

Re: Wandern / Höhenmesser
Antwort #2 - 02. Juni 2010 um 18:25
 
Hallo Pjotr,

ich gehe mal davon aus dass ein Wanderer, in seiner temporären Eigenschaft als Wanderer, für diese Zeit kein Profi ist mit besonders hohen Ansprüchen das Ziel betreffend, welches genauere Angaben, z.B. Höhenmeter, benötigen würde.

In wiefern sind dann die Höhenmeter eine wertvolle Zusatzinformation? Für welchen Zweck?

Der Kilometerzähler ist kein geeigneter Vergleich, da Höhenmeter nicht an Kilometer gekoppelt sind.
So man Interesse an der Höhe hat, kann man sich für ebensoviel Geld ein GPS kaufen, das die Höhe unabhängig vom Luftdruck angibt und zusätzlich die genaue Position zeigt.

Luftdruckveränderungen und Wetterprognosen sind während der Tour absolut getrennt zu betrachten. Prognosen eher vernachlässigbar. (wichtig nur für die Entscheidung „Starten oder z.H. bleiben")
Wetterveränderung kann man aber anhand der Luftdruckveränderung, verbunden mit Wolkenbild und Windrichtung relativ gut einschätzen. Diese Beurteilung ist zeit- und ortsnah und kann von Prognosen nicht erbracht werden. Deshalb ist ein Höhenmesser als Barometer verwendet auch sinnvoll und es ist nicht gut diesen während der Tour zu justieren. Man muss dann aber auch in der Lage sein diesbezüglich mit solch einem Gerät umgehen zu können. Wanderer?

Wie hoch man aktuell ist, ist unwichtig, für Wanderer. Teures Spielzeug.

Wieso soll ein Höhenmesser ausgerechnet in steilem Gelände wertvoll sein? Wenn ich erst vor Ort die Steilheit als zu extrem empfinde, ist es zu spät. Der Rückweg evtl. zu weit. Deshalb sehr genau vor der Tour die Karte lesen und Einheimische fragen. In Karten 1:25000 sind meist die Höhenlinien sehr genau und deren Abstände lassen die Steilheit gut erkennen.

Ist es nicht zu spät, spielt es auch keine Rolle wie hoch man ist oder noch muss oder will. Was der Eine als Motivation empfindet kann einen anderen demotivieren.

Besser ist, sich gut vorzubereiten und den Weg dann einfach zu genießen.

PS: Wer klaut mechanische Höhenmesser? Vor allem wo und wie? Also wenn ich auf der Hütte penne, befindet sich alles im Rucksack, und der ist am Kopfende. Hab noch nie erlebt, dass irgendjemand an einen fremden Rucksack fasste. Einzig auf die Schuhe und Eisen muss man aufpassen, da oft gleiche Modelle in gleichen Größen im Regal stehen und es zu Verwechslungen kommen kann.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Pjotr
Ex-Mitglied





Re: Wandern / Höhenmesser
Antwort #3 - 04. Juni 2010 um 01:41
 
Hallo 0815einerlei,

0815einerlei schrieb am 02. Juni 2010 um 18:25:
Hallo Pjotr,

ich gehe mal davon aus dass ein Wanderer, in seiner temporären Eigenschaft als Wanderer, für diese Zeit kein Profi ist mit besonders hohen Ansprüchen das Ziel betreffend, welches genauere Angaben, z.B. Höhenmeter, benötigen würde.


Sorry, wie kommt man auf so eine beliebige Definition? Wandern kann doch alles Mögliche sein. Es ist halt die Fortbewegung auf 2 Füßen, ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen.

Zitat:
In wiefern sind dann die Höhenmeter eine wertvolle Zusatzinformation? Für welchen Zweck?


So bei einer Wanderung größere Höhenmeter zurückzulegen sind, ist es halt ein informatives Hilfsmittel.

Zitat:
Der Kilometerzähler ist kein geeigneter Vergleich, da Höhenmeter nicht an Kilometer gekoppelt sind.


Tatsächlich ... Bei z.B. einer Wanderung zu einer Hütte mit 1500 Höhenmetern ist das Problem nicht die Entfernung, sondern der Höhenunterschied. Warum soll da ein Höhenmesser sinnlos sein? Dann ist eine Landkarte genauso sinnlos, denn Wege sind ja ausgeschildert ...

Zitat:
So man Interesse an der Höhe hat, kann man sich für ebensoviel Geld ein GPS kaufen, das die Höhe unabhängig vom Luftdruck angibt und zusätzlich die genaue Position zeigt.


Sorry, mein mechanischer Höhenmesser funktioniert immer noch, vor 30 Jahren gab es noch kein GPS. Mich wundert, dass die Baterien so lange gehalten haben  Laut lachend

Zitat:
Luftdruckveränderungen und Wetterprognosen sind während der Tour absolut getrennt zu betrachten.


Tatsächlich!

Zitat:
Prognosen eher vernachlässigbar. (wichtig nur für die Entscheidung „Starten oder z.H. bleiben")
Wetterveränderung kann man aber anhand der Luftdruckveränderung, verbunden mit Wolkenbild und Windrichtung relativ gut einschätzen. Diese Beurteilung ist zeit- und ortsnah und kann von Prognosen nicht erbracht werden. Deshalb ist ein Höhenmesser als Barometer verwendet auch sinnvoll und es ist nicht gut diesen während der Tour zu justieren.


Ich sagte doch schon, das beides möglich ist.

Zitat:
Man muss dann aber auch in der Lage sein diesbezüglich mit solch einem Gerät umgehen zu können. Wanderer?


Sind Wanderer per Definition minderbemittelt? Warum soll jemand, der sich damit befasst nicht umgehen können?
Und nein, ich war meistens nicht als "Wanderer" unterwegs, aber diese Pausalisierung ist doch grotesk.

Zitat:
Wie hoch man aktuell ist, ist unwichtig, für Wanderer. Teures Spielzeug.


Sagen sie das mal einer Wandergruppe im Nebel, die eine Hütte sucht. Da kann ein Höhenmesser äußerst hilfreich sein.

Zitat:
Wieso soll ein Höhenmesser ausgerechnet in steilem Gelände wertvoll sein?


Hallo! Sagte ich bereits. Steileres Gelände ist auf einer Karte schlecht abbildbar. Der Höhenmesser kann da wertvoll zur Positionsbestimmung sein.

Zitat:
Wenn ich erst vor Ort die Steilheit als zu extrem empfinde, ist es zu spät. Der Rückweg evtl. zu weit. Deshalb sehr genau vor der Tour die Karte lesen und Einheimische fragen. In Karten 1:25000 sind meist die Höhenlinien sehr genau und deren Abstände lassen die Steilheit gut erkennen.


Sorry, ich habe gerade den Eindruck, dass da ein großer Theoretiker doziert Smiley

Zitat:
Ist es nicht zu spät, spielt es auch keine Rolle wie hoch man ist oder noch muss oder will. Was der Eine als Motivation empfindet kann einen anderen demotivieren.


Ja, Höhenmesser sind für Wanderer Teufelswerk und lassen sie in die Schlucht stürzen.

Zitat:
Besser ist, sich gut vorzubereiten und den Weg dann einfach zu genießen.


Aber hoffentlich ohne Höhenmesser!

Zitat:
PS: Wer klaut mechanische Höhenmesser?


Also bei der Definition dieser Zielgruppe muss ich passen.

Zitat:
Vor allem wo und wie?


Äh, mir wurde auch schon mal ein ganzer Rucksack geklaut. verzeihen Sie, wenn ich jetzt hier nicht alle Möglichkeiten aufführe, könnte etwas lang werden.

Zitat:
Also wenn ich auf der Hütte penne, befindet sich alles im Rucksack, und der ist am Kopfende.


Also bei mir lag der meistens in der Apside vom Zelt

Zitat:
Hab noch nie erlebt, dass irgendjemand an einen fremden Rucksack fasste.


Es gibt auch sowas wie eine An- und Abreise zum Zielgebiet.

Zitat:
Einzig auf die Schuhe und Eisen muss man aufpassen, da oft gleiche Modelle in gleichen Größen im Regal stehen und es zu Verwechslungen kommen kann.


Darum habe ich frühzeitig begonnen, Hütten zu meiden (U.a. auch, um neunmalklugem Geschwätz zu entgehen). Aber richtig fies ist, wenn man den Partner verwechselt und das erst unterwegs merkt - ich habe meinem immer einen Höhenmesser umgehängt, dass ich ihn erkenne Laut lachend

Zum Seitenanfang
 
 

 
0815einerlei
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 608

Re: Wandern / Höhenmesser
Antwort #4 - 04. Juni 2010 um 15:08
 
Lieber Pjotr,

Sie zwingen mich zu Ausführlichkeit, aber zu Ihrem Wohl und derer die das evtl. auch noch lesen.

worüber streiten wir eigentlich? Mir ging es lediglich darum zu zeigen, dass man nicht wie ein Borg durch die Gegend laufen muss, wenn es nicht nötig ist, nicht immer alles haben muss weil einem jemand sagt „Du musst das haben.“, und dass die von mir bemängelte Erläuterung zum Thema Höhenmesser tatsächlich zu bemängeln ist, und zwar aus den von mir benannten Gründen.

Wir können uns natürlich über Begriffe streiten. Ist aber langweilig. Natürlich kann ein Wanderer auch Profi sein und Michael Schumacher auch mit „normalen“ Autos fahren.

Ich ging mal vom allgem. Verständnis aus, wonach ein Wanderer kein Bergsteiger im professionellen Bereich zu verstehen ist.

Sind Sie Technikfreak? Ich jedenfalls kein Theoretiker. Will aber nicht in Wettstreit treten.

Ich versuche hier wertvolle Tipps zu geben, u.A. eben auch sich zu überlegen was man wirklich brauch, des Geldes aber auch des Gewichtes wegen. Und wenn man bestimmte Dinge benutzt, dann eben wie am sinnvollsten. Und was auf besagter Seite steht ist nicht sinnvoll.

Sie sprechen von interessanten Informationen. Wenn ich alles mitnehme, was mir interessante Informationen liefert, laufe ich bald wie ein Packesel durch die Berge.
Ich spreche von wichtigen Informationen, welche der Entscheidungsfindung dienen.

Nennen Sie doch bitte eine wichtige Entscheidungssituation, in der ein Wanderer einen Höhenmesser brauch.

Ihr Beispiel mit dem Nebel ist nicht gut, da u.U. lebensgefährlich. Wenn Sie im Nebel den Höhenmesser zur Standortbestimmung nutzen ist das Risiko der Fehlbeurteilung extrem groß. Sie lesen z.B. 1800m, wissen die Hütte ist bei 2000m und schlussfolgern nun also nur noch „x“ Meter vor sich zu haben. In Wirklichkeit stehen Sie aber auf einer vorgelagerten Anhöhe und sind viel weiter weg, gehen also weiter und stürzen in die Schlucht die da noch ist. (so und ähnlich schon oft passiert). Bei dichtem Nebel(z.B.Wolke) wartet man an Ort und Stelle bis man wieder ausreichend sehen kann. Mit Höhenmesser den Standort festzustellen geht nur in ausreichender Sichtweite zu mehreren anderen Anhaltspunkten.

Wenn Sie jedoch ausreichende Sicht haben, brauchen Sie keinen Höhenmesser, sondern folgen einfach weiter Ihrem Weg und freuen sich wenn sie am Ziel angekommen sind.Fertig.

Im steilen Gelände? Was ist für Sie steil und für welche Entscheidung brauchen Sie dann als Wanderer den Höhenmesser? Der Höhenmesser zeigt nur die Vergangenheit an Höhenmetern, nicht was auf Sie zukommt. Also wie steil es war, nicht wie steil es wird. Das müssen Sie visuell einschätzen und vorab relativ genau wissen. Deshalb meine Anmerkung sich vorab genau zu informieren. (Karte, Einheimische) Wenn Sie erst am Fuß der Steile feststellen, dass es zu steil ist um noch in vertretbarer Zeit am Ziel zu sein, kann es u.U.zu spät sein für den Rückweg. Man macht sich dann Sorgen an Ihrer Ausgangshütte und an der Zielhütte und wird Bergretter losschicken, was Sie dann bezahlen. Was bringt Ihnen also der Höhenmesser, außer nach der Tour befriedigt über die Leistung zu sein. Dazu brauche ich aber auch keinen, weil an der Hütte steht wie hoch man ist.

Was anderes ist es in einer Mehrtageswand. Wanderer hat aber nichts mit Wand zu tun.
Wenn ich in einer Wand bin und entscheiden muss, Biwak oder noch nicht, dann wird so`n Ding interessant und wirklich wichtig.

Ich benutze u.a. die Karten von IGC Nr.108 und 109, die mein Bergkumpel Lucio Trucco mit entworfen hat.

Von ihm, seinem Vater und ein, zwei anderen aus dieser Truppe hab ich viel gelernt und lerne noch.

Natürlich gibt es Wanderer, die Höhenmesser verwenden und das auch können. Trotzdem, sorry, ist es eher Quatsch als notwendig. Auch, und im Besonderen, im Nebel, da wie beschrieben das mächtig in die Hose gehen kann.

Wie bereits gesagt, Höhenmesser zur Wetterbeurteilung o.k.. Aber das muss man üben und bitte nicht unterwegs dran rumstellen, da man sonst den Überblick über den Druckverlauf verliert.
Höhenmesser als Informationsgeber die Höhenmeter betreffend = Geldverschwendung, usw.und falsch verwendet auch noch gefährlich.


Lieber Pjotr.
Bitte jetzt nicht böse sein. Wir müssen immer etwas schmunzeln, wenn wir die „Wanderer“ sehen, in Zermatt die Bahnhofstraße auf und ab gehend und Pose stehend für japanische Touristen, alles Gedönse am Rucksack außen dran, damit es jeder sehen kann, „Ich bin ein Bergsteiger“. Die haben dann auch einen Höhenmesser dabei. Komisch ist nur, dass das aber auch dieselben sind, die man später per Hubschrauber sucht.

Ich hoffe nur Sie gehören nicht zu denen.

Allein im letzten Juli starben am Mont Blanc 2 Männer wegen unzureichender Sicherung im Nebel, wurden erst Tage später zufällig gefunden, am Monte Rosa zwei ältere Pärchen im Nebel abgestürzt, ein Pärchen tot, auch am Monte Rosa 2 Spanier ohne Eisen vom Eishang gefallen, auch im Nebel, auch tot, eine Viererseilschaft, auch am Monte Rosa, auch im Nebel, abgestürzt, alle tot.

Hätte das ein Höhenmesser verhindern können? Eher nicht. Leider.

Übrigens: Equipment gehört nicht in die Apside. Nicht nur der Diebe, sondern auch der Feuchtigkeit und Tierchen wegen.

Ich stehe gern für weitere Tipps zur Verfügung. Man ist nie zu alt zum Lernen.

Zitat:
Darum habe ich frühzeitig begonnen, Hütten zu meiden (U.a. auch, um neunmalklugem Geschwätz zu entgehen)


Da ist was wahres dran. Lippen versiegelt
Aber Partner verwechseln... Auweija. Laut lachend

Zum Seitenanfang
 
 

 
Pjotr
Ex-Mitglied





Re: Wandern / Höhenmesser
Antwort #5 - 04. Juni 2010 um 18:31
 
Lieber 0815einerlei,

0815einerlei schrieb am 04. Juni 2010 um 15:08:
Lieber Pjotr,

Sie zwingen mich zu Ausführlichkeit,


Das wollte ich jetzt eigentlich nicht ...

Zitat:
aber zu Ihrem Wohl und derer die das evtl. auch noch lesen.


Um mein Wohl brauchen Sie sich eher nicht zu kümmern, ich habe gute 30 Jahre alpine Tätigkeit im Gegensatz zu einigen Freunden überbebt. Und die 2 mal, wo das nur mit viel Glück war, hatte das aber auch gar nichts mit Höhenmessern zu tun Smiley

Zitat:
worüber streiten wir eigentlich?


Um die veralgemeinernde Pausalaussage: Wanderer brauchen keinen Höhenmesser. Das ist mir eben zu pauschal. Beim Wattwandern braucht man sowas eher weniger, Bei einer hochalpinen Wanderung kann er nützlich sein, sage ich.

Zitat:
Mir ging es lediglich darum zu zeigen, dass man nicht wie ein Borg durch die Gegend laufen muss,


Sind wir einer Meinung.

Zitat:
Ich ging mal vom allgem. Verständnis aus, wonach ein Wanderer kein Bergsteiger im professionellen Bereich zu verstehen ist.


Meinetwegen, aber warum soll ein Wanderer im Hochgebirge sich nicht gleiches Orientierungswissen aneignen?

Zitat:
Sind Sie Technikfreak?


Wenn ich das wäre, hätte ich keinen 25 Jahre alten mechanischen Höhenmesser.

Zitat:
Ich versuche hier wertvolle Tipps zu geben,


Dann geben Sie den Tipp, dass ein Höhenmesser nur sinnvoll ist, wenn man sich mit der Materie befasst hat, den
Nutzen, die Begrenzungen und möglichen Gefahren eines solchen Instrumentes kennt.
Dann bin ich bei Ihnen. Aber nicht: Wanderer brauchen keinen Höhenmesser. Hinweis: Man kann auch außerhalb der Alpen wandern, wo kein gutes Kartenmaterial und super Ausschilderung vorhanden ist.

Zitat:
Und was auf besagter Seite steht ist nicht sinnvoll.


Muss mir glatt mal die Seite anschauen Smiley

Zitat:
Sie sprechen von interessanten Informationen. Wenn ich alles mitnehme,
was mir interessante Informationen liefert, laufe ich bald wie ein Packesel durch die Berge.
Ich spreche von wichtigen Informationen, welche der Entscheidungsfindung dienen.


Tschuldigung, Karte, Kompass, Höhenmesser sind nun mal ein sinnvolles Trio, so man sich zuverlässig orientieren will. Was natürlich mit GPS hinfällig ist, bis auf die Karte.

Zitat:
Ihr Beispiel mit dem Nebel ist nicht gut, da u.U. lebensgefährlich.
Wenn Sie im Nebel den Höhenmesser zur Standortbestimmung nutzen
ist das Risiko der Fehlbeurteilung extrem groß.


Himmel! Das ist doch nur ein zusätzlicher Anhaltspunkt! Ich sag doch nicht, dass man sich per HM orientieren soll.
Und Unfälle durch falsche Anwendung von Ausrüstung sind nun wirklich nichts Neues.

Zitat:
Was anderes ist es in einer Mehrtageswand. Wanderer hat aber nichts mit Wand zu tun.
Wenn ich in einer Wand bin und entscheiden muss, Biwak oder noch nicht,
dann wird so`n Ding interessant und wirklich wichtig.


Da könnte ich jetzt mit der gleichen Logik dagegenhalten. In einer Wand sind die Höhenmeter weniger relavant, als die Schwierigkeit einzelner Abschnitte. Hier hochzurechnen ist absurd, wenn einem dann 100m soviel Zeit kosten wie sonst 500. Das ist doch Schwierigkeitsabhängig.

Zitat:
Ich benutze u.a. die Karten von IGC Nr.108 und 109, die mein Bergkumpel Lucio Trucco mit entworfen hat.


Und ich die Schweizer Topokarten, so es Schweiz ist. Und mein Cousin ist Topograph bei der Eidgenössischen Landestopographie, und Kurt Albert hat in meinem Wohnzimmer schon Gitarre gespielt, Jetzt hab ich es Ihnen aber gegeben! Smiley

Zitat:
Trotzdem, sorry, ist es eher Quatsch als notwendig.


Das kommt doch auf den Fall an! Darum gehts doch. Für üblicher Wanderungen ist sowas sicher nicht wirklich nötig, aber man kann das trotzdem nicht pauschalisieren mit "Ein Wanderer braucht keinen Höhenmesser".

Ein guter Tipp wäre übrigens darauf hinzuweisen, dass Billigteile für den A. sind, wenn sie z.B. nicht temperaturkompensiert sind. Da kann man es gleich lassen. Wir haben da mal Versuchsreihen in einer Unterdruck-Kugel gemacht, das Ergebnis war ernüchternd.

Zitat:
Ich hoffe nur Sie gehören nicht zu denen.


Ich habe die Sommer meiner Sturm und Drang Jahre im Wallis verbracht und Zermatt mit seinen Alpin-Kasperl gerne gemieden.

Zitat:
Übrigens: Equipment gehört nicht in die Apside. Nicht nur der Diebe, sondern auch der Feuchtigkeit und Tierchen wegen.


Das ist in der Pauschalität Quatsch, sorry. Das kommt doch ganz auf die Situation an. Im Innenzelt ist zudem die Luftfeuchtigkeit üblicherweise höher.

Pjotr
Zum Seitenanfang
 
 

 
elf
Forum-Mitglied

Online



Beiträge: 6595
Südland
Geschlecht: male
Re: Wandern / Höhenmesser
Antwort #6 - 04. Juni 2010 um 19:54
 
Warum trefft Ihr Euch nicht mal an der Krummen Lanke und wandert?
Ihr seid doch beide nette Kerle, oder hab ich mich in meiner grenzenlosen Arroganz wieder mal vertan?
Zum Seitenanfang
 

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“– Recep Tayyip Erdogan
"Wo Bild als Zeitung durchgeht, gelten Frisöre als Hirnforscher."- Wiglaf Droste
Beiträge können HOAX enthalten
 

 
Pjotr
Ex-Mitglied





Re: Wandern / Höhenmesser
Antwort #7 - 04. Juni 2010 um 20:10
 
elf schrieb am 04. Juni 2010 um 19:54:
Warum trefft Ihr Euch nicht mal an der Krummen Lanke und wandert?


Aber nur mit Höhenmesser!

Zitat:
Ihr seid doch beide nette Kerle, oder hab ich mich in meiner grenzenlosen Arroganz wieder mal vertan?


ICH bin total nett, 0815 ist der Böse!  Laut lachend Laut lachend

Zum Seitenanfang
 
 

 
Pjotr
Ex-Mitglied





Re: Wandern / Höhenmesser
Antwort #8 - 04. Juni 2010 um 20:35
 
Ok, 0815einerlei,

ich hab jetzt mal die Seite angeklickt und kann Ihre leicht aggressive Art, darauf zu reagieren ziemlich gut nachvollziehen Smiley
Zum Seitenanfang
 
 

 
0815einerlei
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 608

Re: Wandern / Höhenmesser
Antwort #9 - 04. Juni 2010 um 22:01
 
Naklar bin ich´n Lieber. Will jetzt aber mein Gedönsel los werden, wo ich die halbe Arbeitszeit dran geschriebselt habe. So!
Zitat:
….ich habe gute 30 Jahre alpine Tätigkeit im Gegensatz zu einigen Freunden überbebt…

Dann sind wir u.U. im gleichen Alter. Trotzdem…kann man dolle Fehler machen.
Zitat:
…. Bei einer hochalpinen Wanderung kann er nützlich sein,….

Ja. Aber wofür? Sich an den Höhenmetern zu ergötzen, was die Meisten aber nur machen, ist eben etwas teuer. Und dazu kommen dann solche Ratschläge wie das Teil unterwegs nachzuregeln, womit man sich aber die Option der Verwendung als Barometer verbaut, was aber tatsächlich wichtig wäre.
Zitat:
… aber warum soll ein Wanderer im Hochgebirge sich nicht gleiches Orientierungswissen aneignen?....

Wie wer?
Zitat:
….. Dann geben Sie den Tipp, dass ein Höhenmesser nur sinnvoll ist, wenn man sich mit der Materie...

Genau das will ich ja erreichen. Die Masse macht das aber nicht. Und der Verkäufer freut sich wenn er wieder einem so´n Ding verkauft hat, was er nie wirklich brauch. Und um die geht es mir eigentlich.
Zitat:
… Man kann auch außerhalb der Alpen wandern,…

Wo soll´n das sein? Die Erde ist ne Scheibe und besteht aus den Alpen. Jedenfalls würde ich nicht weiter fahren. hä?
Zitat:
… Karte, Kompass, Höhenmesser sind nun mal ein sinnvolles Trio…

Für Sie und andere Erfahrene. Aber dann dürfen Sie nicht so´n Beispiel wie das im Nebel bringen. Horst Hacke aus Marzahn versteht Sie so, wie Sie es schrieben, und das kann eben fatal enden.
Zitat:
… Das ist doch nur ein zusätzlicher Anhaltspunkt! Ich sag doch nicht, dass man sich per HM orientieren...

Eben. Hätten Sie das mal gleich so geschrieben.
Zitat:
…. Und Unfälle durch falsche Anwendung von Ausrüstung sind nun wirklich nichts Neues….

U.a.deshalb nämlich.
Zitat:
…. In einer Wand sind die Höhenmeter weniger relavant, als die Schwierigkeit einzelner Abschnitte.

Was ein großer Irrtum ist. Ein Bergsteiger, der eine Wand angeht, für die er 2 Tage plant und am Ende des ersten Tages merkt, dass er für den „Rest“ mindestens noch 2 Tage brauch, aber nur für 2 Tage Essen und Wasser dabei hat, biwakiert dort wo er ist,was er ja sowieso machen wollte, und seilt sich am nächsten Tag entspannt ab.

Der Wanderer der aber für seine Tour 8h einplante und in der 7. h merkt, dass er für den Rest auf Grund der unerwarteten Steilheit, noch 4 h brauch steht schlecht da. Bleiben kann er nicht, weil keinen Biwaksack dabei hat, weitergehen kann er nicht weil es zu dunkel wird, und zurück erst gar nicht, weil viel zu weit. Was nutzt ihm nun der Höhenmesser? Der Wanderer muß also erst recht wissen mit welcher Gehzeit zu rechnen ist. Also vorab an Hand der Karte und Auskünften Einheimischer. Wozu nutzt ihm da ein Höhenmesser?
Zitat:
… Und ich die Schweizer Topokarten,...

Angeber. Zwinkernd

Im Ernst wollte ich damit nur darauf hinweisen, dass ich kein Theoretiker bin und es sehr wohl, sehr gute Karten gibt. Aber nicht angeben. Außerdem. Alles was Du kannst das kann ich viel besser……….kann ich doch. Zunge
Zitat:
…. Für üblicher Wanderungen ist sowas sicher nicht wirklich nötig…

Und um genau die geht es eigentlich. Weil die die Angesprochenen sind mit solchen, wie die von mir bemängelten Seiten, oder ähnlich gelagerten „Fachzeitschriften“ und „Fachverkäufern“, die Berge nur von Bildern kennen, wie in anderen Sportarten leider immer mehr auch. Da muß der Triathlet ein Rad für 3000,-€ haben und Mutti, die einmal/Woche Spazieren geht brauch unbedingt nen utopischen Pulsmesser, und Nordic Walkingstöcke für 120,-€.  Bäh, bäh, bäh.
Da muß mr doch ma was sagn. Gelle? Ärgerlich
Zitat:
…. Ein guter Tipp wäre übrigens darauf hinzuweisen, dass Billigteile für den A. sind, wenn sie z.B. nicht temperaturkompensiert sind.

Ja.Aber bitte immer an den entsprechenden Adressaten oder in umfänglichen Zusammenhängen. Sonst geht Horst Hacke aus Marzahn nun zu seinem berliner Intersport des Vertrauens und pocht auf solch ein Gerät für seine Tour in die Müggelberge, oder steht im Nebel am Abgrund, die Pipullen auf die Anzeige geheftet und macht nen Schritt zu viel.

Was ich meine ist, dass immer mehr die Unsitte um sich greift den Leuten das Gefühl zu geben, „sind sie ausgerüstet wie Profis, sind sie auch welche“, und sich dadurch oft in Gefahr bringen. Und nach dem 3.mal Rumstellen an dem Ding wissen se zwar ungefähr wie hoch se sind, jedoch nicht wo. Aber sie wissens halt. Naja, o.k. wenn se dadurch besser schlafen können. Bitteschön.
Zitat:
… Zermatt mit seinen Alpin-Kasperl gerne gemieden…

Naja, meiden..die Kasperl ja, aber doch nicht gleich ganz Zermatt. Die Kasperl sind aber lustig. Und wenn man im Kaffee an der Ecke der Brücke sitzt und das Gewühle der, meist japanischen, Fotografen beobachtet, die, ich glaube, von einem zentralen japanischen „Man sieht das Matterhorn-Melder“ alarmiert werden, brauch man kein Kino mehr. Laut lachend
Zitat:
… Im Innenzelt ist zudem die Luftfeuchtigkeit üblicherweise höher….

Wissen Sie vor dem Schlafen ob es in der Nacht regnet? Und Ameisen oder ähnliches Getier?
Die Feuchtigkeit im Zeltinnern ist für das Equipment vernachlässigbar. Oder Sie brauchen ein anderes Zelt.

Alter Schalter.Is das´n Geschreibsel.

Hab jetzt Feierabend.

Bis denne.

Ich will nicht streiten,will nicht streiten, will nicht streiten. Hab Euch alle lieb. Piep,piep,piep. weinend
Zum Seitenanfang
 
 

 
Seiten: 1 2