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Viel trinken müssen - eine Mär? (Gelesen: 20151 mal)
pro-med
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Beiträge: 10
Monaco
Geschlecht: male
Viel trinken müssen - eine Mär?
12. August 2011 um 08:28
 

Wasserkult

Viel trinken müssen - eine Mär?
Viel trinken - das ist ein häufiger Rat, auch an Gesunde.
Doch jetzt weisen mehrere Forscher darauf hin, dass dem Wasserkult die wissenschaftliche Grundlage fehlt.
Und sie stellen die Frage, ob zu viel Flüssigkeit sogar schaden kann.

http://www.faz.net/artikel/C30565/wasserkult-viel-trinken-muessen-eine-maer-3046...
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MrCrowley
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Beiträge: 3

Geschlecht: male
Re: Viel trinken müssen - eine Mär?
Antwort #1 - 22. August 2011 um 18:09
 
Falls das stimmen sollte, wäre ich extremst gefährdet. Ich trinke bereits seit 7 Jahren täglich über 3 Liter stilles Wasser und darüber hinaus noch Tee. Und das unabhängig von der Jahreszeit. Ich hatte gerade vor 2 Wochen eine Blutuntersuchung und meine Werte waren vollkommen in Ordnung. Insofern warne ich vor einer "Wasserpanik". Allerdings stimmt mich der Artikel doch etwas nachdenklich. Ich hatte es für "wissenschaftlich erwiesen" betrachtet, dass ein Wasserkonsum von 2 - 3 Liter das Optimum sei.
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Hema
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Beiträge: 6071

Re: Viel trinken müssen - eine Mär?
Antwort #2 - 23. August 2011 um 06:53
 
Na ja, "extremst gefährdet" ist stark übertrieben...

Es kommt doch immer noch darauf an, wie man sich bewegt/schwitzt, ob man wenig oder viel Kochsalz zu sich nimmt, ob die Nieren gesund sind usw.

Bei älteren Herrschaften, die zu hohen Trinkmengen angehalten und gleichzeitig vor Kochsalz gewarnt werden (also viel trinken und natriumarm essen), führt das schon eher mal zu Problemen:

"Appetitmangel, Apathie, Gedächtnisschwäche und Muskelkrämpfe beklagt Ihr älterer Patient. Unspezifische Symptome, die keine Therapie erfordern, oder Hinweise auf ein Natriumdefizit?

Eine akute schwere Hyponatriämie (Serumnatrium < 120 mmol/l) geht mit Bewusstseinstrübung oder Koma einher und muss sofort therapiert werden. Doch bei der leichten bis mäßigen chronischen Hyponatriämie (132 bis 125 mmol/l), die zu Appetitmangel, Apathie, Konzentrationsstörungen, Erinnerungsschwächen und Muskelkrämpfen führen kann, wird oft nichts unternommen."

Volltext: Therapie lohnt auch bei leichtem Mangel

Das ist ähnlich wie mit der salzarmen Kost beim Gesunden: auch da gibt es keine wirklichen Hinweise, dass es langfristig gesünder ist, salzarm zu essen (jetzt von Extremen einmal abgesehen).

Ich vermute, das kommt aus der Reformbewegung ursprünglich. Da war es immer verdächtig und leicht anrüchig, wenn das Essen gewürzt war bzw. schmeckte. Zwinkernd
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Joller2011
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Beiträge: 2

Re: Viel trinken müssen - eine Mär?
Antwort #3 - 26. August 2011 um 10:18
 
Also ich kann mir nicht im geringsten vorstellen, dass zu viel trinken schaden kann.
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Jim81
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Beiträge: 22

Re: Viel trinken müssen - eine Mär?
Antwort #4 - 21. September 2011 um 15:34
 
Hmmm - also mir tut viel trinken einfach gut. Hilft bei kognitiven Anstrengungen, finde ich. Ist aber rein subjektiv und somit ebenfalls nicht wissenschaftlich erwiesen.
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Eila
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Beiträge: 2

Re: Viel trinken müssen - eine Mär?
Antwort #5 - 22. September 2011 um 11:12
 
Also ich brauche pro Tag 2-3 Liter, ansonsten bekomme ich Kopfschmerzen. Dafür brauche ich dann keine wissenschaftliche Grundlage, sondern da höre ich auf die Zeichen meines Körpers. Wenn ich Sport mache, trinke ich bis zu 4 Liter am Tag.
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Jim81
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Beiträge: 22

Re: Viel trinken müssen - eine Mär?
Antwort #6 - 22. September 2011 um 15:15
 
Naja - steht ja auch nicht so da, dass es letztlich schädlich ist, sondern eher, dass es halt wichtige Dinge aus dem Körper spülen kann. Ich denke, das gilt eher für Einzelfälle.
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Forum Admin
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Beiträge: 3298
Augsburg
Re: Viel trinken müssen - eine Mär?
Antwort #7 - 22. September 2011 um 16:19
 
Die "3-Liter-Regel" sollte man sich genau ansehen.

Zitat:
Richtwerte für die Zufuhr von Wasser

Die Richtwerte für die tägliche Wasseraufnahme orientieren sich am Energieumsatz. Ausgehend von klimatischen Verhältnissen wie in Mitteleuropa, einer bedarfsgerechten Energiezufuhr und einer leichten körperlichen Tätigkeit betragen die Richtwerte für die Höhe der Gesamtzufuhr von Wasser beim Erwachsenen etwa 250 ml/MJ (≈1ml/kcal), beim älteren Menschen mehr als 250 ml/MJ (>1 ml/kcal) und beim gestillten Säugling etwa 360 ml/MJ ≈1,5 ml/kcal). Hieraus ergibt sich für Erwachsene in Abhängigkeit vom Alter ein Richtwert von 2,25–2,7 l für die tägliche Flüssigkeitszufuhr, wovon mindestens 1,3–1,5 l über Getränke zugeführt werden sollten.


Quelle: Die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (D-A-CH Referenzwerte der DGE, ÖGE, SGE/SVE)
http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=5&page=2
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Forum Admin
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Beiträge: 3298
Augsburg
Re: Viel trinken müssen - eine Mär?
Antwort #8 - 22. September 2011 um 16:21
 
Zitat:
... Sinkt der Wasseranteil im Körper um circa 0,5 %, signalisiert das Gehirn Durst. ... Fehlt dem Körper Flüssigkeit, wird dies von Osmorezeptoren im Nucleus Preopticus des Hypothalamus registriert. Dies führt zum Auslösen eines Durstgefühls. Zudem kommt es zur Produktion des Antidiuretischen Hormons (ADH bzw. Vasopressin), welches - ausgeschüttet in der Neurohypophyse - die Wasserrückresorption in der Niere steigert und somit die Flüssigkeitsausscheidung reduziert. ...


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Durst
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Fritze
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Beiträge: 2

Re: Viel trinken müssen - eine Mär?
Antwort #9 - 25. September 2011 um 17:32
 
Hallo!

Wir sollten lernen uns nicht an von aussen vorgegebene Richtlinien zu halten sondern auf unser Bedürfnis zu achten. Wenn ich an einem Tag z.B. viel frisches Obst und Gemüse esse, dann sinkt mein Trinkbedarf etc...

Das fühlt man doch!

LG
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