Aus dem Artikel:
Zitat:...
Bei der Zeitschrift Öko-Test ist man skeptisch. "Bio-Mineralwasser erfüllt zwar teilweise strengere Standards, doch herkömmliche Mineralwässer sind häufig ebenso gut", heißt es da. Allerdings werde bei Lammsbräu großer Wert auf ökologische und soziale Aspekte gelegt.
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Das Bio-Mineralwasser der Brauerei allerdings kommt nicht so gut an. In Jahrbuch 2012 von Öko-Test wird das Wasser nur mit "befriedigend" beurteilt, weil die Keimbelastung sehr hoch sei. Für Lammsbräu-Geschäftsführerin Susanne Horn ist das kein Grund zur Besorgnis. Natürliche und nicht gesundheitsgefährdende Wasserkeime seien das, wie sie eben vorkommen, wenn die Flaschen nicht mit scharfen chemischen Mitteln gereinigt würden. Sie fühlt sich mit dem Urteil bestätigt. Denn wenn man sich mit der Thematik beschäftige, sagt sie, dann werde klar, "dass es ein Bio-Wasser braucht".
Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Verbraucherschützer können eine Revision beim Bundesgerichtshof beantragen.
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Zitat:Gibt es Bio-Kriterien für Wasser?
Nein. Trinkwasser, Quell- und Mineralwasser fallen derzeit nicht in den Geltungsbereich der EG-Öko-Verordnung. Auch die Bio-Anbauverbände sehen dazu keine Regelungen vor. Hintergrund ist, dass Wasser -- egal welcher Herkunft -- nicht als landwirtschaftliches Erzeugnis gilt und daher nicht zertifizierbar ist. Ungeregelt ist Wasser deshalb dennoch nicht: Sowohl Trink- als auch Mineralwasser werden aus natürlichen Quellen gewonnen und dürfen nur im Rahmen der jeweiligen Verordnungen behandelt werden. Für Mineralwasser gilt zudem, dass es seine charakteristische Zusammensetzung behalten muss. Im Übrigen fällt auch Wasser als Zutat -- etwa in Limonade -- nicht unter die Bio-Verordnung bzw. wird explizit ausgeschlossen.
Trotzdem wird es demnächst Bio-Mineralwasser geben. Initiator ist die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser, der ihr Gründer Franz Ehrnsperger von der Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu sowie Fachleute aus der Mineralwasser- und Bio-Branche angehören. Die Kriterien, die das Wasser erfüllen muss, basieren auf den strengen Vorgaben für Säuglings-Mineralwasser, gehen teilweise aber darüber hinaus. So soll erstmals das giftige Halbmetall Bor aufgenommen werden, für das das Bundesinstitut für Risikobewertung eine Orientierung an der Trinkwasser-Verordnung empfiehlt. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln sind nur bis zur Nachweisgrenze und Ozonbehandlungen gar nicht erlaubt. Außerdem muss das Wasser zumindest einen gesundheitlichen Nutzen aufweisen, etwa reich an Calcium oder Magnesium oder arm an Kochsalz sein. Darüber hinaus wird auf eine schonende Nutzung der Quelle und kurze Transportwege geachtet. Als Verpackung wird Glas-Mehrweg empfohlen. Möglich sind auch PET-Mehrweg und PET-Flaschen mit mindestens 50 Prozent Recyclinganteil. Wasser, das die Auflagen erfüllt und zertifiziert ist, darf dann das Label Bio-Mineralwasser tragen.
Quelle: ÖKO-TEST
Zitat:... Die regelmäßigen ÖKO-TESTs zu dem Thema zeigen jedoch, dass herkömmliche Wässer häufig ähnlichen Anforderungen genügen. ...
Quelle: ÖKO-TEST