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Hygiene (Gelesen: 3813 mal)
elf
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Beiträge: 5239

Geschlecht: male
Hygiene
04. Mai 2012 um 15:46
 
Bevor unser hauptamtlich gähnender Skandalist das Thema aufgreift und den Weltuntergang vorbereitet:

SPIEGEL - Zitat:
Hygienemängel in deutschen Kliniken
Krieg um die Keime
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/hygiene-im-krankenhaus-qualitaetssich...
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reneway
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Beiträge: 167

Re: Hygiene-resistent ?
Antwort #1 - 04. Mai 2012 um 19:07
 
Das einfache Rezept der Holländer gegen MRSA
Ein Blick über die Grenzen, in die Niederlande, zeigt, was gegen Klinikkeime hilft: Wissen einfach anwenden.

Holland ist bereits in den 80-er Jahren initiativ geworden, berichtet Dr. Robin Köck, Arzt an den Instituten für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Universität Münster.
"Dazu zählen konsequente Umsetzung von Hygienestandards, strikte Isolierung von Risikopatienten und Weiterverfolgung besiedelter Patienten auch außerhalb der Kliniken", sagt Köck, der sich in verschiedenen Initiativen zur MRSA-Bekämpfung engagiert und Koordinator des MRE-Netzwerks Nordwest ist.

Zu den Risikogruppen gehören in den Niederlanden Patienten, die in ausländischen Kliniken vorbehandelt wurden, und Schweinebauern.

"Wenn solche Patienten kommen, werden sie so lange isoliert, bis nachgewiesen ist, dass sie MRSA-negativ sind." Bei Deutschen, die in den Niederlanden ins Krankenhaus müssen, löst das häufig Befremden aus.


http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/jahresendausgabe-20...


http://www.aekno.de/downloads/aekno/iqn-wagenvoort.pdf

warum wird diese Erkenntnis hier ignoriert und diese Strategie auch hier nicht umgesetzt ?
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Pro-Nem
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Beiträge: 122
Monaco
Geschlecht: male
Re: Hygiene
Antwort #2 - 09. Mai 2012 um 18:42
 
09/05/2012
( APA/ag )
.
Händewaschen gegen MRSA

Wirkung der diversen Maßnahmen in Intensivstationen wurde mit Hilfe von Computermodellen analysiert

Lange Zeit stellten die Multiresistenten S. aureus-Keime (MRSA) nur in Krankenhäusern eine Gefahr da, nun werden sie auch außerhalb von Gesundheitseinrichtungen immer häufiger. Genfer Forscher haben mittels Computermodell die Handhygiene beim Personal als wichtigsten Vorbeugefaktor identifiziert, berichten sie in einem Artikel im "Journal of the Royal Society Interface".

Die oft letal endenden Infektionen könnten durch Desinfektion der Hände des Personals und der Geräte mit Patientenkontakt, Isolation Betroffener in getrennten Räumen sowie Tests der Patienten beim Eintritt unterbunden werden. Bisher war jedoch unklar, welche dieser Maßnahmen am wirksamsten und kosteneffizientesten sind. Es stellte sich heraus, dass sich mit allen Faktoren zusammen die Übertragung von einem Patienten auf den anderen halbieren lässt.

Laut den Forschern war die Handhygiene des Personals dabei der wichtigste Faktor. "Auch wenn das Personal unter Zeitdruck steht, sollte stark auf Handhygiene geachtet werden", sagte Didier Pittet vom Infektionskontroll-Programm des Universitätsspitals Genf. "Mit unserem Computermodell können wir Effekte testen, die man aus ethischen Gründen niemals in einem Experiment variieren könnte", sagte Pittet. Es gehe nicht an, bei Schwerstkranken versuchsweise auf Handhygiene zu verzichten.

Ein großer Fortschritt im Kampf gegen MRSA sei die Verwendung von alkoholbasierten Desinfektionsmitteln, die seit einigen Jahren das Händewaschen mit Wasser und Seife ersetzen, erklärte Pittet. Damit spare das Personal massiv Zeit. Die Resultate unterstreichen laut Pittet die Bedeutung der Handhygiene im Kampf gegen MRSA-Keime. (ad)

Quelle: Journal of the Royal Society Interface
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