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20. Juni 2013 um 00:43
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ÖfA - Ökostrom für Alle (Gelesen: 7715 mal)
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Beiträge: 3302
Augsburg
Re: ÖfA - Ökostrom für Alle
Antwort #10 - 05. Juni 2012 um 15:07
 
Zitat:
Wie ist das eigentlich bei Windstrom, gibt es da auch einen Anbieter, der auf moderne Windräder verzichtet?


Laut Informationen von Enercon (Marktanteil in Deutschland 59,9 %) wird bei deren Windenergieanlagen kein Neodym verwendet.

[1] http://www.enercon.de/de-de/marktanteile.htm
[2] http://www.enercon.de/de-de/1335.htm
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Beiträge: 3302
Augsburg
Re: ÖfA - Ökostrom für Alle
Antwort #11 - 05. Juni 2012 um 15:11
 

Artikel erschien in: ÖKO-TEST Spezial Umwelt 5: 2011

Erneuerbare Energien
Noch Fragen?

Zitat:
...

Welche Bedeutung hat Neodym für die einzelnen Windkraftproduzenten?

Der deutsche Marktführer Enercon aus Leer kommt für seine Turbinen ohne das umstrittene Material aus. Gleiches gilt für den Hamburger Konkurrenten Repower Systems AG. Anders die ebenfalls in Hamburg ansässige Nordex SE. Zwar wird Neodym in den aktuellen Modellen des Herstellers nicht verwendet. "Bei unseren künftigen Offshoreanlagen wollen wir aber einen neuartigen Generator einsetzen. Diese Komponente enthält derzeit seltene Erden", erklärt Nordex-Sprecher Ralf Peters. Die einseitige Versorgungslage sei erst durch die Entscheidung Chinas entstanden, den Preis drastisch zu senken. Damit seien andere Produzenten aus dem Markt gedrängt worden. Bevor die Chinesen kamen, lag der Preis bei 300 Dollar pro Kilogramm, zwischenzeitlich nur bei zirka 20 Dollar. In diesem Herbst wieder bei bis zu 180 Dollar "Wir gehen davon aus, dass ein ökologisch vertretbarer Abbau zu höheren aber vertretbaren Preisen möglich sein wird." Darum will Nordex sich seinen Angaben zufolge aktiv bemühen.

Der Weltmarktführer bei Windkraftanlagen, die dänische Vestas Wind Systems A/S, produziert an drei Standorten in Deutschland. Im laufenden Jahr will Vestas eigenen Angaben zufolge mit der Serienproduktion von Anlagen des Typs V112 beginnen, in diesen komme Neodym zum Einsatz. Ziel sei es aber, die Nutzung seltener Erden und deren Auswirkungen auf die Umwelt, wo immer möglich einzuschränken, so Vestas. Aktuell prüfe man die Verwendung von recyceltem Neodym. Zudem werde nach leistungsfähigen alternativen Technologien als Ersatz für Neodym geforscht.

Siemens nutzt Neodym bereits für seine getriebelosen Windturbinen. "Wir gehen davon aus, dass zukünftig ein verstärkter Einsatz von Neodym-Eisen-Bor-Magneten notwendig ist", sagt Eva-Maria Baumann, Pressesprecherin des Münchener Elektronikriesen. Siemens stelle hohe Anforderungen zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz an seine Lieferanten. Um Umweltaspekte noch stärker zu berücksichtigen, suche man zudem verstärkt nach alternativen Bezugsquellen. Mithilfe von Innovationen hofft das Unternehmen, den Bedarf an Neodym zu verringern. Neue technische Konzepte sollen gar den Verzicht auf das Material möglich machen.

Auch bei der deutschen Tochter des US-Technologiekonzerns General Electric (GE) kommt Neodym zum Einsatz. Nach Angaben von Karin Funke-Rapp, Sprecherin von GE Wind Energy aus Salzbergen, enthalten die Generatoren der Baureihe 2.5 MW und der Offshoreanlage 4.1 MW Neodym. Anlagen vom Typ 1.5 MW seien nicht betroffen. "Von weltweit rund 16.000 installierten Anlagen kommen rund 15.000 aus der Baureihe 1.5, so Funke-Rapp.

...


Quelle: ÖKO-TEST
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Beiträge: 9
Berlin
Re: ÖfA - Ökostrom für Alle
Antwort #12 - 13. Juni 2013 um 15:55
 
Nochmal zum Beitrag von aa11:
Hier werden zwei Dinge vermischt - nämlich die Zusammensetzung des Stroms im Netz, die sich natürlich immer danach ergibt, welche Kraftwerke in der Nähe sind (wenn ich in der Nähe eines Kohlekraftwerks wohne und Ökostromkunde bin, hab ich natürlich trotzdem Kohlestrom in der Leitung) und die Zusammensetzung des Stroms, die mein Anbieter produziert bzw. einkauft: Wenn ich bei einem reinen Ökostromanbieter, der direkte Lieferbeziehungen zu den Kraftwerksbetreibern unterhält (und nicht Graustrom an der Börse kauft!), mehr Ökostrom nachfrage, dann speist er eben auch mehr Ökostrom ins Netz ein - das ist das Prinzip Stromsee. Da die Erneuerbaren einen Vorrang im Netz haben, erhöht sich dadurch auch kontinuierlich ihr Anteil im Strommix.
Übr. ist der Stromverbrauch nachts ohnehin am niedrigsten und die Verbrauchsspitzen in der Mittagszeit, an denen traditionell die großen Atom- und Kohlekonzerne verdient haben mit ihren alten Möhren, werden mittlerweile regelmäßig allein von Solar- und Windenergie gedeckt!
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