Na ja, "extremst gefährdet" ist stark übertrieben...
Es kommt doch immer noch darauf an, wie man sich bewegt/schwitzt, ob man wenig oder viel Kochsalz zu sich nimmt, ob die Nieren gesund sind usw.
Bei älteren Herrschaften, die zu hohen Trinkmengen angehalten und gleichzeitig vor Kochsalz gewarnt werden (also viel trinken und natriumarm essen), führt das schon eher mal zu Problemen:
"Appetitmangel, Apathie, Gedächtnisschwäche und Muskelkrämpfe beklagt Ihr älterer Patient. Unspezifische Symptome, die keine Therapie erfordern, oder Hinweise auf ein Natriumdefizit?
Eine akute schwere Hyponatriämie (Serumnatrium < 120 mmol/l) geht mit Bewusstseinstrübung oder Koma einher und muss sofort therapiert werden. Doch bei der leichten bis mäßigen chronischen Hyponatriämie (132 bis 125 mmol/l), die zu Appetitmangel, Apathie, Konzentrationsstörungen, Erinnerungsschwächen und Muskelkrämpfen führen kann, wird oft nichts unternommen."
Volltext:
Therapie lohnt auch bei leichtem MangelDas ist ähnlich wie mit der salzarmen Kost beim Gesunden: auch da gibt es keine wirklichen Hinweise, dass es langfristig gesünder ist, salzarm zu essen (jetzt von Extremen einmal abgesehen).
Ich vermute, das kommt aus der Reformbewegung ursprünglich. Da war es immer verdächtig und leicht anrüchig, wenn das Essen gewürzt war bzw. schmeckte.