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Quark

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 19 Sorten Quark in Supermärkten, Discountern und Bio-Läden eingekauft. Wenn es von der Marke einen Halbfettquark, also mit 20 Prozent Fett gab, haben wir uns dafür entschieden.

Die Inhaltsstoffe und Sensorik
Quark besteht aus Milch. Die Verarbeitung erfolgt industriell und - hoffentlich - unter hygienischen Bedingungen. Um das zu prüfen, ließen wir die Keimbelastung im Endprodukt untersuchen. Wir wollten wissen: Ist der Quark geschmacklich, vom Geruch her und in seiner Konsistenz einwandfrei? Dem Quark sollte nichts beigemischt werden - weder wissentlich noch aus Versehen. Zu typischen Verunreinigungen gehören etwa Reinigungsmittel. Selbstverständlich müssen alle Anlagen sorgfältig sauber gehalten werden. Wie das geschieht, sollte aber nicht im Quark nachweisbar sein.

Die Tierhaltung und Transparenz
Wie leben die Kühe, die Milch für die von uns eingekaufte Charge Quark geliefert haben? Wie viel Wert legen die Molkereien auf das Tierwohl? Und wie sehr bemühen sie sich um Transparenz, wenn es darum geht, die Bedingungen der Tierhaltung offenzulegen? Mit einem langen Fragebogen, den wir den Herstellern zugesendet haben, wollten wir genau das herausfinden. Jede der Angaben mussten die Hersteller belegen - etwa mit Stalltagebüchern, tierärztlichen Dokumenten und Lieferscheinen.

Die Weiteren Mängel
Auf der Weide fressen Kühe Gras. In der intensiven Viehhaltung kommt aber vor allem Kraftfutter in den Trog. Das zeigt sich an der Fettzusammensetzung der Milch. Je mehr Grünfutter die Tiere bekommen, desto höher ist auch der Omega-3-Fettsäure-Anteil im Quark. Wenn ein Hersteller auslobt, der Quark sei frei von Gentechnik, sollte er das auch beweisen können.

Die Bewertung
Im Idealfall stimmen natürlich Qualität, Tierhaltung und Transparenz - nur dann kann es ein "sehr gut" geben. Wer zwar saubere Produkte herstellt, sich aber gar nicht um Tierwohl und/oder Transparenz schert, muss mit strengen Abwertungen leben. Weil es bei Quark aufgrund der Massenproduktion und der teilweise Hunderten von Höfen noch schwieriger ist, die Haltungsbedingungen der Kühe transparent zu machen, haben wir im Vergleich zu anderen Tierhaltungstests noch stärker bewertet, ob Hersteller sich um Transparenz bemühen.

So haben wir getestet

1 Portion gleich 30 Gramm? So lassen sich Nährwerte wunderbar kleinrechnen. Zweifelhafte Angaben wie diese haben wir überprüft.

Gemüsesäfte

So haben wir getestet

Der Einkauf
Aus dem großen Angebot an Gemüsesäften wählten wir reine Möhren-, Rote-Bete- und Sauerkrautsäfte aus. Möhren- und Rote-Bete-Säfte gehören zu den beliebtesten Gemüsesäften. Sauerkrautsaft hat wegen seiner verdauungsfördernden Eigenschaften im Frühjahr Saison, wenn viele Menschen ans Entschlacken und Fasten denken. Etliche Hersteller, darunter Supermärkte und Drogerieketten, bieten bereits alle drei Sorten an, viele davon in Bio-Qualität.

Die Inhaltsstoffe
Bevor ein Saft in der Flasche oder im Tetrapak landet, hat er einige Verarbeitungsschritte hinter sich. Dennoch könnten Rückstände von Pestiziden vorhanden sein, auf die wir die Produkte umfangreich prüfen ließen. Weitere Labore untersuchten die Gehalte an Zucker und Säuren sowie den Nitratgehalt, der insbesondere bei Rote Bete hoch sein kann. In Säften, denen die Hersteller Salz zusetzen, haben wir messen lassen, wie viel davon drinsteckt. Möhrensäfte ließen wir auf giftiges Benzol prüfen, das im Zuge der Herstellung entstehen kann.

Die Sensorik
Fünf erfahrene Prüfer beurteilten das Aussehen, den Geruch, den Geschmack und das Mundgefühl der Säfte. Jeder Prüfer bewertete die Säfte zunächst für sich, anschließend erarbeiteten die Experten einen Konsens.

Die Weiteren Mängel
Sind die Produkte so gekennzeichnet, dass Verbraucher alle wesentlichen Informationen auf einen Blick erhalten? Ist die Verpackung ökologisch sinnvoll? Das sahen wir uns genauer an.

Die Bewertung
Für Gemüsesafttrinker sind gesundheitliche Aspekte besonders wichtig. Daher können Möhrensäfte mit Honig und Sauerkrautsäfte mit höheren Salzgehalten bestenfalls mit "gut" abschneiden. Bei den Rote-Bete-Säften und einem Sauerkrautsaft führen Nitratwerte, die wir als "erhöht" oder "stark erhöht" ansehen, zu Abzügen. Drei Produkte stecken in Glas-Einweg-Flaschen, die eine schlechtere Öko-Bilanz aufweisen als Mehrwegflaschen und Kartonverpackungen. Dafür gibt es Abzüge unter den Weiteren Mängeln.

So haben wir getestet

Schmeckt's? Sensorikexperten haben überprüft, ob die Säfte aromatisch, arttypisch und fehlerfrei riechen und schmecken.

Chicken Nuggets

So haben wir getestet

Der Einkauf
Chicken Nuggets sollten es sein. Und da die meisten Produkte tiefgefroren sind, haben wir uns für elf Tiefkühlprodukte entschieden. Produkte aus ökologischer Tierhaltung gibt es nur wenige, deswegen landeten hauptsächlich Nicht-Bio-Nuggets in unserem Einkaufskorb. Und um zu erfahren, wie Mc Donald's, Kentucky Fried Chicken und Burger King im Vergleich dazu abschneiden, haben wir auch in je einer Filiale der Fast-Food-Ketten eingekauft.

Die Inhaltsstoffe
Ein Schwerpunkt der Untersuchungen lag auf Keimen. Denn obwohl die meisten Produkte vorgebraten sind, können sich Krankheitserreger oder Verderbniskeime auf und in den Chicken Nuggets bilden. Besonders bedenklich sind antibiotikaresistente Keime. Auch ob noch Antibiotikarückstände im Fleisch nachweisbar sind, hat ein von uns beauftragtes Labor untersucht. Und nachdem im Sommer das Insektizid Fipronil in Eiern steckte, haben wir auf mehr als 500 verschiedene Pestizide, darunter auch Fipronil, untersuchen lassen. Weil in der Panade pflanzliche Öle stecken, haben wir zudem auf Fettschadstoffe geprüft. Auch Verunreinigungen mit Mineralöl standen auf der Checkliste der Labore.

Die Tierhaltung/Transparenz
Wir wollten genau wissen, woher die Hühner stammen, die in den Chicken Nuggets verarbeitet sind, und wie es um ihre Haltungsbedingungen stand. Die Hersteller haben deswegen einen sehr umfangreichen Fragebogen von uns erhalten - unter anderem zur Rasse, zu den Ställen, dem Futter und den Medikamenten, die die Tiere bekommen haben. Da wir nicht glauben, sondern testen, baten wir die Hersteller um Dokumente, die ihre Angaben belegen.

Die Bewertung
Wie haben die Tiere gelebt, deren Fleisch in den Chicken Nuggets steckt? Und bemühen sich die Hersteller, diese Haltungsbedingungen transparent zu machen? Oder versuchen sie, uns mit Floskeln und Marketingsprech abzuspeisen? Beide Aspekte fließen in das Testergebnis Tierhaltung und Transparenz ein. Doch auch die Qualität muss stimmen: Antibiotikaresistente Keime, Fettschadstoffe und Mineralölrückstände führen unter den Inhaltsstoffen zu strengen Abwertungen. Auch wenn Hersteller etwa versuchen, mit viel billiger Panade den geringen Fleischanteil zu vertuschen, werten wir ab.

Bananen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Im Test: Bananen aus Supermärkten und Discountern, von Alnatura und Denn's Bio-Markt sowie Markenware von Chiquita und Banafair. Im klassischen Lebensmittelhandel kauften wir jeweils konventionelle und Bio-Eigenmarken, bei Alnatura und im Denn's Bio-Markt landeten je nach Angebot Bio-Bananen mit oder ohne Fairtrade-Label im Warenkorb. Die Bio-Bananen von Banafair kauften wir in Weltläden.

Die Inhaltsstoffe
Bananen gelten als "Pestizid-Weltmeister". Die Proben wurden daher einer umfangreichen Analyse auf mehr als 600 Pestizide unterzogen. Um Ausreißer weitgehend auszuschließen, ließen wir je drei Proben der einzelnen Marken untersuchen. Die Bananen durchliefen die Analysen mit Schale. Das ist für die Untersuchung von Obst und Gemüse vorgeschrieben, da sich die gesetzlichen Rückstandhöchstmengen auf das gesamte Produkt beziehen.

Bananenproduktion und Transparenz
Ungerechte Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen und der massive Einsatz von Pestiziden prägen den Alltag der Beschäftigten in der Bananenproduktion. Das geht aus Studien von Entwicklungsorganisationen, etwa Oxfam, hervor. Um mehr über die Produktion der von uns eingekauften Proben zu erfahren, erhielten die Anbieter einen umfangreichen Fragebogen zu Preisen, Löhnen, Arbeitsrechten und dem Umgang mit Pestiziden. Alle Antworten sollten mit Zertifikaten oder anderen aussagekräftigen Bescheinigungen belegt werden.

Die Bewertung
Überschreitungen von Pestizidgrenzwerten hat das beauftragte Labor nicht festgestellt, wohl aber eine durchgehende Belastung der Bananen aus konventioneller Produktion. Fast immer schöpfen einzelne oder mehrere Stoffe die geltenden Höchstmengen zu mehr als zehn Prozent aus, was wir abwerten. Nahezu jede Probe enthält zudem relevante Gehalte von bis zu zwei besonders bedenklichen Pestiziden, die als krebsverdächtig eingestuft sind. Das summiert sich. Vollends in den Keller rutschen die Noten einiger konventioneller Produkte durch schlechte Bewertungen unter dem Testergebnis Bananenproduktion und Transparenz, wobei wir uns zunächst die Vorgaben der mitgeteilten Standards angesehen haben. Der Fairtrade-Standard etwa setzt sich in besonderem Maße für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Handelsbeziehungen ein, während wir an dem von den meisten konventionellen Anbietern genannten Standard der Rainforest Alliance den fehlenden garantierten Mindestpreis und das unzureichende Verbot von hochgiftigen Pestiziden kritisieren. Uns kam es aber auch darauf an, dass die Anbieter die aufgedruckten Label oder behaupteten Zertifizierungen nachweisen können. Mangelnde Transparenz führt daher ebenfalls zu Abzügen. Als Zertifizierungen sehen wir Standards an, die die Umsetzung sozialer Kriterien nachweisen, etwa Fairtrade, Rainforest Alliance, Naturland Fair oder FairTSA.

Gänse

So haben wir getestet

Der Einkauf
Weihnachtsgänse sollten es sein, aus möglichst vielen verschiedenen Haltungsformen und Herkunftsländern. Ganz so einfach gestaltete sich der Einkauf allerdings nicht, weil die allermeisten Gänse aus Polen stammen, viele weitere aus Ungarn. Ansonsten gab es noch deutsche Gänse, besonders aus Bio-Haltung. Andere Herkunftsländer suchten wir vergebens. Weil die Überprüfung der umfangreichen Belege viel Zeit beansprucht und die meisten Gänse nur kurz vor Weihnachten verkauft werden, haben wir bereits vor einem Jahr eingekauft.

Die Tierhaltung/Transparenz
Wie hat die Gans gelebt, wie eng war ihr Stall, wie groß ihr Platz auf der Weide? Konnte sie ihren natürlichen Bedürfnissen nachkommen und schwimmen und ihr Gefieder säubern? Landete Genfutter in ihrem Trog? Und welche Medikamente hat sie bekommen? Wir wollten genau wissen, woher die Gänse stammen, die auf unserem Festtagstisch landen, und wie es um ihre Haltungsbedingungen stand. Die Hersteller haben deswegen einen umfangreichen Fragebogen von uns erhalten. Jede Angabe mussten sie mit Dokumenten wie Stalltagebüchern oder tierärztlichen Dokumenten belegen.

Die Bewertung
Wenn Hersteller nicht glaubhaft nachgewiesen haben, dass die Gänse nicht aus Stopfmast stammen und nicht lebend gerupft wurden, führt das zu strengen Abwertungen. Auch kein oder wenig Freilandzugang sowie enge Ställe mit großen Herden kritisieren wir. Zudem brauchen Gänse kein Chemiefutter, schon einmal gar nicht gentechnisch verändertes - ihnen reicht das, was sie auf der Weide finden. Wenn ein Hersteller nicht oder nicht konkret auf unseren Fragebogen eingeht, kann er nur auf einem "ungenügend" landen.