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Polizei-chen! (Gelesen: 23561 mal)
Bluenotes
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Re: Polizei-chen!
Antwort #10 - 16. August 2011 um 09:12
 
Hema hat in ihrem Beitrag den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Polizei darf nicht kaputt gespart werden. Bestimmte Aktionen von Kriminellen verlangen eine adäquate Antwort und nicht den Rückzug und das Überlassen von rechtsfreien Räumen. Wehret den Anfängen! Das ist auch meine Meinung. Besonders, wenn sich etwas dermaßen staatsfeindliches herauskristallisiert.
Ob man den Menschen mit Integrationsprogrammen hätte helfen können? - Einigen bestimmt. Aber nicht allen. Dafür gibt es zu viele, die das einfach nicht wollen. Sie haben sich bequem in ihrer selbstgeschaffenen Welt eingerichtet, nutzen die Vorteile eines schwächelnden Staates (Beispiel: Rückzug der Polzei) und machen weiter.

Ein Staat schafft sich ab, wenn er so etwas zulässt. Und in diesem Falle ist es Deutschland. Es könnte auch genausogut Frankreich oder England sein. Ich habe sogar Zweifel, ob wir mit unseren Gesetzen diesem Gewaltpotential gewachsen sind. Natürlich schreit jetzt der Stammtisch nach härteren Maßnahmen. Aber vielleicht hat er in diesem Fall sogar recht.

Ein stetiges Zulassen und eine beschwichtigende Politik führt immer zu einer Überreaktion. Man erinnere sich an die Appeasement-Politik im europäischen Kontext.

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« Zuletzt geändert: 16. August 2011 um 11:04 von Bluenotes »  
 

 
Bluenotes
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Re: Polizei-chen!
Antwort #11 - 16. August 2011 um 11:04
 
Für Leute, denen der Vergleich mit der Zeit vor Kriegsausbruch zu martialisch klingt. Man kann es auf alle Lebensbereiche übertragen. Arbeitsleben, Eheleben, Nachbarschaftsleben.... .


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elf
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Re: Polizei-chen!
Antwort #12 - 16. August 2011 um 11:10
 
Bluenotes schrieb am 16. August 2011 um 09:12:
1. Hema hat in ihrem Beitrag den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Polizei darf nicht kaputt gespart werden.
2. ...Aktionen von Kriminellen verlangen eine adäquate Antwort und nicht den Rückzug und das Überlassen von rechtsfreien Räumen.  
3. Ob man den Menschen mit Integrationsprogrammen hätte helfen können?
4. ...nutzen die Vorteile eines schwächelnden Staates  
5. Ein Staat schafft sich ab, wenn er so etwas zulässt.  

1. Eben. Und man darf rassistische Tendenzen gerade in der Polizei nicht zulassen.
2. Genau das passiert in No go areas, wie im Artikel beschrieben.
Und es passiert da ganz oben, wo sich die Taschen vollgestopft werden.
3. Ja, man kann und muss sie fordern. Vorher aber genauer  aussieben nach Muster Kanada o.ä.
4. Ob nun skrupellose Bereicherung der Schwerreichen, Verwahrlosung einheimischer Schichten (muss man heute wohl wieder sagen)oder archaisches Clan-Denken: Die Schwächen werden ausgenutzt. Den Erfolg kann man in England ablesen. Cameron macht alles falsch, wenn er die da oben weiter schont und die da unten zur Kriminalität zwingt.
5. Genau. Mehr Staat, nicht weniger Staat.
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Bluenotes
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Re: Polizei-chen!
Antwort #13 - 16. August 2011 um 12:17
 
elf schrieb am 16. August 2011 um 11:10:
Genau. Mehr Staat, nicht weniger Staat.


Das muss die traurige aber notwendige Konsequenz aus den jetzigen Umständen sein, wenn man nicht einen Absturz in entwicklungsgeschichtlich primitivere Gesellschaftsformen haben will.
Je weniger die Menschen aus sich heraus so funktionieren, dass daraus ein vernünftiges, gerechtes und soziales Miteinander resultiert, umso stärker muss der Staat werden.

Das es Asoziale und Diebe auch in den wirtschaftlich besser gestellten Gesellschaftsschichten gibt, mag nochmals hervorgehoben werden. Beide wirken destruktiv und degenerativ. Das Problem ist nur, dass sich verantwortliche Politiker lieber mit diesen Leuten schmücken als mit Underdogs.  
Ein Gefühl für Gerechtigkeit erfährt man nur, wenn in beiden Lagern kräftig aufgeräumt wird. Ein starker Staat ist dazu in der Lage und wird ein Vorbild für andere Staaten.

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0815einerlei
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Re: Polizei-chen!
Antwort #14 - 16. August 2011 um 21:07
 
Zitat:
…Ein Gefühl für Gerechtigkeit erfährt man nur, wenn in beiden Lagern kräftig aufgeräumt wird…
Was verstehen Sie denn darunter? In welchen „Lagern“? Der „Bösen“ halb „oben“ und halb „unten“, oder ganz, oder wie? Und wo soll man denn am besten anfangen?
Zitat:
…Ein starker Staat ist dazu in der Lage…

Wie soll der denn „aussehen“?
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Bluenotes
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Re: Polizei-chen!
Antwort #15 - 16. August 2011 um 22:49
 
0815einerlei schrieb am 16. August 2011 um 21:07:
Zitat:
…Ein Gefühl für Gerechtigkeit erfährt man nur, wenn in beiden Lagern kräftig aufgeräumt wird…
Was verstehen Sie denn darunter? In welchen „Lagern“? Der „Bösen“ halb „oben“ und halb „unten“, oder ganz, oder wie? Und wo soll man denn am besten anfangen?
Zitat:
…Ein starker Staat ist dazu in der Lage…

Wie soll der denn „aussehen“?


Jeder, der Geld ans Finanzamt vorbei im großen Stil ins Ausland schafft, ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder Banker, der mit dem Geld seiner Kunden „Gassi geht“, es verzockt und Boni kassiert, ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder Politiker, der sich mittels Parteispenden in eine bestimmte Richtung lenken lässt, ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder, der es zulässt, dass Menschen zu Hungerlöhnen arbeiten müssen, ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder Arzt oder jede medizinische Institution, die durch falsche Abrechnungen oder fragwürdige medizinische Interventionen das Sozialsystem aushöhlen, sind asozial und diebisch.

Jeder vermeintlich Kranke, der aus Langeweile oder aus einer Vollkasko-Mentalität heraus die Sozialkassen und damit Leute, die wirklich Hilfe brauchen schädigt, ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder, der mit Nahrungsmitteln spekuliert, ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder, der essentielle Bedürfnisse der Menschen (Wohnung, Wasser, Energie) mit dem Ziel der Gewinnmaximierung ausnutzt, ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder, der in einem Land eine beheizte Wohnung und eine Grundsicherung bekommt, es aber mit Randale vergütet, ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder, der Hartz 4 erhält und durch Schwarzarbeit sein Einkommen aufbessert, ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder Politiker, der es zulässt, dass Bildung ein Privileg der Reichen wird (Studiengebühren), ist ein Asozialer und Dieb.

Jeder Manager, der Beschäftigte entlässt, um seine Aktionäre zu befrieden, ist ein Asozialer und Dieb.

Jede Regierung, die es zulässt, dass durch Bürgschaften und Ankauf von Staatsanleihen der Pleitestaaten die Ersparnisse der Bürger für schlechtere Zeiten gefährdet werden, ist asozial und diebisch.


usw...................................................................



Da eine Polarisierung der Gesellschaft eine Art Naturgesetz zu seien scheint, ist ein starker Staat gefordert, der dieses auseinander driften erkennt und unterbindet. Sich auf die Selbstheilungskräfte des Marktes oder der Gesellschaft zu verlassen, ist naiv.



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Bluenotes
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Re: Polizei-chen!
Antwort #16 - 17. August 2011 um 06:24
 
Zurück zum Polizeichen oder Polizeizeichen. Ein zahnloser Tiger in No-go-Areas aber mächtig stark und verprügelnd wenn es darum geht, ein Bahnhofsprojekt zu verteidigen.
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elf
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Re: Polizei-chen!
Antwort #17 - 18. August 2011 um 14:02
 
0815einerlei schrieb am 16. August 2011 um 21:07:
Was verstehen Sie denn darunter?
In welchen „Lagern“?
Der „Bösen“ halb „oben“ und halb „unten“, oder ganz, oder wie?
Und wo soll man denn am besten anfangen?

Vielleicht hilft da Lesen.
Lesen bei Moore, Schirrmacher oder Augstein.
Da wird zwar etwas penetrant und klug geschiszen, aber immerhin...
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,780827,00.html
http://www.faz.net/artikel/C30351/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glauben-dass...
http://www.zeit.de/wissen/2011-08/thomas-elbert-interview
http://www.sueddeutsche.de/panorama/vandalismus-in-der-hauptstadt-berlin-du-kann...
Und, nur wegen Thilo:
http://www.faz.net/artikel/C30089/brennende-autos-in-berlin-nur-das-uebliche-304...
daraus: Zitat:
Schuld an der Misere kann, beim Lichte der lodernden Autos besehen, ohnehin wieder nur Sarrazin sein, in dessen Amtszeit auch bei der Polizei gespart wurde.

na, denn!
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elf
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Re: Polizei-chen!
Antwort #18 - 19. August 2011 um 13:52
 
Oder dies:
Wilson - Zitat:
...„die gefährliche Ideologie in Frage stellt, die diese jungen Menschen überhaupt erst in Schwierigkeiten gebracht hat:
dass der Einzelne keine Verantwortung mehr für irgendetwas tragen muss“, dass das System schuld sei an allem.

http://www.faz.net/artikel/C30351/britische-randalierer-das-system-in-der-gangst...
und
Birbalsingh - Zitat:
...bestätigt, dass ihre Schüler dem Glamour der Rapper mit ihren Frauen und ihrem Glitzerkram erlegen seien.
Es sei ein harter Kampf gewesen, die Kinder davon zu überzeugen, dass die Maxime des Rappers 50 Cent,
„Get Rich or Die Trying“,
falsch sei.
Mehr als sechzig Prozent der im Zusammenhang mit den Krawallen Festgenommen sind vorbestraft.

und
Florida - Zitat:
"Die Globalisierung hat unsere Städte unendlich reicher werden lassen, sie sind aber auch immer stärker durch Ungleichheit zerrissen."
...
 "Die politische Energie ist in London fast ausschließlich auf die Bedürfnisse und Interessen einer elitären Minderheit ausgerichtet."

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,781130,00.html
und
Heuser - Zitat:
Der Klassenkampf ist zurück.

http://www.zeit.de/2011/34/01-Finanzkrise-Reiche
schließlich
Semler - Zitat:
...Kriminelle aus der Elite dienen Plünderern und Brandschatzern zur Rechtfertigung, wenn nicht sogar zum Vorbild...
...So unrecht Marx und Engels mit ihrem generellen Verdammungsurteil hatten, so recht hatten sie, wenn sie die Vielfältigkeit, die "Buntheit" des lumpenproletarischen Milieus hervorzuheben. Das gilt auch heute...
http://taz.de/Debatte-Lumpenproletariat/!76504/
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elf
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Re: Polizei-chen!
Antwort #19 - 20. August 2011 um 17:32
 
Zum  m.E. erstaunlich klarsichtigen Schirrmacher-Artikel  http://www.faz.net/artikel/C30351/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glauben-dass...
taz - Zitat:
...Kurzum:
Ein Bürgerlicher, der von sich sagt, er "beginne zu glauben, dass die Linke recht hat",
der wird vielleicht nicht gleich zum "Neolinken".
Er ist zunächst einmal ein Konservativer, der von der Realität überfallen wurde.
Dennoch kann man die Bedeutung eines solchen, demonstrativen Akts kaum überschätzen.
Denn er zieht eine Grenze zu all den Fantasten und verantwortungslosen Ideologien in seinem Milieu.
Das ist gewiss keine Kleinigkeit im Für und Wider der Ideen.
http://taz.de/Debatte-zu-Schirrmachers-Linksbekenntnis/!76617/
Und irgendwie hab ich noch immer nicht kapiert, warum hier  -natürlich negativ konnotiert-  vom hl. Thilo gesprochen wurde, ohne auf Quellen einzugehen, wo er bezüglich No Go Area und Bildungs/Erziehungsangebote angeblich offensichtlich Unrecht hatte.

und
Heribert Prantl - Zitat:
...Die Blödheit der Randalierer hat es der Regierung erleichtert, in der eigenen Dummheit zu verharren....
..."Denn sie wissen nicht, was sie tun".
Heute gilt dieser Titel weniger für die Jugendlichen, denn für die Politiker...
...Die Kosten dieses Systems trägt die Mittelschicht, die sich geschunden wähnt von der Unterschicht,
weil die von den Steuern der Mittelschicht lebt und
weil sie betrogen wird von Reichen, die keine Steuern zahlen...
http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-in-aller-welt-heiliger-zorn-der-juge...
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