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ÖKO-TEST Fragen und Antworten KinderkrankheitenAllergienÜberreagiert
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Welche Therapie hilft auf Dauer?Auf Dauer helfen kann nur die spezifische Immuntherapie (SIT), auch Hypo- oder Desensibilisierung genannt. Dabei erhält der Patient die Allergene in verdünnter Form per Spritze oder Tablette verabreicht. So soll sich der Körper langsam an die eigentlich harmlosen Substanzen gewöhnen und im Ernstfall nicht mehr mit einer verstärkten Abwehrreaktion kontern. Die Therapie dauert in der Regel drei Jahre.
Wie erfolgversprechend ist die SIT?Der Ärzteverband Deutscher Allergologen gibt die Erfolgsquoten einer SIT mit standardisierten Allergenextrakten bei Pollenallergien mit über 80 Prozent an. Die Beschwerden verringern sich deutlich oder verschwinden sogar komplett. Bei Kindern liegt die Erfolgsrate höher, nach 15 Jahren sind noch 90 Prozent beschwerdefrei. Die Heilungschancen sind am größten, wenn die Therapie frühzeitig beginnt, die Allergie also noch frisch ist.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?Die Behandlung an sich ist sehr sicher. Nach einer Spritze muss der Patient eine halbe Stunde in der Praxis warten. Falls es in den Minuten nach der Spritze zu einer allergischen Reaktion kommt, kann der Arzt sofort handeln. Gefährlich, aber selten sind allergische Reaktionen wie Schwindel oder Atemnot. In sehr seltenen Fällen droht ein allergischer Schock.
Gibt es eine Alternative zu den Spritzen einer Hyposensibilisierung?Ja. Bei der sogenannten sublingualen Immuntherapie (SLIT), die ebenfalls drei Jahre dauert, legt sich der Patient die Pollentablette täglich zu Hause unter die Zunge. Die Allergene werden von der Mundschleimhaut aufgenommen und wirken so auf das Immunsystem ein. Die Wirksamkeit der Tablette ist vergleichbar mit der Spritzentherapie.
Hilft eine Hyposensibilisierung nur gegen Heuschnupfen?Nein. Auch bei einem allergischen Asthma kann die SIT zur Besserung beitragen. Eine durch Heuschnupfen erworbene Kreuzallergie wird man dagegen mit der SIT nur in wenigen Fällen los. Besser ist es daher, eine Immuntherapie zu machen, bevor sich eine Kreuzallergie oder ein Asthma entwickelt. Für Insektengiftallergiker liegen die Heilungschancen mit einer Immuntherapie bei fast 100 Prozent. Bei Allergien gegen Milbenkot, Schimmelpilze oder Katzenhaare sind die Erfolgsquoten nicht so hoch. Doch auch hier kann eine Spritzenkur die Beschwerden deutlich verringern.
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Quelle: ÖKO-TEST