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Thunfisch in der Schwangerschaft (Gelesen: 536 mal)
Sophie87
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Beiträge: 2

Thunfisch in der Schwangerschaft
16. Mai 2017 um 13:02
 
Hallo Zusammen,

ich bin schwanger im 3. Monat und habe jetzt schon viele widersprüchliche Artikel zum Thema Fischkonsum in der Schwangerschaft gelesen. In vielen Artikeln steht "in geringen Mengen und selten" kann man Thunfisch essen, aber ich möchte kein Risiko eingehen... Gibt es irgendwo eine ärztliche Quelle auf die man sich verlassen kann?

Ich freue mich auf Antworten.

Danke im Voraus
Sophie
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Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Thunfisch in der Schwangerschaft
Antwort #1 - 16. Mai 2017 um 18:59
 

Zitat:
Der Verzehr von Thunfisch pur aus der Dose im eigenen Saft oder in Öl, als Belag auf der Pizza oder zur Aufwertung eines bunten Salats stellt an sich eine bequeme Möglichkeit dar, die offizielle Empfehlung: „ Ein- bis zweimal pro Woche Fisch“ zu beherzigen. Allerdings gilt dies den Ungeborenen und Säuglingen zuliebe für Schwangere und Stillende nicht oder höchstens mit der Einschränkung: Einmal im Monat.


Zitat:
Die Ärztinnen und Ärzte des Berufsverbandes der Frauenärzte raten, dem Risiko einer Unterversorgung in Schwangerschaft und Stillzeit an Omega-3-Fettsäuren DHA rechtzeitig zu begegnen und beim Verzicht auf fetten Seefisch eine Nahrungsergänzung mit der Gynäkologin/dem Gynäkologen zu besprechen.


Quelle: http://www.bvf.de/presse_info.php?s=0&r=2&m=0&artid=339
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Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Thunfisch in der Schwangerschaft
Antwort #2 - 16. Mai 2017 um 19:02
 

Zitat:
Tunfisch zählt einerseits zu den Fischen, die reich an den gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren sind. Andererseits zählt er aber auch zu den so genannten Raubfischen, die im Laufe ihres Lebens in ihrem Gewebe größere Mengen an Quecksilber anreichern können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt Schwangeren und Stillenden deshalb, vorsichtshalber auf den Verzehr von Tunfisch zu verzichten. Im Allgemeinen ist Fisch aber ein gesundes Lebensmittel, von dem ein bis zwei Portionen pro Woche auf dem Speiseplan stehen sollten. Der Verzehr von beliebten Arten wie Seelachs, Hering, Forelle und Karpfen ist unbedenklich.

Langlebige Raubfische wie Tunfisch, Hai und Schwertfisch stehen am Ende der Nahrungskette und enthalten daher besonders viele Schadstoffe, unter anderem auch Quecksilber. Für diese Tiere ist europaweit eine gesetzliche Höchstmenge von 1 mg Quecksilber pro Kilogramm Frischgewicht festgelegt. Das BfR analysierte in den Jahren 2000 bis 2008 Untersuchungsergebnisse der Lebensmittelüberwachung zum Quecksilbergehalt von Tunfischen und daraus hergestellten Erzeugnissen. Tunfisch in Scheiben oder am Stück (also z.B. Tunfischsteak) überschritt in Einzelfällen die zulässige Höchstmenge. Einige wenige Konserven mit „Tunfisch in eigenem Saft" erreichten nahezu den Grenzwert.

Da Quecksilber die Plazenta und die Bluthirnschranke passiert, kann es - in höheren Mengen aufgenommen - beim Ungeborenen und Säugling die Gehirnentwicklung beeinträchtigen. Aus diesem Grund empfiehlt das BfR Schwangeren und Stillenden, vorsorglich auf Fischarten, die stärker belastet sein können, zu verzichten. Dazu zählen Tunfisch, Schwertfisch, Haifisch, Heilbutt, Schwertfisch, Aal, Hecht, Steinbeißer und Seeteufel. Der Verzehr von beliebten Arten wie Seelachs, Hering, Forelle und Karpfen ist dagegen unbedenklich. Vorsichtshalber sollten Schwangere Fisch in durcherhitzter Form bevorzugen, also gebraten, gedünstet oder als Fischdauerkonserven, wie z.B. Hering in Tomatensauce oder Makrele in Öl sowie als pasteurisierte Fischerzeugnisse.


Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
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Beiträge: 3464
Augsburg
Re: Thunfisch in der Schwangerschaft
Antwort #3 - 16. Mai 2017 um 19:03
 
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Sophie87
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Beiträge: 2

Re: Thunfisch in der Schwangerschaft
Antwort #4 - 17. Mai 2017 um 10:58
 
Forum Admin schrieb am 16. Mai 2017 um 19:03:


vielen Dank für die informativen Quellen! Ich muss sagen, ich bin doch etwas schockiert wie sehr die Meinungen bei diesem  Thema auseinander gehen. Ich habe zum Beispiel aus dem asiatischen Raum gehört, dass da auf Fisch überhaupt nicht verzichtet wird während der Schwangerschaft, einfach weil es dort fast schon zum Grundnahrungsmittel gehört. Dort wird nur auf rohe Schalentiere verzichtet. Ich hatte auch in diesem Blogeintrag gelesen, dass gerade Thunfisch in geringen Mengen absolut unbedenklich sei: *

Nachdem ich diese fundierten Quellen gelesen habe, werde ich wohl komplett auf Fisch verzichten.

Danke und Lg
Sophie

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« Zuletzt geändert: 17. Mai 2017 um 17:17 von Forum Admin »  
 

 
HelloDarknessMyOldFriend
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Beiträge: 5

Re: Thunfisch in der Schwangerschaft
Antwort #5 - 19. Mai 2017 um 00:15
 
Zitat:
Nein, es wird empfohlen, auf Thunfisch zu verzichten oder den Verzehr stark einzuschränken. Das gilt auch, wenn Sie stillen oder schwanger werden möchten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, zwei (See-)Fisch-Portionen in der Woche zu essen. Eine Portion entspricht etwa 150 - 200 g Fisch. Davon sollte mindestens eine Portion ein fettreicher Fisch sein.

Jedoch sind gerade in bestimmten Fischarten höhere Mengen an Quecksilber zu finden. Dies betrifft vor allem Raubfische wie Thunfisch, Marlin, Hai und Schwertfisch, weil sie am Ende der Nahrungskette stehen. Europaweit wurde für diese Fischarten eine gesetzliche Höchstmenge von 1 mg Quecksilber pro kg Frischfisch festgelegt.

Das enthaltene Quecksilber schadet Ihnen nicht, aber es kann sich negativ auf die Nerven-Entwicklung Ihres Babys auswirken.

Deswegen raten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesumweltministerium (BMU) Schwangeren und Stillenden auf den Verzehr von Fischen, die besonders mit Quecksilber höher belastet sein können, zu verzichten. Zu diesen zählt auch Thunfisch als frische Variante und auch der Konserventhunfisch in Dosen. Auch Heilbutt, Aal, Hecht, Steinbeißer und Seeteufel sind nicht zu empfehlen.

Fettreicher Fisch ist gut für Sie. Aber es ist besser, auch davon nicht mehr als eine Portion (etwa 150 g) pro Woche zu essen, weil fetter Fisch Umweltgifte wie Dioxin und polychlorierte Biphenyle (PCB) enthält. Dioxin and PCB lagern sich für lange Zeit in Ihrem Körper ein. Es gibt einige Hinweise, dass sie sich negativ auf die Entwicklung Ihres Babys im Mutterleib auswirken könnten.

Auch andere Fischsorten und Schalentiere können ähnliche Mengen an Dioxin und PCB enthalten. Das sind zum Beispiel Seebrassen, Steinbutt, Heilbutt, Katzenhaie, Krebse und Wolfsbarsch. Deshalb sollten Sie auch davon nicht mehr als eine Portion pro Woche essen.

Sie sollten möglichst nicht ganz auf Fisch verzichten. Sie können jede Menge Fisch mit weißem Fleisch wie zum Beispiel Dorsch, Schellfisch, Seelachs und Scholle essen. Sie und Ihr Baby werden von den Proteinen, Mineralien, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren, die in diesen Fischen enthalten sind, profitieren. Fisch ist ein wichtiger Teil einer gesunden Ernährung. Klimmzugstange

Es gibt auch Hinweise darauf, dass Fisch einen positiven Einfluss auf die Entwicklung Ihres Babys hat. Die Omega-3-Fettsäuren in Fisch sollen wichtig für die Sprachentwicklung, das Sozialverhalten, die Kommunikationsfähigkeit und die Feinmotorik sein.

Wenn normalerweise Fisch oft auf Ihrem Speiseplan steht, dann achten Sie auf die Zusammenstellung der Sorten. Bringen Sie Sorten wie Seelachs, Hering, Makrele, Lachs, Forelle und Karpfen auf Ihren Teller, diese Fische sind unbedenklich.


Quelle: https://www.babycenter.de/x25004845/darf-ich-in-der-schwangerschaft-thunfisch-es...
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elf
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Beiträge: 8423
Südland
Geschlecht: male
Re: Thunfisch in der Schwangerschaft
Antwort #6 - 19. Mai 2017 um 17:43
 
Sophie87 schrieb am 17. Mai 2017 um 10:58:
...werde ich wohl komplett auf Fisch verzichten.


Hallo!

Wenn alle seriösen Quellen angeben, welche Fische unbedenklich sind, welche Fische sogar sinnvoll sind, dann ziehen SIE die Folgerung:
GAR KEINEN Fisch.

Das vereinbart sich nicht mit meinem Begriff von Logik.

Können Sie Ihre Entscheidung erklären?
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