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34 Computergestützte Geldanlagen im Test

ÖKO-TEST März 2018
vom 22.02.2018

Computergestützte Geldanlage

Ohne Gewähr

Digitale Vermögensverwalter machen den Banken derzeit heftige Konkurrenz. Sie versprechen, bereits kleine Summen so zu investieren, wie es sonst nur Millionären möglich ist. Doch wer bietet die bessere Geldanlage - Mensch oder Maschine? ÖKO-TEST hat die neuen Portale unter die Lupe genommen.

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22.02.2018 | Sie sind angetreten, um die Geldanlage zu revolutionieren: Sogenannte Robo-Advisor, die sich als moderne und effizientere Alternative zur Bankberatung verstehen. Über das Internet, mit wenigen Klicks und ohne menschliches Mitwirken offerieren sie eine automatisierte Form der Geldanlage. Die soll nicht nur einfacher, transparenter und vor allem kostengünstiger sein als herkömmliche Bankofferten, sondern auch noch zuverlässiger. Denn anstelle eines Beraters aus Fleisch und Blut machen Robo-Advisor ihre Anlagevorschläge auf Basis von computergesteuerten Algorithmen. Auch die weitere Vermögensverwaltung läuft digital und automatisiert nach vorab fest definierten Regeln ab, die sich zudem an den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren. So viel Technik soll nicht nur bessere Anlageergebnisse bringen, sondern einfach von zu Hause über PC, iPad oder Smartphone funktionieren. Niedrige Mindestanlagesummen und Sparpläne, die schon ab ein Euro im Monat erhältlich sind, machen das Robo-Advising zudem zu einer professionellen Geldanlage für jedermann. Das klingt vielversprechend, inbesondere weil immer mehr Kunden von der herkömmlichen Bankberatung enttäuscht sind. Mit einer Anlage in Eigeninitiative sind sie jedoch oft heillos überfordert. Denn für sichere Zinsanlagen gibt es schon seit Jahren kaum noch Rendite - und mit Aktien, Anleihen oder Fonds kennt sich das Gros der Bundesbürger nicht gut genug aus. Professionelle Vermögensverwaltung gibt es dagegen nur für Betuchte. Obendrein ist dieser Service bei herkömmlichen Geldinstituten ausgesprochen teuer. Kein Wunder daher, dass die neue, automatisierte Vermögensverwaltung auch hierzulande auf rege Nachfrage trifft. Innerhalb von knapp drei Jahren ist nicht nur die Zahl der Anbieter auf mittlerweile 41 explodiert. Die zehn größten dieser Robo-Advisor verwalten mittlerweile über 1,2 Milliarden Euro, die sie überwiegend bei privaten Anlegern eingesammelt haben, berichtet das Portal "Techfluence". Tendenz stark steigend. Denn nach jungen Finanzfirmen und Start-ups, die vor allem jüngere, internetaffine Kunden umwarben, steigen zunehmend auch etablierte Banken in das Robo-Geschäft ein. Bis Ende 2018 soll das verwaltete Kundenvermögen daher auf rund drei Milliarden Euro wachsen, für 2020 wird sogar ein Volumen von 20 bis 30 Milliarden Euro prognostiziert.

Bleibt die Frage, ob die digitalen Plattformen der Robo-Advisor traditionelle Bankberater und Vermögensverwalter wirklich ersetzen und bessere Leistungen bieten können. ÖKO-TEST wollte es genauer wissen und hat 24 Robo-Advisor, die derzeit am deutschen Markt im Privatkundengeschäft aktiv sind, unter die Lupe genommen. Dabei wurde auch geprüft, welche Anlagestrategie sie einem 40-jährigen Musterkunden empfehlen, der mit einem Einmalbetrag und - soweit möglich - auch mit einem Sparplan für sein Alter vorsorgen und Vermögen aufbauen will. Die Kurzfassung zur Bewertung der Portale sowie die 34 empfohlenen Anlagestrategien finden Sie im Heft, die detailli

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