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Beratungssprotokoll auch für konservative Geldanlagen? (Gelesen: 4743 mal)
lena38
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Beiträge: 8

Beratungssprotokoll auch für konservative Geldanlagen?
03. Mai 2011 um 14:31
 
Eigentlich meine ich eher den Fragebogen, den man als Bankkunde neuerdings beantworten muss.
Aber der hat ja wohl auch mit diesem Protokoll zu tun.

Der Staat verpflichtet die Banken den Kunden ausführlich indiskrete Fragen zu stellen, die
eigentlich jeden Datenschützer auf die höchste Palme bringen müsste:

Schulbildung, Arbeit, Einkommen, Unterhalsverpflichtungen und auch, natürlich nicht so
auffällig, wie intelligent man ist.
Soll die Kunden schützen Smiley
Und der Weihnachtsmann bringt die Geschenke.

Ich lehne diese Datensammelei aus Prinzip ab!

Letztens gab es sogar deswegen einen Skandal:
Psychologische Analysen der Anleger bei einer norddeutschen Sparkasse.

Mein Geld lege ich grundsätzlich in Sparbriefen und ähnliches an,
also konservativ.

Vor einigen Monaten las ich, dass dafür keine Antworten für den
Fragebogen nötig sind.
Auch kein Protokoll.
Leider war die Altpapierabfuhr schneller als ich mit der Schere. Smiley

Darum würde ich mich freuen, wenn jemand einen entsprechenden Link posten könnte. Smiley
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Forum Admin
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Beiträge: 3360
Augsburg
Re: Beratungssprotokoll auch für konservative Geldanlagen?
Antwort #1 - 03. Mai 2011 um 16:22
 
Zitat:
...

Wer muss überhaupt ein Beratungsprotokoll ausstellen?

„Ein Wertpapier-Dienstleistungsunternehmen muss über jede Anlageberatung bei einem Privatkunden ein schriftliches Protokoll anfertigen“, heißt es in Paragraf 34, Absatz 2a Wertpapierhandelsgesetz. Alle Banken, Sparkassen und sonstigen Finanzdienstleistungsinstitute haben dies zu befolgen. „Das gilt selbst dann, wenn der Kunde unserer Anlageempfehlung überhaupt nicht folgt“, schimpft Andreas Goßmann, Vorstand der Stadtsparkasse Düsseldorf.

Die Protokollpflicht gilt jedoch nicht für freie Finanzvermittler, dazu zählen etwa auch solche von großen Strukturvertrieben. Seriöse Anbieter händigen ihren Kunden aber dennoch eine schriftliche Dokumentation aus, die zumindest auch alle gesetzlich geforderten Angaben enthält.

...

Gibt es Ausnahmen von der Dokumentationspflicht?

Ja, denn erfasst werden nur als Wertpapiere eingestufte Finanzinstrumente, also zum Beispiel Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikate oder sonstige Derivate. Empfiehlt der Berater aber andere Produkte wie etwa Tages- oder Festgeld, Sparkonten, Geschlossene Fonds oder Bausparverträge, muss er dies nicht protokollieren. Auch hier gilt, dass seriöse Berater das freiwillig trotzdem machen.

Die Protokollpflicht entfällt ebenso, falls der Kunde Wertpapiere bei seiner Bank ordert, ohne sich vorher beraten zu lassen. Auch wenn besonders betuchte oder sachkundige Kunden als Profi-Anleger eingestuft werden oder sie der Bank ein Vermögensverwaltungsmandat erteilen, ist kein Beratungsprotokoll nötig. Vorsicht ist also geboten, wenn Anleger zum Profi-Status oder zum Abschluss eines Vermögensverwaltungsvertrags gedrängt werden sollen.

...

Quelle: focus.de

Zitat:
...

Checkliste Beratungsprotokoll

* Beratungsgespräche über Wertpapiere müssen protokolliert werden.

* Das Beratungsprotokoll muss dem Verbraucher ausgehändigt werden.

* Schauen Sie sich das Beratungsprotokoll genau an.

* Das Protokoll sollte laut Gesetz die folgenden Angaben enthalten:
       Anlass und die Dauer der Beratung,
       die persönliche Situation und die wesentlichen Anliegen des Kunden,
       die erteilten Empfehlungen und die dafür maßgeblichen Gründe.

* Die individuellen Wünsche des Kunden müssen berücksichtigt werden. Allgemeine Textbausteine sind dafür in der Regel nicht ausreichend.

* Das Protokoll muss für Sie eindeutig und verständlich sein. Unterschreiben Sie keine Kauforder, wenn Sie in Ihrem Protokoll nicht alles geprüft und verstanden haben. Lassen Sie sich im Zweifelsfall Zeit oder befragen Sie einen Dritten.

* Eine Unterschrift des Kunden unter das Beratungsprotokoll ist nicht erforderlich (auch nicht zur Bestätigung der Richtigkeit).

...

Quelle: BMELV


Artikel erschien in:      ÖKO-TEST April 2010

Banken
Beratungsprotokolle mangelhaft

Seit Jahresbeginn müssen Banken die Anlageberatung ihrer Kunden dokumentieren. Diese Protokollpflicht war vom Gesetzgeber eigentlich zur Verbesserung der Qualität der Anlageberatung und zum Schutz der Kunden gedacht. Doch die nun eingesetzten Beratungsprotokolle taugen dafür wenig. Sie dienen eher den Interessen der Bank und können für Kunden sogar zum Problem werden, fand die Verbraucherzentrale NRW in einer Studie heraus. Danach erfüllen drei von 14 untersuchten Protokollvorlagen nicht einmal formal die gesetzlichen Vorgaben. In vielen Fällen haben die Bankberater zudem die Möglichkeit, das ermittelte Risikoprofil des Kunden durch einfaches Setzen eines Kreuzchens wieder abzuändern. Das kann ein Einfallstor für Missbrauch und Falschberatung sein, wie die Erfahrungen beim Verkauf von riskanten Lehman-Zertifikaten an unerfahrene Anleger zeigen. Mehr noch: Einige Banken verlangen vom Kunden eine Unterschrift unter das Protokoll. Er soll damit explizit die Richtigkeit bestätigen. Per Gesetz ist gerade das nicht vorgesehen. Denn die neuen Protokolle sollen dem Verbraucher helfen, eine Falschberatung durch die Bank belegen zu können. Deshalb muss nur der Bankberater unterschreiben - und nicht der Kunde. Daher gilt: Verweigern Sie die Unterschrift oder bestätigen Sie lediglich, das Protokoll ausgehändigt bekommen zu haben.

Quelle: ÖKO-TEST
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lena38
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Beiträge: 8

Re: Beratungssprotokoll auch für konservative Geldanlagen?
Antwort #2 - 03. Mai 2011 um 16:42
 
Forum Admin schrieb am 03. Mai 2011 um 16:22:
Zitat:
...

Wer muss überhaupt ein Beratungsprotokoll ausstellen?b]Gibt es Ausnahmen von der Dokumentationspflicht?[/b]

Ja, denn erfasst werden nur als Wertpapiere eingestufte Finanzinstrumente, also zum Beispiel Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikate oder sonstige Derivate. Empfiehlt der Berater aber andere Produkte wie etwa Tages- oder Festgeld, Sparkonten, Geschlossene Fonds oder Bausparverträge, muss er dies nicht protokollieren. Auch hier gilt, dass seriöse Berater das freiwillig trotzdem machen.

Die Protokollpflicht entfällt ebenso, falls der Kunde Wertpapiere bei seiner Bank ordert, ohne sich vorher beraten zu lassen. Auch wenn besonders betuchte oder sachkundige Kunden als Profi-Anleger eingestuft werden oder sie der Bank ein Vermögensverwaltungsmandat erteilen, ist kein Beratungsprotokoll nötig. Vorsicht ist also geboten, wenn Anleger zum Profi-Status oder zum Abschluss eines Vermögensverwaltungsvertrags gedrängt werden sollen.

...

Quelle: focus.de



Haben Sie einen Link dazu?

Aber eigentlich meinte ich mehr so einen Fragebogen wie in meinem Post beschrieben.
Wissen Sie dazu etwas?
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Forum Admin
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Beiträge: 3360
Augsburg
Re: Beratungssprotokoll auch für konservative Geldanlagen?
Antwort #3 - 03. Mai 2011 um 18:58
 

Meinen Sie mit Fragebogen den Dokumentationsbogen? Dieser muss enthalten:

>>
Wertpapierdienstleistungsunternehmen sind nach WpHG verpflichtet, von ihren Kunden Angaben

   über ihre Erfahrungen und Kenntnisse in Geschäften, die Gegenstand von Wertpapierdienstleistungen sein sollen,
   über die mit den Geschäften verfolgten Ziele
   und über ihre finanziellen Verhältnisse

einzuholen, soweit diese zur Wahrung der Interessen des Kunden und im Hinblick auf Art und Umfang der beabsichtigten Geschäfte erforderlich sind.
<<

Infos bei der Bafin: http://www.bafin.de/nn_723306/SharedDocs/FAQ/DE/Verbraucher/GeldanlageWertpapier...


Beratungsprotokoll

Infos beim BMELV (siehe oben): http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Finanzen-Versic...

Produktinformationsblatt

Infos beim BMELV (siehe oben): http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Finanzen-Versic...
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lena38
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Beiträge: 8

Re: Beratungssprotokoll auch für konservative Geldanlagen?
Antwort #4 - 04. Mai 2011 um 10:02
 
Forum Admin schrieb am 03. Mai 2011 um 18:58:
Meinen Sie mit Fragebogen den Dokumentationsbogen? Dieser muss enthalten:

>>
Wertpapierdienstleistungsunternehmen sind nach WpHG verpflichtet, von ihren Kunden Angaben

   über ihre Erfahrungen und Kenntnisse in Geschäften, die Gegenstand von Wertpapierdienstleistungen sein sollen,
   über die mit den Geschäften verfolgten Ziele
   und über ihre finanziellen Verhältnisse

einzuholen, soweit diese zur Wahrung der Interessen des Kunden und im Hinblick auf Art und Umfang der beabsichtigten Geschäfte erforderlich sind.
<<

Infos bei der Bafin: http://www.bafin.de/nn_723306/SharedDocs/FAQ/DE/Verbraucher/GeldanlageWertpapier...


  Zitat:
 * über ihre Erfahrungen und Kenntnisse in Geschäften, die Gegenstand von Wertpapierdienstleistungen sein sollen,
   * über die mit den Geschäften verfolgten Ziele
   * und über ihre finanziellen Verhältnisse


Genau den meine ich.
Dass ich für den Kauf eines Sparbriefes keine Fragen beantworten muss, steht aber leider nicht in dem Link.
Oder sind mit "Wertpapiere" grundsätzlich Aktien gemeint?
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lena38
Forum-Mitglied

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Beiträge: 8

Re: Beratungssprotokoll auch für konservative Geldanlagen?
Antwort #5 - 23. Mai 2011 um 16:50
 
Hallo Admin,
leider weiß ich noch immer nicht ob ich für einen Sparbrief Fragen beantworten muss.
Ich wäre Ihnen für eine Antwort, die ich auch dem Bankberater zeigen kann, sehr dankbar! Smiley
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Jim81
Forum-Mitglied

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Beiträge: 22

Re: Beratungssprotokoll auch für konservative Geldanlagen?
Antwort #6 - 01. Oktober 2011 um 14:25
 
lena38 schrieb am 23. Mai 2011 um 16:50:
Hallo Admin,
leider weiß ich noch immer nicht ob ich für einen Sparbrief Fragen beantworten muss.
Ich wäre Ihnen für eine Antwort, die ich auch dem Bankberater zeigen kann, sehr dankbar! Smiley


Ein Beratungsprotokoll für einen Sparbrief brauchst Du nicht  Zwinkernd

Zitat: "Ein Protokoll ist immer dann notwendig, wenn bei der Anlageberatung auf Wertpapiere - wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds, Zertifikate und sonstige Derivate - eingegangen wird."
Quelle:

und dein Bankberater möchte ernsthaft für einen Sparbrief mit Dir das Protokoll ausfüllen sonst darfste keinen Sparbrief abschliessen  Augenrollen

Auch wenn das aktuell ja nicht zur Diskussion steht...aber wieso machste überhaupt einen Sparbrief und legst dein Geld nicht eher auf einem Tagesgeld oder Festgeldkonto an? Ich würde fast glauben das die Rendite wesentlich höher ist als bei den Sparbrief Konditionen  Smiley

Admin: Link gelöscht
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« Zuletzt geändert: 04. Oktober 2011 um 12:36 von Forum Admin »  
 

 
lara3388
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Beiträge: 1

Re: Beratungssprotokoll auch für konservative Geldanlagen?
Antwort #7 - 07. Oktober 2011 um 14:41
 
Man versucht es wohl immer an Daten zu kommen!
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