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"Scheiß des Monats" (Gelesen: 8990 mal)
elf
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Beiträge: 8404
Südland
Geschlecht: male
"Scheiß des Monats"
10. September 2014 um 13:59
 
Es gibt sie: Mutige Apotheker, die die Wirkungslosigkeit offen anprangern.

SPIEGEL - Zitat:
"Ich wollte die Bachblüten-Notfall-Tropfen abholen", sagte eine Frau Mitte 30, die neben mir an der Theke stand - und die Pharmazeutisch-technische Assistentin reichte ihr eine kleine braune Flasche herüber.

Bei welchem Notfall zur Hölle sollen Bachblüten helfen? Für die, die damit nicht vertraut sind: Bachblüten sind Pflanzenteile, die der britische Arzt Edward Bach in den Dreißigerjahren nicht etwa nach heilender Wirkung, sondern intuitiv ausgesucht hat. Die Pflanzenteile werden in Wasser eingelegt und in die Sonne gestellt oder gekocht. Diese Flüssigkeit wird 1:1 mit Alkohol aufgefüllt und dann 240-fach verdünnt. Nicht verwunderlich, dass die Wirkung nicht größer ist als der Placebo-Effekt.

Im Notfall hilft: sich weniger Sorgen machen
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/wirkungslose-mittel-in-der-apotheke-zu...

Und auch hier: Es sind meist Frauen, die solchen Scheiß konsumieren.
Es sind Männer, die den Scheiß in die Welt setzen.

@Hema:
Bitte erklär das doch mal.
Ich bin doch nur ein Mann.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: "Scheiß des Monats"
Antwort #1 - 10. September 2014 um 14:49
 
elf schrieb am 10. September 2014 um 13:59:
@Hema:[/b] Bitte erklär das doch mal.
Ich bin doch nur ein Mann.


Und da fängt das Problem an:
Männer und auch andere Frauen lassen es Frauen leichter durchgehen, irrational und ein wenig neben der Spur zu sein. Tüdelig zu sein, nicht ganz klar in Denken und Ausdruck gilt als diffus feminin. Nicht umsonst werde ich von Personen, die mich nicht kennen und die nur meine Schreibweise anschauen, oft für einen Mann gehalten. Ich drücke mich wohl zu klar aus und benenne Ursachen und Wirkungen. Auch eine seltsame Wahrnehmung vornehmlich der Geschlechtsgenossinnen. Zur Erläuterung der Thematik erlaube ich mir einmal, mich selbst zu zitieren, denn ich habe mich das auch schon oft gefragt. Den Artikel kennst Du vielleicht schon, aber es ist dem leider wenig hinzuzufügen:

Mein Haus, mein Auto, mein Arzneimittelbild

Text:

Die Nutzer von alternativen Methoden sind eher jünger, weiblich und formal höher gebildet.
Alternativmedizin, insbesondere die umsatzstärkste Methode Homöopathie, ist auch ein gesellschaftliches Phänomen. Wie kann es sein, dass eher formal besser ausgebildete junge Frauen diese Verfahren nachfragen und selber anwenden?

1. Einfaches Konzept

Homöopathie ist ein einfaches, altes Konzept, das keine Kenntnisse der Naturwissenschaften und Medizin voraussetzt. Da muss man sich nicht mit Rezeptoren, Liganden oder dem Grad der Plasmaeiweißbindung herumschlagen. Stattdessen heißt es einfach : "Gleiches mit Gleichem heilen" im Gegensatz zur vorher von Hahnemann bevorzugten Regel "Mit Gegensätzlichem heilen". Nach Begreifen der Grundregeln ist Homöopathie so einfach wie Tarotkarten-Legen (und arbeitet auch mit Analogien). Schon bald meinen die Anwenderinnen, selbst tätig werden zu können. Was vielen Männern der "do it yourself"-Trend im Handwerklichen ist, ist vielen Frauen die eigene Tätigkeit zur vermeintlichen Erhaltung der Familiengesundheit. Das gibt ihnen das gute Gefühl, für die Familie wirklich alles zu tun, auch wenn die Gesundheit der Familie weniger auf diese Betätigung zurückzuführen ist, sondern auf gute Lebensbedingungen und die Selbstheilungstendenz des Körpers bei kleineren Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen. Diese Art der Beschäftigung findet sich häufiger bei Frauen, die aufgrund z. B. einer Baby-Pause zuhause bleiben können oder wollen und es dann auch besonders gut machen wollen, da sie eine Eigenrechtfertigung aus dieser Umsorgung beziehen.
Wie sieht die höhere Bildung bei Frauen aus? Frauen bevorzugen immer noch die Sprachwissenschaften, pädagogische Berufe und - Medizin. Homöopathie kommt nun mit ihrem einfachen Konzept einer "do it yourself" Mentalität entgegen, der Aspekt der intensiven Beobachtung jeglicher Lebensäußerung der Familie bildet den sorgerischen Anspruch von vielen Frauen ab. Naturwissenschaftliche Grundkenntnisse werden, so sie vorhanden sind, oftmals nicht auf diese Art der Betätigung angewandt. Fakten über die Mittel und Verfahren fehlen oft, Latein wird nicht verstanden. Diese Anwender- und Nutzergruppe wird über das pseudowissenschaftliche Marketing der Homöopathie zusätzlich in ihrer Handlungslinie bestärkt. So trauen sich diese Frauen eher zu, nach dem Lesen von ein, zwei "Gesundheits- do it yourself"-Büchern eigene kompetente Entscheidungen zu treffen. Ob man sich nach dem Lesen von zwei Büchern zur Autoreparatur mit der gleichen Begeisterung und Selbstsicherheit schon an etwas einfaches wie den Ölfilterwechsel beim Auto machen würde, was ja wesentlich einfacher ist als in das komplexe Gefüge Mensch einzugreifen, darf mit Recht bezweifelt werden. Aber ein bisschen "Medizin" geht angeblich immer.

2. Intensives Marketing

Die Methode Homöopathie wird stark beworben. Die Homöopathie-Werbung ist zum Teil subtil und für Aussenstehende nicht als solche zu erkennen, da man sich zu Marketingzwecken, das heißt um der Öffentlichkeit zu suggerieren, dass ein "Expertenstreit" stattfinde, gerne mit mit dem Hauch des Wissenschaftlichen umgibt. So werden z. B. "Forschungspreise" vergeben und eine intensive Wahrnehmung der Bevölkerung über die häufige Bezugnahme in den Medien angestrebt. Die gegenteilige, d. h. korrigierende und korrekte Darstellung über die Hintergründe dieser "Forschungspreise" und den Forschungsgegenstand wird nicht in gleicher Intensität wahrgenommen, weil die Medien nicht darüber berichten. Die Öffentlichkeit wird in die Irre geführt, insbesondere weil auch einige Zeitungen, die eher Ärzte als Zielgruppe haben, diese Marketingstrategie mittragen. Diese Mitteilungen machen Journalisten, die meist nicht vom Fach sind, zum Teil zur Basis ihrer Recherchen. Über Gesundheitssendungen, die eher von Frauen gesehen werden, findet das dann seinen Weg ins heimische Wohnzimmer.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: "Scheiß des Monats"
Antwort #2 - 10. September 2014 um 14:50
 
3. Positive Assoziationen

Ohne sich mit den grundlegenden Fakten beschäftigen zu müssen, was "Natur" eigentlich ist, werden Begriffe wie "natürlich", "pflanzlich" und "sanft" mit ausschließlich positiven Assoziationen belegt. Diese naive Naturromantik machen sich die Marketingstrategen der Alternativmedizin zunutze. Menschen, die nicht mehr hautnah erfahren, dass Natur nicht nur lebensfrohe Bienchen und Blümchen, sondern auch Knollenblätterpilz und Tollwut ist, dass "die Natur" nicht nur friedliches Leben, sondern auch Krankheit und Tod bedeutet, können sich über unseren Platz in der Natur täuschen. Sobald ein Produkt mit den genannten Assoziationen verknüpft ist, wird nicht mehr nachgefragt. So wird von Personen, die minimale Quecksilbermengen in Nahrung und Impfstoffen kritisch beäugen oder sich vorsorglich die Amalgam-Füllungen entfernen lassen, das gleiche Quecksilber, getarnt als "Cinnabaris" oder "Mercurius", pur oder im vermeintlich "rein pflanzlichen" Komplexmittel fröhlich genommen und weiterempfohlen. Veganerinnen, denen kein Lederschuh an den Fuß kommt, nehmen nichtsahnend über "rein pflanzliche" Komplexmittel geriebenes Allerlei vom Schwein, wenns auch wenig ist, oder Vogelkot, Spinnennetz oder Fuchslunge auf. Wie gut, dass Latein eine tote Sprache ist. So mancher Anwenderin würde es selbige verschlagen, wenn sie genau wüßte, was da so drin ist. Wohl bekomms.

4. Angebliche Erfolge

Meist Anwenderinnen berichten immer gerne von ihren angeblichen Erfolgen. Oftmals wird jedoch verkannt, dass sie nur einen Schnupfen in sieben Tagen "geheilt" haben. Diese Sicht mag gut fürs Selbstbewußtsein sein, objektiv zutreffend ist sie deshalb noch nicht. In diesem Zusammenhang wird gerne der Satz "Wer heilt, hat Recht" zitiert und recht emotional der Glaube an die eigene oder durch professionelle Behandler ausgeübte "Heil"methode ausgedrückt. Im gleichen Atemzug wird dann oftmals noch die wissenschaftliche Medizin als kalt, unmenschlich und im Grunde, von Akutfällen abgesehen, unnötig diskreditiert. Die Konstellationen, in denen es durch "do it yourself" oder die Beratung durch Laien zu schlechten Ausgängen kam, in denen also durch die Therapieverschleppung vermeidbare Schäden verursacht wurden, die dann die wissenschaftliche Medizin wieder richten soll und die Solidargemeinschaft bezahlen, werden schamhaft verschwiegen. Der Erfolg wird demnach sich selbst bzw. der angewendeten Methode zugerechnet, der Misserfolg als Schicksal begriffen und auch nach außen hin so dargestellt. Dies führt zu einer deutlichen Wahrnehmungsverzerrung in der Bevölkerung. Den Vertretern der Alternativmedizin kommt dies natürlich gelegen, denn Mundpropaganda stellt einen wichtigen Einflussfaktor dar. Kaum jemandem wird so vertraut wie einer guten Freundin, die nur beste Erfahrungen mit einem Mittel oder einem Verfahren hatte.

5. Psychische Abhängigkeiten

Bei Verfahren wie der Homöopathie besteht oftmals ein sehr intensiver Kontakt zwischen dem professionellen Behandler und dem Behandelten. Schon die Erstanamnese in der Homöopathie schafft dadurch, dass der potentielle Kunde in Details ausgefragt wird, die zum Teil nicht mal der Lebenspartner weiß (und die auch zu einer zielführenden medizinischen Behandlung nicht notwendig sind), eine Vertrautheit, die eine Abhängigkeit anbahnt. Ängste und Gewohnheiten werden intensiv ausgeleuchtet, gleichzeitig wird den Kunden suggeriert, dass alles, aber auch wirklich alles an normalen Lebensäußerungen von Bedeutung sei. Dadurch erfährt der Kunde in seiner Eigenwahrnehmung eine Steigerung seiner selbstempfundenen Wichtigkeit. Zudem wird die Selbst- und Fremdbeobachtung in extremer Weise gesteigert, weil alles wichtig und für die Mittelwahl entscheidend sein könnte. Die Immunisierung vieler alternativmedizinischer Verfahren gegen Widerlegung und auch der Umstand, dass bei Misserfolg immer eine Ausrede geboten wird, um die Methode nicht in Frage zu stellen, zieht die Betroffenen in eine andere "Wirklichkeit", die einer rationalen Argumentation kaum noch zugänglich ist.
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Hema
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Beiträge: 6394

Re: "Scheiß des Monats"
Antwort #3 - 10. September 2014 um 14:52
 
6. Zusatzfaktoren

Krankheit oder Umwälzungen in der persönlichen Lebensführung stellen immer auch Krisen in der Selbstwahrnehmung dar. Wo Angst ist, wird meist auch ein Weg gesucht, dieser Angst auszuweichen, sie zu überwinden oder mit Sinn zu versehen. Alternativmedizinische Verfahren bieten oftmals an, dass die Krankheit einen Sinn habe (entweder in diesem oder einem nächsten Leben). In der Homöopathie wird z.B. angeraten, "Symptome" nicht zu unterdrücken, weil das schädlich sei. Für das Ertragen von (leichterer) Erkrankung und Schmerz wird eine imaginäre gute Gesundheit in Aussicht gestellt. Das Ertragen von Schmerz hat also den "Sinn", in der Summe gesünder zu sein, als wenn man den Schmerz nicht ertragen würde. Wirkungslose Globuli werden als Heilritual eingenommen, um sich selbst in dieser Handlungslinie zu bestärken.
Junge Frauen, die hinsichtlich zum Beispiel der Mutterschaft Unsicherheit empfinden, gewinnen über alternativmedizinische Betätigung eine trügerische Sicherheit. Oftmals werden sie über Hebammen mit alternativmedizinischen Ansätzen in Berührung gebracht. Auch normale Lebensäußerungen eines Säuglings können unerfahrene Eltern beunruhigen. Zur Selbstberuhigung wird dem Kind dann ein homöopathisches Mittel gegeben oder ein anderes gesundheitsbezogenes Ritual ausgeführt. Das Kind wiederum beruhigt sich durch die Zuwendung und - den Zucker. Reicht dies alleine nicht aus, wie zum Beipiel bei schwereren Mittelohrentzündungen, werden Kindern in "homöopathischen" Familien oftmals Schmerzmittel und Antibiotika verweigert, denn das führte ja zur "Symptomunterdrückung", was angeblich schwere Folgen für die Gesundheit in der Zukunft habe. Wird der professionelle homöopathische Behandler konsultiert, wird die meist zum Heilpraktiker oder Arzt gehende Mutter in dieser Haltung bestärkt, so lange sich keine deutlichen (und haftungsrechtlich für den Arzt bedeutsamen!) Komplikationen abzeichnen: Gelobt sei, was (das Immunsystem angeblich) hart macht. Die Schmerzen haben ja den "Sinn", dass dem Kind später im Leben schwerere Erkrankungen erspart werden; da fühlt man sich als Eltern doch auf der richtigen Seite, hart zu bleiben. Übersteht das Kind diese Behandlung ohne größere Schäden, durchgemachte Schmerzen zählen nicht, wird diese "erfolgreiche" Methode dann beibehalten. Der intensive persönlich wirkende Kontakt zum z.B. Homöopathen (als Beruhigungsritual für die Mutter) tut sein Übriges.

7. Individualität

Alternativmedizinische Verfahren werden auch als besonders "individuell" vermarktet. Individualität wird unbetrachtet positiv gesehen, auch wenn unsere Gesellschaft nicht mehr funktionieren würde, wenn wir aus lauter Individualisten bestünden. Individualisierung ist dann nicht mehr positiv, wenn sie dem Gemeinwohl zuwiderläuft. Die gelegentliche Ablehnung von Impfungen bei Anwendern alternativmedizinischer Verfahren läuft häufig in diese Richtung. Die Gefahr einer individuellen Impfnebenwirkung wird, zum Teil auch durch alternativmedinische Behandlerkreise befördert, massiv überschätzt, während die Gefahrenabwendung für das eigene Kind und die Gesamtheit der Kinder unterschätzt wird. Den vornehmlich Anwenderinnen wird suggeriert, dass sie eigenständige und überlegene Kompetenz hätten und so am besten, besser als Experten, wüßten, was für ihr Kind gut ist. Die Entscheidung wird also individuell getroffen und ungeachtet der potentiellen Folgen für das eigene Kind und die Gesamtheit der Kinder fühlen sich diese Mütter bestätigt, so lange kein schwerer Schaden eintritt.

Fazit: Gut gemeint ist noch nicht gut gemacht. Die Anwendung alternativmedizinischer Verfahren und ihre Nachfrage besonders in umrissenen Bevölkerungsgruppen folgt einem gesellschaftlichen Trend, der wohl nur durch Aufklärung und die saubere Trennung von alternativmedizinischen Angeboten und wissenschaftlicher Medizin umzukehren ist. So lange die Trittbrettfahrerei der Alternativmedizin bei der wissenschaftlichen Medizin geduldet wird, während gleichzeitig die Protagonisten der Alternativmedizin die wissenschaftliche Medizin zu diskreditieren versuchen, um sich selber wirtschaftliche Vorteile oder Einfluß zu verschaffen, wird die Unsinnigkeit der alternativmedizinischen Verfahren für die Bevölkerung nicht in dem notwendigen Maße sichtbar.
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elf
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Südland
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Re: Pflanzlicher "Scheiß des Monats"
Antwort #4 - 10. September 2014 um 21:09
 
SPIEGEL - Zitat:
SPIEGEL ONLINE: Vor Jahren erregte ein Apotheker Aufsehen, der in seinem Schaufenster jeweils den "Scheiß des Monats" auszeichnete. Eine gute Praxis, um Verbraucher zu schützen?

Breitkreutz: Mir fallen auch viele "Scheißprodukte" ein, aber wenn man sich so weit aus dem Fenster lehnt, muss das wissenschaftlich fundiert sein - und da würde ich mir selbst nicht zutrauen, jedes Produkt aus dem Sortiment einer Apotheke zu beurteilen.
Unter Nahrungsergänzungsmitteln gibt es bestimmt viel mehr Mist als bei den Arzneimitteln, weil da viel lascher kontrolliert wird.
Aber auch im Arzneimittelbereich fallen mir Sachen ein, die wirklich unsinnig sind.
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/pflanzliche-medikamente-nicht-alle-sin...

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„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“– Recep Tayyip Erdogan
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Hema
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Re: "Scheiß des Monats"
Antwort #5 - 10. September 2014 um 21:50
 
Nach meiner Erinnerung war das ein Hesse und die "Hai-Knorpel-Schiet-Mittel"-Lobby hatte ihn irgendwie verklagt.
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reneway
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Beiträge: 177

Re: "Scheiß des Monats"
Antwort #6 - 15. September 2014 um 09:05
 
1994 verklagte der Haifit-Hersteller Medisana den Marburger Apotheker Gregor Huesmann, weil dieser das Präparat im Schaufenster als „Scheiß des Monats“ angeprangert und als unwirksam und völlig überteuert bezeichnet hatte. Nach Medienberichten über die Aktion war der Umsatz des Präparats deutlich zurückgegangen. Medisana klagte auf Unterlassung und 300.000 Mark Schadenersatz. 1998 untersagte das Oberlandesgericht München als letzte Instanz Huesmann zwar einige Formulierungen. Er durfte jedoch weiterhin behaupten, den Verbrauchern sei durch entsprechende Formulierungen eine Heilwirkung vorgetäuscht worden. Die Schadenersatzforderung wurde abgewiesen.[4]

http://de.wikipedia.org/wiki/Haifischknorpel
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LOHAS-Lischen
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Beiträge: 6

Re: "Scheiß des Monats"
Antwort #7 - 12. Dezember 2014 um 17:05
 
Soooo viele Scharlatane... Habe auch das Gefühl, dass die Leute viel zu schnell zum Arzt gehen. Wenn ich mal Medikamente nehme, Homöopathisch oder nicht, dann muss es mir schon richtig dreckig gehen. Dann zieh ich mir auch mal ne Woche lang starke Antibiotika rein, das ist immernoch gesünder, als sich alle 2 Monate nutzlosen Scheiß zu holen sobald man mal n Tag lang Durchfall hat...
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elf
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Beiträge: 8404
Südland
Geschlecht: male
Re: "Scheiß des Monats"
Antwort #8 - 12. Dezember 2014 um 19:31
 
LOHAS-Lischen schrieb am 12. Dezember 2014 um 17:05:
Wenn ich mal Medikamente nehme, Homöopathisch oder nicht...

Also, Wenn jemand homöopathische Mittel nur nimmt, wenn es ihm/ihr sehr schlecht geht, dann hat der/die Hahnemann nicht gelesen.
Die "Anfangsverschlimmerung" überlebt der/diejenige nicht.

OK, wer so sterben will:
Ciao, bella!
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