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Lebensmittel: Marke oder Discounter

So haben wir getestet

Der Einkauf
Sind Produkte vom Discounter genauso gut wie vergleichbare Markenartikel? Das haben wir an 35 Produkten aus fünf Produktgruppen überprüft. Im Wettstreit: die Eigenmarken von Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl, Norma, Penny und Netto Marken-Discount gegen ein bekanntes Markenprodukt.

Die Inhaltsstoffe
Im Labor ließen wir die Produkte auf typische Schadstoffe untersuchen. So standen bei Rahmspinat Analysen zu Nitrat und Cadmium an, während die reishaltigen Nasi Gorengs unter anderem auf anorganisches Arsen getestet wurden. In fettreichen Produkten wie Pesto, Blätterteig und Kartoffelsalat suchten die Labore nach Mineralölbestandteilen und Fettschadstoffen. Bei den Pestos fahndeten sie auch nach Weichmachern, die aus den Schraubdeckeln übergegangen sein könnten. Gekühlte Artikel wie Blätterteig und Kartoffelsalat wurden mikrobiologischen Tests unterzogen. Weitere Analysen befassten sich mit dem Salzgehalt und Pestiziden.

Die Weiteren Mängel
Unter diesem Punkt reklamieren wir unter anderem zu kleine Portionsangaben auf den Verpackungen. Zudem prüfte ein Labor die Verpackungen auf PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen.

Die Bewertung
In den Pestos und Blätterteigen führen vor allem Belastungen mit Mineralöl (MOSH/POSH) und potenziell krebserregenden MOAH zu Abzügen. Nitrat und Cadmium im Rahmspinat bewerten wir in Anlehnung an die Grenzwerte für Tiefkühlspinat und Blattgemüse. Die Nasi-Goreng-Produkte enthalten durchweg zu viel Salz. Kritisch sehen wir auch Pestizide und Keimhemmungsmittel, die von internationalen Organisationen als besonders bedenklich eingestuft werden. Diese Stoffe gefährden in erster Linie die Anwender. Rückstände im Essen sollten vorsorglich ebenfalls vermieden werden.

So haben wir getestet

Woher kommt das Fleisch? Das können Verbraucher per QR-Code herausfinden; wie die Tiere gehalten wurden, erfahren sie jedoch nicht.

Erdbeeren

So haben wir getestet

Der Einkauf
Schon im Januar liegen sie in den Obstregalen der Supermärkte: Erdbeeren aus Spanien und Marokko. Lange vor der Saison locken die roten Früherdbeeren, die wir in zehn verschiedenen Supermärkten eingekauft haben.

Die Inhaltsstoffe und Weiteren Mängel
Erdbeeren wachsen in Spanien und Marokko auf riesigen Plantagen, auf denen jede Menge verschiedene Pestizide gesprüht werden. Für den Transport werden sie zusätzlich mit Fungiziden gespritzt. Deswegen haben wir ein Labor damit beauftragt, in jeweils drei Chargen nach mehr als 500 verschiedenen Giftstoffen zu fahnden. Zusätzlich haben wir die Anbieter gefragt, wo genau die Erdbeeren angebaut wurden und wie sie bewässert werden.

Die Bewertung
Erhöhte Rückstände eines Pestizids werten wir ab. Auch geringe Gehalte, also Spuren, kritisieren wir, wenn es sich um fünf oder mehr Spuren handelt, weil bisher überhaupt nicht geklärt ist, welche gesundheitlichen Auswirkungen diese Mehrfachrückstände haben können. Besonders bedenkliche Pestizide, die etwa krebserregend sind, bemängeln wir zusätzlich. Zu Punktabzügen führt auch, wenn die Erdbeeren in einer besonders trockenen Region angebaut werden.

So haben wir getestet

Pestizide werden auf dem Feld und vor dem Transport gespritzt - deswegen haben wir ein Labor beauftragt, die Erdbeeren auf mehr als 500 verschiedene Rückstände zu untersuchen.

Vegane Fertiggerichte

So haben wir getestet

Der Einkauf
Das Angebot an veganen Fertiggerichten wächst stetig. Um den Markt möglichst breit abzudecken, haben wir sowohl Tiefkühl- und Kühlprodukte als auch Dosen- und Instantgerichte getestet. Innerhalb dieser Produktgruppen haben wir uns für jeweils eine Geschmacksrichtung entschieden. Das Testfeld setzt sich so aus sechs mediterranen, sieben asiatisch geprägten und aus acht Chili-sin-Carne-Gerichten zusammen.

Die Inhaltsstoffe
Haben die Hersteller in Sojaprodukten gentechnisch veränderte Bestandteile eingesetzt? Sind die Zutaten mit Pestiziden belastet? Wie sieht es mit der Verunreinigung der Produkte mit bedenklichen Mineralölbestandteilen oder giftigen Schwermetallen aus? Erfahrene Labore haben die Fertiggerichte auf all diese Parameter untersucht. Bei den Tiefkühl-, Kühl- und Instantprodukten lag unser Augenmerk außerdem auf der Keimbelastung, bei den Konserven wurde nach dem Hormongift Bisphenol A gesucht. Probleme bereitet auch ein zu hoher Salzkonsum. Das Labor hat daher in allen Gerichten den Salzgehalt analysiert.

Die Sensorik
Bei jeglicher Art von Fertiggericht steht die Frage im Raum: Schmeckt das denn auch? Sensorikexperten haben sich der Produkte angenommen und sie hinsichtlich Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz bewertet. Anschließend vergaben sie je eine Gesamtpunktzahl. 5,0 Punkte erhielt ein Gericht dann, wenn die Prüfer rundum zufrieden waren.

Die Weiteren Mängel
Unrealistische Portionsgrößen, unvollständige Zubereitungshinweise, ungenaue Nährstoffangaben: Hersteller machen es den Verbrauchern häufig unnötig schwer. Wir haben daher genauer auf die Verpackungen geschaut und zeigen auf, wo noch Nachholbedarf besteht.

Die Bewertung
Lebensmittel sollen möglichst frei von Schadstoffen sein. Zu viel Mineralöl, Arsen oder Cadmium führen daher zu Notenabzug. Es gibt aber auch Inhaltsstoffe, die zwar nicht schädlich, aber unnötig und umstritten sind oder die erst - wie Kochsalz - in größeren Mengen problematisch sein können. Dies alles berücksichtigen wir unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe, das maßgeblich das Gesamturteil bestimmt.

So haben wir getestet

"Stark zerschlagen": Abzug gab es für die Kidneybohnen, die zum Teil halbiert waren.

So haben wir getestet

"Schleimig": Die Sensorikprüfer waren mit der Konsistenz des Gerichts nicht ganz zufrieden.

Orangensaft

So haben wir getestet

Der Einkauf
Im Test: 20 einfache Orangensäfte ohne Fruchtfleisch, überwiegend eingekauft in Supermärkten, Discountern und Bio-Läden. Gab es in den Läden oder von den Marken mehrere Varianten, wählten wir in der Regel die jeweils preisgünstigste aus.

Inhaltsstoffe und Sensorik
Das Aroma in Orangensaft aus Konzentrat muss in seiner Zusammensetzung dem eines durchschnittlichen Orangensaftes entsprechen. Ob dies erfüllt ist, ließen wir per Aromenanalyse überprüfen. Außerdem im Fokus der Laboruntersuchungen: Rückstände von Pestiziden und der Vitamin-C-Gehalt. Das Aussehen, den Geruch und den Geschmack ließen wir von fünf geschulten Prüfern beurteilen.

Label
Wie steht es um die Arbeitsbedingungen der Erntearbeiter? Wie um die Entlohnung? Werden hochgiftige Pestizide gespritzt? Das sind weitere Fragen, die Verbraucher interessieren. Eine Orientierung beim Einkauf geben die Label bekannter Organisationen, wie Fairtrade oder Rainforest Alliance. Wir schauten danach auf den Produkten.

Die Weiteren Mängel
Stecken die Säfte in Einwegflaschen? Sind die Angaben auf den Verpackungen in Ordnung?

Die Bewertung
Zunächst lag der Fokus auf den Inhaltsstoffen (50 Prozent) und der Sensorik (50 Prozent). Produkte, auf denen sich kein Logo befindet, das für eine verantwortungsvollere Produktion steht, können bestenfalls mit "befriedigend" abschneiden.

So haben wir getestet

Ohne Zuckerzusatz laut Gesetz: für uns eine Werbung mit Selbstverständlichkeiten.

Ei-Ersatz-Produkte

So haben wir getestet

Der Einkauf
Ei-Ersatz sollte es sein. Und so haben wir in Reformhäusern, Supermärkten und Bio-Läden nach den Pulvern gesucht. Viele Produkte gibt es nicht; und von den wenigen gibt es einige nur über das Internet zu kaufen. Deswegen haben wir auch online bestellt. Mit dabei: Pulver auf Basis von Lupinen, Kartoffeln, Mais, Algen und Kichererbsenmehl.

Die Inhaltsstoffe
Natürlich stand Mineralöl auf unserer Prüfliste. Die Verunreinigungen stammen oft aus Druckfarben oder Verpackungen, können aber auch schon während der Produktion entstehen, wenn Lebensmittel etwa mit Schmierölen in Kontakt kommen. Weiterhin hat ein von uns beauftragtes Labor nach mehr als 500 Rückständen von Pestiziden gefahndet. Weil Pflanzen schon im Anbau mit gechlortem Wasser in Kontakt kommen können, haben wir auch auf Rückstände von Chlorat untersuchen lassen. Außerdem auf der Checkliste, je nach Zusammensetzung des Produkts: Schimmelpilzgifte, Aluminium, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Dioxine.

Die Bewertung
Erhöhte Chloratgehalte werten wir ab, weil diese, langfristig aufgenommen, die Jodaufnahme in der Schilddrüse hemmen können. Auch Verunreinigungen mit den gesättigten Kohlenwasserstoffen MOSH/POSH sowie der Zusatz von Phosphat führen zu Punktabzug. Erstere haben im Tierversuch die Leber geschädigt, zweiteres kann den Nieren schaden.

So haben wir getestet

Auf Stärke basieren die meisten Pulver. Ob darin etwa Mineralöl steckt, haben wir testen lassen.