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Fisch aus Japan verstrahlt? (Gelesen: 22512 mal)
steffi312
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Beiträge: 28

Fisch aus Japan verstrahlt?
18. März 2011 um 14:02
 
Wir werden vor Fisch aus dem Fanggebiet 61 gewarnt!
Unbedingt liegen lassen!
Er könnte verstrahlt sein.

Das verstehe ich nicht wirklich.

1. Jetzt ist doch dort noch schreckliches Chaos, also wird doch wohl gar nicht gefischt.
Man könnte also seine Lieblingssorten "hamstern"

2. Gerade die Strahlenschutzbestimmungen sind doch hier sehr streng also dürfte doch solche Ware
gar nicht hier ankommen.
Diese Kontrollen müssen doch funktionieren.

3. Iglo verarbeitet meistens Scholle.
Der "Pikante" ist aus den Gebieten 61 und 67 die "Pazifische Scholle" aus dem Gebiet 67.
Finde ich merkwürdig, der gleiche Fisch aus verschiedenen Fanggebieten...

Gerade Eltern werden mit wiedersprüchlichen Warnungen verrückt gemacht:
"Bild" warnt vor Fischstäbchen,
"Express" schrieb eine Entwarnung.

Wer sorgt bitte für Durchblick?
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hausbaer
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Beiträge: 3

Re: Fisch aus Japan verstrahlt?
Antwort #1 - 18. März 2011 um 14:30
 
Ich finde wenn Unsicherheit besteht einfach liegen lassen, man kann ja Notfalls auch mal bis zur Klärung auf den Fisch verzichten...
Ich würd aber auch in Japan auf Nummer sicher gehen, soll heißen, ich wäre schon längst aus Tokio weg, auch wenn es da noch keine Strahlung gibt. Zwinkernd
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Hema
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Beiträge: 6071

Re: Fisch aus Japan verstrahlt?
Antwort #2 - 18. März 2011 um 14:37
 
Links zu den Meldungen wären nicht schlecht, damit man es entheddern kann.
Es wäre auch schön, wenn Sie nicht nur die Nummern der Fanggebiete hinknallen (sorry!) würden, sondern das ausschrieben. Die kennt doch keiner auswendig, Sie doch sicher auch nicht? Wenn Sie also eine Auskunft haben wollen, wäre es nett, wenn da nicht nur Zahlen stehen, die man erst mal wieder entschlüsseln muss. Danke.

Die "Bild" ist sicher keine gute Quelle für was auch immer.

Hier werden - WENN es Gefahen gibt - immer zeitnah Expertenmeinungen und ggf. Warnungen veröffentlicht:

BfR

Überlegen Sie mal logisch, alleine von der Zeit ist das viel zu kurz her.
Wenn man super vorsichtig sein will, keine Soja-Sauce und kein Sushi aus Japan, aber natürlich nur nach den Vorfällen. Was jetzt im Handel ist, hat diese Probleme gar nicht mitkriegen können.

Nicht kirre machen lassen. Zwinkernd
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steffi312
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Beiträge: 28

Re: Fisch aus Japan verstrahlt?
Antwort #3 - 18. März 2011 um 14:55
 
Hema schrieb am 18. März 2011 um 14:37:
Links zu den Meldungen wären nicht schlecht, damit man es entheddern kann.
Es wäre auch schön, wenn Sie nicht nur die Nummern der Fanggebiete hinknallen (sorry!) würden, sondern das ausschrieben. Die kennt doch keiner auswendig, Sie doch sicher auch nicht? Wenn Sie also eine Auskunft haben wollen, wäre es nett, wenn da nicht nur Zahlen stehen, die man erst mal wieder entschlüsseln muss. Danke.

Die "Bild" ist sicher keine gute Quelle für was auch immer.

Hier werden - WENN es Gefahen gibt - immer zeitnah Expertenmeinungen und ggf. Warnungen veröffentlicht:

BfR

Überlegen Sie mal logisch, alleine von der Zeit ist das viel zu kurz her.
Wenn man super vorsichtig sein will, keine Soja-Sauce und kein Sushi aus Japan, aber natürlich nur nach den Vorfällen. Was jetzt im Handel ist, hat diese Probleme gar nicht mitkriegen können.

Nicht kirre machen lassen. Zwinkernd


61 ist das Seegebiet vor Japan, sorry, aber ich dachte das wäre logisch weil ja vor diesem Fanggebiet gewarnt wird.
Was 67 ist weiß ich auch nicht, aber wohl unbedenklich weil ja nur vor 61 gewarnt wird.

Finde ich ja auch, dass die Zeit viel zu kurz war aber warum wird dann gewarnt? Schockiert/Erstaunt

Aber ich denke, dass Lebensmittel so schnell wie möglich verarbeitet werden.
Wie schnell das weiß ich als Laie  nicht.

Erst hieß es ja auch, noch wären die erhältlichen Lebensmittel unbedenklich,
aber nur ein oder zwei Tage später: "Fisch aus dem Fanggebiet 61 liegenlassen!!!

Auch weiß ich nicht, wie die Lage im Fanggebiet ist.
Das ist vielleicht sehr weit auf See und die Fangarbeit wird durch die Katastrophe nicht beeinträchtigt.


Die Berichte las ich  in den gedruckten Zeitungen darum  fehlen die Links.

Dein Link, das sind doch die, die uns weismachen wollen, dass das Dioxin in den Lebensmitteln (letzter Lebensmittelskandal)
doch "gar nicht  schlimm gewesen ist"...

Also das genaue Gegenteil von "Bild"

"Nichts ist schlimm außer man liest Bild" Zwinkernd


Verharmlosung ist nicht vertrauenswürdiger als Panikmache.
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Hema
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Beiträge: 6071

Re: Fisch aus Japan verstrahlt?
Antwort #4 - 18. März 2011 um 18:10
 
steffi312 schrieb am 18. März 2011 um 14:55:
Hema schrieb am 18. März 2011 um 14:37:
Links zu den Meldungen wären nicht schlecht, damit man es entheddern kann.
Es wäre auch schön, wenn Sie nicht nur die Nummern der Fanggebiete hinknallen (sorry!) würden, sondern das ausschrieben. Die kennt doch keiner auswendig, Sie doch sicher auch nicht? Wenn Sie also eine Auskunft haben wollen, wäre es nett, wenn da nicht nur Zahlen stehen, die man erst mal wieder entschlüsseln muss. Danke.

Die "Bild" ist sicher keine gute Quelle für was auch immer.

Hier werden - WENN es Gefahen gibt - immer zeitnah Expertenmeinungen und ggf. Warnungen veröffentlicht:

BfR

Überlegen Sie mal logisch, alleine von der Zeit ist das viel zu kurz her.
Wenn man super vorsichtig sein will, keine Soja-Sauce und kein Sushi aus Japan, aber natürlich nur nach den Vorfällen. Was jetzt im Handel ist, hat diese Probleme gar nicht mitkriegen können.

Nicht kirre machen lassen. Zwinkernd


61 ist das Seegebiet vor Japan, sorry, aber ich dachte das wäre logisch weil ja vor diesem Fanggebiet gewarnt wird.
Was 67 ist weiß ich auch nicht, aber wohl unbedenklich weil ja nur vor 61 gewarnt wird.

Finde ich ja auch, dass die Zeit viel zu kurz war aber warum wird dann gewarnt? Schockiert/Erstaunt


Mit Warnungen macht man Auflage.
Mit Entwarnungen nicht.

Zitat:
Aber ich denke, dass Lebensmittel so schnell wie möglich verarbeitet werden.
Wie schnell das weiß ich als Laie  nicht.

Erst hieß es ja auch, noch wären die erhältlichen Lebensmittel unbedenklich,
aber nur ein oder zwei Tage später: "Fisch aus dem Fanggebiet 61 liegenlassen!!!

Auch weiß ich nicht, wie die Lage im Fanggebiet ist.


Das Fanggebiet ist ja nun etwas größer. Zu massiven Ausstössen ist es noch nicht gekommen. Ich glaube nicht, dass die Ware, die jetzt in den Regalen liegt, wenige Tage alt ist. Wir sprechen doch über verarbeiteten TK-Fisch (bei Frischfisch könnte dies anders sein, aber der stammt hier nicht von dort)? Die Schiffe sind zum Teil wochenlang auf Fahrt. Dann liefern sie ab und dann wird erst in den Großhanel verschifft, was seine Zeit dauert. Von dort dann Verteilung auf die Einzelhändler.
Übrerdies: Hersteller, die Ware auf den hiesigen Markt bringen, sind verpflichtet, nur unbedenkliche Ware zu verkaufen.

Zitat:
Die Berichte las ich  in den gedruckten Zeitungen darum  fehlen die Links.

Dein Link, das sind doch die, die uns weismachen wollen, dass das Dioxin in den Lebensmitteln (letzter Lebensmittelskandal)
doch "gar nicht  schlimm gewesen ist"...


Nein, das sind die, die nachgemessen haben und wenig gefunden haben bei dem, was in den Handel gelangte.

Zitat:
Also das genaue Gegenteil von "Bild"

"Nichts ist schlimm außer man liest Bild" Zwinkernd


Verharmlosung ist nicht vertrauenswürdiger als Panikmache.


Wenn Sie die Darstellungen des BfR als "Verharmlosung" empfinden, sind Sie schon in die "Bild-Falle" getappt.
Wenn keine nennenswerten Mengen gefunden werden, dann IST das harmlos, dann braucht man das nicht zu "verharmlosen". Bei allem Stoffen kommt es auf die Menge an. Das ist eine sehr wichtige Erkenntnis.

Es wurde vielfach gemessen und angemessen reagiert. Machen Sie sich zur Verdeutlichung hier noch mal ein Bild:

BfR zu Dioxin

Das BfR beobachtet die Situation sicher ganz genau.


Nachtrag:

Schauen Sie mal, ich hab hier was für Sie gefunden von der Verbraucherzentrale Hamburg (die sind eher sehr vorsichtig):

VzH
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steffi312
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Beiträge: 28

Re: Fisch aus Japan verstrahlt?
Antwort #5 - 21. März 2011 um 14:25
 
Hallo Hema,
danke für Deine ausfühliche Antwort.
Da ich hier in diesem Internetcafe leider nicht kopieren kann und daher nicht ein Teil Deines Textes
zitieren  und darauf antworten kann, schreibe ich meine Kommentare in Fett



Hema schrieb am 18. März 2011 um 18:10:
Das Fanggebiet ist ja nun etwas größer. Zu massiven Ausstössen ist es noch nicht gekommen. Ich glaube nicht, dass die Ware, die jetzt in den Regalen liegt, wenige Tage alt ist. Wir sprechen doch über verarbeiteten TK-Fisch (bei Frischfisch könnte dies anders sein, aber der stammt hier nicht von dort)? Die Schiffe sind zum Teil wochenlang auf Fahrt. Dann liefern sie ab und dann wird erst in den Großhanel verschifft, was seine Zeit dauert. Von dort dann Verteilung auf die Einzelhändler.
Übrerdies: Hersteller, die Ware auf den hiesigen Markt bringen, sind verpflichtet, nur unbedenkliche Ware zu verkaufen.

Richtig, es geht um TK Ware.
Was wir von Verpflichtungen der Hersteller zu halten haben, wissen wir doch:Nichts.[b]


Wenn Sie die Darstellungen des BfR als "Verharmlosung" empfinden, sind Sie schon in die "Bild-Falle" getappt.

Nicht nur Bild warnte.
Sondern alle Medien!!!


Nachtrag:

Schauen Sie mal, ich hab hier was für Sie gefunden von der Verbraucherzentrale Hamburg (die sind eher sehr vorsichtig):

VzH


Sorry, aber leider beruhigt mich das gar nicht.
Jetzt kann ich noch Fisch aus dem betreffenden Fanggebiet kaufen das ist natürlich gut,
aber wir müssen uns doch umstellen weil es ja wohl nicht möglich ist, den Markt
von radioaktiv verseuchten Lebensmitteln frei zu halten.

Von behördlichen Schutzmaßnahmen ist ja eher lau die Rede.
Es muss doch jede Warenlieferung aus diesem Gebiet kontrolliert werden,
stattdessen ist nur die Rede davon dass "die Kontrollraten ansteigen werden"

Lückenlos muss kontrolliert werden, lückenlos

Wir müssen also wie immer auf uns selber aufpassen und auch noch Steuern zahlen für Behörden die uns
nicht schützen können
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Hema
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Beiträge: 6071

Re: Fisch aus Japan verstrahlt?
Antwort #6 - 21. März 2011 um 19:16
 
Steffi, auch wenn das ALLE Medien gemacht haben sollten (haben die vor Lebensmitteln HIER gewarnt? Kam nicht so bei mir an), so ist das der Tribut an Presseagentur-Meldungen und nicht unbedingt das Ergebnis jounalistischer Recherche oder gar Grips.

Ich verstehe ja Ihre Angst, weil Radioaktivität nicht mit unseren Sinnen wahrnehmbar ist. ABER:

1. Ruhe bewahren.
2. Erst mal schauen, ob bei Fängen aus der Region überhaupt eine nennenswerte Belastung auftrtitt.
3. Dann muss man schauen, wie hoch die ist.
4. Das wohl freigesetzte Jodisotop hat eine kürzere Halbwertszeit. d.h. dieses Problem könnte sich bald erledigt haben. Beim Caesium siehts ein wenig anders aus, da muss man halt erst einmal abwarten.
5. Japan selbst hat ein Interesse daran, keine belasteten Lebensmittel zu exportieren.
6. Bei uns ist die Lebensmittelkontrolle nicht auf "lückenlose" Kontrolle eingerichtet. Es werden Stichproben genommen und der Hersteller ist wesentlich verantwortlich, dass seine Ware einwandfrei ist.

Was Ihre Anmerkungen zu den Behörden betrifft:
Das ist so nicht richtig. Die Behörden beschützen schon, sobald etwas vorliegt. Vor realen Gefahren, nicht schon vor der Angst vor Gefahren. Also bitte, tun sie sich einen Gefallen und warten Sie weitere Infos ab.

Wie wollen Sie sich selbst schützen?
Auf die Angaben auf dem Produkt schauen? Das macht man doch sowieso. Zwinkernd


Schauen Sie mal hier aus der FAZ:

Das Verbraucherministerium will vor allem Fisch kontrollieren.Unterdessen teilte das nordrhein-westfälische Umweltministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit, dass Lebensmittelimporte aus Japan sollen an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln sowie im Duisburger Hafen fortan auf Radioaktivität überprüft werden. Bereits auf dem Markt befindliche Lebensmittel aus Japan seien nach derzeitigem Stand unbelastet. Seit der Reaktorkatastrophe seien keine Lebensmittel aus Japan nach Deutschland gekommen.Das Umweltministerium sieht bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass über die Luft oder durch Importgüter Radioaktivität nach Deutschland gekommen ist. „Das Ministerium wird die Lage zusammen mit nachgeordneten Behörden weiter intensiv beobachten“, hieß es. Zuvor hatte schon das Bundesverbraucherministerium in Berlin bekanntgegeben, dass Lebensmittel aus Japan auf Strahlenbelastung untersucht werden sollen - vor allem Fisch und Fischprodukte wie Sushi.
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Augsburg
Re: Fisch aus Japan verstrahlt?
Antwort #7 - 22. März 2011 um 12:28
 

Befinden sich auf dem deutschen Markt belastete Lebensmittel?

Derzeit gibt es keine Erkenntnisse, dass sich radioaktiv belastete Lebensmittel oder Futtermittel aus Japan in Deutschland oder auf dem Weg in die Europäische Union befinden. Gleichwohl sind alle für die Lebensmittelsicherheit in Deutschland zuständigen Behörden natürlich sensibilisiert. Das Bundesverbraucherministerium beobachtet die Situation sehr aufmerksam. Die Experten der Fachbehörden (Bundesinstitut für Risikobewertung, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Max Rubner-Institut, Johann Heinrich von Thünen-Institut) werten dazu alle relevanten Daten aus.

Wurden die Kontrollen für aus der Region Japan importierte Lebensmittel verstärkt?

Der Handel mit Japan ist nach dem schrecklichen Erdbeben und dem Tsunami praktisch zum Erliegen gekommen. Die Logistik und weite Teile der Infrastruktur sind zusammengebrochen. Deutschland bezieht zudem aus Japan nur einen relativ kleinen Teil seiner importierten Lebensmittel, insbesondere Sojasaucen und Nori-Algen. Speisefisch, der in Deutschland gekauft wird, kommt überwiegend aus dem Nordatlantik. 2010 führte Deutschland rund 913.000 Tonnen Fisch und Fischerzeugnisse ein, aus Japan stammten davon nur etwa 60 Tonnen.
Das Verbraucherschutzministerium beobachtet die Lage in Japan sehr aufmerksam. Alle zur Verfügung stehenden Informationen werden vom Ministerium und den Bundesbehörden ausgewertet - ein Frühwarnsystem ist eingerichtet.

Wegen der jüngsten Entwicklung in Japan hat die Europäische Kommission den EU-Mitgliedstaaten empfohlen, ab sofort die radioaktive Belastung von Lebensmitteln und Futtermitteln aus Japan zu untersuchen. Vor allem bei Fisch und Fischerzeugnissen soll die Strahlenbelastung überprüft werden. Das BMELV hat alle erforderlichen Schritte hierzu eingeleitet.

Das Bundesverbraucherministerium hat die für die Lebensmittelkontrolle zuständigen Bundesländer über die Empfehlung der EU-Kommission informiert. Außerdem hat das BMELV das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Berlin beauftragt, die Untersuchungsergebnisse zentral zu sammeln und sie zügig auszuwerten. Auch Erkenntnisse aus den Forschungseinrichtungen fließen hier ein.

Wer überwacht die Radioaktivität in Fischen aus Japan?

Die Wissenschaftler des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) beobachten die Lage in Japan sehr aufmerksam. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut ist für die Überwachung der Umweltradioaktivität in Fischen und Fischereiprodukten aus Nord-, Ostsee und den Nordatlantik zuständig (als Leitstelle nach dem Strahlenschutzvorsorgegesetz von 1986). Weitere Informationen finden Sie beim Johann Heinrich von Thünen-Institut.

Im Rahmen des Integrierten Mess- und Informationssystems (IMIS), welches nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl eingerichtet wurde, messen die zuständigen Stellen der Bundesländer stichprobenartig unter anderem auch Importproben von Fisch aus Japan und anderen asiatischen Ländern. Hierbei sind in der Vergangenheit keine erhöhten Werte aufgetreten.

Es gibt aber auch außerhalb von Krisen eine permanente Berichtspflicht: Die Daten müssen an die Zentralstelle des Bundes für die Überwachung der Umweltradioaktivität gemeldet werden. Im Berichtsjahr 2008 wurden von den Bundesländern insgesamt 186 Lebensmittelproben auf radioaktive Belastung untersucht. In keiner dieser Proben kam es zu einer Überschreitung der zulässigen Höchstwerte für die maximale kumulierte Radioaktivität von Cäsium 134 und 137.

Quelle: http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Ernaehrung/ReaktorZwischenfallJap...
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Augsburg
Re: Fisch aus Japan verstrahlt?
Antwort #8 - 22. März 2011 um 12:30
 

Das Bundesverbraucherministerium beobachtet die Lage in Japan sehr aufmerksam und hat ein Frühwarnsystem eingerichtet. Bislang gibt es aber keine Hinweise auf Gefährdungen, die von radioaktiv belasteten Lebensmitteln oder Futtermitteln ausgingen.

Derzeit exportiert Japan krisenbedingt kaum Lebensmittel. Die Nahrungsmittelimporte aus Japan nach Deutschland sind auch sonst weitgehend auf Spezialitäten beschränkt: hauptsächlich Würzsoßen (1.539 Tonnen), Wein (361 Tonnen), Tee und Mate (232 Tonnen) sowie Backwaren (527 Tonnen).

Im vergangenen Jahr führte Deutschland über 900.000 Tonnen Fisch ein, überwiegend aus dem Nordatlantik. Aus Japan stammten davon nur etwa 60 Tonnen. Das sind weniger als 0,007 Prozent der gesamten Fischimporte.

Bis eine Strahlenbelastung in der Nahrungskette die Fische erreicht und dann zu uns gelangen könnte, würden zudem Monate vergehen. Aber auch das verhindern sorgfältige Einfuhrkontrollen.

Quelle: http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2011/03/2011-03-18-japa...
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steffi312
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Re: Fisch aus Japan verstrahlt?
Antwort #9 - 22. März 2011 um 14:01
 
[quote author=1D303834550 link=1300453344/6#6 date=1300731373]Steffi, auch wenn das ALLE Medien gemacht haben sollten (haben die vor Lebensmitteln HIER gewarnt? Kam nicht so bei mir an), so ist das der Tribut an Presseagentur-Meldungen und nicht unbedingt das Ergebnis jounalistischer Recherche oder gar Grips.

Ich meinte den Dioxinskandal.



6. Bei uns ist die Lebensmittelkontrolle nicht auf "lückenlose" Kontrolle eingerichtet. Es werden Stichproben genommen und der Hersteller ist wesentlich verantwortlich, dass seine Ware einwandfrei ist.

Tests auf Radioaktivität stelle ich mir einfacher vor als auf andere Giftstoffe.

Ein Hinweis sind doch schon die Tests mit dem Geigerzähler.
Wenn der schon am Container ausschlägt, weiß man doch Bescheid.
Ob Geigerzähler geringe Radioaktivität in den Lebensmitteln anzeigen, weiß ich nicht, aber wohl nicht sonst wäre das Ganze ja kein Problem!


Wie wollen Sie sich selbst schützen?
Auf die Angaben auf dem Produkt schauen? Das macht man doch sowieso. Zwinkernd

Genau, aber schonmal eine Herkunftsbezeichnung auf z.B. Sojadrinks gefunden?
Ich nicht.
Ist nur ein Beispiel, mein Sojadrink ist BIO.





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