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e-Zigarretten (Gelesen: 7509 mal)
laborratte
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Beiträge: 9

e-Zigarretten
24. November 2011 um 17:07
 
Hallo,

hat jemand schon Erfahrungen mit den neuen e-Zigarretten? Diese scheinen ja derzeit echt im Rennen zu sein und es sollen keine Schadstoffe in den Dingern sein. Kann mir hierzu jemand was sagen?
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franks
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Beiträge: 21
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Re: e-Zigarretten
Antwort #1 - 26. November 2011 um 07:55
 
Ich habe kürzlich einen Fernsehbericht darüber gesehen. Die eZigaretten sollen zumindest keinen Zigarettengeruch verbreiten. Dennoch besteht wohl trotzdem Gesundheitsgefahr. Wenn ich nun sage, dass es am besten ist ganz mit dem Rauchen aufzuhören, dann sage ich bestimmt nichts neues. Aber für mich kam es einer Befreiung gleich.
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Sancho Pansa
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Re: e-Zigarretten
Antwort #2 - 26. November 2011 um 12:28
 
franks schrieb am 26. November 2011 um 07:55:
Ich habe kürzlich einen Fernsehbericht darüber gesehen. Die eZigaretten sollen zumindest keinen Zigarettengeruch verbreiten. Dennoch besteht wohl trotzdem Gesundheitsgefahr. Wenn ich nun sage, dass es am besten ist ganz mit dem Rauchen aufzuhören, dann sage ich bestimmt nichts neues. Aber für mich kam es einer Befreiung gleich.


E-Zigaretten sind eine gute Alternative für Alle, die es nicht lassen können. Nikotin hat, so man dafür (höchstwahrscheinlich genetisch) diponiert ist, ein ähnlich großes Suchtpotential wie Heroin. Das wirklich schädliche am Rauchen ist nicht das Nikotin, sondern die Verbrennungsgase mit x-kanzerogenen Substanzen. Mit Nikotin kann man, ähnlich wie mit (reinem) Heroin, recht gut alt werden.
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franks
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Beiträge: 21
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Re: e-Zigarretten
Antwort #3 - 27. November 2011 um 10:40
 
Zitat:
franks schrieb am 26. November 2011 um 07:55:
Ich habe kürzlich einen Fernsehbericht darüber gesehen. Die eZigaretten sollen zumindest keinen Zigarettengeruch verbreiten. Dennoch besteht wohl trotzdem Gesundheitsgefahr. Wenn ich nun sage, dass es am besten ist ganz mit dem Rauchen aufzuhören, dann sage ich bestimmt nichts neues. Aber für mich kam es einer Befreiung gleich.


E-Zigaretten sind eine gute Alternative für Alle, die es nicht lassen können. Nikotin hat, so man dafür (höchstwahrscheinlich genetisch) diponiert ist, ein ähnlich großes Suchtpotential wie Heroin. Das wirklich schädliche am Rauchen ist nicht das Nikotin, sondern die Verbrennungsgase mit x-kanzerogenen Substanzen. Mit Nikotin kann man, ähnlich wie mit (reinem) Heroin, recht gut alt werden.


Ist es denn erwiesen, dass es so was wie eine genetische Disponiertheit gibt? Ich würde meinen, dass es so was wie eine genetische Vorbelastung nicht geben kann. Würde m.E. gegen jede Evolutionsweisheit sprechen. Aus welchen Grund sollte ein Lebewesen disponiert sein für Gift? Wo ich bereits beim nächsten Thema wäre. Vom Suchtpotential würde ich Nikotin sogar höher als Heroin einschätzen. Die psychische Suchtkomponente ist hier enorm ausgeprägt. Zusätzlich ist Tabak auch gesellschaftlich noch halbwegs anerkannt, so dass es ein Leichtes ist, jederzeit sich damit legal zu versorgen. Das man mit Nikotin alt werden kann möchte ich nicht bezweifeln. Dennoch ist wohl das Risiko deutlich kürzer zu leben, aufgrund der in Nikotin enthaltenen Gifte nicht zu unterschätzen. Nikotin ist tatsächlich sehr giftig und wurde in Reinform im Pflanzenschutz als Pestizid früher eingesetzt, bis es aufgrund der hohen toxischen Wirkung verboten wurde.
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Sancho Pansa
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Re: e-Zigarretten
Antwort #4 - 28. November 2011 um 19:12
 
franks schrieb am 27. November 2011 um 10:40:
Ist es denn erwiesen, dass es so was wie eine genetische Disponiertheit gibt?


Googeln Sie eifach mal nach "Nikotin genetisch"
Man kann ziemlich viel finden, auch Laienverstädliches, z.B.:
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=980370949&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filen...

Zitat:
Ich würde meinen, dass es so was wie eine genetische Vorbelastung nicht geben kann.


Scheint aber so. Meinen kann man immer ziemlich viel, da von der Realität entkoppelt.

Zitat:
Würde m.E. gegen jede Evolutionsweisheit sprechen.


Evolution hat keine "Weisheit".

Zitat:
Aus welchen Grund sollte ein Lebewesen disponiert sein für Gift?


Das ist ein anthropologischer Fehlschluss, indem eine Substanz als "Gift" definiert wird. Man kann das so sehen, aber die Biochemie zeigt halt, dass das alles seine Logik hat -> Stichwort Dopaminhaushalt.

Zitat:
Wo ich bereits beim nächsten Thema wäre. Vom Suchtpotential würde ich Nikotin sogar höher als Heroin einschätzen. Die psychische Suchtkomponente ist hier enorm ausgeprägt. Zusätzlich ist Tabak auch gesellschaftlich noch halbwegs anerkannt, so dass es ein Leichtes ist, jederzeit sich damit legal zu versorgen.


Ja. Aber teuer ist es geworden.

Zitat:
Das man mit Nikotin alt werden kann möchte ich nicht bezweifeln. Dennoch ist wohl das Risiko deutlich kürzer zu leben, aufgrund der in Nikotin enthaltenen Gifte nicht zu unterschätzen.


Sorry, das ist jetzt Quatsch.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/81/Nikotin_-_Nicotine.svg

Da hängen keine anderen Gifte dran.

Zitat:
Nikotin ist tatsächlich sehr giftig und wurde in Reinform im Pflanzenschutz als Pestizid früher eingesetzt, bis es aufgrund der hohen toxischen Wirkung verboten wurde.


Zum Vergleich:NaCl ist in nur vergleichsweise schwacher Überdosierung tödlich. Geben Sie einem Säugling einen Teelöffel davon, und er stirbt. Trotzdem ist NaCl für uns essentiell. Ihr Argument geht am Thema vorbei.
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franks
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Re: e-Zigarretten
Antwort #5 - 02. Dezember 2011 um 12:14
 
Zitat:
[quote author=382C3F30352D5E0 link=1322150841/3#3 date=1322386839]
Ist es denn erwiesen, dass es so was wie eine genetische Disponiertheit gibt?


Googeln Sie eifach mal nach "Nikotin genetisch"
Man kann ziemlich viel finden, auch Laienverstädliches, z.B.:
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=980370949&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filen...

Dieses Beispiel ist doch etwas sehr lang.  Lippen versiegelt Dennoch bin ich in diesen Punkt unverbesserlich und kann das nicht nachvollziehen. Nirgends in der Natur existiert auch nur ein Lebewesen, welches eine genetische Disponiertheit für eine Substanz mitbringt, welche nicht zum Überleben notwendig ist sondern auch noch nicht sonderlich zuträglich ist.
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Sancho Pansa
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Re: e-Zigarretten
Antwort #6 - 02. Dezember 2011 um 18:25
 
franks schrieb am 02. Dezember 2011 um 12:14:
[quote
Dieses Beispiel ist doch etwas sehr lang.  Lippen versiegelt


Hier was Leichtverständliches:
Zitat:
Bei manchen Rauchern kann sogar eine genetische Prädisposition eine Nikotinabhängigkeit erklären. Eine internationale Wissenschaftsgruppe fand zwei Gene, die eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer Nikotinsucht spielen. Anhand von 4.300 Probanden wurde das Zusammenspiel aus Rauchverhalten und Zusammensetzung des Erbgutes untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass die Gene THP-1 und THP-2 die Abhängigkeit in erheblicher Weise begünstigen. Diese beiden Gene sind maßgeblich an der Produktion des Gehirnbotenstoffs (Neurotransmitter) Serotonin beteiligt, der für positive Gefühle verantwortlich ist. Ein Mangel an diesem Gehirnstoff wird häufig mit einer Depression in Verbindung gebracht, auch eine generelle Neigung zu Suchtverhalten ist bei einem niedrigen Serotoninspiegel sehr wahrscheinlich. THP-1 erhöht das Risiko, früher oder später im Leben, eine Nikotinabhängigkeit zu entwickeln, während eine winzige Veränderung des THP-2 Gens dafür verantwortlich ist, dass Menschen viel früher zur Zigarette greifen. Wenn dieses spezielle Gen in veränderter Form vorliegt, erhöht das die Chance, nikotinabhängig zu werden um 75 Prozent.


http://www.hilfreich.de/nikotinsucht-gefaehrliche-zigaretten_2752

Zitat:
Dennoch bin ich in diesen Punkt unverbesserlich und kann das nicht nachvollziehen.


Naja, leider richtet sich die Realität nicht danach, was man verstehen oder nachvollziehen kann.

Zitat:
Nirgends in der Natur existiert auch nur ein Lebewesen, welches eine genetische Disponiertheit für eine Substanz mitbringt, welche nicht zum Überleben notwendig ist sondern auch noch nicht sonderlich zuträglich ist.


Das ist ein falscher Zugang, um das zu verstehen. Es gibt nun mal genug Substanzen und Möglichkeiten, welche (vereinfacht gesagt) das Belohnungssystem stimulieren. Kluge Tiere wie z.B. der Mensch finden sowas raus. Beim Einen wirkt halt die eine Substanz nicht komplett so, wie beim Anderen.

Z.B. sind nikotinische Acetylcholinrezeptoren sind duch genetische Unterschiede halt verschieden ausgeprägt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Acetylcholinrezeptor#Nikotinische_Acetylcholinrezep...

Asiaten vertragen tendentiell z.B. Alkohol schlechter, das zum Abbau nötige Enzym Alkoholdehydrogenase ist weniger vorhanden. Sowas ist schlicht genetisch bedingt.

Wirds jetzt etwas verständlicher?
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franks
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Re: e-Zigarretten
Antwort #7 - 03. Dezember 2011 um 17:58
 
Ah, ich hatte eine völlig andere Herangehensweise an diese Thematik. Ich bin davon ausgegangen, dass mit genetischer Disposition eine wie auch immer gelagerte Zuneigung zu einer bestimmten Substanz gemeint ist, welche so zusagen bereits vorhanden ist. Allerdings würde ich meinen, dass diese Aussage eher beschreibt, dass ein physischer Mangel (in diesem Fall der Mangel an Serotonin) dazu führt, dass Menschen dazu neigen diesen Mangel durch die Hinzuführung von Substanzen auszugleichen. Und zwar mit Substanzen, welche eine Ausschüttung von eben dieser ermöglicht. Das leuchtet mir auch ein. Wer möchte schon gerne Depressionen haben, wenn man weiß wie man diese vermeidet. Aber bedeutet dies nicht auch, dass diese genetische Disposition nicht alleine auf den Konsum von Nikotin zutrifft, sondern auf zahlreiche andere Substanzen mit gleicher Wirkung ebenfalls zutreffen müsste. Da gerade November ist und damit hier äußerst selten die Sonne scheint, könnte ich mir vorstellen, dass ebenfalls einige körpereigene Hormone, welche das Wohlbefinden fördern, bis zu einem gewissen Teil blockiert sind. Das Hinzuführen von Unmengen an Schokolade hilft zumindest mir mich schnell besser zu fühlen. Womöglich werden hierbei auch einige Botenstoffe aktiviert und mehr Serotonin freigesetzt. Zwinkernd
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blauefee
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Re: e-Zigarretten
Antwort #8 - 15. Januar 2012 um 15:52
 
Also, irgendwie bin ich ganz baff, wie theroretisch abgehoben hier zum Teil argumentiert wird.

Der Fragesteller hatte doch nach Erfahrungen mit E-Zigaretten gefragt und nicht danach, ob ihm jemand helfen kann, nach wissenschaftlichen Grundlagen und Abhandlungen zu googeln.
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sommermensch
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Hamburg
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Re: e-Zigarretten
Antwort #9 - 16. Januar 2012 um 15:28
 
Hallo liebe Ökotest Community,

ich bin durch Grupon an eZigaretten gekommen und habe mir dort zum testen mal eine Probepackung bestellt. Die Abwicklung lief reibungslos, allerdings war ich von dem Produkt alles andere als begeister. Mal ganz abgesehen von der China-Qualität der Zigarette hat sie mir (mit Nikotin) nicht geholfen von meiner Sucht loszukommen. Außerdem wird man immer ganz schön doof auf der Straße angeschaut.

Ich sitze jetzt lieber auf meiner Hollywoodschaukel im Wohnzimmer und rauche weniger, aber dafür richtige Zigaretten und bin damit sicherlich deutlich glücklicher, kenne aber auch Leute die an der eZigarette hängen und denen das etwas gebracht hat - kommt wirklich immer auf den Typen an!

Grüße!


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