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Babynahrung, Getreidebreie

Was Richtiges essen

Zwei Esslöffel Getreideflocken oder -grieß aus der Packung, etwas Milch dazu und ein bisschen Obst: Fertig ist die Babybeikost. Die als Getreidebrei vermarkteten Produkte können Eltern schnell zubereiten und lecker aufpeppen. Aber sind die Produkte auch frei von Schadstoffen? Nicht alle.

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19.10.2017 | Für Essanfänger ist jede Geschmacksrichtung eine Sensation. Produkte wie Babykekse oder Stracciatella-Brei sprechen also zunächst einmal die einkaufenden Eltern an. Eher schlicht kommen die Instantgetreidebreie daher.

Das Getreide kommt als Flocken oder Grieß aus der Packung. Milch und/oder Wasser und Obst mischen die Eltern selbst hinzu und sind dadurch in der Früchteauswahl flexibel. Als Produkte für Säuglinge und Kleinkinder unterliegen die Getreidebreie der EU-Richtlinie für Getreidebeikost. Das hat zur Folge, dass Nährstoffe wie Vitamin B1 in ausreichender Menge enthalten sein müssen und dass zum Beispiel für Arsen in Reis strenge Grenzwerte gelten.

Wir wollten wissen, welche Schadstoffe in Hafer und Co. stecken. 19 Produkte, darunter nur ein konventionelles, haben wir für Sie eingekauft und ins Labor geschickt.

Das Testergebnis

Den Kindern etwas Gutes tun: Mit den acht "sehr guten" und "guten" Getreidebreien im Test ist das kein Problem. Reine Reisbreie sind allerdings nicht darunter.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Hafer, Dinkel, Weizen, Hirse oder Reis: Das Angebot an Getreidebreien im Regal ist groß. Deshalb haben wir mindestens zwei von jeder Sorte eingekauft. Milchbreie - also solche, die Molke- oder Milchpulver enthalten und nur noch mit Wasser aufgegossen werden - haben wir nicht berücksichtigt.

Die Inhaltsstoffe
Unsere Reistests zeigen immer wieder ein Arsenproblem auf. Darum haben wir auch dieses Mal alle Breie mit Reisanteil auf anorganisches Arsen testen lassen. Tropanalkaloide sind unerwünschte, natürliche Inhaltsstoffe von Pflanzen wie Bilsenkraut oder Stechapfel, die als Beikräuter versehentlich mitgeerntet werden können. Hirse ist wegen der Ähnlichkeit der Samen besonders anfällig, weshalb wir die Hirsebreie im Test darauf untersuchen ließen. Pestizide, darunter auch der Wachstumsregulator Chlormequat, das Schimmelpilzgift Ochratoxin A und Cadmium analysierten die beauftragten Labore in allen Produkten.

Die Weiteren Mängel
Eltern sollten ihren Kindern Breie mit dem Löffel füttern. Wenn Kleinkinder Nahrung mit einer hohen Energiedichte mit dem Fläschchen aufnehmen, steigt das Risiko, dass sie zu viel essen. Außerdem schadet ein zu langes Nuckeln kohlenhydrathaltiger Nahrung den Zähnen. Produkte, deren Anbieter auf Fläschchenfütterung hinweisen, werten wir daher um eine Note ab.

Die Bewertung
Die Prüfer haben in den Getreidebreien hauptsächlich Arsen und Mineralöl in bedenklichen Mengen gefunden. Diese sind demnach auch für die meisten Abwertungen verantwortlich. Aber nur ein Produkt ist mit beiden Schadstoffen belastet. Auch deshalb sind über drei Viertel der Produkte "befriedigend" oder besser.

So haben wir getestet

Völlig überflüssig: Hersteller Kölln Flocken setzt seinem Pomps Kindergrieß Zucker zu. Wir sagen: Das geht gar nicht.

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