ÖKO-TEST Online-Forum KINDER/FAMILIE KOSMETIK/MODE GESUNDHEIT/MEDIKAMENTE BAUEN/WOHNEN ERNÄHRUNG GELD/VERSICHERUNG FREIZEIT/TECHNIK SONSTIGES
23. Mai 2017 um 07:13
linkwww.oekotest.de   linkemedien.oekotest.de   linkImpressum  
Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
News:
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Bitte beachten: Beiträge in diesem Forum dienen ausschließlich Ihrer Information und entsprechen nicht der Meinung von ÖKO-TEST. Die auf diesen Seiten zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Erkrankungen von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Nehmen Sie niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!
  › GELD / VERSICHERUNGEN
  › ÖKO-TEST: Rente, Geld, Versicherungen
  › Warnung vor Privatrentenverträgen
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Warnung vor Privatrentenverträgen (Gelesen: 22960 mal)
JogDial
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 1296
Großraum: Europa
Warnung vor Privatrentenverträgen
13. August 2010 um 09:48
 
Warum habe ich vom Ökotest-Verlag noch niemals eine klare Warnung vor Privatrentenverträgen - insbesondere für Arbeitnehmer gelesen?
Auch wenn es etwas kompliziert ist, sollten Fachleute und Spezialisten klar erkennen können, daß die Entgeltumwandlung zur privaten Rentenvorsorge (auch Rister-Renten!) für die Arbeitnehmer ein sehr, sehr schlechtes Geschäft sind.
Habe ich da was überlesen, oder falsch verstanden? Ich glaube nicht:


Am schlimmsten aber ist, daß durch die massenhafte Verbreitung dieser "Verdummungsrente" auch noch diejenigen geschädigt werden, die dabei nicht mitmachen:

aus den oben verlinkten Text, Zitat:
Je mehr Menschen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung durch Entgeltumwandlung vorsorgen, je höher also die Teilnehmerquote an der Entgeltumwandlung ist, desto geringer steigt als Folge die gesetzliche Rente.

Die Beitragsfreiheit im Rahmen der Entgeltumwandlung reduziert das in der Rentenanpassungsformel zu berücksichtigende, versicherungspflichtige Entgelt.


Ich bitte um sachliche Stellungnahme.

Ach, und bevor ich es vergesse: es lohnt sich natürlich für Arbeitgeber, die Versichertenwirtschaft und Leute die Schmiergeld (zweite Quelle) annehmen.
Zum Seitenanfang
 

***unabhängiger Konsument***verkaufe nichts***werbe keine Vertriebspartner***
 

 
Forum Admin
Administrator

Offline



Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Warnung vor Privatrentenverträgen
Antwort #1 - 16. August 2010 um 13:31
 
Artikel erschien in: ÖKO-TEST April 2010

Sorgenkind Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente fällt immer magerer aus. Fast jeder muss daher zusätzlich mit Riester, Rürup, Direktversicherung oder Pensionskasse vorsorgen. Das Geld, das der Staat als Zuschuss spendiert, macht die Privatvorsorge zu einem guten Geschäft - für die Versicherungen.

Als "unverantwortliche Stümperei" bezeichnete der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unseren Test Pensionskassen in der Oktoberausgabe 2008 (wegen dieser Pressemitteilung verlor der GDV später einen Prozess gegen ÖKO-TEST, doch das ist eine andere Geschichte). Der Grund für den Schaum vor dem Mund: Wir hatten festgestellt, dass viele Pensionskassen für die Versicherten ein denkbar schlechtes Geschäft sind. Um eine angemessene Verzinsung ihrer Beiträge zu bekommen, müssen sie meist über 90, oft sogar weit über 100 Jahre alt werden.
Pensionskassen zählen zu den ältesten und beliebtesten Durchführungswegen für Betriebsrenten. Über vier Millionen Arbeitnehmer haben einen Vertrag, weil der Gesetzgeber den Verzicht auf Gehaltsauszahlung zugunsten einer späteren Rente aus der Pensionskasse - die sogenannte Entgeltumwandlung - mit Steuer- und Sozialabgabenersparnis fördert. Am Markt wetteifern ältere Pensionskassen in Rechtsform von Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit mit neuen Pensionskassen, die seit 2002 von Lebensversicherern gegründet wurden und meist als Aktiengesellschaft firmieren. Diese sogenannten Wettbewerbspensionskassen gehen meist mit kostenpflichtigem Vertrieb auf Kundenfang, müssen wie private Lebensversicherer kalkulieren und für die Aktionäre Gewinne erwirtschaften. Das entfällt bei den alten Pensionskassen, die daher mehr Geld an die Versicherten auszahlen können, was in unserem Test zu deutlich besseren Testergebnissen führte.

Doch nicht nur dieses Testergebnis brachte den GDV auf die Palme. Während - nicht nur unsere - Tests in der Vergangenheit grob gesagt lediglich untersuchten, welche Rendite Pensionskassen in der Ansparphase abwarfen, untersuchen wir seit 2008 auch die Rentenphase. Denn wir hatten gemerkt, dass die Versicherer auf die Kritik von Verbraucherschützern an den hohen Abschlussgebühren reagierten und teilweise Kosten von der Anspar- in die Rentenphase verschoben. So schnitten sie bei den üblichen Tests gut ab und schröpften bislang unbemerkt die zukünftigen Rentner. Mit unserem neuen Testansatz machten wir nun zum ersten Male deutlich, wie wenig die Versicherten für ihr sauer verdientes Geld von den Pensionskassen bekommen werden.

Und nicht nur von denen. Wer einen Rürup-Vertrag abschließt muss für eine angemessene Verzinsung seiner Einzahlungen ebenfalls 90, beim schlechtesten Anbieter sogar 109 Jahre alt werden - ein Fall für das Guinnessbuch der Rekorde. Wenn da nicht die Direktversicherungen wären, wie die Pensionskassen ein Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge. Sie lohnen sich beim teuersten Anbieter sogar erst im Alter von 125,7 Jahren.

Renditen im Minusbereich

Die größte Erfolgsgeschichte der privaten Zusatzvorsorge schreiben die Riester-Renten. Knapp 13 Millionen Verträge haben die Deutschen inzwischen abgeschlossen. Nur die wenigsten davon sind, wie sie sein sollen: transparent, einfach, kostengünstig. Auch Riester-Versicherte müssen im schlechtesten Fall knapp 100 Jahre alt werden, damit sich ihr Vertrag lohnt. Vorausgesetzt, die Versicherungen erwirtschaften nicht nur den gesetzlich vorgeschriebenen Kapitalerhalt bzw. die garantierte Mindestrendite, sondern auch die von ihnen prognostizierten Erträge tatsächlich.

Wirklich sicher sind allerdings nur die garantierten Rentenleistungen - und deren Rendite liegt oft sogar im Minusbereich. Rürup-Renten, zeigte unser Test im Jahr 2008, kommen auf plus 1,22 bis minus 0,68 Prozent, Direktversicherungen jedes Jahr auf minus 1,64 Prozent bis plus 1,38 Prozent. Bei Pensionskassen lag die Rendite im besten Fall bei 2,75 und im schlechtesten bei minus 1,0 Prozent, bei Riester-Renten plus 1,58 bis minus 0,38 Prozent.

Die mageren Ergebnisse bestätigte unser neuester Test Riester-Renten im Juli 2009. Wer davon ausgeht, lediglich 80 Jahre alt zu werden, kommt bei fondsbasierten Riester-Renten auf jährliche Verluste von minus 1,98 bis 2,8 Prozent, sofern er infolge schlechter Kapitalmarktentwicklung nur die garantierte Rente erhält. Bei Klassikpolicen ist Riester-Sparern in diesem Fall wenigstens der Kapitalerhalt sicher. Im Ausnahmefall kann es aber auch hier passieren, dass die Rendite bis zu 2,5 Prozent pro Jahr ins Minus rutscht. Selbst mit 90 Jahren haben Riester-Sparer bei teuren Versicherern nicht einmal ihre eingezahlten Beiträge zurück.

Ein Grund für diese sorgenhaften Renditen: Die Versicherungen gehen davon aus, dass die Menschen steinalt werden. Nach ihrer Kalkulation hat ein 2008 geborenes Mädchen eine Lebenserwartung von 103 Jahren - sofern es eine Riester- oder andere Rentenversicherung abschließt. Will dasselbe Mädchen eine Kapitallebensversicherung, gehen die Versicherer jedoch nur von 77 Jahren aus.

...
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
Forum Admin
Administrator

Offline



Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Warnung vor Privatrentenverträgen
Antwort #2 - 16. August 2010 um 13:32
 
...

Wie alt werden die Deutschen wirklich, das fragten nicht nur wir. "Das ist ein Unterschied von einem Vierteljahrhundert", empörte sich Arno Gottschalk, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen, und warf die Frage auf, ob Versicherer ihre Sterbetafeln nach Bedarf gestalten dürfen. Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Grünen, erklärte: "Damit die staatliche Altersvorsorge nicht zur Farce wird, besteht dringender Regelungsbedarf seitens des Gesetzgebers."

Leben die Deutschen 103 Jahre?

Steinalt werden im einen, recht jung sterben im anderen Fall: Beide Annahmen machen für die Versicherungen Sinn. Je kürzer die durchschnittliche Lebenserwartung bei Kapitallebensversicherungen kalkuliert wird und je höher damit das kalkulatorische Risiko ist, dass ein Versicherter frühzeitig stirbt, desto höher fallen die Prämien aus. Leben und zahlen die Versicherten dann doch im Durchschnitt länger, streicht die Versicherung zusätzliche Gewinne ein.

Bei Riester- und anderen Rentenversicherungen ist es genau umgekehrt. Wer 103 Jahre alt wird, bekommt nach heutigem Stand 36 Jahre lang Rente. Die ist monatlich selbstverständlich wesentlich geringer, als wenn die Versicherer nur mit einem Alter von 93 und 26 Jahren Rentenzahlung kalkulieren würden. Denn die eingezahlten Beiträge - und damit das Geld, das für die Rentenzahlung zur Verfügung steht - sind in beiden Fällen gleich. Sterben die Versicherten nun nicht erst mit durchschnittlich 103 Jahren, bleibt etwas übrig vom Geld, das für die Zahlung der Rente eingeplant wurde. 25 Prozent dieser "Risikogewinne" darf die Versicherung in die eigene Tasche stecken. Dabei geht es keinesfalls um Peanuts. Denn ob eine Riester-Rente von 320 Euro für einen heute 30-jährigen Familienvater 28,8 Jahre gezahlt wird - wie die Versicherer unterstellen - oder nur 19,15 Jahre - wie ÖKO-TEST angenommen hat, macht in der Summe glatt 37.120 Euro aus. Hochgerechnet könnte das 317,5 Milliarden Euro Risikogewinne ergeben, von denen 25 Prozent, also gut 79 Milliarden Euro, an die Versicherer gehen, errechneten wir schon 2008.

Alles Unsinn, sagt Peter Schwark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des GDV. Versicherungen müssten vorsichtig kalkulieren, und für einen heute 30-jährigen, "normal gesunden" Menschen seien 90 Jahre eine durchaus realistische Lebenserwartung. Wer nicht "normal gesund" sei und daher nicht von einem langen Leben ausgehe, schließe keinen Riester-Vertrag ab. Allerdings ist Riester gerade für Menschen mit verhältnismäßig geringem Einkommen gedacht. Für sie ist die gesetzliche Rentenlücke besonders bitter - und sie leben statistisch gesehen ein paar Jahre weniger als der Durchschnitt. Außerdem: Wer weiß mit 25 Jahren - Menschen in diesem Alter wird durch einen zusätzlichen staatlichen Zuschuss der Abschluss eines Riester-Vertrags schmackhaft gemacht - ob er überdurchschnittlich lange leben wird?
Der zweite Grund für das schlechte Geschäft, das die Versicherten mit Riester-Renten machen: Die Versicherungen gönnen sich selbst einen kräftigen Schluck aus der staatlichen Zulagenpulle. Bei gleicher Einzahlung haben Riester-Sparer zu Rentenbeginn bis zu 3.263 Euro weniger Garantiekapital und bis zu 14.373 Euro weniger an Gesamtkapital auf dem Konto als bei einer ungeförderten Privatrente, weil die Versicherer unter anderem ausgerechnet für die staatlichen Zuschüsse besonders hohe Verwaltungsgebühren kassieren. Auch die Rentenleistung fällt bei Riester-Verträgen meist geringer aus. Denn die Auszahlung aus einem Riester-Vertrag kommt bei manchen Versicherern teurer als bei einer ungeförderten privaten Rentenversicherung.

ÖKO-TEST steht mit seiner Kritik an Riester- und anderen Rentenversicherungen nicht allein. Allerdings hat niemand in Deutschland Vergleichstests gemacht, die zeigen, dass die Versicherer ausgerechnet bei der staatlich geförderten privaten Vorsorge abkassieren und damit ein ansehnlicher Teil der Steuergelder nicht bei den Versicherten landet, sondern bei den Aktionären. Auch hat niemand so genau wie ÖKO-TEST gezeigt, wie schlechte Geschäfte die Versicherten machen - und wie gute die Versicherungen.

Ob das dazu beiträgt, dass irgendwann der Gesetzgeber einschreitet, wie es Gerhard Schick von den Grünen ebenso wie Gerd Billen, der Vorsitzende des VZBV fordert, bleibt abzuwarten. Ganz sicher haben unsere Tests dazu geführt, dass nicht mehr unbemerkt Geschäfte auf Kosten der Versicherten gemacht werden können - und sich Rentner zukünftig möglicherweise über ein wenig mehr Geld im Ruhestand freuen können.
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
JogDial
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 1296
Großraum: Europa
Re: Warnung vor Privatrentenverträgen
Antwort #3 - 17. August 2010 um 09:37
 
Ja, danke erst einmal für die ausführliche Antwort.
Dennoch habe ich die Kritik in den verlinkten Artikeln nicht so eindeutig und klar wahrgenommen. Muss man das so umständlich machen? Nach meiner Auffassung müsste man die eindeutigen Aussagen der Verkäufer ebenso eindeutig und verallgemeinernd beantworten.

Die Aussagen des Personalrat UND der Verkäufer in unserem Betrieb (großer öffentlicher!!! Dienstleiter) waren sehr eindeutig: aus dem Gedächtnis: Warum machen sie keine Entgeltumwandlung, Sie wissen doch, daß eine Rentenlücke besteht, diese Entgeltumwandlung bringt ihnen nur Vorteile, sie zahlen nur xEUR und sparen effektiv 2*X, Ihre Rente beträgt XXXXX EUR, das ist eine Verzinsung von XXProzent.

Ich vermute so, oder so ähnlich läuft das in vielen Betrieben. Bei uns ist es ein regelrechter Druck, welcher vom Arbeitgeber, Personalrat, Personalabteilung und dem hausinternen Vertrieb aufgebaut wird. Ständig kommen Rundschreiben, wo immer wieder auf die "Möglichkeiten" der Entgeltumwandlung hingewiesen wird. Wie ihnen bereits bekannt, besteht für Sie die Möglichkeit mit staatlicher Unterstützung die Rentenlücke zu schließen und durch eine Entgeltumwandlung...blablabla...leider haben noch nicht alle Mitarbeiter von diesem attraktiven Angebot gebrauch gemacht. Wir weisen noch einmal darauf hin, daß wir verpflichtet sind sie zu informieren...
das ist dermaßen penetrant, daß man am Ende ganz weich gekocht ist und ich hätte auch beinahe so eine Entgeltumwandlung abgeschlossen, wenn ich nicht zufällig die recht eindeutige Aussagen auf den Nachdenkseiten (der Artikel ist übrigens aus dem Jahr 2007)gefunden hätte. Nur dort habe ich nachvollziehbar verstanden, warum alle Entgeltumwandlungen für den Arbeitnehmer unvorteilhaft sind.

Da ist meines Erachtens eine klare Aussage, das ALLE Rentenversicherungen durch Entgeltumwandlung im Vergleich zu keiner Entgeltumwandlung ein sehr, sehr schlechtes Geschäft für den Arbeitnehmer sind, angebracht.
Zum Seitenanfang
 

***unabhängiger Konsument***verkaufe nichts***werbe keine Vertriebspartner***
 

 
Forum Admin
Administrator

Offline



Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Warnung vor Privatrentenverträgen
Antwort #4 - 17. August 2010 um 13:26
 

Artikel erschien in: ÖKO-TEST März 2010

Elterngeld
Kürzung bei Entgeltumwandlung

Wer zugunsten einer späteren Betriebsrente auf Gehalt verzichtet (sogenannte Entgeltumwandlung), hat unter Umständen weniger Anspruch auf Elterngeld. Denn bei der Berechnung des Elterngelds, das grundsätzlich 67 Prozent vom durchschnittlichen Nettoeinkommen, maximal 1.800 Euro pro Monat, beträgt, kommt es auf die steuerpflichtigen Einkünfte in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt an. Umgewandeltes Gehalt zugunsten einer Betriebsrente zählt dabei nicht mit. Weil es steuerfrei bleibt, zählt dieser Teil des Gehalts nicht zu den Einkünften im Sinne des Elterngelds, urteilte das Bundessozialgericht in dieser seit Jahren umstrittenen Frage. (Urteil vom 25.06.2009 -B 10 EG 9/08)
Auf diese Auswirkung müssen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter jedoch hinweisen. Andernfalls haben Arbeitnehmer, die in Elternzeit gehen, womöglich Anspruch auf Schadenersatz. Und für werdende Eltern gilt: Wer Elternzeit und Elterngeldbezug plant, sollte im Jahr davor besser keine Entgeltumwandlung vereinbaren.
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
Forum Admin
Administrator

Offline



Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Warnung vor Privatrentenverträgen
Antwort #5 - 17. August 2010 um 13:28
 

Artikel erschien in: ÖKO-TEST Januar 2010

Das ändert sich 2010

Höhere Förderung für Entgeltumwandlung

Wer auf Teile seines Gehalts zugunsten einer späteren Betriebsrente verzichtet, wird besser gefördert. Ab 2010 bleiben Einzahlungen bis zu 2.640 Euro im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei. Darüber hinaus können weitere 1.800 Euro steuerfrei auf das Betriebsrentenkonto fließen, sofern keine pauschal versteuerte Versorgung aus Zeiten vor 2005 fortgeführt wird. Das gilt für alle Beiträge zu Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds. Sagt der Betrieb selbst die Rente zu oder besteht eine Versorgung über eine Unterstützungskasse, sind sogar Beiträge in unbegrenzter Höhe steuerfrei.
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
Forum Admin
Administrator

Offline



Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Warnung vor Privatrentenverträgen
Antwort #6 - 17. August 2010 um 13:30
 

Artikel erschien in: ÖKO-TEST Dezember 2009

Direktversicherungen
Vorsicht Falle

Mit einer Direktversicherung können Arbeitnehmer bequem für das Alter vorsorgen. Sie sparen auch kräftig Steuern und Sozialabgaben. Trotzdem müssen Arbeitnehmer über 90 Jahre alt werden, damit sich eine lebenslange Betriebsrente lohnt.

Unsere Empfehlungen

* Für gesetzlich Krankenversicherte lohnen Betriebsrenten selten. Sie sparen zwar zunächst Sozialabgaben. Dafür kassieren die Sozialversicherungsträger dank vollem Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag auf die Betriebsrente später gleich doppelt ab.

* Grundsätzlich nur Tarife mit hoher Kapitalleistung wählen. Denn wer weiß schon im Voraus, ob er zu Rentenbeginn noch so gesund ist, dass eine lebenslange Betriebsrente lohnt.

* Darüber hinaus auf erstklassige Noten bei der Vertragsflexibilität achten. In Zeiten beruflicher Mobilität ist das Trumpf.

...
Zum Seitenanfang
 
Homepage  

 
JogDial
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 1296
Großraum: Europa
Re: Warnung vor Privatrentenverträgen
Antwort #7 - 18. August 2010 um 20:08
 
Forum Admin schrieb am 17. August 2010 um 13:30:
Artikel erschien in: ÖKO-TEST Dezember 2009

Direktversicherungen
Vorsicht Falle

Mit einer Direktversicherung können Arbeitnehmer bequem für das Alter vorsorgen. Sie sparen auch kräftig Steuern und Sozialabgaben. Trotzdem müssen Arbeitnehmer über 90 Jahre alt werden, damit sich eine lebenslange Betriebsrente lohnt.

Was soll daran "bequem" sein, wenn man hochkomplizierte Versicherungsmathematik durchschauen muss und am Ende deutlich weniger raus bekommt, als wenn man sein Geld einfach auf ein Tagesgeldkonto legte?

Forum Admin schrieb am 17. August 2010 um 13:30:
Unsere Empfehlungen

* Für gesetzlich Krankenversicherte lohnen Betriebsrenten selten. Sie sparen zwar zunächst Sozialabgaben. Dafür kassieren die Sozialversicherungsträger dank vollem Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag auf die Betriebsrente später gleich doppelt ab.

* Grundsätzlich nur Tarife mit hoher Kapitalleistung wählen. Denn wer weiß schon im Voraus, ob er zu Rentenbeginn noch so gesund ist, dass eine lebenslange Betriebsrente lohnt.

* Darüber hinaus auf erstklassige Noten bei der Vertragsflexibilität achten. In Zeiten beruflicher Mobilität ist das Trumpf...

Warum soll man "grundsätzlich nur Tarife mit hoher Kapitalleistung" wählen?
Kein Tarif ist für den Kunden sinnvoll.
Zum Seitenanfang
 

***unabhängiger Konsument***verkaufe nichts***werbe keine Vertriebspartner***
 

 
Oekostudent
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 2

Re: Warnung vor Privatrentenverträgen
Antwort #8 - 31. Juli 2011 um 20:06
 
das ist leider wirklcih so, ich denke aber dass sich langfristig im bereich der privaten betrieblichen altersvorsorge viel tun wird und die Angebote dann auch wirklcih fair sind. Dies hat sich zumindest in meinen Nachforschungen immer wieder gezeigt und wird durch verschiedene andere Entwicklungen (demograf. Wandel, übernahme des amerikanischen Modells der Altersvorsorge etc) auch verstärkt
Zum Seitenanfang
 
 

 
Julius H.
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 3

Re: Warnung vor Privatrentenverträgen
Antwort #9 - 26. Januar 2013 um 10:06
 
Immer wieder hört man, dass so viele Leute nicht mit ihren Versicherungen zufrieden sind Griesgrämig! Ich muss nun einen Vergleich für eine passende Vertragserfüllungsbürgschaft durchführen, aber ich traue irgendwie keiner Online-Seite...hat da jemand Erfahrungen mit?

Admin: Link entfernt
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 28. Januar 2013 um 17:35 von Forum Admin »  
 

 
Seitenindex umschalten Seiten: 1