Cailin schrieb am 06. Mai 2012 um 11:18:Ich bin sehr interessiert an neuen Erkenntnissen und hinterfrage vieles – gerade wenn es die Ernährung betrifft. Mich wundert es daher ein wenig, dass die Erkenntnisse dieser Dokumentation für falsch gehalten werden, obwohl diese noch gar nicht kundgetan worden sind.
Viele Grüße
Hi,
also hier ist der Unterschied halt, dass einiges an Aussagen schon in schriftlichen Ankündigungen über den Film vor Ausstrahlung kundgetan wurden. Es ist also schon bekannt, worum es in dem Film gehen soll und welche Hauptaussagen darin getätigt werden sollen. Vieles davon besagen Titel und Untertitel des Filmchens bereits.
Darin ist leider wenig wertneutrales erkennbar. Auch von einer ausgewogenen Berichterstattung, zu der gerade die öffentlich-rechtlichen Sender per Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet sind, ist nicht viel zu erahnen.
Weiters ist in höchstem Maße fragwürdig, wie die Filmaufnahmen selber für den Beitrag zustande gekommen sind. Niemand, wohl auch kein Landwirt, würde ein Filmteam Zuhause begrüßen, wenn laut Titel und Beschreibungstext solche Aussagen in dem fertigen Film getätigt werden sollen! Also muss man vermuten (und manche wissen es auch ganz genau!), dass das Kamerateam unter Vorspielung falscher Tatsachen in die Lage kam, Aufmahmen zu machen, oder aber diese gänzlich illegal (und unter strafbarer) Handlung erstellt hat.
So oder so sind das keine Methoden, die sich ziemen, von einem von der Allgemeinheit zwangsfinanzierten Sender ausgestrahlt zu werden.
Niemand hätte etwas gegen einen sachlichen Bericht über das Für und Wider der Milchherstellung und dessen Konsums. Nur in diesem hier diskutierten Falle zeugt bisher alles davon, dass es hier überhaupt nicht um Sachlichkeit in irgendeiner Angelegenheit geht. Und dann hat solch ein Beitrag eben nicht gesendet zu werden.
Denn wenn wir mal ehrlich sind: es gibt elendig viele Methoden, Filme zurecht zu schneiden. Aussagen zu verdrehen. Gegebenheiten anders darzustellen, alleine durch den Aufnahmewinkel bsw. Auch wenn dies ein solch tendenziöser Film sein sollte, der die Veganer unter uns vielleicht freuen würde (fühlen sie sich bestimmt bestätigt), so würden selbige groß aufschreien, wenn ich einen Film machen würde bei zugehörigen Menschen in ihrem Heim mit Aussagen wie: stickige Luft in der Wohnung, Ernährung verursacht massive Verdauungsstörungen, incusive gesteigerter CO2-Belastung durch Veganismus, Rohkostler sind nur zu faul zum kochen oder zu dumm einen Herd zu benutzen, und so weiter und so fort. Mir würde da einiges einfallen, das für einen 45-Minuten-Bericht reichen würde.
Möchte jemand solch einen Film sehen? Ich glaube nicht! Aber in genau diese Richtung geht die "Milch-Lüge". So weit bekannt eine Aneinanderreihung von Behauptungen und Unterstellungen, teilweise vielleicht gar durch irgendwelche "Studien" belegt, aber es werden die vielen anderen Studien, die das Gegenteil belegen verschwiegen. Und so weiter.
Nein, solch tendenziös-Berichterstattung, da sollten wir lieber allesamt drauf verzichten. Wenn wir den Medien die Veröffentlichung solcher Beiträge erlauben, was versuchen die dann als nächstes, uns unterzujubeln?