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  › Re: Umfrage zu unserem Studienprojekt zum Thema "Fair Trade"
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Re: Umfrage zu unserem Studienprojekt zum Thema "Fair Trade" (Gelesen: 6249 mal)
elf
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Beiträge: 8422
Südland
Geschlecht: male
Re: Umfrage zu unserem Studienprojekt zum Thema "Fair Trade"
27. Mai 2014 um 13:36
 
Stimmt das?

SPIEGEL - Zitat:
Wer Fairtrade-Produkte kauft, verbessert damit nicht unbedingt die Lebensbedingungen afrikanischer Landarbeiter. Eine Studie hat ergeben, dass Hilfskräfte teilweise sogar schlechter bezahlt werden als auf konventionellen Farmen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fairtrade-betriebe-zahlen-arbeiter-...

Und nun?
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Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Umfrage zu unserem Studienprojekt zum Thema "Fair Trade"
Antwort #1 - 27. Mai 2014 um 15:32
 
Am Beispiel Naturkosmetik:

...
Regional? Oder fair? Oder beides?

Wenn es aber um die Sache geht, sagt Ralf Kunert, dann hat das Fairtrade-Siegel noch ein anderes Problem: Die Zertifizierung bezieht sich auf Produkte aus Drittweltländern. Regional eingekaufte Rohstoffe lassen sich aber nicht fair labeln - auch wenn die Produktionsbedingungen im Allgäu oder an der Nordsee sicher als sozial verträglich bezeichnet werden können. Auch Rohstoffe aus der Europäischen Union werden nicht Fairtrade-klassifiziert. Kunert nennt ein Beispiel: "Wir beziehen unser Olivenöl aus Spanien und nicht aus Tunesien - mir ist Regionalität lieber als ein Fairtrade-Zertifikat." Und Anja Brockmann, Produktmanagerin bei Santaverde, spinnt den Gedankengang weiter: "Will ich, dass der Alkohol, den wir zur Konservierung verwenden, aus Tausenden Kilometern Entfernung kommt, nur damit er als fair zertifiziert werden kann? Obwohl wir den gleichen Alkohol aus Getreide der Region herstellen könnten?" Fairtrade, so zeigt sich, muss nicht immer die bessere Alternative sein.

Alkohol, Olivenöl, Heilkräuter: Viel war bisher von einzelnen Rohstoffen die Rede. Wenig jedoch vom ganzen Produkt. Doch genau hier liegt das größte Problem der fairen Kosmetik: Es stecken zu viele Bestandteile darin. Zehn bis 20 sind es in einer Rezeptur, Hunderte von Inhaltsstoffen sind es in einer Produktpalette. Demgegenüber steht die Bandbreite der bisher zertifizierten Rohstoffe. Und die ist klein. Ecocert, einer der größten Bio-Zertifizierer weltweit, listet in seiner Datenbank gerade mal 53 Organisationen weltweit, die faire Rohstoffe anbauen oder vertreiben. Die meisten von ihnen handeln mit Arganöl, Sheabutter oder ätherischen Ölen. Einige Male findet man in der Datenliste noch Sesamöl, Hibiskus, Vanille, Rosen- und Kokosnussprodukte. Das aber war es im Großen und Ganzen. Guylaine Le Loarer, Leiterin Forschung und Entwicklung bei Annemarie Börlind, fasst es so zusammen: "Mit dem derzeitigen Angebot an Rohstoffen könnte nur ein Öl, vielleicht ein Körperöl, als Produkt das Fairtrade-Label tragen. Alles andere ist technisch nicht machbar."

Fazit: Wer wissen will, wie fair seine Naturkosmetik ist, dem werden Siegel nicht weiterhelfen. Eher schon ein Blick auf die Homepages der Unternehmen - oder das Wissen, dass die etablierten Hersteller von Naturkosmetik sich seit Jahren für faire Rohstoffe und gute Kontakte in den Anbauländer engagieren.
...

Quelle: ÖKO-TEST Spezial Naturkosmetik
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