ÖKO-TEST Online-Forum KINDER/FAMILIE KOSMETIK/MODE GESUNDHEIT/MEDIKAMENTE BAUEN/WOHNEN ERNÄHRUNG GELD/VERSICHERUNG FREIZEIT/TECHNIK SONSTIGES
26. Mai 2017 um 22:50
linkwww.oekotest.de   linkemedien.oekotest.de   linkImpressum  
Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
News:
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Bitte beachten: Beiträge in diesem Forum dienen ausschließlich Ihrer Information und entsprechen nicht der Meinung von ÖKO-TEST. Die auf diesen Seiten zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Erkrankungen von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Nehmen Sie niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!
  › BAUEN / WOHNEN
  › Elektrosmog / DECT
  › Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
Seitenindex umschalten Seiten: 1
Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ? (Gelesen: 8800 mal)
JWHAfner
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 4

Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
30. November 2013 um 07:20
 
Liebe Forumsmitglieder, ich habe eine Frage zur möglichen Elektrosmogbelastung durch einen Wetterradar, auch wegen meiner ungewöhnlichen Wohnlage (CH). Auf dem Hügelzug mir gegenüber, in ca. 20 km Enfernung, befindet sich der Wetterradar "metraradar Albis" auf 800 Meter Höhe. Wir selbst wohnen knapp unterhalb der ca. 1300 Meter hohen Hügelkette gegenüber auf 1000m Höhe.
Jetzt habe ich im Internet gelesen, dass ein Wetterradar 5.6 GHz Impulse mit ca. 250 kW Leistung abgibt, wovon ein Grossteil durch die sich in der Luft befindlichen Partikel (Tropfen/Eiskristalle/Staub) gestreut wird, ein kleiner Teil direkt zurück zum Sender selbst zwecks Messung (Entfernung/Grösse), der Rest, der Grossteil der Strahlung also, geht in der Umgebung "verloren".
Jetzt interessiert mich natürlich folgendes:
1. Wird bei der hohen Sendeleistung des Radars nicht generell die ganze weitere Umgebung in alle Richtungen mit 5GHz-Strahlung bedeckt, da in der Luft ja immer Streupartikel sind?
2. Und zwar ganz besonders die Regionen in der Nähe des Radarstrahlwinkels?
3. Weil der Radarstrahl ja knapp über die umliegenden Bergketten des Senders in Richtung Himmel zielt: Kann es sein, dass besonders Wohnregionen in Hanglage knapp unterhalb des Abstrahlwinkels des Impulssenders den Hauptteil der Streustrahlung, ev. sogar noch direkte Anteile des Strahls selbst abbekommen?

Anm.: Könnte man das ev. mit einem Messgerät messen? Z.B. einem von Gigahertz Solutions? Die haben ein Gerät bis 10 GHz im Angebot, aber mir ist nicht klar, ob damit auch diffuse Streustrahlung gemessen werden kann oder nur eine direkte Quelle.

Über eine Antwort wäre ich froh, da ich im Internet noch gar nichts zu diesem Thema gefunden habe.

Danke schon mal im Voraus,  *JWHafner

Zum Seitenanfang
 
 

 
baubiologie_reg
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 30

Re: Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
Antwort #1 - 04. Dezember 2013 um 20:39
 
Ich hatte im Jahre 2008 die Gelegenheit neben einem Profiler am Oschenberg Landkreis Bayreuth mit dem Spektrumanalysator FSH3 zu messen. Im Internet hatte ich die Frequenz von 482 MHz ermittelt. In unmittelbarer Nähe ergab sich ein Messergebnis 51 Mikrowatt je Quadratmeter. In 200 Metern Entfernung war schon nichts mehr zu messen.

Der Profiler schießt die Strahlung senkrecht nach oben. Die rückfallenden Wellen werden gemessen. Die Streuung dürfte gering sein.

Zum Gigahertz Messgerät: wenn Sie unter 800 MHz messen wollen, brauchen Sie die UBB Antenne an den HF59B.

Ich weiß aber nicht, ob die Frequenz bei Wetterradaranlagen immer gleich ist.

Joachim Weise
Zum Seitenanfang
 
 

 
Kawarimono
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 3376

Re: Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
Antwort #2 - 04. Dezember 2013 um 22:59
 
Könnten Sie das sinnfreie Geschwurbel über Ihren Elektronikschrott mal eindeutschen, oder klemmt es dann?

Kawarimono (mal echt Ahnung von Biologie)
Zum Seitenanfang
 


 

 
baubiologie_reg
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 30

Re: Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
Antwort #3 - 06. Dezember 2013 um 16:17
 
falsches Forum, Karawinomo ?

sag doch mal, was du nicht verstehst?
Zum Seitenanfang
 
 

 
JWHAfner
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 4

Re: Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
Antwort #4 - 19. Dezember 2013 um 18:34
 
Ich habe jetzt auf eine Anfrage beim Betreiber der Wetterradarstation folgende Antwort bekommen Auszug):

" ...
- Die Radarantenne dreht 20x pro 5 Minuten und tastet dabei auf unterschiedlichen Winkeln zur Horizontalen (ca. 0-40 Grad) das gesamte Volumen der Atmosphäre ab. Das bedeutet, dass die Strahlpulse nur alle 5min, während Bruchteilen von Sekunden, Ihren Standort treffen. Es ist also keine permanente Belastung, sondern eine wiederkehrende kurzzeitige Belastung, und so nicht vergleichbar mit anderen Quellen (Handy etc.).

- Die an Partikeln oder am Boden gestreute Sekundärstrahlung ist um Potenzen geringer als die Ausgangsstrahlung und damit wohl vernachlässigbar.

- Selbstverständlich nimmt die Stahlungsstärke auch mit der Distanz zum Radar ab, ca. um einen Faktor 1/(d*d), wobei d die Distanz zum Radar bedeutet. Rieden ist 40 km vom Albis-Radar entfernt, die Belastung ist so bestimmt um vieles kleiner als in kurzen Distanzen (0-5 km).

- Meines Wissens sind keine Personenschäden durch die Strahlenbelastung von Wetterradars bekanntgeworden oder näher untersucht worden ...."

Es wäre allerdings interessant, mit einem Messgerät (z.B. Gigahertz Solutions HFW59D) die tatsächlichen Werte hier am Berg abzunehmen, da der Strahl offenbar genau auf unser Haus trifft, denn der Radar liegt ja tiefer als wir.  Ich werde mal versuchen einen Experten bei uns messen zu lassen und poste das hier.

Ein Spektrumanalysator wäre natürlich eine tolle Lösung, allerdings stellt sich die Frage, ob der so kurze Impulse (unter 0,5 Mikrosekunden) messen kann. Gigahertz Solutions hat mir auf eine Anfrage bestätigt, dass z.B. ihr Messgerät HFW 35 C dies, obwohl vom Frequenzgang her auf 6GHz ausgelegt, nicht kann wegen der Impulskürze.
Offenbar braucht es dafür einen speziell schnell ansprechenden Sensor.
Zum Seitenanfang
 
 

 
JWHAfner
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 4

Re: Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
Antwort #5 - 30. Mai 2015 um 07:09
 
Nachtrag zum Thema:

Um genaue Daten zu erhalten, habe ich mir das Messgerät HFW59D von Gigahertz Solutions besorgt und innerhalb und ausserhalb des Hauses genaue Messungen im Hochfrequenzbereich bis 10 GHz  vorgenommen, was sich als sehr zeitaufwändig herausstellte, besonders was den Wetterradar betrifft. Dieser trifft unser Haus etwa einmal alle 90 sec, der Impuls ist ultrakurz, aber sehr sehr stark, im oberen mW-Bereich. Die tatsächliche Energie des Impulses dürfte noch grösser sein, als das Messgerät es anzeigt, denn schon nur wenn man den Haltewinkel um wenige Zentimeter verändert, ändert sich auch die Messgrösse.

Man müsste Stunden damit verbringen, mithilfe eines Gelenkstativs und millimeterweisen Drehungen alle 90 sec. den genauen Einfallwinkel des Radars zu erwischen und dann präzise Daten zu erhalten.
Aber man kann den ungefähren Wert ermitteln, indem man das Gemessene um einen Wahrscheinlichkeitsfaktor erweitert. Das Ergebnis mit dem Faktor 5 multiplizieren, bringt einen in Nähe der realen Energiewerte.

Im Haus ist der Impuls nur gedämpft messbar (Faktor 10 kleiner). Oben am Hang, zehn Meter vom Haus entfernt, erwachte das HFW59D regelrecht zu "ausserirdischem" Leben: Es klickte, piepte, zischte und übersteuerte ohne Pause, mir wurde fast schlecht ...

Offenbar wird unser Hang von zig Sendern im oberen Gigahertz-Bereich angepeilt, ich kann nur mutmassen, was dies für Sender sind: Flughafenradar Zürich, Militär, Richtfunk-Streuungen (?) und mir nicht bekanntes. Mindestens vier verschiedene Signale liegen an.
Die Signalstärken liegen zwischen 0,1 und 100 mW/qm.
Es ist schon eine Ironie: Da wohnt man weit weg von den Mobilfunkmasten, wird dann aber ins Kreuzfeuer von Radaren genommen ... hä?

Ach ja, letzthin am Strand in Frankreich waren die Signalstärken noch höher und die Vielfalt noch krasser! Am Strand erhält man eine Radar-Belastung von den Schiffen etc. in einer ausserordentlichen Höhe, ca. 300mW!
Na denn, frohes Strandwandern ... Lippen versiegelt
Zum Seitenanfang
 
 

 
Talhoffer
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 131

Re: Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
Antwort #6 - 30. Mai 2015 um 14:42
 
JWHAfner schrieb am 30. Mai 2015 um 07:09:
Ach ja, letzthin am Strand in Frankreich waren die Signalstärken noch höher und die Vielfalt noch krasser! Am Strand erhält man eine Radar-Belastung von den Schiffen etc. in einer ausserordentlichen Höhe, ca. 300mW!
Na denn, frohes Strandwandern ... Lippen versiegelt


Ohne Sie jetzt größer beruhigen zu wollen, vor irgendwas muss man schließlich Angst haben, aber es ist bei solchen Dingen schon sinnvoll, sie in Relation zu setzen. Wir vertragen elektromagnetische Strahlung einigermaßen gut, sind wir ihr doch fast täglich ausgesetzt. Gegen die Mittagszeit, ohne Wolken sind das so ca. 1000 W/m², die auf uns einwirken. Sind ca. 3300 mal mehr, und das nicht nur als kurzer Impuls, sondern permanent.
Zum Seitenanfang
 
 

 
JWHAfner
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 4

Re: Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
Antwort #7 - 30. Mai 2015 um 22:19
 
"Gegen die Mittagszeit, ohne Wolken sind das so ca. 1000 W/m², die auf uns einwirken." Zitat von Herrn Talhoffer.

Wie kommen Sie auf diese Werte? Sie erscheinen mir als viel zu hoch angesetzt  in Anbetracht einer Durchschnittsbelastung von 20mikroWatt/m2 in der Ebene für das Spektrum 800MHz-2.4 GHz.
Nur so am Rande: Meine Ausführen bezüglich der Radarbelastung exponierter Lagen haben mit "Angst vor Strahlung" nichts zu tun. Über die gesundheitlichen Gefahren einer Dauerbelastung mit leichten bis mässig hohen Funkenergiewerten muss man heute nichts mehr sagen, da es müssig ist, über etwas zu diskutieren, das man nicht beweisen kann, weder in die eine, noch die andere Richtung.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Talhoffer
Forum-Mitglied

Offline



Beiträge: 131

Re: Elektrosmog durch Wetterradar / Niederschlagsradar ?
Antwort #8 - 31. Mai 2015 um 14:03
 
JWHAfner schrieb am 30. Mai 2015 um 22:19:
Wie kommen Sie auf diese Werte?


Zitat:
Der Momentanwert der Globalstrahlung erreicht in Mitteleuropa an einem Sommermittag bei wolkenlosem Himmel etwa 900 W/m².[1] Bei leichter Bewölkung (aber praktisch ungehinderter Direktstrahlung) kann sie wegen der von den weißen Wolken gelieferten Diffusstrahlung kurzzeitig deutlich über 1.000 W/m² ansteigen. Bei trübem, wolkigem Wetter besteht sie nur aus dem Diffusstrahlungsanteil und sinkt auf Werte um oder sogar unter 100 W/m².


http://de.wikipedia.org/wiki/Globalstrahlung


Zitat:
Nur so am Rande: Meine Ausführen bezüglich der Radarbelastung exponierter Lagen haben mit "Angst vor Strahlung" nichts zu tun. Über die gesundheitlichen Gefahren einer Dauerbelastung mit leichten bis mässig hohen Funkenergiewerten muss man heute nichts mehr sagen, da es müssig ist, über etwas zu diskutieren, das man nicht beweisen kann, weder in die eine, noch die andere Richtung.


Natürlich kann man etwas beweisen, so es denn richtig schädlich wird. Z.B. hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssch%C3%A4den_durch_milit%C3%A4rische_Rad...

Nur, da geht es eben auch wieder um ganz andere Größenordnungen.
Zum Seitenanfang
 
 

 
Seitenindex umschalten Seiten: 1