Eine andere Studie der Harvard Medical School aus dem Jahre 2004 untersuchte Eierstockkrebs und Milchkonsum
American Journal Of Clinical Nutrition, November 2004; 80(5), S. 1353-1357 PMID: 15531686
(PubMed - indexed for Medline)
A prospective study of dietary lactose and ovarian cancer.
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15069693?dopt=Abstract
Die Ergebnisse wurden in einer schwedischen Studie vom Karolinska Institut in Stockholm verifiziert. Es handelte sich um eine prospektive Studie mit gut 60.000 Frauen einer schwedischen Mammographie-Gruppe eines Beobachtungszeitraumes von über 13 Jahren.
Frauen, die mindestens viermal am Tag Milchprodukte zu sich nahmen, hatten ein zweifach höheres Risiko an bösartigem Ovarialkrebs zu erkranken als die, die weniger als zweimal am Tag oder keine Milchprodukte zu sich genommen hatten.
Je mehr Milchzucker, je größer das Risiko.
Eine aktuelle Untersuchung diesen Jahres besagt:
"Among the routes of human exposure to estrogens, we are mostly concerned about cow's milk, which contains considerable amounts of female sex hormones," Ganmaa told her audience. Dairy, she added, accounts for 60 percent to 80 percent of estrogens consumed.
Part of the problem seems to be milk from modern dairy farms, where cows are milked about 300 days a year. For much of that time, the cows are pregnant. The later in pregnancy a cow is, the more hormones appear in her milk.
Milk from a cow in the late stage of pregnancy contains up to 33 times as much of a signature estrogen compound (estrone sulfate) than milk from a non-pregnant cow.
In a study of modern milk in Japan, Ganmaa found that it contained 10 times more progesterone, another hormone, than raw milk from Mongolia.
Quelle: http://news.harvard.edu/gazette/2006/12.07/11-dairy.html
Auch das könnte Sie und Mitleser interessieren:
Researchers at the University of Chicago found that concentrated milk fats, which are abundant in processed and confectionary foods, alter the composition of bacteria in the intestines. These changes can disrupt the delicate truce between the immune system and the complex but largely beneficial mix of bacteria in the intestines.
...
"This is the first plausible mechanism showing step-by-step how Western-style diets contribute to the rapid and ongoing increase in the incidence of inflammatory bowel disease," said study author Eugene B. Chang, MD
http://www.uchospitals.edu/news/2012/20120613-milkfat.html
Dietary-fat-induced taurocholic acid promotes pathobiont expansion and colitis in Il10-/- mice.
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=22722865
Thijs R. Klompmaker schrieb in seinem Artikel "Lifetime high calcium intake increases osteoporotic fracture risk in old age":
"Osteoporoseprävention ist unter Umständen erfolgreich, wenn als Ziel gesetzt wird, die durchschnittliche Kalziumaufnahme auf das Niveau von Ländern zu reduzieren, in denen osteoporotisch bedingte Knochenbrüche am seltensten sind, ungefähr 300 bis 500 mg pro Tag."
Weitere Erklärungen zu seiner Ausführung über die lebenslange Aufnahme von großen Mengen Calcium, die das das Risiko von Osteoporose im Alter erhöhen, hier:
http://www.journals.elsevierhealth.com/periodicals/ymehy/article/PIIS0306987705002094/abstract
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306987705002094
http://www.thijsklompmaker.com/osteo.htm
- dass der mögliche KLEINE Effekt bei hohen Zufuhren auf das Prostatakrebsrisiko (Anhebung) mehrfach erwähnt wird.
Da habe ich nicht so recht empirische Untersuchungen gefunden, vielleicht diese:
Diet and prostate cancer risk with specific focus on dairy products and dietary calcium: a case-control study.
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20232354
weist auf Krebsrisiko hin
We found a twofold increased risk of prostate cancer associated with an increased intake of dairy products {Odds Ratio (OR) = 2.19; 95% Confidence Intervals (CI) 1.22-3.94}.
Doppeltes Risiko wäre kein kleiner Effekt. Es ist nur ein Hinweis, weil keine aussagekräftige Studie, aber zusammen mit den oben genannten Studien scheint Milch nicht so gesund, wie bis dato gedacht.
Wir werden sehen. Chinesen verbrauchten bislang sehr wenig Milch (ca. 8 kg / Jahr), und hatten die wenigsten Hüftfrakturen der Welt; sechs mal weniger als in den USA (der durchschnittliche Amerikaner verbraucht ca. 254 kg Milch / Jahr).
Allerdings rechnet der Verpackungshersteller Tetrapak damit, dass bis 2020 weltweit, vorne weg Indien und China, der Konsum von Milch und anderen flüssigen Milchprodukten um 30 Prozent steigen wird.
Dann haben wir ja "vernünftige" Studien an einer Gesamtbevölkerung.
Warten wir ab, wie sich die Milch dort in Zukunft auswirkt.
Und wenn es zu einer weiteren Ausstrahlung einer „milchkritischen“ Sendung kommt, bitte ich Sie, sie zukünftig nicht von vornherein zu verbieten, vielleicht möchte ich sie sehen

Alles Liebe, viel Kraft,
Adam.