Hallo,
eigentlich wollte ich vor einigen Tagen nur einen neuen Wasserhahn kaufen. Dabei viel mir das Produkt "Grohe Blue" mit integriertem fest angeschlossenen Wasserfilter auf. Dann dachte ich recherchiere ich schnell ein wenig und freue mich über wohlschmeckendes Wasser.
Das dieses Thema alles andere als einfach und nicht so ist, wie mancher Hersteller es glaubend machen will, habe ich nun festgestellt und bitte um Mithilfe.
Ist-Zustand:Bisher kaufe ich viel stilles Mineralwasser, weil es besser schmeckt als das Leitungswasser.
Zur Wasserqualität meines Leitungswassers kann ich bisher nur so viel sagen, dass in meinem Haus Kupferleitungen verbaut wurden (grüne Kupfer(oxyd)stückchen im Perlator) und der Versorger wohl Asbestleitungen verwendet - was nach meinem Kenntnisstand nur bedingt gefährdend ist. Am Hausübergang ist ein rückspülbarer Wasserfilter installiert, mit einer Filtrationsschärfe von 125 Mikrometer und einer Wirksamkeit von rund 75%.
Bei der Teezubereitung ist das Leitungswasser eigentlich in Ordnung. Im örtlichen Restaurant schmeckt aber der gleiche Tee deutlich besser (Wasserfilter?). Beim nächsten Besuch werde ich es vielleicht mal erfragen.
Sollszustand:Statt fast 1000 Euro jährlich für Mineralwasser auszugeben will ich Leitungswasser genießen, das aber einen guten oder zumindest keinen schlechten Geschmack haben sollte. Wenn das Tee besser schmecken sollte wäre es sicher o.k.

Der jährliche finanzielle Aufwand zur Erreichung des Ziels soll wesentlich unter 500 Euro nicht übersteigen.
Lösungsansätze:- Wie eingangs erwähnt wollte ich das Produkt "Grohe Blue" mit einem Filter von Brita verwenden (vgl. Brita "On Line Active Plus). Hier stört mich, dass der Filter Silber abgiebt - was ich von einem Filter nicht erwarte. Auch wenn der Silberanteil gering ist, rät zumindest das Bundesamt für Risikobewertung zum jetzigen Zeitpunkt davon ab. Wenn Silber biozid wirkt ist die Vorstellung täglich Antibiotika einzunehmen für mich nicht erstrebenswert.
- Einen Osmosefilter habe ich mir auch angesehen. Ist bei der Aktivkohle hier kein Silber verarbeitet? Und das Verkeimrisiko?!?
- Ebenfalls angesehen habe ich mir einen einfachen Einbau-Standard-Filter mit einer Aktivkohlekartusche Made in U.S.A.. Hier erfahre ich ebenfalls nicht ob Silber verarbeitet wurde. Wenngleich einfacher Aktivkohlefilter mir eine praktische und preislich annehmbare Alternative darstellt.
- Geschmack mittels Beimischungen überdecken.
Ich weiß nun nicht mehr so recht weiter. Eigentlich will ich nur Wasser das halbwegs gut schmeckt und zumindest nicht ungesund ist.
Vielen Dank für hilfreiche Informationen.
Quellennachweis:
Stellungnahme des Bundesamt für Risikobewertung 024/2010
Wasserfiltertest der Stiftung Warentest 1/2010
Hygieneprobleme bei der Ernährung von Säuglingen..., Prof. Dr. R.Radke, Kinderklinik Potsdam, 24.3.2004