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Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten? (Gelesen: 37584 mal)
Gioia
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Beiträge: 3

Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
11. Januar 2012 um 10:51
 
Zuhause haben wir kein W-Lan, meine Kinder hätten aber gerne - ihr Argument: das strahlt sowieso überall... Sie schlagen vor, eine Art Schalter zu installieren, mit dem man Wlan an- und ausschalten kann. Ich habe ehrlich gesagt, keine Ahnung... Wie schädlich ist Wlan? Macht es einen Unterschied, ob man wach ist oder schläft?
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baubiologie_reg
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Beiträge: 30

Re: Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
Antwort #1 - 11. Januar 2012 um 12:03
 
WLAN ist neben DECT-Telefonen eine der stärksten Hochfrequenzbelastungen im Haus. Die Werte übertreffen die Strahlung von außen liegenden Mobilfunkssendern deutlich.  Aus meiner Erfahrung strahlen die Geräte in horizontale Richtigung stärker als in vertikale.

Je näher der Anwender am Accesspoint sitzt, desto höher ist die Belastung.

Es macht auf jeden Fall Sinn, die Geräte abzuschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Eine Verkabelung ist zwar ein gewisser einmaliger Aufwand, würde aber für die Zukunft ein strahlungsfreies Arbeiten ermöglichen.

Einen Artikel zu WLAN finden Sie auf folgender Webseite: http://www.elektrosmog-messen.de/wlan-technik.html

Joachim Weise

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elf
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Beiträge: 8430
Südland
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Re: Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
Antwort #2 - 11. Januar 2012 um 12:54
 
Hallo, Herr "Baubiologe"(so kann sich jeder nennen) Weise (Mitglied des Vereins, bei dem auch Wünschelrutenkurse angeboten werden)!

In der von Ihnen genannten Quelle wird so gewarnt:
Zitat:
Aufgrund der oben genannten Messergebnisse kann eine gesundheitliche Unbedenklichkeit keineswegs attestiert werden.


Da bekommt ein Leichtgläubiger Angsthase ja richtig Angst und wird nie mehr einen Bahnhof oder Flugplatz betreten.

Um Ihre o.a. Diktion aufzugreifen:
Wo wird aufgrund der oben genannten Messergebnisse eine gesundheitliche Bedenklichkeit von WLAN nachgewiesenermaßen attestiert ?
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franks
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Beiträge: 21
Berlin
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Re: Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
Antwort #3 - 11. Januar 2012 um 13:29
 
Für mich ist diese Thematik völlig neu. Ich hätte nicht erahnt, dass WLAN in irgendeiner Weise schädlich sein könnte. Bis auf das es ein Sicherheitsrisiko bei unverschlüsselten Netzwerken besteht, wurde das Thema Gesundheit zumindest medial ja nicht merklich bearbeitet. Ich hatte in unserer Wohnung erst vor einen halben Jahr WLAN installiert, da wir gleichzeitig mit mehreren Notebooks arbeiten möchten. Aus Spargründen haben wir zumindest das WLAN an eine schaltbare Steckdosenleiste angeschlossen, so dass es nachts üblicherweise ausgeschaltet ist. Laut des Berichts kann ja eine gesundheitliche Unbedenklichkeit keineswegs attestiert werden. Was ist denn darunter zu verstehen? Welche Gesundheitsrisiken bestehen?
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elf
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Beiträge: 8430
Südland
Geschlecht: male
Re: Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
Antwort #4 - 11. Januar 2012 um 13:56
 
franks schrieb am 11. Januar 2012 um 13:29:
... Laut des Berichts kann ja eine gesundheitliche Unbedenklichkeit keineswegs attestiert werden. Was ist denn darunter zu verstehen?  

Darunter ist ein alter semantischer Trick der Eso-Abzocker zu verstehen.  

Ich halte dagegen:

Die Menschheit muss sich ein anderes Universum suchen, denn die gesundheitliche Unbedenklichkeit des eben gerade bewohnten Universums konnte bisher keineswegs attestiert werden.
Im Gegenteil:
Fast 100% aller Erdbewohner sterben!
Nachweislich!
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Forum Admin
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Beiträge: 3468
Augsburg
Re: Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
Antwort #5 - 11. Januar 2012 um 15:42
 
Zitat:
...

Mit Datum vom 02.10.01 erteilte der Kanzler der Universität Bremen, Herr Kück, dem nova-Institut den Auftrag, Messungen durchzuführen und ein Gutachten zu erstellen, in dem die Belastung durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung durch Funknetzwerke zur drahtlosen Netzwerkanbindung von Notebooks in den Universitätsgebäuden untersucht werden soll. Es soll die Belastung durch W-LAN-Netzwerke in verschiedenen Situationen festgestellt und die Abstrahlungen der Sendeantennen und Notebook-Steckkarten in verschiedenen Abständen gemessen werden. Zum Vergleich sollen Messungen an anderen Strahlungsquellen in ähnlichen Frequenzbereichen vorgenommen werden, z.B. Schnurlostelefone nach dem DECT-Standard und Mikrowellenherde.

...

Wie zu erwarten war lagen die Belastungen durch die Accesspoints des W-LANs an allen untersuchten Messpositionen deutlich unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte nach der 26. BImSchV. Auch die Vorsorgewerte des nova-Instituts, die bei einem Hunderstel der gesetzlichen Grenzwerte liegen, werden an allen Messpunkten erheblich unterschritten.

...


Quelle: http://www-rn.informatik.uni-bremen.de/wlan/wlan-emvu-gutachten-bremen.pdf
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Forum Admin
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Beiträge: 3468
Augsburg
Re: Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
Antwort #6 - 11. Januar 2012 um 15:46
 
Zitat:
...

Im Laufe der Projektdurchführung wurden Untersuchungen in einem Cafe, in einem Flughafenterminal, auf einem Universitäts-Campus, auf einem Platz im Innenstadtbereich, in Wohnvierteln, in denen ein drahtloser Internetzugang per WLAN für die Anwohner angeboten wird, sowie auf der Computermesse CeBit in Hannover durchgeführt. In allen Szenarien wurde von den Betreibern Technik der Standards IEEE 802.11 b oder g eingesetzt. Die an den unterschiedlichen WLAN Hot-Spots erhobenen Immissionen lagen alle deutlich unterhalb der Referenzwerte der Ratsempfehlung der Europäischen Union 1999/519/EG von 10 W/m2. Zu unterscheiden sind dabei zeitliche und räumliche Spitzenmesswerte von zeitlich und räumlich gemittelten Werten. Die höchsten gefundenen Spitzenmesswerte lagen im Bereich von 100 – 200 mW/m2. Messwerte, die räumlich über typische menschliche Körperdimensionen und zeitlich über 6 Minuten gemittelt wurden, lagen etwa ein bis zwei Größenordnungen (Faktor 10 bis 100) unter den Spitzenmesswerten.

...

Quelle: http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/dosimetrie/dosimetrie_abges/dosi_...
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baubiologie_reg
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Beiträge: 30

Re: Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
Antwort #7 - 13. Januar 2012 um 12:46
 
Im Gegensatz zu ELF und Forum-Admin unterschreibe ich meine Beiträge namentlich. Ich habe also nichts zu verbergen.

Ich kann Gioia und franks nur empfehlen, das Vorsichtsprinzip anzuwenden. Alles andere müssen sie selbst entscheiden.

Folgende gesundheitliche Störungen aufgrund von Hochfrequenzbelastung allgemein wurden berichtet: Kopfschmerzen, Unruhe, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Blutdruckerhöhung, u.a.
Eine Auflistung von Studien finden Sie auf der Webseite der BI Mobilfunk Coburg: http://www.forum-mobilfunk.de/studien/forschung.html

Die genannten Beschwerden könnten, müssen aber nicht zwangsläufig auftreten.

Interessant wäre, wenn sich ELF oder Forum-Admin an einer Selbststudie beteiligen würden: Schlafen Sie ein halbes Jahr lang neben einem Accesspoint und berichten Sie dann darüber im Forum.

Bis dann, ich schaue im Juni wieder hier vorbei.

Joachim Weise
http://www.elektrosmog-messen.de
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elf
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Beiträge: 8430
Südland
Geschlecht: male
Re: Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
Antwort #8 - 13. Januar 2012 um 13:14
 
baubiologie_reg schrieb am 13. Januar 2012 um 12:46:
1. Im Gegensatz zu ELF und Forum-Admin unterschreibe ich meine Beiträge namentlich. Ich habe also nichts zu verbergen.
2. Ich kann Gioia und franks nur empfehlen, das Vorsichtsprinzip anzuwenden.
3. Die genannten Beschwerden könnten, müssen aber nicht zwangsläufig auftreten.  
4. Interessant wäre, wenn sich ELF oder Forum-Admin an einer Selbststudie beteiligen würden: Schlafen Sie ein halbes Jahr lang neben einem Accesspoint und berichten Sie dann darüber im Forum.

1. Vielleicht hilft das, Herr Kollege Baubiologe:
taz - Zitat:
Pseudonym-Nutzer schreiben besser
http://taz.de/Kommentieren-im-Netz/!85559/
2. Ich kann Gioia und franks nur empfehlen, das Vorsichtsprinzip anzuwenden.
D.h. bei nachgewiesenen Gefahren vorsichtig sein (bei WLAN wurde m.E. nichts nachgewiesen), bei baubiologischer Panikmache vorsichtig sein.
3. Alte Politikerregel: Im Konjunktiv ist ALLES möglich: Wenn meine Oma Räder hätte, wäre sie ein Omnibus.
4. Danke für den Tipp!
Ich schlafe seit Jahren neben einem Accesspoint und ich schlafe sehr gut.
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Forum Admin
Administrator

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Beiträge: 3468
Augsburg
Re: Macht es überhaupt noch Sinn, auf Wlan zu verzichten?
Antwort #9 - 13. Januar 2012 um 16:18
 

Zitat:
...

Risikopotenzial von drahtlosen Netzwerken

...

Gemäss heutigem Kenntnisstand und aufgrund vorhandener Expositionsmessungen ist die durch drahtlose Netzwerke erzeugte hochfrequente Strahlung zu schwach, um durch Absorption über eine Erhöhung der Temperatur nachweisbare, akute gesundheitliche Wirkungen auslösen zu können. Langzeitund nicht-thermische Auswirkungen sind zurzeit noch ungenügend erforscht. Aus den vorhandenen Studien über Auswirkungen hochfrequenter EMF im Niedrigdosisbereich, unterhalb der geltenden Grenzwerte, kann im Moment keine gesundheitliche Gefährdung durch drahtlose Netzwerke abgeleitet werden. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche.

...


Zitat:
...

6. Empfehlungen zum strahlungsarmen und sicheren Umgang mit drahtlosen Netzwerken
6.1 Minimierung der Strahlung

Die Strahlenbelastung durch die heutigen Netzwerke ist sehr klein, sie liegt weit unterhalb der geltenden Grenzwerte. Den bestehenden Unsicherheiten bezüglich langfristiger gesundheitlicher Wirkungen als auch der Verwendung von immer leistungsfähigeren Geräten sowie körpernahen Technologien kann mit geeigneten Massnahmen begegnet werden. Da drahtlose Netzwerke nicht nur in Büros sondern auch in Privathaushalten verwendet werden, sind vorsorgliche Massnahmen insbesondere auch in Haushalten mit Kindern sinnvoll. Mit folgenden Massnahmen kann die persönliche Strahlenbelastung im Sinne einer Vorsorge minimiert werden:

  • Das WLAN nur einschalten, wenn es gebraucht wird. Insbesondere beim Laptop ist es sinnvoll, das WLAN auszuschalten, weil sonst immer wieder nach einem Netz gesucht wird, was unnötige Strahlung verursacht und die Batterie entleert.
  • Beim Telefonieren mit dem PDA vorzugsweise ein Headset (einen Kopfhörer) verwenden.
  • Ein Bluetooth-Headset der schwächsten Leistungsklasse 3 benutzen und ausschalten, wenn es nicht benutzt wird.
  • Den Laptop während der WLAN-Verbindung nicht am Körper halten.
  • Den Access Point möglichst einen Meter entfernt von lang besetzten Arbeits-, Aufenthalts-, Spiel oder Ruheplätzen platzieren.
  • Den Access Point zentral platzieren, damit alle zu versorgenden Geräte einen guten Empfang haben.
  • Den WLAN g-Standard dem b-Standard vorziehen. Wegen seiner effizienteren Datenübertragung ist bei diesem Standard die Strahlenbelastung reduziert.
  • Falls eine Leistungsregelung möglich ist, sollte beim Access Point die Sendeleistung entsprechend dem zu versorgenden Gebiet optimiert werden.
  • Ein WLAN-Sender soll nur mit einer vom Hersteller dafür bestimmten Antenne betrieben werden. Wird eine Antenne mit einem grösseren Antennengewinn verwendet, kann die maximal erlaubte Sendeleistung überschritten werden und es kann gegen das Fernmeldegesetz verstossen werden.

...


Quelle: http://www.bag.admin.ch/themen/strahlung/00053/02644/03569/index.html?lang=de
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