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Ratgeber: Fenster

Spezial Energie
vom 21.09.2017

Fenster

Hier kommt's ans Tageslicht

Fenster sind die Gewinner unter den Bauteilen am Haus. Sie werden immer größer und leisten immer mehr, auch in Spezialdisziplinen wie Wärme- und Lärmschutz. Aber auch in Problemzonen wie dem Dach.

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21.09.2017 | Mehr Licht ist unabdingbar für unsere Gesundheit. Bekommen wir zu wenig, kann der Hormonhaushalt gestört werden, und es entstehen Depressionen. Als Gegenmittel sind Fenster besser als Pillen. Doch erst seit einigen Jahren setzen sich große Fensterflächen auch in Einfamilienhäusern durch. Das hat viel mit neuer Technik zu tun. Glas ist ein faszinierendes Material: einerseits als Weinglas hauchdünn und leicht zerbrechlich, andererseits enorm stabil und mit zahlreichen Zusatzfunktionen ausrüstbar, wenn es in Fenstern für Tageslicht im Haus sorgen soll. Kommen dann noch innovative Rahmenmaterialien und Sonderfunktionen dazu, werden aus einfachen Glasflächen Multitalente, die auch die Raumlüftung übernehmen oder sich automatisch selbst verdunkeln, um zu viel Sonnenenergie vom Innenraum fernzuhalten. Getrieben wird die Entwicklung nicht nur vom Wunsch nach Wohlgefühl, sondern auch von staatlichen Anforderungen zur Energieeffizienz, etwa in der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Nie war der Anteil transparenter Flächen in der Gebäudehülle größer als heute. Früher waren Fenster regelrechte Energieverlierer, deren mäßige Dämmeigenschaften zwangsläufig mit einem darunter montierten Heizkörper kompensiert werden mussten. Heute sind sie, zumindest in den fortgeschrittensten Varianten Energiegewinner: Ein nach Süden gerichtetes Fenster kann einem Effizienzhaus übers Jahr gesehen einen Energiegewinn von bis zu 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter bescheren. Das entspricht laut Berechnungen des Instituts für Fenstertechnik (IFT) Rosenheim immerhin pro Jahr rund 25 Litern Öl oder Kubikmetern Gas.

Notwendig dafür sind Fenster mit einer dreifachen Glasscheibe. Sie senken den Energieverlust bei kalten Temperaturen deutlich ab und machen höherwertige Effizienz- und Passivhäuser erst möglich. In neu gebauten Privathäusern sind sie heute nahezu Standard, denn der Aufpreis gegenüber der laut Energieeinsparverordnung zulässigen Zweischeibenverglasung sinkt kontinuierlich. Diesen Mindeststandard markieren Wärmeschutzfenster mit einem Uw-Wert von 1,3 W/(m2K) (siehe Kompakt "Wertegemeinschaft").

Wer für seinen Neubau oder beim Fensteraustausch jedoch die staatliche KfW-Förderung beanspruchen möchte, kommt um dreifach verglaste Fenster nicht herum. Denn mit einem Uw-Wert von 0,95 W/(m2K) - bei Dachflächenfenstern 1 W/(m2K) - setzt die staatliche Förderbank in ihrer Einzelförderung einen Standard, der nur mit Dreifachfenstern zu erreichen ist.

Standard bei Dreifachgläsern sind U-Werte für das Glas (Ug) von 0,5 bis 0,6 W/(m2K). Erreicht wird dies durch eine wärmereflektierende Beschichtung der Gläser und eine Füllung der Scheibenzwischenräume mit dem Gas Argon.

Noch weiter verbessert sich die Wärmedämmung des Glases durch die Befüllung des Scheibenzwischenraums des Glases mit den teuren Edelgasen Krypton oder Xenon. Auch Fenster mit vier Scheiben gibt es bereits. Sie sind aber eher Exoten. Zu dick und zu schwer sind solche Gläser, und der zusätzliche Effizienzgewinn ist

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